A-152 Voltage Addressed Track&Hold / Switch

Das Modul A-152 Voltage Addressed Track & Hold / Switch ist das mit Abstand flexibelste hier vorgestellte Schalt-Modul.

Es bietet einen bidirektionalen 8:1 bzw. 1:8 Schalter, der sich sowohl über Steuerspannung adressieren, als auch über Triggersig­nale weiterschalten lässt (bzw. mit einem Reset-Trigger auf die erste Stufe zurückschalten kann).

Zusätzlich steht eine Track & Hold (T&H) Schaltung mit acht Ausgängen zur Verfügung, sowie für jede der 8 »Stufen« ein eigener Gateausgang (»Dig. Out«), der bei aktiver Stufe ein Gatesignal ausgibt.

Das A-152 riecht förmlich nach Komplexität der möglichen Anwendungen und ist nebenbei mit 29 Buchsen ein ordentlicher »Kabelfresser«.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A152-IN1

CTRL-A152-IN2

Ausgänge:

CTRL-A152-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A152-SW

Zufällige Gates

Hier werden 8 zufällige Gatesignale erzeugt, gesteuert durch den »Random Out« des A-118 Noise / Random Moduls.

Als Alternative zur Erzeugung zufälliger Gates mit dem A-149-1 / A-149-2 kann man den A-152 mit einer Zufallsspannung steuern. Es wird dabei im Gegensatz zum A-149-2 aber immer nur ein einzelner Gate­ausgang aktiv werden. Die Schaltung bietet sich an, mehrere Hüllkurven unabhängig voneinander (aber nie gleichzeitig) per Zufall zu starten.

Weiterschalten der Ausgänge eines XP-Filters

Umschalten der acht Audioausgänge des A-106-6 XP Filters. Der Schaltvorgang erfolgt hier beliebig (»wahlfrei«) durch eine angelegte Steuerspannung.

Der Switch kann – ähnlich wie der A-155 Sequencer – zum rhythmisch synchronisierten Weiterschalten der Ausgänge des A-106-6 XP Filters verwendet werden. Im Gegensatz zum A-155 benötigt der A-152 dafür deutlich weniger Platz im Rack und ist zudem auch noch spürbar günstiger.

Interne Standardverbindungen

Die beiden Buchsen »Common Switches In / Out« und »Common T&H Input« lassen sich über Jumper auf den Platinen miteinander verbinden.

  • Variante 1 (Default): Signale an »Common Switches In / Out« werden an »Common T&H Input« weitergeleitet. Die Verbindung kann unterbrochen werden, wenn ein Stecker in die T&H-Eingangsbuchse (Schaltbuchse) gesteckt wird. Das erlaubt die Verwendung von 8 unterschiedlichen Eingangssignalen (über die Buchsen »SW I/O«) für die 8 T&H-Ausgangsbuchsen. Dazu muss der Jumper JP7 auf den Stiften von der Buchse weg gesteckt sein, der Jumper JP8 auf den Stiften entgegen dem unteren Rand der Platine (wie auf der Abbildung).
  • Variante 2: Signale an »Common T&H Input« werden an »Common Switches In / Out« weitergeleitet (sie dient dabei als Eingangsbuchse). Die Verbindung kann unterbrochen werden, wenn ein Stecker in die Switch-Eingangsbuchse (Schaltbuchse) gesteckt wird. Somit steht das T&H-Eingangssignal immer auch am jeweils geschalteten Switch-Ausgang zur Verfügung. Dazu muss der Jumper JP7 auf den Stiften zur Buchse hin gesteckt sein, der Jumper JP8 auf den Stiften am unteren Rand der Platine.

Werden beide Jumper entfernt, bekommt keine der beiden Buchsen mehr das Signal der anderen.

Die Jumper JP7 und JP8 auf den Platinen des Moduls A-152.

Ein sehr musikalischer Clock-Teiler

Der Frequenzteiler ist besonders für Clocksignale nützlich, weil er sein Gatesignal immer »auf die 1« erzeugt (im Gegensatz z.B. zum A-160).

Das Clocksignal steuert den A-152, als Clock-Ausgang wird »Dig Out 1« verwendet. Die Teilung selbst wird dadurch bestimmt, dass einer der anderen »Dig Out« Ausgänge mit »Reset In« verbunden wird.

Polyphone Sequenzen

Das Modul A-152 Voltage Addressed Track & Hold / Switch kann neben seiner bereits vorgestellten Schaltfunktionen auch als komplexes Track & Hold Modul eingesetzt werden. Die Besonderheit besteht darin, dass nicht nur ein einzelner T&H-Ausgang wie beim A-148, sondern gleich 8 davon vorliegen.

Wenn man eine Sequenz aus einem A-155 so einstellt und quantisiert, dass auch bei gleichzeitigem Erklingen der Töne wenig Dissonanzen entstehen, kann man diese Sequenz »in Teilabschnitten« auf mehrere VCOs (hier im Beispiel 4) verteilen. Ein VCO spielt jeweils eine Note der Sequenz (»Track«-Phase), bis auf den nächsten umgeschaltet wird.

Dann spielt dieser weiter und der erste VCO hält den zuletzt gespielten Ton (»Hold«-Phase).

Optional kann man ein längeres Gatesignal für das Weiterschalten des A-152 ableiten, indem man einen geeigneten Frequenzteiler für das Clocksignal des Sequencers wählt. Dann werden z.B. 2-3 Töne vom gleichen VCO gespielt, bevor weitergeschaltet wird. Die Länge von Schaltsignal und »Pause« kann mit einem A-162 Dual Trigger Delay angepasst werden.

Der A-152 Switch verteilt die Steuerspannungen eines Sequencers der Reihe nach auf verschiedene Oszillatoren.

Ein Switch als Eimerkettenspeicher

Das Modul A-152 ist (unter anderem) ein Track & Hold. Der Unterschied zu einem Sample & Hold besteht darin, dass zwar auch eine einzelne Spannung festgehalten wird (»Hold«), dazwischen aber das Ausgangssignal 1:1 durchgelassen wird.

Sehr geräuschhaftes Ergebnis aus der schnellen Weiterschaltung im T&H.

Das A-152 hat 8 einzelne T&H-Ausgänge, die per CV oder Trigger nacheinander aktiviert werden können (und dann jeweils das Eingangssignal ausgeben). Nicht aktive Ausgänge geben konstant die zuletzt festgehaltene Spannung aus. Bei ausreichend hoher Trigger-Geschwindigkeit werden auch diese konstanten Spannungen wieder zu einer interessanten Geräuschquelle, die sich dann in sehr schneller Folge mit dem Eingangssignal abwechselt.

Der LFO (links) für die Weiterschaltung des A-152 ist schneller als der LFO (rechts) für dessen Reset. Dadurch lässt sich das Verhältnis zwischen Eingangssignal und »Hold«-Phase einstellen.

Wir beginnen mit einer sehr hohen Reset-Frequenz aus dem rechten LFO, die manuell langsam reduziert wird. Die Frequenz des VCOs bleibt dabei konstant. Ausgesprochen „musikalisch“ ist dieses Beispiel zugegebenermaßen nicht, aber man benötigt ja auch nicht immer „Schönklang pur“…

Modulation eines selbstoszillierenden Filters

Übergang von einem mit konstanter Spannung modulierten Filter-Sinus zu einer Filter-FM aus dem VCO.

Alternativ kann man auch das Ausgangssignal nutzen, um ein selbstoszillierendes Filter zu modulieren – das ist bei langsamerer Trigger-Geschwindigkeit interessant, da hier auch längere konstante Spannungen des T&H (als Sinus mit konstanter Tonhöhe) im selbstoszillierenden Filter »hörbar« werden.

Hier ist das Filter der Klangerzeuger: Die Frequenzmodulation vom A-110 wird über das A-152 und zwei LFOs gesteuert. Gleichzeitig wird die VCO-Frequenz über den zweiten T&H-Ausgang moduliert.

Im folgenden Klangbeispiel werden die Ausgänge des A-152 nur als Steuerspannungen verwendet. Primär, um das selbstoszillierende A-102 Filter zu modulieren, aber auch um die Frequenz des VCOs zu beeinflussen. Die spezielle Resonanz-Charakteristik des A-102 Filters trägt das ihre zum eigenwilligen Klang bei.

Die Frequenz der beiden LFOs wird manuell verändert.

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-165 Dual Trigger Inverter / Modifier / Level Shifter

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-165 Dual Trigger Inverter / Modifier ist ein praktisches kleines Modul, mit dem man Trigger und Gates invertieren kann.

Dabei werden in zwei identischen Teilmodulen »An« und »Aus« einfach vertauscht, das invertierte Signal ist keine negative Spannung, sondern wieder ein »normales« Gatesignal.

Zusätzlich kann aus der steigenden und aus der fallenden Flanke eines Gates je ein Trigger gewonnen werden. Das funktioniert auch mit Audiomaterial und erzeugt sehr interessante Ergebnisse!

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A165-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A165-OUT

Verdoppelung des Clocksignals

Einen Patch für einen »swingenden« Sequencer mit dem A-165 und einem A-146 LFO finden Sie beim A-146 Low Frequency Oscillator LFO 2. Bei steigenden und fallenden Flanken der Gatesignale aus dem Sequencer werden jeweils Trigger erzeugt.

Über eine A-155 Sequenz, die bereits die 8 Schritte voll ausnutzt (z.B. Bassdrum auf 1, 5 und 8, Snare auf 3 usw.) soll eine doppelt so schnelle Hihat (Sechzehntel) gelegt werden. Eine Verdoppelung der Sequencer­geschwindigkeit würde den Takt halbieren, also wird mit Hilfe eines A-165 das Clocksignal des Sequencers verdoppelt und für die Hihat verwendet.

Töne beim Loslassen einer Taste

Mit dem invertierten Gate kann man zwei unterschiedliche »Stimmen« des Modularsystems bei gedrückter und bei losgelassener Taste starten (die Stimme bei losgelassener Taste z.B. 2 Oktaven tiefer und klanglich etwas anders).

Der A-165 Trigger Modifier erzeugt ein invertiertes Gatesignal beim Loslassen einer Taste (oder einer vergleichbaren Quelle für Gatesignale). Das invertierte Gate wird zur Steuerung einer zweiten A-111-5 Mini Synthesizer Voice verwendet.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-198 Trautonium Manual / Ribbon Controller

Der A-198 Trautonium / Ribbon Controller stammt aus dem Trautonium-Projekt von Doepfer, bei dem versucht wurde, die Komponenten eines Trautoniums mit modernen A-100 Modulen nachzubauen.

Im Vergleich zur Spielkonsole des Originals ist der Ribbon Controller deutlich weniger nuanciert spielbar: das Original war eine feine Metallsaite mit mehreren Zentimetern Andruck-Weg. Damit kann ein Folien-Sensor natürlich nicht mithalten, ist dafür aber erheblich haltbarer, praktisch wartungsfrei und kostengünstiger herstellbar.

Das Modul enthält die Steuer-Elektronik, an die der eigentliche Controller über ein USB-Kabel angeschlossen wird.

Auch wenn der Anschluss mechanisch einem USB-Port entspricht: Das ist – von der Belegung des Anschlusses her – KEIN USB-Port und es sollten auch keine USB-Geräte daran angeschlossen werden!

Das Manual, das an das Modul A-198 angeschlossen wird.

Der Controller liefert getrennte Signale für Position und Andruckstärke – entsprechend gibt es zwei Sektionen »Position« und »Pressure« auf dem Modul selbst.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A198-IN

Ausgänge:

CTRL-A198-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A198-SW

Nicht nur für das Trautonium

Der A-198 Ribbon Controller steuert gleichzeitig Frequenz und Feedback des A-188-1 BBDs.

Mit dem Controller lässt sich natürlich ein Trautonium steuern, aber auch fast beliebige andere Module im A-100. Durch die Länge des Sensors (etwa 50 cm) kann die Steuerspannung manuell sehr feinfühlig dosiert werden.

Ein schönes »Instrument« verwendet ein A-188-1 BBD, dessen Frequenz über die Positions-CV gesteuert wird. Das Feedback lässt sich mit der Andruck-CV über einen A-131 VCA regeln.

Tricks zur Quantisierung

Mit Hilfe von A-156 Quantizer und A-171 VC Slew Limiter können Töne zielgenau, aber trotzdem »Ribbon-charakteristisch« getroffen werden.

Um »sauber« zu spielen, kann man zwischen A-198 und VCO einen A-156 Quantizer einbauen. Leider ist damit das schöne Verschleifen der Töne weg und man hat immer ein Glissando zwischen den Tönen. Hier ist ein spannungsgesteuerter A-171 Slew Limiter praktisch, den man mit der (invertierten) Andruck-CV steuert: je leichter der Andruck, desto langsamer die Übergänge zwischen zwei Tönen.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-177-2 External Foot Controller II

Das Modul A-177-2 Foot Controller ist ein Anschuss-Modul für einen Fußregler und einen Doppel-Fußtaster.

Dabei liegt nicht einfach ein Groß-auf-Klein-Multiple vor, sondern das Modul erzeugt aktiv Steuerspannungen bzw. Gatesignale, die von elektrisch passiven Fußschaltern / Fußreglern gesteuert werden.

Ein Groß-auf-Klein-Multiple wäre dagegen das Modul A-181.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A177-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A177-2-OUT

Einsatzmöglichkeiten

Der Fußregler kann beliebig für VCA (Volumenpedal), Filter (»Wah-Wah«-Pedal) usw. eingesetzt werden.

Die beiden Gatesignale des Fußtasters können z.B. Hüllkurven auslösen, beim A-113 Subharmonic Oscillator die verschiedenen »Mixturen« umschalten oder beim A-101-2 Lowpass Gate zwischen Lowpass, LP+VCA und VCA umschalten.

Kompatible Pedale

Das Modul ist auf den Fußregler FP5 bzw. auf den Doppelfußtaster VFP2 von Doepfer ausgerichtet. Der FP5 besitzt einen 6,35 mm Stereo-Klinkenstecker mit dem Poti-Linksanschlag an der Masse, dem Poti-Rechtsanschlag an der Spitze (hier legt das Modul eine konstante Spannung an) sowie dem Poti-Schleifer am mittleren Kontakt (hier greift das Modul die vom Poti abgeschwächte Spannung ab). Der Regelweg des Potis ist halbiert, so dass bei +16 V an der Spitze maximal +8 V am mittleren Kontakt zur Verfügung stehen.

Einsatz eines Schließer-Fußschalters am A-177-2.

Auch der VFP2 besitzt einen 6,35 mm Stereo-Klinkenstecker mit Masse an Masse, Schalter 1 am Mittelkontakt und Schalter 2 an der Spitze. das Pedal ist ein Öffner, d.h. bei losgelassenem Pedal ist der Schaltkreis geschlossen und wird beim Drücken des Pedals jeweils geöffnet. Schließer-Pedale lassen sich notfalls über den Umweg des Inverters eines A-165 Trigger Modifiers einsetzen, der nach dem A-177-2 geschaltet werden muss.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-178 Theremin Control Voltage Source

Die A-178 Theremin controlled CV Source ist ein Modul, das – berührungsfrei – auf den Abstand Ihrer Hände zu einer Antenne reagiert.

Das Prinzip stammt vom Theremin, einem einfachen Vorläufer der Synthesizer (Robert Moog hat übrigens seine Karriere als Synthesizerbauer mit der Herstellung von Theremins begonnen). Ein Theremin hat zwei Antennen: eine für die Tonhöhe und eine zweite für die Lautstärke. Unser A-178 ist also eine Hälfte der „Bedienelemente“ eines Theremins.

Bedienelemente

Eingänge

CTRL-A178-IN

Ausgänge

CTRL-A178-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A178-SW

Quantisieren

Wie beim A-198 Ribbon Controller kann man natürlich auch hier einen Quantizer (ggf. mit Slew Limiter) einsetzen oder die Gate-Funktion für die Auslösung eines Hüllkurvengenerators nutzen.

Theremin – minimalistisch

Ein Theremin benötigt nicht viel: zwei A-178 zur Steuerung von Tonhöhe und Lautstärke, einen Oszillator und einen Verstärker.

Minimalausstattung für ein Theremin. Wichtig: die beiden Antennen der A-178 Module müssen mindestens 30 cm Abstand haben, damit sie sich nicht gegenseitig beeinflussen.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf60 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-161 Clock/Trigger Sequencer

Der A-161 Clock Sequencer ist ein nettes kleines Modul, das rudimentäre (Trigger-) Sequencer-Funktionalität zur Verfügung stellt.

Für seinen Betrieb muss es über ein Flachbandkabel zwischen den beiden Platinen mit einem A-160 Clock Divider verbunden werden. Ohne A-160 direkt neben dem A-161 ist das Modul nicht funktionsfähig.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A161-OUT

Steuern verschiedener Hüllkurven

Steuerung von Drums mit einem A-161 Clock Sequencer und einem A-142-4 Quad Decay.

Das Modul erzeugt Gatesignale im Takt des Signals am »Trig. In«-Eingang des benachbarten A-160. Wird der A-160 über »Res. In« zurückgesetzt, springt auch der A-161 auf den ersten Ausgang zurück. Der A-161 steuert über seine Ausgänge z.B. verschiedene Hüllkurven für perkussive Muster an.

Alternativen: A-152, A-149-2

Ähnliche Funktionalität bietet der A-152 Addressed T&H / Switch, allerdings mit dem zusätzlichen Luxus, dass die 8 Gate-Ausgänge nicht nur der Reihe nach, sondern über Spannungssteuerung ganz beliebig aktiviert werden können. Dazu kommt dann noch die Switch-, sowie die T&H-Funktionalität…

Die »ganz zufällige« Variante des Prinzips »8 Gate-Ausgänge« ist dann das Modul A-149-2 (nur in Verbindung mit einem A-149-1).

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-160-1 Clock/Trigger Divider

Der A-160-1 Clock Divider kann aus einem regelmäßigen Triggersignal (einem „Clocksignal“) langsamere Varianten (z.B. halb so schnell, 1/4 so schnell usw.) erzeugen. Oft wird der A-160-1 auch mit dem A-161 Clock Sequencer ergänzt, der ihn als notwendiges Basismodul benötigt.

Aber der A-160-1 ist natürlich ebenso als Audiofrequenzteiler einsetzbar und bietet Suboszillatorsignale bis 6 Oktaven unter dem Eingangssignal. Im Gegensatz z.B. zum A-115 Audio Divider muss man beim A-160-1 die Suboktaven aber noch mit einem Mixer in der Lautstärke aufeinander abstimmen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A160-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A160-1-OUT

Teilung von Clocksignalen

Das ist eigentlich der „Standard“ für den A-160-1: Wir verwenden ein gleichmäßig getaktetes Rechtecksignal, das dann auf die Hälfte der Geschwindigkeit, ein Viertel usw. geteilt werden kann. Damit lässt sich dann z.B. ein zweiter A-155 takten, der z.B. nur jeden vierten Schritt weiter schalten soll.

Die Teilung des eingehenden Clocksignals erfolgt immer beim letzten Trigger.

Und genau da ist ein kleines Problem verborgen, das auf der speziellen Art der Frequenzteilung beruht. Nehmen wir als Beispiel die 1/4-Teilung. der A-160-1 „zählt“ die Trigger am Eingang und sobald der vierte Trigger registriert wird, sendet er selbst einen Trigger. Danach geht es wieder bei „1“ weiter.

Das funktioniert absolut exakt, ist aber leider nicht das, was wir „musikalisch“ gewohnt sind. Da müsste der geteilte Trigger nämlich immer „auf der 1“ liegen, und nicht z.B. auf dem letzten Viertel eines Taktes. Interessante Musik lässt sich trotzdem damit machen, sie wird nur etwas anders ausfallen, als wir das vielleicht erwarten würden.

Suboszillator

Neben seinem »eigentlichen« Einsatz als Clock-Teiler für Sequencer-Patches kann der A-160-1 sehr gut als Audio-Suboszillator eingesetzt werden. Aufgrund seiner schmalen Bauweise von nur 4 TE ist das besonders bei kleineren (oder schon recht vollen) Systemen interessant.

Durch den Reset-Eingang lassen sich mit Hilfe eines zweiten Oszillators ungewöhnliche Sync-ähnliche Klänge erzeugen.

Ein zweiter VCO (etwa 3,5 Oktaven tiefer gestimmt) setzt den Frequenzteiler zurück.
Patch-Beispiel zum Oszilloskop-Bild links: Zwei A-110 VCOs steuern den A-160 Clock-Divider im Audiobereich.

Klangbeispiele

Das Klangbeispiel entspricht dem eben beschriebenen Patch: Das Rechtecksignal eines A-110 VCOs wird als Eingangssignal verwendet, das Rechtecksignal eines zweiten – 2 Oktaven tiefer transponierten A-110 als Reset-Trigger. Aus dem A-160 wird der „/4“-Ausgang (2. Suboktave) verwendet. Wir starten mit einem deutlich nach unten verstimmten Reset-VCO (Tune =0), ich erhöhe den Tune Regler langsam bis 10 und dann deutlich schneller wieder zurück zu 0.

Man hört deutlich, wie sich die Interferenzen zwischen den beiden Oszillatoren im Klang auswirken, bis hin zu einem Punkt bei etwa 0:57“, wo der Frequenzteiler Schwierigkeiten hat, überhaupt eine geteilte Frequenz auszugeben.

Alternativen

Als Frequenzteiler kommen neben dem sehr handlichen A-160-1 im Audiobereich natürlich noch der A-115 mit seinen parallel erzeugten vier Suboktaven, der spannungsgesteuerte A-163 sowie der programmierbare A-113 Trautonium Subharmonic Generator in Frage.

Eher auf Clocksignale spezialisiert ist dagegen der A-160-2 Clock/Trigger Divider II, der neben einer Fülle an Ausgangs- und Teileroptionen auch das oben beschriebene Problem der Clock-Teilung anders löst: Hier wird tatsächlich immer „auf der 1“ geteilt.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-162 Dual Trigger Delay

Das A-162 Dual Trigger Delay kann Triggersignale verzögern und mit einstellbarer Dauer als Gatesignal wieder ausgeben.

Das Modul verfügt über zwei identische Teilmodule mit dieser Funktionalität.

Worin unterscheiden sich nun »Trigger« und »Gate«? Das ist eigentlich nur eine Frage, welche Teile eines Rechtecksignals verwendet werden: Die aufsteigende Flanke beim Trigger oder sowohl aufsteigende, als auch absteigende Flanke (und damit die Dauer des Signals) beim Gate.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-OUT

Regler / Schalter (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-SW

Delay für Hüllkurven (DADSR)

Ein DADSR-Hüllkurvengenerator (ADSR mit Delay) kann mit einem A-162 Trigger Delay und einem A-140 ADSR erzeugt werden.

Manche Hüllkurvengeneratoren haben noch einen »Delay«-Parameter (z.B. die »Envelope 1« beim Korg MS-20), der die Hüllkurve verzögert einschwingen lässt. Das lässt sich mit dem A-162 gut realisieren.

Allerdings geht dabei die ursprüngliche Länge des Gates verloren und muss manuell am Trigger Delay eingestellt werden.

Rhythmische Variationen mit einem Sequencer

Komplexere Rhythmen aus dem Sequencer.

Für ungewöhnliche rhythmische Abläufe kann man einen langsam getakteten A-155 Sequencer mit beiden Trigger Delays verbinden und die produzierten Gatesignale mit einem A-186-1 OR-Combiner verbinden.

Wie immer ist beim Einsatz des A-186-1 zu berücksichtigen, dass einander überlappende Gatesignale als ein einziges Gate ausgegeben werden

Umwandeln von Triggern in Gates

Die sehr kurzen Triggersignale aus dem A-165 Trigger Modifier werden mit dem A-162 Trigger Delay in »brauchbare« Gatesignale umgewandelt.

Manchmal benötigt man aber auch ganz schlicht ein Hilfsmittel, um einen extrem kurzen Trigger (beispielsweise aus dem Ausgang »+/- Out« eines A-165 Trigger Modifiers) zu einem »normalen« Gate umzuwandeln, das auch in der Lage ist, die Attack-Phase eines ADSR-Generators zu halten.

Alternativen

Obwohl er eigentlich ein einfacher (Decay-)Hüllkurvengenerator ist, lassen sich auch mit dem A-142-1 Voltage Controlled Decay Gatesignale aus kurzen Triggerimpulsen erzeugen. Die Möglichkeit des Delays fehlt freilich, dafür kann die Länge des Gates über eine Steuerspannung geregelt werden.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-164-1 Manual Gate

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Das A-164 Manual Gate Module kann drei unabhängige Gatesignale ausgeben, die jeweils manuell (Tastendruck) ausgelöst werden.

Eines der Gates (Nr. 3) ist mit der Gate-Leitung des A-100 Busses verbunden.

Zusätzlich verfügt ein weiteres Gate (Nr. 1) über einen externen Eingang, mit dem man das »normale« Gatesignal z.B. durch ein LFO-Signal ersetzen kann. Der Taster wirkt dann als manueller »Klingelknopf« für das externe Signal.

Das Modul fand ich für meinen persönlichen „Modular-Workflow“ immer reichlich praktisch, z.B. zum simultanen Starten mehrerer Sequencer oder ADSR-Generatoren. Ein möglicher Ersatz ist das neue Modul-Paar A-173-1 und A-173-2 (das freilich deutlich mehr Möglichkeiten bietet – aber auch auf auf doppelt so viel HP).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A164-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A164-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A164-1-SW

Manuelles Starten von Hüllkurven

Für den Livebetrieb kann man sehr komfortabel die Hüllkurvengeneratoren für Effekte durch die Taster starten.

Alternativen: A-198, A-178

Auch andere Module können auf manuellem Weg Gatesignale erzeugen: Beispiele dafür sind der A-198 Trautonium / Ribbon Controller oder die A-178 Theremin controlled CV Source.

Wichtig: Buszugriff!

Wie bei allen Modulen, die »schreibend« auf den A-100 Bus zugreifen gilt auch hier: Maximal 1 solches Modul pro Bus, sonst wird ein Kurzschluss der Gate-Leitung erzeugt. Zur Unterbrechung der Bus-Verbindung muss der Jumper JP2 auf der Platine des Moduls A-164-1 entfernt werden.

Bei Bedarf kann an Stelle von »Out 3« auch »Out 1« mit dem A-100 Bus verbunden werden: der Jumper JP2 auf der Platine wird entfernt und stattdessen auf der Steckbrücke für JP3 gesetzt – niemals beide Jumper gleichzeitig setzen!

Der Jumper JP2 (rechts im Bild) für die Verbindung von „Out 3“ mit dem A-100 Bus ist gesetzt, JP3 (links) ist frei.

Steuerung von zwei Sequencern

Sehr praktisch ist es, mehrere A-145 / A-155 Sequencer gleichzeitig zu starten, stoppen und zurückzusetzen.

Beide Sequencer können mit Hilfe eines A-164 Manual Gate gleichzeitig gestartet, gestoppt oder zurückgesetzt werden.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-142-1 Voltage Controlled Decay/Gate

Das A-142-1 Voltage Controlled Decay ist weit mehr als nur der »kleine Bruder« des A-141 VC ADSR.

Die erzeugte Hüllkurve, die nur aus einem Decay besteht, ist zwar »minimalistisch« – sie erfüllt aber in erstaunlich vielen Fällen genau das, was benötigt wird. Viele Bass- oder sonstige Sequencerlinien lassen sich damit bereits hervorragend gestalten.

Da es weder Attack, noch Sustain gibt, genügt ein einfaches Triggersignal zum Auslösen. Eine längere Haltedauer eines Tones mit konstantem Pegel wäre aufgrund der Beschränkung auf »Decay« ohnehin nicht darstellbar.

Dafür bietet das Modul eine Konvertierung von Triggersignalen in Gatesignale, die auch außerhalb des Einsatzgebiets »Hüllkurve« praktisch sein kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A142-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A142-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A142-1-SW

Steuerung durch einen Sequencer

Ein A-155 Sequencer steuert sowohl Auslösung als auch Länge der A-142 Decay-Hüllkurven.

Das Modul kann gut eingesetzt werden, wenn die Länge der (sehr einfach gestalteten) Hüllkurven über Tastatur oder Sequencer gesteuert werden soll.

So lassen sich z.B. mit einem Sequencer durch diese längeren Töne gezielt Akzente setzen: Eine Spur des Sequencers wird dafür mit dem Steuerspannungseingang des VCD verbunden.

LFO-Modus

Ein A-142 im »LFO-Modus«.

Der Ausgang »Inv. Gate Out« kann auch sehr gut dafür verwendet werden, das VCD in einen »LFO-Modus« zu bringen:

Dazu wird der invertierte Ausgang mit dem »Trig. In« Eingang verbunden und passende Einstellungen für Decay und Threshold gewählt. Die Hüllkurve wird sich immer wieder selbst auslösen.

Spannungsgesteuertes Trigger-Delay

Ein schönes Beispiel für einen etwas ungewöhnlicheren Einsatz stammt wieder von Doepfer selbst (aus der PDF-Anleitung zum Modul): Mit zwei A-142-1 VCDs kann ein spannungsgesteuertes Trigger-Delay gebaut werden.

Das erste VCD dient zur Verzögerung eines Triggersignals: Im Modul werden Decay und Threshold so eingestellt, dass die Länge des erzeugten Gatesignals der Verzögerung entspricht.

Zwei A-142 bilden ein spannungsgesteuertes Trigger-Delay.

Wenn man nun das invertierte Gatesignal aus diesem VCD verwendet, erhält man ein Gate- / Triggersignal mit der passenden Verzögerung. Aber: Für einen Einsatz als Gate dauert das Signal noch viel zu lange.

Um die Anpassung der Länge des Gatesignals kümmert sich das zweite VCD:

Das invertierte Gate wird in seinen »Trig. In« Eingang gespeist. Nun kann mit den Reglern »Decay« und »Threshold« im zweiten VCD ein Gatesignal in der gewünschten Länge eingestellt werden.

Mit diesem Gatesignal wird dann ein A-140 ADSR oder Ähnliches angesteuert.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)