A-144 Morphing Controller

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-144 Morphing Controller erzeugt Steuerspannungen, mit denen z.B. vier lineare VCAs eines spanungsgesteuerten Mixers so geregelt werden, dass die vier Eingangssignale des Mixers der Reihe nach überblendet werden. Geeignet sind dafür der A-135-1 bzw. A-135-2 Voltage Controlled Mixer und der A-135-4 Voltage Controlled Performance Mixer, aber auch Mehrfach-VCAs mit Summenausgang wie der A-130-8 oder der A-132-8 (hier nur die linearen VCAs).

Dabei produziert der A-144 bei stetig steigender Eingangsspannung nacheinander vier einander überlappende Dreieck-Signale – sobald das erste Dreieck wieder fällt, setzt das zweite Dreieck mit steigender Flanke ein, die Summe der Ausgangsspannungen aus dem A-144 ist immer konstant – außer am Anfang und am Ende der Eingangs-Steuerspannung. Da wird das erste Signal (gesteuert durch „Out 1“) einfach eingeblendet bzw. das vierte Signal (gesteuert durch „Out 4“) ausgeblendet. Zusamen mit den linearen VCAs der Mixer ergibt das eine „nahtlose“ Überblendung der Mixer-Eingangssignale.

Auf der Frontplatte des Moduls ist übrigens sehr schön der Zusammenhang zwischen Eingangsspannung und den vier Ausgangsspannungen aufgedruckt.

Wir werden weiter unten sehen, dass „Morphing“ nicht die einzige interessante Einsatzmmöglichkeit des A-144 Morphing Controllers ist.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A144-IN

Ausgänge:

CTRL-A144-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A144-SW

Morphen

Das Prinzip des Morphing Controllers ist einfach: Abhängig vom Regler »Man. Morph« oder einer Steuerspannung erzeugen die vier Ausgänge ansteigende und dann fallende Steuerspannungen. Zuerst steigt die Spannung an »Out 1« an, um dann wieder auf 0 V zurückzufallen. Während der fallenden Flanke steigt die Spannung an »Out 2« an – sie erreicht ihr Maximum, wenn »Out 1« bei 0 V angekommen ist.

Analog geht es mit den restlichen Ausgängen weiter, bis am Ende wieder alle vier Ausgänge auf 0 V stehen. Damit lassen sich vier lineare VCAs steuern, so dass sie in Summe gemischt zuerst das erste Eingangssignal einblenden, dann zum zweiten Audiosignal überblenden, zum dritten und schließlich vierten, das am Ende wieder ausgeblendet wird. Der A-135-1 VC Mixer verfügt über 4 solche VCAs, einen Mischer, Abschwächer usw. was die Angelegenheit sehr komfortabel – aber mit 18 TE leider im Rack wenig »platzsparend« macht. Etwas „gedrängter“ sind die Bedienelemente beim neuen A-135-2 angebracht, bei dem man auf die vier Eingangs-Abschwächer verzichten muss, der dafür aber auch nur 8 TE Platz benötigt.

„Material“ zum Morphen können natürlich vier grundsätzlich unterschiedliche Audioquellen sein, z.B. vier verschiedene Synthesizerstimmen, aber auch die Ausgänge eines VCOs zur Überblendung der Schwingungsformen, Ausgänge von Multimode-Filtern wie der A-106-6 oder auch Filter mit mehreren Ausgängen für die Flankensteilheit wie der A-108 6/12/24/48dB Lowpass oder der A-123-2 6/12/18/24dB Highpass für spannungsgesteuerte Flankensteilheit.

Klangbeispiel – Morphing

Der A-144 wird von einem AD-Generator (Loop-Modus) eines A-143-1 Complex Envelope Generator gesteuert. Die Ausgänge des A-144 kontrollieren die Lautstärken eines A-135-2 VC Mixers, in den die Audio-Signale eines A-117 Digital Noise, A-110-6 Trapezoid Quadrature Thru Zero VCOs, A-118 Noise Generators („Colored“ Out) und eines A-143-9 VC Quadrature LFOs geleitet werden. Der A-110-6 und der A-143-9 werden von einem weiteren A-143-9 in der Frequenz moduliert.

Morphing von vier unterschiedlichen Klangquellen mit Hilfe eines A-143-1 Complex Envelope Generators.

Klangbeispiel – Morphen von Filterausgängen

Drei A-111-1 Oszillatoren (Sägezahn, ein VCO ist eine Oktave nach unten transponiert) werden von einem A-155 Sequencer gesteuert, der Trigger-Ausgang des Sequencers taktet zugleich einen A-148 Sample & Hold (mit Rauschen als Eingangssignal), der den A-144 kontrolliert. Die vier Eingangssignale des A-135-2 VC Mixers sind die vier Filter-Ausgänge eines A-121-2 Multimode-Filters. Damit wird pro Sequencer-Step ein Filterausgang bzw. die Mischung eines Filterausgangs mit einem weiteren per Zufall ausgewählt.

Steuerung durch einen Sequencer

Das Morphing muss ja nicht unbedingt nur ein weicher Übergang »A-B-C-D« sein, sondern kann auch sprunghaft angesteuert werden. Hier kann z.B. ein A-155 Sequencer die Steuer­spannung liefern.

Ein A-155 Sequencer steuert über den A-144 Morph Controller das Mischungsverhältnis der vier Audiosignale.

Klangbeispiel – Sequenziertes Morphing

Der A-144 wird diesmal von einem A-155 Sequencer gesteuert. Die Ausgänge des A-144 kontrollieren die Lautstärken eines A-135-2 VC Mixers, in den die Audio-Signale eines A-117 Digital Noise, A-110-6 Trapezoid Quadrature Thru Zero VCOs, A-118 Noise Generators („Colored“ Out) und eines A-143-9 VC Quadrature LFOs geleitet werden. Der A-110-6 und der A-143-9 werden von einem weiteren A-143-9 in der Frequenz moduliert.

Morphing mit Hilfe eines A-155 Sequencers.

Panning / Quadrophonie

An Stelle von vier Eingangssignalen ist beim Einsatz von vier linearen VCAs auch ein Panning für ein Quadrophonie-Setup denkbar: ein Audiosignal wird über einen Verteiler an alle 4 VCAs gesendet, die vier Lautsprecher versorgen. Nachteil dabei: Es sind nur immer je 2 Lautsprecher gleichzeitig ansteuerbar (das Signal ist nie »in der Mitte«), es gibt zudem keine Mischung zwischen dem letzten und dem ersten Lautsprecher. Da ist dann ein Setup z.B. mit dem, A-134-2 Dual VC Crossfader sinnvoller.

Vier VCAs (A-132-3) mit vier separaten Audioausgängen werden durch den A-144 Morphing Controller gesteuert. Alle VCAs verstärken dasselbe Eingangssignal (hier über A-182-1 Switched Multiples verteilt).

Der Morph Controller als »Obertongenerator«

Wenn man die Dreieck-, Sinus- oder Sägezahnschwingung eines VCOs als Steuer­spannung einsetzt, erhält man einen interessanten »Obertongenerator«, der Dreieckschwingungen (bzw. Varianten davon) erzeugt.

Der A-144 als ungewöhnlicher »Waveshaper«. An Stelle des A-138b kann natürlich auch ein A-138c Polarizing Mixer eingesetzt werden, der dann über die invertierten Schwingungsformen noch zusätzliche Variationsmöglichkeiten bietet.

Wenn man einen A-111-1 VCO mit seiner steigenden Sägezahnschwingung als Steuersignal des A-144 verwendet, erhält man aus der Mischung der vier Ausgangssignale eine überraschend komplexe Schwingungsform:

Entgegen der Erwartung bekommmen wir nicht einfach „vier Dreieckschwingungen“, sondern ein einigermaßen komplexes Gebilde.

Alternativen

Derzeit gibt es für das leider nicht mehr lieferbare Modul keinen wirklichen Ersatz. Laut Doepfer ist aber ein erweitertes Nachfolgemodul „A-144-4“ bereits in Planung. Ich werde berichten und vergleichen, sobald es erhältlich ist!

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-167 Analog Comparator / Subtractor / Offset Generator

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-167 Analog Comparator kann Spannungen miteinander vergleichen und dabei ein Gatesignal erzeugen.

Die Möglichkeiten sind vielfältig: Vergleich zweier externer Spannungen, Vergleich einer Spannung (normal oder invertiert) mit einem positiven oder negativen Schwellwert, Vergleich der Differenz zweier externer Spannungen mit einem Schwellwert.

Dabei geht das Modul ganz einfach „mathematisch“ vor: Die beiden Eingangssignale (jeweils nach Bedarf abgeschwächt) werden voneinander subtrahiert und die manuelle Offsetspannung zum Ergebnis addiert. Wenn die Summe größer als 0 V ist, dann wird ein positives Gatesignal erzeugt, sonst nicht. Alles klar?

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A167-IN

Ausgänge:

CTRL-A167-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A167-SW

Ein ADSR als „LFO“

Das Modul A-143-1 (Complex Envelope) macht es uns vor: Mit Hilfe eines Comparators lässt sich aus jedem Hüllkurvengenerator während der Ausklingphase (Decay oder Release) ein neuer Trigger erzeugen, der dann wieder zum Re-Triggern des Hüllkurvengenerators eingesetzt werden kann. Aus einem ADSR-Generator ist so ein LFO mit sehr variabler Schwingungsform geworden!

Ein A-140 ADSR im „LFO-Modus“ – mit A-167 Comparator und A-162 Trigger Delay zur Steuerung.

Die Einstellung eines ADSR-LFOs erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl, hilfreich dabei ist die Verwendung eines Trigger Delays zur Einstellung der Gate-Länge. Der A-167 erzeugt ein Gate- / Triggersignal beim Erreichen einer niedrigen Spannung (Release-Phase) des ADSR, würde aber – direkt als Gate für den A-140 eingesetzt – bald wieder ausschalten, da in der Attack-Phase die Spannung wieder erhöht wird. Das A-162 Trigger Delay kann aber ein Gate mit fest definierter Länge erzeugen, das dann die Hüllkurve komplett durchfahren lässt.

Andererseits – und das hatte ich im Buch noch nicht bedacht: Warum nicht einfach einen LFO mit Rechteckausgang als Gate für den ADSR verwenden? Der Aufwand, die LFO-Frequenz an die Parameter des Hüllkurvengenerators anzupassen ist eher geringer als bei der komplexen Verbindung von Comparator, Trigger Delay und ADSR. Idealerweise nimmt man dafür einen A-146, bei dem man auch die Pulsbreite des Rechtecksignals einstellen kann. Bei einem herkömmlichen LFO ist dann doch wieder der Comparator nützlich und man verwendet einen LFO mit Dreicksignal als Eingang für den A-167 und stellt am Comparator die Gate-Länge ein.

Klangbeispiel: Ein A-140 ADSR wird durch den A-167 immmer wieder neu gestartet und steuert einen A-111-5 Mini Synthesizer. Das Trigger Delay kommt in diesem Fall nicht zum Einsatz.

Der Gap-Regler

Der Gap-Regler sorgt im Prinzip für eine leichte Verschiebung von Start und Ende des erzeugten Rechtecksignals. Einen ähnlichen Effekt kann man mit einem zwischen Eingangssignal und Comparator geschalteten A-170 Slew Limiter erzielen. Wir sehen oben ein Dreieck aus einem A-111-1, unten das vom A-167 abgeleitete Rechteck.

Ohne Gap.
Gap deutlich erhöht – das Rechtecksignal wird später ausgelöst und endet später.

Offsetgenerator

Das Modul kann auch als einfacher Offsetgenerator (vergleichbar mit dem A-183-2) verwendet werden: Die reine interne Offsetspannung steht am Ausgang „Analog Sum“ zur Verfügung, bei Bedarf kann eine externe Spannung hinzugefügt (Eingang „+In“) oder abgezogen (Eingang „-In“) werden.

Der Comparator als Waveshaper

Das Dreiecksignal geht als Eingangssignal in den Comparator und in den VCA. Im Comparator wird ein Gatesignal in VCO-Frequenz erzeugt. Damit wird der VCA gesteuert der bestimmt, welche Anteile des Dreiecksignals erhalten bleiben.

Der Comparator ist „eigentlich nur“ ein Modul, das aus dem Vergleich zweier Spannungen ein Gatesignal erzeugen kann.

Das klingt zunächst noch nicht nach „Klangverbieger“. Aber Sie erinnern sich: Der A-137-2 Wave Multiplier II arbeitet mit Comparatoren, deren Gatesignal zum Eingangssignal addiert wird. Genauso könnte man aber auch multiplizieren: Dazu verwenden wir einen Verstärker für das Eingangssignal, der über das Gatesignal des Comparators gesteuert wird.

Das Ergebnis erinnert an Pulsbreitenmodulation – aber mit einem Dreiecksignal:

Offset ist noch recht hoch.
… noch niedriger …
Etwas niedrigeres Offset.
Die Offsetspannung wird noch niedriger eingestellt.

Das war – als ich gerade das Doepfer-Buch schrieb – eine großartige Idee. Leider funktioniert sie auch deutlich einfacher und ganz ohne A-167 Comparator. Man muss einfach nur das vom VCO gleichzeitig erzeugte Rechteck-/Puls-Signal des Oszillators an Stelle des A-167 verwenden. Das war es, mehr braucht es gar nicht…

Zwei VCOs als Eingangssignale

Etwas interessanter wird es wieder, wenn beim oben vorgestellten Patch an Stelle der konstanten Offsetspannung ein zweiter VCO (Eingang „-In“) angeschlossen wird, dann erhält man bei leichter Verstimmung der VCOs ein lebhaftes und obertonreiches Spektrum:

Zwei A-110-1 VCOs als Eingangssignale (Sägezahn und ein 3 Oktaven höherer Sinus).

Hüllkurve statt Gate

Sie können an Stelle des Gatesignals auch eine schnelle Hüllkurve verwenden, die vom Gatesignal des Comparators ausgelöst wird. Dadurch lässt sich das Signal nicht nur in der Phase verschieben, sondern auch verändern:

Die Schwingung wird durch »Attack« und »Release« geglättet, das Verhältnis von »Decay« und »Sustain« bestimmt zusätzlich (neben dem »Offs.«-Regler des Comparators) die Breite und Form der erzeugten Schwingung.
Der A-167 Comparator löst eine A-140 ADSR-Hüllkurve aus, die über den A-130 VCA die Schwingungsform des A-110-1 VCOs beeinflusst.

Auch hier kann man freilich an Stelle des Comparators ganz einfach das Rechteck-/Puls-Signal des Oszillators verwenden. Kleinere Klangunterschiede gibt es lediglich bei Dreieck und Sinus in Kombination mit dem „Gap“-Regler des Comparators, der das erzeugte Rechtecksignal etwas verschieben kann und dann andere Teile der ursprünglichen Schwingung verstärkt.

Rhythmisches – Klangbeispiele

Einn Modul, das Rechtecksignale erzeugen kann ist natürlich auch immer ein Kandidat für die Erzeugung von rhythmischen Strukturen. Hier haben wir sogar die Möglichkeit, unterschiedlich lange Gate-Signale zu gewinnen.

Um halb-zufällige rhythmische Muster zu erzeugen, kann man zwei unabhängige LFOs mit Dreieck-Signalen als Eingangssignale für „+In“ und „-In“ verwenden. Je nach Stellung der beiden Eingangs-Abschwächer und dem Offset-Regler entstehen interessante Muster von unterschiedlich langen Rechteck-Signalen im Comparator, die hier als Gatesignal für einen A-111-5 verwendet werden.

Bei unserem Beispiel verwende ich zwei Dreiecks-Ausgänge aus einem A-143-3, die LFOs sind auf unterscheidliche Geschwindigkeiten eingestellt, die Eingangspegel im A-167 sind gleich groß. Im Verlauf des Beispiels drehe ich den Offset-Regler von „-5″ langsam nach oben (etwa bis 2’00“) und dann wieder etwas zurück in den leicht negativen Bereich. Danach verändere ich die Geschwindigkeiten beider LFOs und nochmal in kleinerem Umfang den Offset-Regler:

Alternativen

Da das Modul nicht mehr produziert wird, stellt sich die Frage nach den Alternativen natürlich besonders deutlich.

Relativ einfach hat man es noch, wenn es lediglich um die Erzeugung von sich selbst neu startenden Hüllkurven geht. Hier gibt es eine Reihe von Modulen, die automatisch in einer Wiederholungsschleife arbeiten können: A-141-2 VCADSR, A-142-4 Quad Decay, A-143-1 Quad AD, A-143-2 Quad ADSR oder auch der A-171-2 VC Slew Processor. Bei diesen Modulen ist die „Schleifenbildung“ normalerweise sogar deutlich einfacher als mit einem Comparator.

Beim Einsatz als klangformender Waveshaper oder für rhythmische Experimente wird die Auswahl recht klein. Eigentlich gibt es da nur noch den neuen A-168-1 PWM-Generator, der aus einem eher puristisch gestalteten Comparator mit modulierbarem Offset besteht. Zusätzliche Funktionen wie Inverter usw. müsste man dann über andere Module ergänzen (vgl. auch die Beschreibung des A-168-1).

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-168-1 PWM Generator

Der A-168-1 ist ein kleines Hilfsmodul, das für LFOs oder VCOs ohne Rechteck/Puls eine in der Breite modulierbare Rechteck- bzw. Pulsschwingung erzeugt. Gerade für LFOs ist das ein interessantes Feature, da fast alle LFOs zwar eine fixierte symmetrische Rechteckschwingung erzeugen können (der A-146 beherrscht immerhin manuell einstellbare Pulsbreiten), aber keiner lässt eine Modulation der Pulsbreite zu.

Bei den VCOs sieht es etwas entspannter aus: Bis auf die beiden „Thru Zero“ VCOs A-110-4 und A-110-6 beherrschen alle Doepfer-VCOs variable Pulsbreiten und deren Modulation über Steuerspannungen.

Intern arbeitet eine Comparatorschaltung wie im A-167, die bei Überschreitung einer Spannung ein Gatesignal erzeugt und bei Unterschreitung dieses Gate wieder beendet. Die variable Pulsbreite resultiert aus unterschiedlich großen Schwellwerten, bei denen das Gate ausgelöst wird. Damit wird auch klar, dass für eine variable Pulsbreite wenigstens eine flach ansteigende oder abfallende Flanke beim Eingangssignal benötigt wird (Dreieck, Sinus, Sägezahn, ADSR-Hüllkurven usw.) – bei einem Rechteck als Eingangssignal kann lediglich wieder dieses Rechteck erzeugt werden (was wenig Sinn machen würde).

Schema für die Erzeugung einer variablen Pulsschwingung durch unterschiedliche Schwellwerte zum Auslösen (und wieder Beenden).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A168-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A168-1-OUT

Die Ausgänge für normales und invertiertes Signal sind vertauscht.

Regler / Schalter:

CTRL-A168-1-SW

Wie sieht das aus mit den Rechtecken?

Wenn man z.B. einen A-110-1 als Eingangssignal verwendet, dann kann man sich die von verschiedenen Eingangssignalen abgeleiteten Rechteckschwingungen sehr schön auf dem Oszilloskop (oder in der vergrößerten Ansicht der DAW-Aufnahme) ansehen. Oben ist jeweils das Eingangssignal und unten das Ausgangssignal aus dem „invertierten“ Ausgang (das aber phasenrichtig ist, das invertierte Signal liegt am „Standard“-Ausgang an):

Rechteckschwingung aus Sinus.
Rechteckschwingung aus Rechteck…
Rechteckschwingung aus Sägezahn.
… und Puls aus Puls!

Der „PW“-Regler steht immer in der Mitte, bei Sinus, Dreieck und Sägezahn kann man damit die Pullsbreite des Ausgangssignals einstellen. Wenn ein Rechteck- oder Puls-Signal als Eingangssignal verwendet wird, funktioniert das prinzipbedingt natürlich nicht mehr. Egal welcher Schwellwert verwendet wird, er wird bei der ansteigenden Flanke des eingehenden Rechtecks sofort überschritten und bei der absteigenden Flanke sofort unterschritten. Dem entsprechend erzeugt eine Pulsschwingung als Eingangssignal auch gleich eine Pulsschwingung als Ausgangssignal (natürlich mit gleicher Breite).

Klangbeispiel: Hüllkurve als Eingangssignal und PWM

Eine A-140 ADSR-Hüllkurve wird von einem schnellen A-143-3 LFO getriggert, so dass sie selbst ein Audiosignal ausgibt. Durch die rein positive Spannung der Hüllkurve muss der „PW“-Regler vergleichsweise weit nach links gestellt werden. Eine Modulation der Pulsbreite (durch einen langsamen A-110-6 – Sinus) ist ebenfalls nur in einem engen Reglerbereich möglich, dann unterschreitet der interne Schwellwert offensichtlich die 0V und das Signal reisst ab. Wir hören links das konstante ADSR-Signal und rechts den Ausgang des A-168-1:

Von der Hüllkurve abgeleitetes Rechteck-Signal.

„Poor Man’s“ A-167?

Der A-167 war ein einigermaßen komplexes, aber dadurch auch sehr flexibles Tool, das leider nicht mehr hergestellt wird. Wie der A-168-1 besteht er im Prinzip aus einem Comparator, ist aber ungleich reichhaltiger mit Zusatzfunktionen ausgestattet (zwei regelbare Eingänge plus interner positiver oder negativer Offset-Spannnung, Hysterese-Funktion für unterschiedliche Ein- und Ausschalt-Spannungen usw.)

Um den A-167 nachzubauen, müsste man den A-168-1 zumindest um einen A-183-2 Offset-Polarizer, vielleicht auch um einen A-138c Polarizing Mixer und einen A-183-3 Amplifier ergänzen.

Beim „Gap“-Regler des A-167 wird es etwas schwieriger. Er verschiebt gleichzeitig den Schwellwert zum Start des erzeugten Gate-Signals nach oben und den Schwellwert für dessen Ende nach unten. Hier könnte man mit einem Slew Limiter wie dem A-170 experimentieren, der die Eingangsschwingung entsprechend „verschleift“.

Konfiguration auf der Platine

Auf der kleinen Platine finden wir diesmal keine Jumper für optionale Funktionen, sondern zwei Trimmpotis zur Anpassung an unterschiedliche Eingangs-Module. Man sieht daran, dass das Konzept weniger ein allgeimein einsetzbarer Comparator, sondern – Nomen est Omen – ein PWM-Generator ist, der einem bestimmten VCO oder LFO relativ fest zugeordnet wird.

  • P4: Hier wird die Offset-Spannung beim Mittelanschlag des „PW“-Reglers eingestellt. Für VCO-Signale sollte die Werkseinstellung passen, beim Einsatz mit einem ADSR-Generator (der nur positive Spannungen liefert) muss man hier anpassen. Wer das nicht möchte, kann auch einen A-183-2 zwischen Eingangssignal und PWM-Generator schalten.
  • P3: Hier wird die Verstärkung der Steuerspannung eingestellt. Bei sehr schwachen Eingangssignalen muss hier ggf. eine echte Verstärkung erfolgen. Wer nicht mit dem Trimmpoti arbeiten möchte, verwendet alternativ einen A-183-3 zwischen Modulationsquelle und PWM-Generator.
Die beiden Trimmpotis auf der Platine.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-184-2 Voltage Controlled Crossfader / Triangle-to-Sine Waveshaper

Das Modul A-184-2 beherbergt eine zunächst ungewöhnlich wirkende Kombination von Teilmodulen: Einen sehr spezialisierten Waveshaper, der aus einem Dreieck- ein Sinus-Signal formen kann (Sinus-Konverter) und dazu noch einen spannungsgesteuerten Crossfader.

Dabei ist der Crossfader intern mit dem Eingang und dem Ausgang des Sinus-Konverters vorverbunden, so dass man das Dreieck und den Sinus überblenden kann.

Die neuen A-111-2 VCOs von Doepfer haben eine vergleichbare Schaltung bereits an Bord, aber ältere VCOs wie der A-110-1 oder der A-111-1 arbeiten noch mit einer einfacheren und ungenaueren Sinus-Konversion, viele andere (A-110-2, A-111-3, A-111-4) verzichten ganz auf den Sinus und können mit dem kleinen Modul „nachgerüstet“ werden.

Sowohl Sinus-Konverter als auch Crossfader können nicht nur mit Signalen im Audiobereich eingesetzt werden, sondern sind durch ihre Gleichspannungskoppelung auch für LFOs usw. geeignet: Auch hier überwiegt die Zahl der Module, die kein Sinus-Signal zur Verfügung stellen (A-143-3, A-143-4, A-145-4, A-146 oder die beiden LFOs im A-111-5).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A184-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A184-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A184-2-SW

Anpassung erforderlich!

Die beiden Trimmpotis für DC Offset und Sinus-Form.

Ohne weitere Anpassung liefert der Sinus-Konverter bei vielen VCOs eher „abenteuerliche“ Ergebnisse aus dem Dreiecks-Signal, die nur entfernt nach einem sauberen Sinus aussehen und klingen. Das muss freilich kein Nachteil sein und kann auch ganz gezielt zur Klangveränderung eingesetzt werden.

Um das Modul auf einen VCO oder LFO einzustellen, stehen auf der Oberseite der Platine zwei Trimmpotis zur Verfügung. Mit dem linken Trimmpoti kann man einen DC-Offset des Eingangssignals ausgleichen, wenn das Signal durch einen Gleichspannungsanteil asymmetrisch verschoben ist. Mit dem rechten lässt sich die Form der Sinuskonvertierung anpassen: Bei Rechtsanschlag ist das Dreieck fast unverändert, bei Linksanschlag nähert sich der Sinus einem abgerundeten Rechteck-Signal an.

Bei meinem A-143-3 LFO hatte der Konverter eigentlich schon „out of the box“ sehr gute Ergebnisse geliefert:

Dreieck aus dem A-143-3.
Der Sinus-Konverter erzeugt ein recht sauberes Signal, das noch leichte „Anspitzungen“ zeigt.

Auch beim Blick auf die Spektren der beiden Signale sieht man, dass der Sinus nur noch geringe Obertonanteile hat, allerdings noch kein ganz reiner Sinus ist:

Spektrum des Dreiecks aus dem A-143-3.
Spektrum des Sinus-Signals. Noch nicht 100% „sauber“.

Bei einem A-110-1 dagegen gab es bei der unteren Teilschwingung ganz merkwürdige Verzerrungen, die Schwingungsform war auch etwas „breitschultriger“, als ein normaler Sinus. Offensichtlich war das Eingangssignal zu hoch gepegelt und lieferte Verzerrungen, die durch einen Abschwächer und Feineinstellung am Trimmpoti für die Form der Sinus-Konvertierung deutlich verringert werden konnten.

Man kann aber auch den Weg anders herum gehen und gezielt mit zu hohem Eingangspegel und übertriebener Einstellung der Trimmpotis den Klang verändern.

Erster Versuch: Verzerrungen am unteren Rand der Schwingung und noch zu breite Schwingungsform.
Im Analyzer sieht man deutlich die Obertöne aus der Verzerrung.
Die Verzerrung ist mit einem vorgeschalteten Abschwächer reduziert, die Schwingungsform angepasst.
Schon ganz gut, wenn auch nicht 100% optimal.
Erhöhter Eingangspegel, Trimmpoti für DC-Offset verstellt, Trimmpoti für die Sinus-Form in Richtung „Rechteck“ verstellt.
Stark angereichertes Obertonspektrum.

Der Crossfader

Der Crossfader ist vorbelegt mit dem konvertierten Sinus (Eingang „A) und dem ursprünglichen Dreieck (Eingang „B“). Allzu massiv ist der hörbare Unterschied zwischen den beiden Schwingungsformen allerdings nicht gerade (das Dreieck hat aufgrund der ungeraden Obertöne einen leicht hohlen Klangcharakter), aber z.B. im Kontext von Frequenzmodulationen zwischen VCOs dann durchaus signifikant.

Der Sinus-Konverter invertiert übrigens die Schwingung, so dass man evtl. den ursprünglichen Dreiecks-Ausgang des VCOs / LFOs abzweigen und erst nach einem Invertierer in den Crossfader-Eingang „B“ einspeisen sollte, um einen gleichmäßigen Übergang zwischen Dreieck und Sinus zu erhalten. Ansonsten wird man im mittleren Bereich des Crossfaders einen deutlichen Einbruch des Signals aufgrund der Phasenauslöschungen hören (im Prinzip wird der Grundton dabei ausgelöscht und man hört nur noch die unterschiedlichen Obertöne aus Dreieck und Sinus).

Der Sinus-Konverter invertiert das Eingangssignal.

Die folgenden Klangbeispiele zeigen eine manuelle Überblendung von einem Dreieck aus dem A-110-1 mit dem erzeugten Sinus. Ich starte jeweils mit Rechtsanschlag des Crossfader-Reglers, also mit dem ursprünglichen Eingangssignal.

Aufgrund von Phasenauslöschungen durch den invertierten Sinus ist ein Lautstärkeeinbruch beim Überblenden zu hören.
Wird stattdessen ein invertiertes Dreieck-Signal dem Crossfader zugeführt, hört man einen weichen Übergang vom Dreieck zum Sinus.

Der Sinus-Konverter als Waveshaper

Sägezahnsignal nach der Bearbeitung durch den Sinus-Konverter. Aus dem fallenden Sägezahn des A-110-1 wird ein stark abgerundeter steigender Sägezahn.

Da die für den eher „experimentellen“ Einsatz nützlichen Parameter leider nur als Trimmpotis ausgelegt sind, ist die Nutzung des Moduls als Waveshaper eingeschränkt. Man muss halt jedes Mal das Modul aus dem Rahmen schrauben und mit einem kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher die Potis bedienen.

Wir haben oben bereits die Klangbearbeitung eines Dreiecks gesehen, aber auch mit einem Sägezahn als Eingangssignal lassen sich hörbare Veränderungen im Obertonspektrum generieren. Rechteck-Signale verändern sich nicht durch den A-184-2.

Für die Klangbeispiele wurden ein Dreieck bzw. ein Sägezahn aus einem A-110-1 verwendet. DC-Offset und Shape-Trimmpotis sind deutlich „verstellt“. Wir hören zunächst jeweils das Original-Signal, das dann manuell zum bearbeiteten Signal aus dem A-184-2 übergeblendet wird. Der Effekt ist allerdings eher subtil als „massiv“.

Dreieck-Signal.
Sägezahn-Signal.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-116 VC Waveform Processor

Mit »Processor« ist hier kein Prozessor im Computer gemeint, sondern einfach eine (analoge) Schaltung, die Schwingungsformen verändern kann.

Hier wird das Eingangssignal durch zwei parallele Schaltkreise bearbeitet, deren Ergebnisse anschließend zusammengenmischt werden: Ein Clipper, der das Eingangssignal oberhalb einer Schwelle hart abschneidet und ein Polarisierer / Abschwächer, der das Signal sowohl abschwächen, als auch invertieren kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A116-IN

Ausgänge:

CTRL-A116-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A116-SW-1

Wie arbeitet das Clipping?

Zu Beginn meines „Lebens mit dem A-116“ war ich davon ausgegangen, dass das Clipping im A-116 wie bei einem Verstärker arbeitet. Also einfach die Spitzen abschneidet, die – im positiven wie im negativen Bereich – einen bestimmten Schwellert überschreiten. Etwa so:

Das Clipping beeinflusst sowohl positive wie negative „Spitzen“.
Und führt damit zu einer symmetrischen Veränderung der Schwingungsform, die sich immer mehr in Richtung „Rechteck“ verändert.

Aber das Clipping arbeitet hier nicht symmetrisch, sondern schneidet nur den Teil der Schwingung ab, der tatsächlich „größer“ als der Schwellwert ist:

Das Clipping schneidet nur oberhalb des Schwellwertes ab.
Und führt damit zu asymmetrischen Schwinungsformen.
Bis hin zum Extremfall, dass sich der Schwellwert unter der Null-Linie befindet.

Diese Form des Clippings sorgt übrigens dafür, dass die anfängliche Verstärkung des Eingangssignals nicht unbedingt zu einer stärkeren Verzerrung führt. Sobald sich der Clipping-Level unterhalb der Nulllinie befindet, wird gerade bei geringer Verstärkung ein größerer Anteil der Schwingungsform abgeschnitten als bei großer Verstärkung.

Das Eingangssignal wird weniger sark verstärkt als im Beispiel oben.
Das führt dazu, dass das Clipping deutlich mehr abschneidet als zuvor.

Einfacher Verzerrer

Ein Dreieck aus einem A-111-1 wird verzerrt.

Der A-116 ist recht einfach gebaut: Das eben beschriebene Clipping wird mit einem Polarizer, der hier als „Symmetry“ bezeichnet wird.

Dazu wird parallel zum Clipping das Originalsignal mit einem Polarizer im Bereich von -1 bis +1 verstärkt (bzw. eigentlich abgeschwächt). Beide so vorbearbeiteten Signale werden schließlich zusammengemischt, bei Bedarf alles auch spannungsgesteuert. Das macht ihn gut einsetzbar, wenn man »auf die Schnelle« ein Signal verzerren möchte. Aufgrund der speziellen Clipping-Charakteristik sind die Ergebnisse allerdings oft etwas schwer vorhersagbar, das Modul lässt sich damit einfacher durch »intuitives Schrauben« als durch genaue vorherige Planung bedienen.

Clipping für Modulationssignale

Ein LFO moduliert das Clipping eines zweiten LFOs und erzeugt so eine dynamisch sich ändernde Spannungsquelle (z.B. für die Modulation einer Eckfrequenz).

Waveshaper eignen sich auch gut, um die Komplexität von Modulationssignalen zu erhöhen.

Klangbeispiele und wie das Clipping „tatsächlich“ funktioniert

Trotz aller Theorie fand ich den A-116 immer reichlich unvorhersehbar, die Ergebnisse klangen meistens anders – und sahen auf dem Oszilloskop anders aus – als ich mir das so gedacht hatte.

Also mal ganz stur und „unmusikalisch“ an die Sache rangehen. Ein A-111-1 liefert eine Dreiecksschwingung, die direkt in den A-116 geht. Bei mittlerem Level noch ganz unverzerrt, ab einem bestimmten Pegel werden symmetrisch die Spitzen „abgeschnitten“.

Eine Dreiecksschwingung aus einem A-111-1, noch unverzerrt.
Die gleiche Schwingung wird bei erhöhtem „Lev.“-Regler symmetrisch abgeschnitten.

„Sym“ ist auf mittlerem Level, d.h. das Originalsignal wird hier noch nicht – positiv oder negativ – erneut dazugemischt und das Clipping-Level ist noch auf Maximum.

Die ursprüngliche Dreiecksschwingung, unverzerrt.
Langsame Erhöhung des „Lev.“-Reglers führt zu symmetrischer Verzerrung.

Wir gehen wieder zurück zu einem unverzerrten Eingangssignal und setzen den Regler „Clipping Lev.“ ein. Dieser beschneidet das Signal asymmetrisch, d.h. nur eine Seite der Schwingungsforn verändert sich. Da das Modul ein invertiertes Signal ausgibt, sehen wir den Effekt auf dem Oszilloskop an der unteren Seite der Schwingung. Hörbar ist diese Invertierung freilich nicht.

Das Clipping ist asymmetrisch.
Bei weiterem Absenken des Levels wird das Ergebnis zunehmend „merkwürdiger“…
… bis wir schließlich bei einer fast reinen Sinusschwingung ankommen.
Zunehmendes (asymmetrisches) Clipping unserer Dreiecksschwingung.

Nun mischen wir unserem Clipping-Signal noch die ursprüngliche Schwingungsform – normal oder invertiert – hinzu. Bei entspprechendem Gesamtpegel kommmt es dabei zusätzlich wieder zu symmetrischem Clipping.

Asymmetrisch abgeschnittenes Signal mit leichtem Anteil des ursprünglichen Signals (nicht invertiert).
Asymmetrisch abgeschnittenes Signal mit leichtem Anteil des ursprünglichen Signals (invertiert).
Asymmetrisch abgeschnittenes Signal mit deutlichem Anteil des ursprünglichen Signals (invertiert).
Dem Clipping-Signal wird das ursprüngliche Signal (positiv und später invertiert) hinzugefügt.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-137-2 Wave Multiplier II

Noch so einer! Äußerlich sehr ähnlich dem A-137-1, arbeitet dieser Wave Multiplier allerdings nach einem ganz anderen Grundprinzip.

Dazu müssen wir ein wenig vorgreifen und uns Komparatoren etwas näher ansehen. Ein Komparator vergleicht zwei Spannungen, im einfachsten Fall eine variable Spannung mit einer voreingestellten Schwelle. Wird diese Schwelle unterschritten, dann erzeugt der Komparator eine konstante Spannung, wird sie überschritten, fällt die Spannung auf null zurück.

Das Interessante dabei: Wenn man diese Komparatorspannungen in geeignetem Verhältnis dem ursprünglichen Signal zumischt, dann erhält man so etwas wie eine phasenverschobene Kopie des ursprünglichen Signals. Der Wave Multiplier II hat nun vier solcher Komparatoren eingebaut, deren Schwellwerte alle manuell und über Steuerspannung kontrollierbar sind.

Das Ergebnis klingt bereits bei einem einzelnen Dreieck sehr »fett«, als ob mehr als ein Oszillator beteiligt wäre (»Supersaw« lässt schön grüßen).

Ein Dreieck mit einer »Shift-Unit«.
Das gleiche Signal mit allen 4 »Shift Units«.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A137-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A137-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A137-2-SW

Wir schweben

Modulation aller 4 Shift Units des A-137-2 Wave Multipliers durch einen A-143-9 Quadrature LFO.

Der Wave Multiplier II kann schöne schwebende Sounds mit einem einzigen VCO erzeugen. Dazu moduliert man die vier »Shift Units« z.B. mit einem langsam eingestellten A-143-9 VC Quadrature LFO. Die Modulation erfolgt damit gleich schnell für alle Shift Units, aber jeweils phasenverschoben.

Schnelle Modulation

Neben dem »Verbreitern« von einzelnen Dreieck- oder Sinussignalen lassen sich auch sehr interessante Ergebnisse mit schnellen Modulationsfrequenzen (bis in den Audiobereich) erzielen. Der Klang wird dabei zunehmend geräuschhaft und verzerrt – bis hin zu metallischen Klängen, die einem Ringmodulator ähneln.

Klangbeispiele

Der Dreiecks-Ausgang eines A-111-1 VCOs wird mit dem Eingang des A-137-2 verbunden. Der Wave Multiplier wird von 4 LFOs aus einem A-143-3 Quad LFOs moduliert (jeweils Dreiecks-Ausgänge der LFOs).

Das Beispiel beginnt mit leichter Modulation durch einen einzelnen langsamen LFO, dann werden die weiteren LFOs dazugeregelt. Im Folgenden werden die Modulationstiefen (CV-Regler am A-137-2) und die Geschwindigkeiten der LFOs erhöht. Schließlich schalte ich die Geschwindigkeit aller LFOs auf „high“ um, mit maximaler Modulationstiefe beim A-137-2.

Technische Daten

Breite14 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-137-1 Wave Multiplier I

Der A-137-1 ist ein höchst komplexer Waveshaper, der aber dank geschickt gewählter Bedienoberfläche vergleichsweise übersichtlich ist. Auch hier gibt es ein oberes und ein unteres Folding Level, im Gegensatz zum A-136 stellen wir aber nur das Ausmaß des Foldings (d.h. die Nähe der beiden Level zueinander) ein, und verschieben dann für asymmetrische Grenzen einfach das Eingangssignal nach oben oder unten. Eine große Auswahl von Art und Parametern des Foldings wie beim A-136 gibt es nicht – die Schwingungsform wird einfach beim Erreichen der Level »umgeklappt« (das entspricht einer Verstärkung von jeweils Faktor -1 beim A-136).

Nun aber die Besonderheiten des A-137-1: In dem Modul sind vier Foldingeinheiten hintereinandergeschaltet eingebaut, so dass bei genügend hohem Pegel das Signal mehrfach »ineinander geschachtelt« gefaltet wird. Zusätzlich können noch über den »Harmonics«-Regler sogenannte »Überschwinger« hinzugefügt werden – also noch mehr an Obertonmaterial.

Das Modul trägt seinen Namen »Wave Multiplier« durchaus zu Recht. Es arbeitet dabei nicht wirklich »mathematisch exakt«, sondern erzeugt sehr ungewöhnliche Verzerrungen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A137-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A137-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A137-1-SW

Komplexe Verzerrungen

Wie die anderen Waveshaper lässt sich auch der A-137-1 ausgesprochen flexibel einsetzen: Verfremdung / Verzerrung von beliebigem Audiomaterial, »Anreicherung« der Standardschwingungsformen von VCOs usw.

Beim A-137-1 bieten sich aufgrund der 4 Steuerspannungseingänge Patches mit komplexeren Modulationen / mehreren unabhängigen Modulationsquellen an:

Die vier unabhängigen LFOs des A-143-3 modulieren den A-137-1. Abwechslungsreiche und komplexe »Muster« erhält man, wenn man an Stelle der Dreiecksignale die Rechtecksignale der LFOs einsetzt.

Tipps zum Start

  • Dreiecksignal in den Wave Multiplier,
  • »Multiples«-Regler links auf Anschlag (d.h. keine zusätzliche Verstärkung des Eingangssignals),
  • »Folding Level«-Regler auf »10« (d.h. die Schwelle für die Auslösung von Clipping ist maximal hoch eingestellt),
  • »Symmetry«-Regler etwa in der Mitte,
  • »Harmonics«-Regler etwa auf »9 Uhr«-Position (d.h. es werden über Faltung zusätzliche Obertöne erzeugt).

Pegeln Sie nun den Eingang mit »Level« so aus, dass er gerade noch nicht verzerrt (ggf. mit einem Oszilloskop kontrollieren).

Nun können Sie beginnen, die Verstärkung über den »Multiples«-Regler zu erhöhen (ca. auf die »12 Uhr«-Position, siehe Abb. oben) und dann den »Folding Level«-Regler herunter zu drehen, um eine zunehmend drastische Verfärbung des Signals zu erhalten. Variieren Sie den »Harmonics«-Regler, erhöhen Sie den »Multiples«-Regler auf den Maximalwert.

Unverzerrtes Signal – ein Dreieck aus einem A-111-1.
Verstärkung: Multiples auf Mittelstellung, die Schwingungsform wirkt deutlich abgerundet.
Folding Level ca. Mittelstellung, erste zusätzliche Obertöne werden erzeugt.

Wenn Sie nun bei maximaler Verstärkung den »Level«-Regler noch weiter erhöhen, dann wird das Ausgangssignal (in sehr harmonisch verzerrter Form) das Waveshaper-Signal überlagern und weitere interessante Klänge ermöglichen.

Folding Level ca. »9 Uhr«-Stellung – die Frequenz wird im Grunde vervielfacht.
Erhöhte Verstärkung (»Multiples«-Regler) – noch mehr Obertöne!
Max. Verstärkung und erhöhter »Level«, die abgerundete Schwingungsform wird nun in regelmäßiger Abfolge kombiniert mit der vervielfachten Frequenz des Signals.

Klangbeispiele

Der Dreiecks-Ausgang eines einzelnen A-111-1 VCOs wird in den A-137-1 geleitet. Der VCO wird von einem A-155 Sequencer gesteuert. Der A-137-1 wird von einem langsamen, einem mittelschnellen und einem schnellen LFO sowie einem mit dem A-155 synchronisierten Sample & Hold moduliert. Die vier Modulationsquellen werden über einen A-138m Matrix Mixer mit dem Wave Multiplier verbunden.

In einem zweiten Klangbeispiel wird ein A-143-1 Quad AD als Oszillator verwendet (alle 4 AD-Generatoren im LFO-Modus), sein Mix-Ausgang geht direkt in den A-137-1. Der Wave Multiplier wird von den 4 LFOs eines A-143-3 Quad LFO moduliert. Bis etwa 1:40 spiele ich lediglich mit den Einstellungen des A-137-1 herum, danach verändere ich auch die Attack- und Decay-Zeiten des A-143-1. Der Aufnahme wurde noch etwas Hall hinzugefügt.

Technische Daten

Breite14 TE
Tiefe65 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-186-1 Gate/Trigger Combiner/Rectifier

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-186-1 Gate / Trigger Combiner ist ein recht einfaches Modul, das sogar ohne Stromversorgung betrieben werden kann. Einzige Funktion: Gate- oder Triggersignale an den 7 Eingängen werden zu einem gemeinsamen Gate / Trigger kombiniert.

Damit arbeitet es für Trigger/Gates wie die OR-Schaltung eines A-166 Dual Logic Modules, nur mit 7 an Stelle von 3 Eingängen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A186-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A186-1-OUT

Kombination von Triggern / Gates

Der A-186-1 Gate / Trigger Combiner verbindet Triggersignale auf eine einzige Ausgangsbuchse. Zuvor werden die Längen der Eingangssignale mit dem A-162 Trigger Delay soweit gekürzt, dass sie sich nicht überlappen.

Mit dem Modul können bis zu 7 unterschiedliche Gate- / Trigger-Quellen für einen Empfänger kombiniert werden. Z.B. eine Tastatur, ein Sequencer, ein Zufalls-Trigger usw., die alle einen Hüllkurvengenerator ansteuern sollen.

Dabei ist zu beachten, dass Gates, die sich überlappen, als ein einziges – entsprechend verlängertes – Gatesignal ausgegeben werden. Wenn das unerwünscht ist, können ggf. einzelne Gates mit einem A-162 Dual Trigger Delay auf eine feste – gekürzte – Länge gebracht werden.

Noch ein Waveshaper?

Von Sinusschwingungen aus zwei A-110-1 VCOs werden im A-186-1 die Maxima ausgewählt (und ansonsten alle negativen Halbwellen gekappt), so dass man eine Schwingungsform erhält, die auch von einem Waveshaper stammen könnte.

Da das Modul wie ein Maximum Selector arbeitet, besteht eine gewisse »Verwandtschaft« zum A-172 Maximum / Minimum Selector. Damit kann es als einfacher Waveshaper eingesetzt werden, der bis zu 7 Eingangssignale verarbeiten kann. Technisch bedingt werden keine negativen Spannungen durch das Modul gelassen – diese werden an der Nulllinie hart »abgeschnitten« (im Oszilloskopbild ist die Schwingungsform durch eine konstante negative Spannung nach unten verschoben).

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-136 Distortion / Waveshaper

Der A-136 Distortion / Waveshaper arbeitet nicht nur mit einem einfachen Clipping des Eingangssignals, sondern ermöglicht über eine Faltung der Schwingungsform (Folding) etwas komplexere Eingriffe als der A-116.

Dafür werden ein oberer und ein unterer Schwellwert festgelegt, für die Sie jeweils festlegen können, was genau mit dem Anteil des Signals passieren soll, der über diese Level »hinausragt«.

Und alles ist über Steuerspannungen modulierbar!

Hinweis: Das Audiosignal wird zu Beginn der Schaltung invertiert. Dadurch beziehen sich die Regler »+A« und »+L« auf den unteren Clipping-Level, »-A« und »-L« auf den oberen Clipping-Level, »A« regelt das invertierte Originalsignal.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A136-IN

Ausgänge:

CTRL-A136-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A136-SW

Pimp my VCO!

Waveshaper sind gut geeignet, um die klanglichen Möglichkeiten von Oszillatoren zu erweitern – aus den Standardschwingungsformen können eine Unzahl neuer Klänge erstellt werden, die zudem noch mit Steuerspannungen dynamisch formbar sind. Ein einfacher Patch verwendet den Waveshaper zwischen VCO und VCF:

Ein modulierter A-136 im Signalweg zwischen VCO und VCF.

Empfindlicher Eingang

Ein Abschwächer (z.B. A-183-1) vor dem Eingang des Moduls ist lohnend, da bereits das Ausgangssignal eines einzelnen A-111-1 oder A-110-1 VCOs ein leichtes Clipping verursacht.

Abschneiden oder falten?

Dreieck, asymmetrisch »eingeklappt«.

Ein »normaler Clipper«, wie der A-116 schneidet einfach ab, hier können Sie den Anteil zusätzlich noch positiv oder auch negativ verstärken (der Verstärkungsfaktor liegt zwischen -4 und +4), sowie das Originalsignal ebenfalls positiv oder negativ verstärken (im gleichen Regelbereich). Eine negativ verstärkte Teil-Schwingung wird sozusagen »eingeklappt«:

Einsatz für Steuerspannungen

Das Modul ist grundsätzlich sowohl für Audiosignale als auch für Steuerspannungen ausgelegt. Durch Ziehen eines Jumpers JP2 ist das Modul nur noch für Audiosignale geeignet.

Klangbeispiele

Der Dreiecks-Ausgang eines einzelnen A-111-1 VCOs wird in einen A-136 geleitet, danach in einen A-132-3 VCA, der von einem A-140 ADSR gesteuert wird. VCO und ADSR werden von einem A-155 Sequencer gesteuert, der A-136 Waveshaper wird von zwei LFOs moduliert. Wir starten mit niedrigen LFO-Frequenzen, die sich bis in den Audiobereich hin steigern. Der Einfluss der LFOs wird mit einem A-183-1 Dual Attenuator geregelt.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-172 Maximum / Minimum Selector / Rectifier

Der A-172 wird nicht mehr hergestellt.

Der A-172 Maximum / Minimum Selector erzeugt bei vielen »Modularisten« erst einmal Ratlosigkeit.

Allzu »mathematisch« oder »verkopft« mag ein Modul erscheinen, das aus bis zu vier Eingangssignalen sowohl die jeweils maximale, als auch die jeweils minimale Spannung heraussucht und zur Verfügung stellt.

Tatsächlich ist das Modul ein überraschend einfach zu handhabendes Werkzeug für Steuerspannungen und Audiosignale.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A172-IN

Ausgänge:

CTRL-A172-OUT

MAX / MIN für Steuerspannungen

Komplexe Steuerspannungen

Erzeugung komplexer Modulationssignale – selbstverständlich ist der Ausgang »Min Out« genauso interessant und musikalisch brauchbar!

Aus einigen nicht zueinander synchronen LFO-Signalen kann man sehr einfach eine höchst komplexe Steuerspannung gewinnen, die weniger »vorhersehbar« ist, als eine bloße Mischung der Spannungen.

Begrenzung zufälliger Tonfolgen

Begrenzung von Zufallsspannungen nach unten mit Hilfe eines A-183-2 Offsetgenerators, der eine minimale Spannung vorgibt.

Für Melodien aus Zufallsgeneratoren kann man den Tonumfang einer zufälligen Tonfolge sehr gut nach oben oder unten begrenzen, indem man zusätzlich zur für die Melodie zuständigen Steuerspannung eine konstante Spannung von einem Offset­generator einführt, und dann den »Max. Out« (Begrenzung nach unten: die konstante Steuerspannung aus dem Offsetgenerator kann nicht mehr unterschritten werden) oder »Min. Out« (Begrenzung nach oben) verwendet.

Paralleler Einsatz von Max und Min

Bereits ein Sinus, der gemeinsam mit einer manuell gesteuerten Offsetspannung verarbeitet wird, erzeugt interessante, gegenläufige Muster, die sich gut für Stereoverarbeitung eignen.

Wird nun noch ein weiteres Signal – z.B. eine Hüllkurve hinzugefügt, erhält man auf anderen Wegen kaum erzielbare Resultate. Die Hüllkurve sollte mit negativem Offset von ca. 4 V versehen werden.

Feinjustierung mit dem A-129 / 3

Dem Modul lässt sich für Steuerspannungen ein A-129 / 3 Slew Limiter / Attenuator / Offset Generator vorschalten.

Ein A-172 Max / Min steuert zwei LPGs. Die eigentlichen Modulationssignale, deren Maximum und Minimum eingesetzt wird, können durch einen mehrfachen Abschwächer wie den A-129 / 3 feinfühlig justiert werden.

Der A-172 Maximum / Minimum Selector als Waveshaper

Der A-172 ist kein Waveshaper per se, sondern zunächst ein Tool zur »mathematischen« Verarbeitung von Spannungen: Aus den Signalen der vier Eingänge wird das Maximum bzw. das Minimum ausgewählt und an den beiden Ausgängen ausgegeben. Das funktioniert nicht nur mit Steuerspannungen, sondern auch mit Audiomaterial!

Weiches Clipping

Ein Dreiecksignal eines VCOs (A-111-1) und eine konstante Spannung. »Min Out« und »Max Out« sind im Stereobild verteilt (oben und unten im Oszilloskop).

Wenn Sie ein Audiosignal und eine konstante Spannung (z.B. aus einem Offset-Modul) als Eingangssignale verwenden, haben Sie bereits ein interessantes Audiowerkzeug gebaut:

Der »Minimum«- Ausgang wird das Audio­signal wiedergeben, solange dieses »niedriger« ist (d.h. weniger Spannung hat) als die konstante Spannung.

Beim Überschreiten wird dann die konstante Spannung ausgegeben – nichts anderes macht ein Clipper! Im Vergleich zu anderen Clippern arbeitet der A-172 allerdings relativ »weich«.

Zwei Audiosignale als Input

Zwei Audiosignale (Dreieckausgänge von zwei A-111-1 VCOs) im A-172. »Min Out« und »Max Out« sind im Stereobild verteilt (oben und unten im Oszilloskop).

Darf es etwas komplexer sein? Verwenden Sie an Stelle eines Audiosignals und einer konstanten Spannung zwei oder mehr Audio­signale. Vergleichen Sie was passiert, wenn die Audiosignale synchron zueinander sind (z.B. über Oszillator-Sync) oder wenn sie leichte / stärkere Schwebungen aufweisen. Im letzteren Fall erhalten Sie sehr bewegte Klänge mit ungewöhnlichen Frequenzverstärkungen und Auslöschungen.

Verteilen Sie die beiden Ausgänge »Max« und »Min« im Stereopanorama, das Ergebnis wirkt sehr »breit« und ist über andere Techniken kaum zu erzielen.

Zu einer solchen „Stereo-Verbreiterung“ mit Modulation durch einen LFO könnten man den folgenden Patch verwenden:

Ein LFO und 2 VCOs als Basis für einen breiten Stereoklang.

Hinweis: Der A-186-1 Gate / Trigger Combiner ist ebenfalls in der Lage, als Maximum Selector zu arbeiten. Neben Audiosignalen lassen sich natürlich auch konstante Steuerspannungen oder Spannungen aus LFOs mit »integrieren«.

Klangbeispiele

Hier verwenden wir zwei A-110-1 VCOs: Vom ersten VCO die Sägezahnschwingung, vom zweiten VCO die Puls-/Rechteckschwingung, beide direkt in den Max / Min. Die beiden „Max“ und „Min“ – Ausgänge werden im Stereobild verteilt. Wir starten mit 100% Pulsbreite und verringern diese langsam manuell. Danach werden die beiden VCOs leicht gegeneinander verstimmt.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)