A-165 Dual Trigger Inverter / Modifier / Level Shifter

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-165 Dual Trigger Inverter / Modifier ist ein praktisches kleines Modul, mit dem man Trigger und Gates invertieren kann.

Dabei werden in zwei identischen Teilmodulen »An« und »Aus« einfach vertauscht, das invertierte Signal ist keine negative Spannung, sondern wieder ein »normales« Gatesignal.

Zusätzlich kann aus der steigenden und aus der fallenden Flanke eines Gates je ein Trigger gewonnen werden. Das funktioniert auch mit Audiomaterial und erzeugt sehr interessante Ergebnisse!

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A165-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A165-OUT

Verdoppelung des Clocksignals

Einen Patch für einen »swingenden« Sequencer mit dem A-165 und einem A-146 LFO finden Sie beim A-146 Low Frequency Oscillator LFO 2. Bei steigenden und fallenden Flanken der Gatesignale aus dem Sequencer werden jeweils Trigger erzeugt.

Über eine A-155 Sequenz, die bereits die 8 Schritte voll ausnutzt (z.B. Bassdrum auf 1, 5 und 8, Snare auf 3 usw.) soll eine doppelt so schnelle Hihat (Sechzehntel) gelegt werden. Eine Verdoppelung der Sequencer­geschwindigkeit würde den Takt halbieren, also wird mit Hilfe eines A-165 das Clocksignal des Sequencers verdoppelt und für die Hihat verwendet.

Töne beim Loslassen einer Taste

Mit dem invertierten Gate kann man zwei unterschiedliche »Stimmen« des Modularsystems bei gedrückter und bei losgelassener Taste starten (die Stimme bei losgelassener Taste z.B. 2 Oktaven tiefer und klanglich etwas anders).

Der A-165 Trigger Modifier erzeugt ein invertiertes Gatesignal beim Loslassen einer Taste (oder einer vergleichbaren Quelle für Gatesignale). Das invertierte Gate wird zur Steuerung einer zweiten A-111-5 Mini Synthesizer Voice verwendet.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-162 Dual Trigger Delay

Das A-162 Dual Trigger Delay kann Triggersignale verzögern und mit einstellbarer Dauer als Gatesignal wieder ausgeben.

Das Modul verfügt über zwei identische Teilmodule mit dieser Funktionalität.

Worin unterscheiden sich nun »Trigger« und »Gate«? Das ist eigentlich nur eine Frage, welche Teile eines Rechtecksignals verwendet werden: Die aufsteigende Flanke beim Trigger oder sowohl aufsteigende, als auch absteigende Flanke (und damit die Dauer des Signals) beim Gate.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-OUT

Regler / Schalter (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-SW

Delay für Hüllkurven (DADSR)

Ein DADSR-Hüllkurvengenerator (ADSR mit Delay) kann mit einem A-162 Trigger Delay und einem A-140 ADSR erzeugt werden.

Manche Hüllkurvengeneratoren haben noch einen »Delay«-Parameter (z.B. die »Envelope 1« beim Korg MS-20), der die Hüllkurve verzögert einschwingen lässt. Das lässt sich mit dem A-162 gut realisieren.

Allerdings geht dabei die ursprüngliche Länge des Gates verloren und muss manuell am Trigger Delay eingestellt werden.

Rhythmische Variationen mit einem Sequencer

Komplexere Rhythmen aus dem Sequencer.

Für ungewöhnliche rhythmische Abläufe kann man einen langsam getakteten A-155 Sequencer mit beiden Trigger Delays verbinden und die produzierten Gatesignale mit einem A-186-1 OR-Combiner verbinden.

Wie immer ist beim Einsatz des A-186-1 zu berücksichtigen, dass einander überlappende Gatesignale als ein einziges Gate ausgegeben werden

Umwandeln von Triggern in Gates

Die sehr kurzen Triggersignale aus dem A-165 Trigger Modifier werden mit dem A-162 Trigger Delay in »brauchbare« Gatesignale umgewandelt.

Manchmal benötigt man aber auch ganz schlicht ein Hilfsmittel, um einen extrem kurzen Trigger (beispielsweise aus dem Ausgang »+/- Out« eines A-165 Trigger Modifiers) zu einem »normalen« Gate umzuwandeln, das auch in der Lage ist, die Attack-Phase eines ADSR-Generators zu halten.

Alternativen

Obwohl er eigentlich ein einfacher (Decay-)Hüllkurvengenerator ist, lassen sich auch mit dem A-142-1 Voltage Controlled Decay Gatesignale aus kurzen Triggerimpulsen erzeugen. Die Möglichkeit des Delays fehlt freilich, dafür kann die Länge des Gates über eine Steuerspannung geregelt werden.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-142-1 Voltage Controlled Decay/Gate

Das A-142-1 Voltage Controlled Decay ist weit mehr als nur der »kleine Bruder« des A-141 VC ADSR.

Die erzeugte Hüllkurve, die nur aus einem Decay besteht, ist zwar »minimalistisch« – sie erfüllt aber in erstaunlich vielen Fällen genau das, was benötigt wird. Viele Bass- oder sonstige Sequencerlinien lassen sich damit bereits hervorragend gestalten.

Da es weder Attack, noch Sustain gibt, genügt ein einfaches Triggersignal zum Auslösen. Eine längere Haltedauer eines Tones mit konstantem Pegel wäre aufgrund der Beschränkung auf »Decay« ohnehin nicht darstellbar.

Dafür bietet das Modul eine Konvertierung von Triggersignalen in Gatesignale, die auch außerhalb des Einsatzgebiets »Hüllkurve« praktisch sein kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A142-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A142-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A142-1-SW

Steuerung durch einen Sequencer

Ein A-155 Sequencer steuert sowohl Auslösung als auch Länge der A-142 Decay-Hüllkurven.

Das Modul kann gut eingesetzt werden, wenn die Länge der (sehr einfach gestalteten) Hüllkurven über Tastatur oder Sequencer gesteuert werden soll.

So lassen sich z.B. mit einem Sequencer durch diese längeren Töne gezielt Akzente setzen: Eine Spur des Sequencers wird dafür mit dem Steuerspannungseingang des VCD verbunden.

LFO-Modus

Ein A-142 im »LFO-Modus«.

Der Ausgang »Inv. Gate Out« kann auch sehr gut dafür verwendet werden, das VCD in einen »LFO-Modus« zu bringen:

Dazu wird der invertierte Ausgang mit dem »Trig. In« Eingang verbunden und passende Einstellungen für Decay und Threshold gewählt. Die Hüllkurve wird sich immer wieder selbst auslösen.

Spannungsgesteuertes Trigger-Delay

Ein schönes Beispiel für einen etwas ungewöhnlicheren Einsatz stammt wieder von Doepfer selbst (aus der PDF-Anleitung zum Modul): Mit zwei A-142-1 VCDs kann ein spannungsgesteuertes Trigger-Delay gebaut werden.

Das erste VCD dient zur Verzögerung eines Triggersignals: Im Modul werden Decay und Threshold so eingestellt, dass die Länge des erzeugten Gatesignals der Verzögerung entspricht.

Zwei A-142 bilden ein spannungsgesteuertes Trigger-Delay.

Wenn man nun das invertierte Gatesignal aus diesem VCD verwendet, erhält man ein Gate- / Triggersignal mit der passenden Verzögerung. Aber: Für einen Einsatz als Gate dauert das Signal noch viel zu lange.

Um die Anpassung der Länge des Gatesignals kümmert sich das zweite VCD:

Das invertierte Gate wird in seinen »Trig. In« Eingang gespeist. Nun kann mit den Reglern »Decay« und »Threshold« im zweiten VCD ein Gatesignal in der gewünschten Länge eingestellt werden.

Mit diesem Gatesignal wird dann ein A-140 ADSR oder Ähnliches angesteuert.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-186-1 Gate/Trigger Combiner/Rectifier

Der A-186-1 ist ein Auslaufmodell und wird künftig nicht mehr hergestellt werden.

Stand: März 2021

Der A-186-1 Gate / Trigger Combiner ist ein recht einfaches Modul, das sogar ohne Stromversorgung betrieben werden kann. Einzige Funktion: Gate- oder Triggersignale an den 7 Eingängen werden zu einem gemeinsamen Gate / Trigger kombiniert.

Damit arbeitet es für Trigger/Gates wie die OR-Schaltung eines A-166 Dual Logic Modules, nur mit 7 an Stelle von 3 Eingängen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A186-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A186-1-OUT

Kombination von Triggern / Gates

Der A-186-1 Gate / Trigger Combiner verbindet Triggersignale auf eine einzige Ausgangsbuchse. Zuvor werden die Längen der Eingangssignale mit dem A-162 Trigger Delay soweit gekürzt, dass sie sich nicht überlappen.

Mit dem Modul können bis zu 7 unterschiedliche Gate- / Trigger-Quellen für einen Empfänger kombiniert werden. Z.B. eine Tastatur, ein Sequencer, ein Zufalls-Trigger usw., die alle einen Hüllkurvengenerator ansteuern sollen.

Dabei ist zu beachten, dass Gates, die sich überlappen, als ein einziges – entsprechend verlängertes – Gatesignal ausgegeben werden. Wenn das unerwünscht ist, können ggf. einzelne Gates mit einem A-162 Dual Trigger Delay auf eine feste – gekürzte – Länge gebracht werden.

Noch ein Waveshaper?

Von Sinusschwingungen aus zwei A-110 VCOs werden im A-186-1 die Maxima ausgewählt (und ansonsten alle negativen Halbwellen gekappt), so dass man eine Schwingungsform erhält, die auch von einem Waveshaper stammen könnte.

Da das Modul wie ein Maximum Selector arbeitet, besteht eine gewisse »Verwandtschaft« zum A-172 Maximum / Minimum Selector. Damit kann es als einfacher Waveshaper eingesetzt werden, der bis zu 7 Eingangssignale verarbeiten kann. Technisch bedingt werden keine negativen Spannungen durch das Modul gelassen – diese werden an der Nulllinie hart »abgeschnitten« (im Oszilloskopbild ist die Schwingungsform durch eine konstante negative Spannung nach unten verschoben).

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-113 Subharmonic Generator

Der Subharmonic Oscillator ist ein sehr ungewöhnliches Modul, das ursprünglich aus dem Trautonium-Projekt von Doepfer stammt. Doepfer hatte die erforderlichen Komponenten eines Trautoniums (einem historischen Vorläufer des heutigen Analog-Synthesizers von Friedrich Trautwein, 1888-1956) innerhalb des A-100 Systems realisiert.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Frequenzteilern, die Rechtecksignale ausgeben, erzeugt der A-113 Sägezahnsignale, deren Frequenz sich einen ganzzahligen Teiler unterhalb eines »Master«-Oszillators befindet. Dabei handelt es sich übrigens keineswegs um »mathematisch exakte« Sägezahnsignale, sondern um etwas krumme Schwingungsformen, die mit anderen Oszillatoren nur schwer erzielbar sind.

Das Modul hat 4 solche Frequenzteiler eingebaut, die erzeugten Signale lassen sich entweder individuell abgreifen oder zu einem Summensignal mischen. Die Zusammenstellung der vier Teilerverhältnisse für die Frequenzteiler (z.B. 1/3, 1/5, 1/7 und 1/11) wird dabei als »Mixtur« bezeichnet.

Vier unterschiedliche »Mixturen« (z.B. 1/2, 1/3, 1/8 und 1/16 als erste Mixtur, 1/2, 1/3, 1/4, 1/5 als zweite Mixtur, 1/2, 1/4, 1/8 und 1/16 als dritte Mixtur und viel mal 1/2 als vierte Mixtur) lassen sich als ein Preset speichern und über Gatesignale abrufen. Im Original-Trautonium wurden diese Gate­signale mit Fußtastern erzeugt, im Modularsystem kann man die Phantasie noch etwas weiter schweifen lassen. Es lassen sich insgesamt 50 solcher Presets speichern.

Hinter dem Einsatz von »Subharmonischen« steht die Überlegung, die harmonische Obertonreihe (wie sie z.B. bei Blasinstrumenten natürlich vorkommt) nach unten zu ergänzen. Während die Obertonreihe aus der doppelten, dreifachen, 4-fachen, 5-fachen usw. Frequenz des Grundtons besteht, wird bei den Subharmonischen 1/2, 1/3, 1/4, 1/5 usw. der Frequenz des Grundtons angesetzt. Interessanterweise lassen sich aus der ersten Obertonreihe die Töne des Dur-Akkordes ableiten, aus den theoretisch dazu erfundenen Subharmonischen die Töne des Moll-Akkordes (mit dem Ausgangston in der Quinte).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A113-IN

Ausgänge:

CTRL-A113-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A113-SW1

CTRL-A113-SW2

Trautonium – minimalistisch gedacht

Es muss ja nicht gleich ein komplettes Trautonium sein – aber den Subharmonic Generator kann man einfach in einem »Mini-Trautonium« gemeinsam mit einem VCO und einem Formantfilter einsetzen:

Grundausstattung für einfache Trautonium-Klänge, noch durch Modulationsquellen (LFO, ADSR) und einen VCA zu ergänzen. Mit einem Doppel-Fußtaster, der an das »Foot Ctr« Modul angeschlossen wird, kann man zwischen vier vorbereiteten Mixturen des A-113 umschalten.

Ein etwas anderer Sägezahn

Der A-113 Subharmonic Generator erzeugt keine »reinen« Sägezahnsignale, sondern Schwingungen mit gerundeten Flanken. Zudem erzeugt der Subharmonic Generator aus unterschiedlich breiten Pulsschwingungen auch unterschiedliche »Sägezahn-artige« (das Eingangssignal ist jeweils unten dargestellt):

Schmaler Puls als Eingangssignal, das Ergebnis ist halbwegs nahe am Rechteck.
Mittlerer Puls als Eingangssignal ergibt eine »Haifischflosse«.
Breiter Puls: Nahe an einem »normalem« Sägezahn.

Teiler für Triggersignale

Das Modul ist hervorragend für die Erzeugung komplexer Triggermuster geeignet und kann auch die niedrigen Frequenzen von Clocksignalen noch gut verarbeiten. Die erzeugten Sägezahnsignale »funktionieren« gut als Triggersignale. Man kann dann die Triggermuster während einer Performance »livetauglich« verändern, es gibt Speichermöglichkeiten, verschiedene Muster lassen sich per Fußtaster / Gatesignale abrufen, und nicht zuletzt sind die vier Displays eine ausgezeichnete Orientierungshilfe bei »polyrhythmischen Entgleisungen«.

Zusätzliche 5V Stromversorgung

Die erste Version des Moduls (erkennbar am 16-poligen Buskabel) benötigt neben den üblichen +12 V noch eine Stromversorgung von 50 mA an +5 V. Ab dem neuen Netzteil PSU3 wird diese Versorgungsspannung standardmäßig über den Bus bereitgestellt. Ältere Netzteile erfordern z.B. den 5V Low Cost Adapter, der auf einen freien Steckplatz auf dem gleichen Bus wie das Modul aufgesteckt wird und der dann die +5V zur Verfügung stellt.

Der ab Frühjahr 2015 produzierte A-113 benötigt keine zusätzliche 5V Stromversorgung.

Achtung: Den 5V-Adapter keinesfalls bei einem neuen PSU3-Netzteil einsetzen! (Gefahr der Beschädigung von Netzteil bzw. Adapter.)

Technische Daten

Breite26 TE
Tiefe90 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -10 mA (-12V) – alte Version
120 mA (+12V) / -10 mA (-12V) – neue Version
Zusätzlicher Strombedarf100 mA (+5 V) – nur die alte Version, bei der neuen nicht mehr erforderlich

A-166 Dual Logic Module

Das A-166 Dual Logic Module stellt mit zwei identischen Teilmodulen bzw. zusätzlich zwei identischen Invertern grundlegende logische Verknüpfungen zur Verfügung.

Die A-166 Inverter sind keine Spannungs-Inverter (wie etwa der A-175 oder Polarisierer), sondern logische Inverter, die »Gate an« in »Gate aus« umwandeln und umgekehrt. Bei einem Spannungsinverter müsste man hier noch jeweils eine konstante Offsetspannung in Höhe eines Gatesignals hinzufügen, um das gleiche Ergebnis zu erhalten.

Die Logik-Module besitzen je drei Eingänge, die aber nicht alle verwendet werden müssen, da die Eingänge intern vorverkabelt sind (Schaltbuchsen).

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Logik- bzw. Inverter- Teilmodul):

CTRL-A166-IN

Ausgänge (für jedes Logik- bzw. Inverter- Teilmodul):

CTRL-A166-OUT

Auswirkungen der Schaltbuchsen

Es ist jeweils die 2. mit der 1. bzw. die 3. mit der 2. Buchse intern vorverkabelt. Die Verbindung wird nur über Einstecken eines Steckers unterbrochen.

Wenn man nur die erste Buchse verwendet, verhalten sich die beiden anderen Buchsen wie die erste. Wenn man der Kürze halber für »Gate an« 1 und für »Gate aus« 0 schreibt, gibt es dabei für die Buchsen folgende Zustände: 0,0,0 und 1,1,1.

Bei Verwendung der ersten und zweiten Buchse verhalten sich 2. und 3. Buchse immer gleich, wir haben folgende mögliche Zustände: 1,1,1, 1,0,0, 0,1,1 und 0,0,0. Wichtig dabei ist, dass sich die logischen Ausgänge bei diesen Kombinationen ganz genau so verhalten, als gäbe es nur die ersten beiden Eingänge (d.h. es finden die richtigen logischen Verknüpfungen statt).

Was sind logische Verknüpfungen?

  • AND: Damit das Ergebnis 1 (oder auch „wahr“) wird, müssen sämtliche Eingänge ebenfalls 1 sein. Also nur dann, wenn bei allen Eingängen eine Gatespannung anliegt, wird hier ein Gate ausgegeben.
  • OR: Sobald einer oder mehrere der Eingänge 1 sind, wird auch das Ergebnis 1. Nur wenn alle Eingänge 0 sind, bleibt auch das Ergebnis 0. Sobald an wenigstens einem Eingang eine Gatespannung anliegt, wird auch eine solche wieder ausgegeben.
  • XOR: Das „exklusive oder“ wird dann 1, wenn es unterschiedliche Werte bei den Eingängen gibt, d.h. wenn es sowohl Eingänge mit 0 als auch mit 1 gibt, in allen anderen Fällen bleibt das Ergebnis 0.

Logik-Tabelle bei zwei Eingängen

Eingang 1Eingang 2ANDORXOR
00000
01011
10011
11110

Die logisch invertierten Funktionen NAND, NOR, NEXOR erhält man durch Verbindung des jeweiligen Logik-Ausganges mit einem der Inverter-Eingänge. Hier wird aus jeder »1« eine »0« und umgekehrt.

Logik-Tabelle bei drei Eingängen

Eingang 1Eingang 2Eingang 3ANDORXOR
000000
001011
010011
011011
100011
101011
110011
111110

Wie man sieht, unterscheiden sich viele der Eingangs-Zustände gar nicht bei den Ausgängen, es gibt auch hier eigentlich nur 3 Varianten: nirgendwo ein Gate – alle Ausgänge auf 0. Gates teilweise an, teilweise nicht – AND ist aus, OR und XOR sind an. Alle Gates positiv – AND ist an, OR ist an, XOR ist aus.

Anwendungsbeispiele

OR: Gate / Trigger Combiner

Das Modul kann mit der OR-Funktion bis zu drei Gates / Trigger kombinieren. Wenn wenigstens ein Gate positiv ist, liegt auch am Ausgang ein Gatesignal an.

Für bis zu 7 Gates / Trigger kann diese Aufgabe übrigens auch das Modul A-186-1 übernehmen.

AND: Gated Sequencer

Mit Hilfe der AND-Verknüpfung bestimmt das manuelle Gate aus dem A-198 Ribbon Controller, ob die Trigger / Gates aus dem Sequencer weitergegeben werden.

Manchmal soll eine vorbereitete Sequenz nur unter bestimmten Bedingungen ablaufen, z.B. für eine zusätzliche Stimme, die 2 Oktaven tiefer liegt, aber nicht immer mitlaufen soll. Dafür kann man die Gatesignale aus dem A-155 mit einer AND-Funktion z.B. mit einem Ribbon Controller verbinden. Eine Ausgabe der Sequencer-Gates erfolgt dann nur, wenn auch gleichzeitig das manuelle Gatesignal anliegt.

XOR: Gesteuerter Gate-Invertierer

Mit Hilfe der XOR-Funktion kann man die Gates (z.B. aus einem A-155 Sequencer) »ferngesteuert« invertieren: dazu kann man z.B. den 9 / 16-Ausgang aus dem A-154 Sequencer Controller einsetzen: bei jedem zweiten 8-stufigen Durchlauf werden nun »zwischen den Noten« die invertierten Gates ausgegeben.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)