A-152 Voltage Addressed Track&Hold / Switch

Das Modul A-152 Voltage Addressed Track & Hold / Switch ist das mit Abstand flexibelste hier vorgestellte Schalt-Modul.

Es bietet einen bidirektionalen 8:1 bzw. 1:8 Schalter, der sich sowohl über Steuerspannung adressieren, als auch über Triggersig­nale weiterschalten lässt (bzw. mit einem Reset-Trigger auf die erste Stufe zurückschalten kann).

Zusätzlich steht eine Track & Hold (T&H) Schaltung mit acht Ausgängen zur Verfügung, sowie für jede der 8 »Stufen« ein eigener Gateausgang (»Dig. Out«), der bei aktiver Stufe ein Gatesignal ausgibt.

Das A-152 riecht förmlich nach Komplexität der möglichen Anwendungen und ist nebenbei mit 29 Buchsen ein ordentlicher »Kabelfresser«.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A152-IN1

CTRL-A152-IN2

Ausgänge:

CTRL-A152-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A152-SW

Zufällige Gates

Hier werden 8 zufällige Gatesignale erzeugt, gesteuert durch den »Random Out« des A-118 Noise / Random Moduls.

Als Alternative zur Erzeugung zufälliger Gates mit dem A-149-1 / A-149-2 kann man den A-152 mit einer Zufallsspannung steuern. Es wird dabei im Gegensatz zum A-149-2 aber immer nur ein einzelner Gate­ausgang aktiv werden. Die Schaltung bietet sich an, mehrere Hüllkurven unabhängig voneinander (aber nie gleichzeitig) per Zufall zu starten.

Weiterschalten der Ausgänge eines XP-Filters

Umschalten der acht Audioausgänge des A-106-6 XP Filters. Der Schaltvorgang erfolgt hier beliebig (»wahlfrei«) durch eine angelegte Steuerspannung.

Der Switch kann – ähnlich wie der A-155 Sequencer – zum rhythmisch synchronisierten Weiterschalten der Ausgänge des A-106-6 XP Filters verwendet werden. Im Gegensatz zum A-155 benötigt der A-152 dafür deutlich weniger Platz im Rack und ist zudem auch noch spürbar günstiger.

Interne Standardverbindungen

Die beiden Buchsen »Common Switches In / Out« und »Common T&H Input« lassen sich über Jumper auf den Platinen miteinander verbinden.

  • Variante 1 (Default): Signale an »Common Switches In / Out« werden an »Common T&H Input« weitergeleitet. Die Verbindung kann unterbrochen werden, wenn ein Stecker in die T&H-Eingangsbuchse (Schaltbuchse) gesteckt wird. Das erlaubt die Verwendung von 8 unterschiedlichen Eingangssignalen (über die Buchsen »SW I/O«) für die 8 T&H-Ausgangsbuchsen. Dazu muss der Jumper JP7 auf den Stiften von der Buchse weg gesteckt sein, der Jumper JP8 auf den Stiften entgegen dem unteren Rand der Platine (wie auf der Abbildung).
  • Variante 2: Signale an »Common T&H Input« werden an »Common Switches In / Out« weitergeleitet (sie dient dabei als Eingangsbuchse). Die Verbindung kann unterbrochen werden, wenn ein Stecker in die Switch-Eingangsbuchse (Schaltbuchse) gesteckt wird. Somit steht das T&H-Eingangssignal immer auch am jeweils geschalteten Switch-Ausgang zur Verfügung. Dazu muss der Jumper JP7 auf den Stiften zur Buchse hin gesteckt sein, der Jumper JP8 auf den Stiften am unteren Rand der Platine.

Werden beide Jumper entfernt, bekommt keine der beiden Buchsen mehr das Signal der anderen.

Die Jumper JP7 und JP8 auf den Platinen des Moduls A-152.

Ein sehr musikalischer Clock-Teiler

Der Frequenzteiler ist besonders für Clocksignale nützlich, weil er sein Gatesignal immer »auf die 1« erzeugt (im Gegensatz z.B. zum A-160).

Das Clocksignal steuert den A-152, als Clock-Ausgang wird »Dig Out 1« verwendet. Die Teilung selbst wird dadurch bestimmt, dass einer der anderen »Dig Out« Ausgänge mit »Reset In« verbunden wird.

Polyphone Sequenzen

Das Modul A-152 Voltage Addressed Track & Hold / Switch kann neben seiner bereits vorgestellten Schaltfunktionen auch als komplexes Track & Hold Modul eingesetzt werden. Die Besonderheit besteht darin, dass nicht nur ein einzelner T&H-Ausgang wie beim A-148, sondern gleich 8 davon vorliegen.

Wenn man eine Sequenz aus einem A-155 so einstellt und quantisiert, dass auch bei gleichzeitigem Erklingen der Töne wenig Dissonanzen entstehen, kann man diese Sequenz »in Teilabschnitten« auf mehrere VCOs (hier im Beispiel 4) verteilen. Ein VCO spielt jeweils eine Note der Sequenz (»Track«-Phase), bis auf den nächsten umgeschaltet wird.

Dann spielt dieser weiter und der erste VCO hält den zuletzt gespielten Ton (»Hold«-Phase).

Optional kann man ein längeres Gatesignal für das Weiterschalten des A-152 ableiten, indem man einen geeigneten Frequenzteiler für das Clocksignal des Sequencers wählt. Dann werden z.B. 2-3 Töne vom gleichen VCO gespielt, bevor weitergeschaltet wird. Die Länge von Schaltsignal und »Pause« kann mit einem A-162 Dual Trigger Delay angepasst werden.

Der A-152 Switch verteilt die Steuerspannungen eines Sequencers der Reihe nach auf verschiedene Oszillatoren.

Ein Switch als Eimerkettenspeicher

Das Modul A-152 ist (unter anderem) ein Track & Hold. Der Unterschied zu einem Sample & Hold besteht darin, dass zwar auch eine einzelne Spannung festgehalten wird (»Hold«), dazwischen aber das Ausgangssignal 1:1 durchgelassen wird.

Sehr geräuschhaftes Ergebnis aus der schnellen Weiterschaltung im T&H.

Das A-152 hat 8 einzelne T&H-Ausgänge, die per CV oder Trigger nacheinander aktiviert werden können (und dann jeweils das Eingangssignal ausgeben). Nicht aktive Ausgänge geben konstant die zuletzt festgehaltene Spannung aus. Bei ausreichend hoher Trigger-Geschwindigkeit werden auch diese konstanten Spannungen wieder zu einer interessanten Geräuschquelle, die sich dann in sehr schneller Folge mit dem Eingangssignal abwechselt.

Der LFO (links) für die Weiterschaltung des A-152 ist schneller als der LFO (rechts) für dessen Reset. Dadurch lässt sich das Verhältnis zwischen Eingangssignal und »Hold«-Phase einstellen.

Wir beginnen mit einer sehr hohen Reset-Frequenz aus dem rechten LFO, die manuell langsam reduziert wird. Die Frequenz des VCOs bleibt dabei konstant. Ausgesprochen „musikalisch“ ist dieses Beispiel zugegebenermaßen nicht, aber man benötigt ja auch nicht immer „Schönklang pur“…

Modulation eines selbstoszillierenden Filters

Übergang von einem mit konstanter Spannung modulierten Filter-Sinus zu einer Filter-FM aus dem VCO.

Alternativ kann man auch das Ausgangssignal nutzen, um ein selbstoszillierendes Filter zu modulieren – das ist bei langsamerer Trigger-Geschwindigkeit interessant, da hier auch längere konstante Spannungen des T&H (als Sinus mit konstanter Tonhöhe) im selbstoszillierenden Filter »hörbar« werden.

Hier ist das Filter der Klangerzeuger: Die Frequenzmodulation vom A-110 wird über das A-152 und zwei LFOs gesteuert. Gleichzeitig wird die VCO-Frequenz über den zweiten T&H-Ausgang moduliert.

Im folgenden Klangbeispiel werden die Ausgänge des A-152 nur als Steuerspannungen verwendet. Primär, um das selbstoszillierende A-102 Filter zu modulieren, aber auch um die Frequenz des VCOs zu beeinflussen. Die spezielle Resonanz-Charakteristik des A-102 Filters trägt das ihre zum eigenwilligen Klang bei.

Die Frequenz der beiden LFOs wird manuell verändert.

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-198 Trautonium Manual / Ribbon Controller

Der A-198 Trautonium / Ribbon Controller stammt aus dem Trautonium-Projekt von Doepfer, bei dem versucht wurde, die Komponenten eines Trautoniums mit modernen A-100 Modulen nachzubauen.

Im Vergleich zur Spielkonsole des Originals ist der Ribbon Controller deutlich weniger nuanciert spielbar: das Original war eine feine Metallsaite mit mehreren Zentimetern Andruck-Weg. Damit kann ein Folien-Sensor natürlich nicht mithalten, ist dafür aber erheblich haltbarer, praktisch wartungsfrei und kostengünstiger herstellbar.

Das Modul enthält die Steuer-Elektronik, an die der eigentliche Controller über ein USB-Kabel angeschlossen wird.

Auch wenn der Anschluss mechanisch einem USB-Port entspricht: Das ist – von der Belegung des Anschlusses her – KEIN USB-Port und es sollten auch keine USB-Geräte daran angeschlossen werden!

Das Manual, das an das Modul A-198 angeschlossen wird.

Der Controller liefert getrennte Signale für Position und Andruckstärke – entsprechend gibt es zwei Sektionen »Position« und »Pressure« auf dem Modul selbst.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A198-IN

Ausgänge:

CTRL-A198-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A198-SW

Nicht nur für das Trautonium

Der A-198 Ribbon Controller steuert gleichzeitig Frequenz und Feedback des A-188-1 BBDs.

Mit dem Controller lässt sich natürlich ein Trautonium steuern, aber auch fast beliebige andere Module im A-100. Durch die Länge des Sensors (etwa 50 cm) kann die Steuerspannung manuell sehr feinfühlig dosiert werden.

Ein schönes »Instrument« verwendet ein A-188-1 BBD, dessen Frequenz über die Positions-CV gesteuert wird. Das Feedback lässt sich mit der Andruck-CV über einen A-131 VCA regeln.

Tricks zur Quantisierung

Mit Hilfe von A-156 Quantizer und A-171 VC Slew Limiter können Töne zielgenau, aber trotzdem »Ribbon-charakteristisch« getroffen werden.

Um »sauber« zu spielen, kann man zwischen A-198 und VCO einen A-156 Quantizer einbauen. Leider ist damit das schöne Verschleifen der Töne weg und man hat immer ein Glissando zwischen den Tönen. Hier ist ein spannungsgesteuerter A-171 Slew Limiter praktisch, den man mit der (invertierten) Andruck-CV steuert: je leichter der Andruck, desto langsamer die Übergänge zwischen zwei Tönen.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-174-1 Joy Stick

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-174-1 Joystick ist ein sehr bequemes Hilfsmittel, um zwei Steuerspannungen zu erzeugen und gleichzeitig manuell zu steuern.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A174-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A174-1-SW

Standardeinsatz

Der A-174 Joystick steuert gleichzeitig Frequenz und Amplitude des A-147 VC LFOs.

Ein Beispiel für die gleichzeitige Steuerung von zwei Parametern: Frequenz und Amplitude eines VC LFOs, der über einen A-130 VCA verstärkt wird. Da der VCA nicht »negativ verstärken« kann, wird beim A-130 mit »Gain« eine Grundverstärkung eingestellt, die der Joystick mit negativer Spannung dann vermindern kann.

Überblenden oder verteilen

Mit einem Joystick, zwei A-134-1 Pannern / Crossfadern (oder einem A-134-2) können vier Klangquellen (z.B. VCO-Ausgänge für verschiedene Schwingungsformen) ineinander überblendet werden.

Umgekehrt kann mit einem Joystick, drei A-134-1 Pannern und einem Multiple ein Klang für quadrophone Verstärkung aufbereitet werden.

Rückstellfedern

Die Rückstellfedern des Joysticks können durchtrennt werden, wenn der Hebel nicht mehr automatisch an die Mittelposition zurückkehren soll. Dieser Eingriff ist allerdings nicht mehr rückgängig zu machen.

Technische Daten

Breite10 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-177-2 External Foot Controller II

Das Modul A-177-2 Foot Controller ist ein Anschuss-Modul für einen Fußregler und einen Doppel-Fußtaster.

Dabei liegt nicht einfach ein Groß-auf-Klein-Multiple vor, sondern das Modul erzeugt aktiv Steuerspannungen bzw. Gatesignale, die von elektrisch passiven Fußschaltern / Fußreglern gesteuert werden.

Ein Groß-auf-Klein-Multiple wäre dagegen das Modul A-181.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A177-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A177-2-OUT

Einsatzmöglichkeiten

Der Fußregler kann beliebig für VCA (Volumenpedal), Filter (»Wah-Wah«-Pedal) usw. eingesetzt werden.

Die beiden Gatesignale des Fußtasters können z.B. Hüllkurven auslösen, beim A-113 Subharmonic Oscillator die verschiedenen »Mixturen« umschalten oder beim A-101-2 Lowpass Gate zwischen Lowpass, LP+VCA und VCA umschalten.

Kompatible Pedale

Das Modul ist auf den Fußregler FP5 bzw. auf den Doppelfußtaster VFP2 von Doepfer ausgerichtet. Der FP5 besitzt einen 6,35 mm Stereo-Klinkenstecker mit dem Poti-Linksanschlag an der Masse, dem Poti-Rechtsanschlag an der Spitze (hier legt das Modul eine konstante Spannung an) sowie dem Poti-Schleifer am mittleren Kontakt (hier greift das Modul die vom Poti abgeschwächte Spannung ab). Der Regelweg des Potis ist halbiert, so dass bei +16 V an der Spitze maximal +8 V am mittleren Kontakt zur Verfügung stehen.

Einsatz eines Schließer-Fußschalters am A-177-2.

Auch der VFP2 besitzt einen 6,35 mm Stereo-Klinkenstecker mit Masse an Masse, Schalter 1 am Mittelkontakt und Schalter 2 an der Spitze. das Pedal ist ein Öffner, d.h. bei losgelassenem Pedal ist der Schaltkreis geschlossen und wird beim Drücken des Pedals jeweils geöffnet. Schließer-Pedale lassen sich notfalls über den Umweg des Inverters eines A-165 Trigger Modifiers einsetzen, der nach dem A-177-2 geschaltet werden muss.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-178 Theremin Control Voltage Source

Die A-178 Theremin controlled CV Source ist ein Modul, das – berührungsfrei – auf den Abstand Ihrer Hände zu einer Antenne reagiert.

Das Prinzip stammt vom Theremin, einem einfachen Vorläufer der Synthesizer (Robert Moog hat übrigens seine Karriere als Synthesizerbauer mit der Herstellung von Theremins begonnen). Ein Theremin hat zwei Antennen: eine für die Tonhöhe und eine zweite für die Lautstärke. Unser A-178 ist also eine Hälfte der „Bedienelemente“ eines Theremins.

Bedienelemente

Eingänge

CTRL-A178-IN

Ausgänge

CTRL-A178-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A178-SW

Quantisieren

Wie beim A-198 Ribbon Controller kann man natürlich auch hier einen Quantizer (ggf. mit Slew Limiter) einsetzen oder die Gate-Funktion für die Auslösung eines Hüllkurvengenerators nutzen.

Theremin – minimalistisch

Ein Theremin benötigt nicht viel: zwei A-178 zur Steuerung von Tonhöhe und Lautstärke, einen Oszillator und einen Verstärker.

Minimalausstattung für ein Theremin. Wichtig: die beiden Antennen der A-178 Module müssen mindestens 30 cm Abstand haben, damit sie sich nicht gegenseitig beeinflussen.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf60 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-174-2 Wheels

Jeder ordentliche Symthesizer hat Modulationsräder, oder? Na ja, zumindest seit dem Minimoog haben sich die beiden Räder für die meisten Kompakt-Synthesizer durchgesetzt. Aber auch modulare Systeme profitieren von den praktischen Spielhilfen. Man kann freilich auch die Wheels eines Midi-Keyboards über ein Midi-Interface verwenden, aber hier haben wir eine komplett analoge Version: Die A-174-2 Wheels sind »klassische« Modulationsräder in Form eines A-100 Moduls. Der Einbau am linken unteren Rand z.B. einer Monster Base liegt damit nahe.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A174-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A174-2-SW

Pitchbend- und Modulationsrad

Als Pitchbend- und Modulationsrad wird das linke Rad am Modulationseingang der VCOs (oder besser: am A-185-2 Precision Adder) angeschlossen, das rechte Rad steuert einen VCA, der einen LFO verstärkt.

»Klassischer« Einsatz der Modulationsräder: Das linke Rad ist ein »Pitch-Bending« Rad und steuert direkt die Frequenz der beiden A-110 VCOs. Das rechte Rad ist ein Modulationsrad, das (über einen A-132 Verstärker) den Umfang der Modulationsstärke des A-145 LFOs steuert.

Hinweis zum Einbau

Konstruktionsbedingt ragt das Potentiometer des linken Rades etwa 1 cm nach links über den Rand der Frontplatte hinaus. Auf der linken Seite muss also ein Modul mit entsprechend freiem Platz oder eine Blindplatte (2-4 TE) eingebaut werden, wenn das Modul nicht ganz links im Rahmen eingebaut werden soll.

Rückholfedern

Die Konfigurationen der beiden Räder (Rückholfedern usw.) können bei Bedarf im Werk geändert / getauscht werden.

Alternativen

Neben den Wheels bietet Doepfer eine Reihe weiterer „Spielhilfen“ an, die z.B. über Multiples verteilt, den Zugriff auf mehrere Parameter eines Modularsystems erlauben:

  • A-164 Manual Gate (nicht mehr lieferbar): Ausgabe von bis zu 3 Gatesignalen über Taster
  • A-174-1 Joystick (nicht mehr lieferbar): Ausgabe von zwei Steuerspannungen mit einem Joystick
  • A-174-4 3D Joystick: Ausgabe von drei Steuerspannungen plus Gatesignal mit einem drehbaren Joystick (und Gate-Taster)
  • A-176 Manual CV Source: Ausgabe von drei Steuerspannungen mit drei Drehreglern
  • A-173-1/2 Micro Keyboard / Manual Gates: Ausgabe definierter Steuerspannungen und Gatesignalen mit einem „Mini-Keyboard“
  • A-177 und A-177-2 Foot Controller: Ausgabe von Steuerspannungen und Gatesignalen über extern anzuschließende Fußpedale und Fußschalter
  • A-178 Theremin: Ausgabe von einer Steuerspannung und Gatesignal kontaktlos über eine Antenne
  • A-179 Light controlled CV (nicht mehr lieferbar): Ausgabe einer Steuerspannung über einen Lichtsensor
  • A-198 Trautonium Controller: Ausgabe von zwei Steuerspannungen und Gatesignal über einen flachen „Ribbon-Controller“

Technische Daten

Breite14 TE, zusätzlich 2 TE links des Moduls z.B. unter einer Blindplatte
Tiefe40 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-170 Dual Slew Limiter

Der A-170 Dual Slew Limiter glättet Steuerspannungen – sprunghafte Änderungen werden dabei »verschmiert«.

Vor die Frequenzsteuerung eines Oszillators geschaltet, bewirkt diese Funktion das bekannte »Portamento«, das einen Sprung auf der Tastatur in einen Schleifer verwandelt.

Die beiden Teilmodule unterscheiden sich, der obere Slew Limiter erlaubt lediglich eine einfache Einstellung der Anstiegs- / Abfallzeit und ist für die Steuerung von VCOs geeignet, der untere bietet komplexere Optionen, ist aber nicht für eine exakte Steuerung von VCOs geeignet (ein leichter Spannungsabfall durch die spezielle Schaltung führt zu »schiefen« Tönen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A170-IN

Ausgänge:

CTRL-A170-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A170-SW

Amplitudenmodulation

Doepfer selbst schlägt einen sehr interessanten Patch vor, der einen zweiten VCO zur Amplitudenmodulation des ersten benutzt. Bei Verschiebung der beiden VCO-Frequenzen (nur ein VCO wird über den Slew Limiter gesteuert) erhält man im Grunde einen Waveshaper:

Der Slew Limiter sorgt dafür, dass einer der beiden VCOs verzögert auf Tonhöhenmodulation reagiert. Während dieser Zeit verändert sich das klangliche Ergebnis der Amplitudenmodulation!

Hardsync

Ähnlich aufgebaut, aber klanglich ganz anders: Hardsync zwischen den beiden VCOs, auch hier wird wieder nur ein VCO per Slew Limiter angesteuert:

Auch hier verzögert der Slew Limiter die Reaktion eines der beiden VCOs auf die Tonhöhenmodulation.

Mehrere Slew Limiter, unterschiedlich eingestellt

Einen »bombastischen« Klang bekommt man, wenn man über mehrere A-170 mit leicht unterschiedlichen Einstellungen mehrere VCOs steuert:

Zwei A-110 VCOs werden über zwei verschiedene A-170 Slew Limiter gesteuert – bei unterschiedlichen Einstellungen der Slew Limiter »driftet« der Klang auseinander, um am Ende wieder einen gemeinsamen Ton zu finden.

AR-Generator

Der A-170 Slew Limiter erzeugt hier eine (periodische, weil durch den LFO gesteuerte) AR-Hüllkurve.

Wenn Sie mal zu wenig Hüllkurvengeneratoren haben, erzeugen Sie mit Hilfe des Gate­signals (z.B. von einer Tastatur, einem Sequencer oder auch von einem LFO) und dem unteren Teilmodul eine einfache, aber brauchbare Attack-Release-Hüllkurve.

Pufferverstärker für ältere Baureihen

Ältere Module vor Mai 2009 sollten auch beim oberen Slew Limiter einen Pufferverstärker (A-180-3, A-180-4, A-185-1 oder A-185-2) zwischen A-170 und VCO schalten. Die neueren Baureihen (Aufdruck »Version 2« auf der Platine) haben einen integrierten Pufferverstärker.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-175 Dual Voltage Inverter

Der A-175 ist ein Auslaufmodell und wird künftig nicht mehr hergestellt werden.

Stand: April 2021

Dieses extrem einfache Modul gehört zur obligatorischen Ausstattung der meisten Modulsysteme.

Die beiden Teilmodule sind identisch aufgebaut und verfügen neben Ein- und Ausgang über keine weiteren Bedienelemente.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A175-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A175-OUT

Invertierter Sägezahn (LFO)

Das Sägezahnsignal aus dem A-143-3 LFO wird mit dem A-175 invertiert, so dass nun auch eine fallende Flanke zur Verfügung steht.

Viele LFOs bieten keinen invertierten Sägezahn an. Während die Polung des Sägezahns bei VCOs nur in Ausnahmefällen relevant – d.h. hörbar – ist, klingen Modulationen durch steigende oder fallende Sägezahnschwingungen praktisch immer deutlich unterschiedlich.

Hier kann leicht mit einem A-175 Abhilfe geschaffen werden.

Invertierte Tastatur

Joe Zawinul hatte manchmal die Tastatur für seinen ARP 2600 umgekehrt gepolt, so dass die tiefen Töne auf der Tastatur oben lagen und die hohen Töne unten. Das lässt sich mit einem A-175 schön nachempfinden.

Die Steuerspannung aus einer Tastatur lässt sich mit einem A-175 invertieren. Zwischen Inverter und VCO ist noch ein Offsetgenerator (A-183-2) erforderlich: Er fügt eine konstante Spannung hinzu, so dass auch »hohe Tasten« nicht negative Spannungen verursachen (mit denen der VCO nicht viel anfangen kann), sondern mindestens 0 Volt.

Alternativen

Nachdem das Modul leider künftig nicht mehr gebaut wird, stellt sich die Frage nach den Alternativen besonders deutlich.

Zunächst kann man natürlich jeden polarisierenden Mixer (A-138c oder A-138m) oder auch den komplex aufgebauten A-138e Crossfader einsetzen. Eine andere Möglichkeit wäre der A-133 Dual VC Polarizer, der zudem spannungsgesteuert ist (wer auf die Spannungssteuerung verzichten kann, ist stattdessen mit dem 4 TE schmalen A-183-2 Offset/Attenuator/Polarizer gut versorgt).

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-147 Voltage Controlled Low Frequency Oscillator

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-147 Voltage Controlled Low Frequency Oscillator ist ein LFO, dessen Frequenz nicht nur manuell, sondern zusätzlich auch über eine Steuerspannung kontrolliert werden kann.

Der Frequenzbereich reicht von unter 0,15 Hz bis in den unteren Audiobereich (etwa 150 Hz mit externer Steuerspannung). Die Ausstattung umfasst vier verschiedene Schwingungsformen, Steuerung der Frequenz über Regler und externe Spannung sowie einen Reset-Eingang.

Das ist für die meisten Fälle mehr als ausreichend, aber wenn man den extrem üppig bestückten Nachfolger A-147-2 daneben stellt, wirkt das beinahe etwas „übersichtlich“ (was übrigens nicht immer ein Nachteil ist).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A147-IN

Ausgänge:

CTRL-A147-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A147-SW

Die Frequenz wird variiert

Eine gemeinsame Steuerspannung kontrolliert Frequenz und Amplitude.

Im folgenden Beispiel könnte z.B. die Aftertouch-Funktion eines Midi-Keyboards gleichzeitig Intensität (über die Verstärkung durch den A-132) und Frequenz (über den CV-Eingan des A-147) einer Filtermodulation beeinflussen.

Einsatz im Audiobereich

Der Ribbon-Controller steuert die Frequenzen von LFO und VCO, die sich dann im Ringmodulator gegenseitig beeinflussen.

Da der LFO auch im unteren Audiobereich eingesetzt werden kann, sind Frequenzmodulation oder Ringmodulation sehr reizvoll. Im Beispiel hier wird die LFO-Frequenz durch einen Ribbon-Controller gesteuert.

Alternativen

Leider wird das Modul A-147 nicht mehr hergestellt. Eine Alternative ist der Nachfolger A-147-2, der im Vergleich zum alten A-147 mit einer großen Zahl von Zusatzfeatures ausgestattet wurde.

Wem der A-147-2 zu komplex geraten ist, könnte beim vierfachen VCLFO A-143-4 fündig werden. Die vier spannungsgesteuerten LFOs sind jeweils recht übersichtlich und sind sogar recht gut im Audiobereich einsetzbar. Und man hat bekanntlich nie genug LFOs…

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe55 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-143-3 Quad LFO

Der A-143-3 Quad LFO ist ein richtiges »Brot und Butter«-Modul, so klein kann ein Modularsystem gar nicht sein, dass nicht diese unschlagbar kompakten vier LFOs darin einen sinnvollen Platz finden würden. Obwohl … das neue „Slim Line“ Modul A-145-4 bietet auf nur 4 TE (statt der 14 TE für das A-143-3!) ebenfalls vier unabhängige LFOs, man muss allerdings auf den Sägezahn-Ausgang und den Schalter zur Frequenz-Vorwahl verzichten.

Die LFOs selbst sind nicht weiter aufregend gestaltet (Dreieck, Rechteck und Sägezahn in 3 Geschwindigkeitsbereichen), aber für besondere Bedürfnisse kann man ja noch mit »Spezialisten« ergänzen.

Bedienelemente

Ausgänge (pro LFO-Teilmodul):

CTRL-A143-3-OUT

Regler / Schalter (pro LFO-Teilmodul):

CTRL-A143-3-SW

Multiple Modulation

Der Einsatz für Module mit vier Modulationseingängen liegt natürlich nahe: Die beiden WaveshaperA-137-1 und A-137-2 lassen sich sehr gut mit dem A-143-3 steuern.

Sägezahn: doppelte Frequenz

Die Frequenz des Sägezahnausgangs ist technisch bedingt doppelt so hoch wie die Frequenz der anderen Ausgänge.

Technische Daten

Breite14 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf70 mA (+12V) / -60 mA (-12V)