A-133-2 Dual VC Polarizer

Der A-133-2 ist ein zweifacher spannungsgesteuerter Polarisierer, d.h. seine Eingangssignale (Audio oder Steuerspannungen) können wie bei einem herkömmlichen VCA verstärkt werden, bei negativer Steuerspannung oder entsprechender manueller Einstellung werden die Eingangssignale zusätzlich invertiert.

Dafür stehen pro Teilmodul ein Eingang, ein Steuerspannungseingang, ein Ausgang, sowie ein manueller Regler für Verstärkung / invertierte Verstärkung und ein Abschwächer für die Steuerspannung zur Verfügung.

Das ist zunächst einmal auch genau das, was auch der A-133 bietet, allerdings ist der mit 8TE genau doppelt so breit wie der „Slim Line“ A-133-2 (was ihn einerseits viel bequemer im Handling macht, aber auch mehr vom stets raren Platz im Case verbraucht).

Zusätzlich besitzt der A-133-2 aber noch einen weiteren Steuerspannungseingang pro Teilmodul: Hier kann die Steuerspannung selbst noch einal moduliert werden, diesmal allerdings nur konventionell über einen VCA und nicht noch einen weiteren Polarisierer.

Ein weiterer, nicht unwichtiger Unterschied besteht im Verstärkungsfaktor: Während der ursprüngliche A-133 bis zum Faktor 2,5 positiv oder invertiert verstärken kann, ist beim A-133-2 lediglich eine positive oder invertierte Verstärkung bis zum Faktor 1 möglich (wie bei den meisten gängigen VCAs). „Echte Verstärker“ sind rar, obwohl sie durchaus ihre Berechtigung haben, aber bei zu sehr verstärkten Spannungen (z.B. durch mehrere „echte Verstärker“ hintereinander in einem komplexen Patch) landet man auch mal bei Spannungen, die das eine oder andere Modul überfordern oder auch zu Schäden führen könnten.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A133-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A133-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A133-2-SW

Unterschiede zum A-133

Auch wenn alle Einstellungen gleich sind, gibt es trotzdem klangliche Unterschiede zwischen dem A-133 und dem A-133-2, besonders beim Einsatz als Ringmodulator. Für eine Ringmodulation sind sowohl das Eingangssignal, als auch die Steuerspannung für die Polarisierung in Audio-Frequenz.

Der Grund liegt hauptsächlich im deutlich höheren Verstärkungsfaktor des älteren Moduls. Wenn sowohl Eingangssignal, als auch Steuerspannung einen vergleichsweise hohen Pegel aufweisen, kommt es beim A-133 zu hartem Clipping, beim A-133-2 nicht:

Eingangssignal und Steuerspannung von je einem A-110-1 VCO (Sinus-Ausgänge), die einen vergleichsweise hohen Pegel aufweisen, führen zu Clipping beim A-133.
Die gleichen A-110-1 VCOs mit gleichem Frequenzverhältnis (wieder Sinus) führen beim A-133-2 nicht zu Clipping. Der Rest ist vergleichbar mit dem klanglichen Ergebnis beim A-133.

Klangbeispiele

Im ersten Klangbeispiel werden zwei A-143-9 VCLFO/VCOs als Eingangssignal bzw. Modulationsquelle verwendet. Für einen „klassischen“ Ringmodulator-Einsatz ist der „Man.“-Regler in Mittelstellung und der Abschwächer „CV“ für den Steuerspannungseingang auf Maximum. Die Frequenzen der VCOs werden gleichzeitig über einen A-174-1 Joystick gesteuert.

Ringmodulator mit zwei A-143-9 als Eingangssignalen.

Beim nächsten Beispiel kommen wieder die beiden A-143-9 zum Einsatz, diesmal wird der „Man.“-Regler während der Aufnahme verändert und damit Pegel bzw. Polarität eines der beiden Signale zusätzlich manipuliert. Die Frequenzen der beiden VCOs bleiben konstant.

Ringmodulator mit zwei A-143-9 als Eingangssignalen, diesmal mit Veränderung des „Man.“-Reglers.

Beim nächsten Beispiel wird lediglich ein Eingangssignal von einem A-143-9 ohne Modulation verwendet. Der „Man.“-Regler wird vom Maximum zur Mitte (d.h. weitestgehendes Ausblenden des Signals) und dann zum Minimum (d.h. invertierte Ausgabe des Signals) und zurück zur Mitte bewegt. Man hört, dass das Eingangssignal beinahe vollständig ausgeblendet wird, wie auch die Schwingungsform-Bilder der Aufnahme zeigen.

Nur Eingangssignal ohne Modulation, Ausblenden und Invertieren, am Ende wieder Ausblenden.
Manuelle Steuerung von Amplitude und Polarisierung über den „Man.“-Regler – Gesamtsicht über die Aufnahme.
Herangezoomt an den Punkt des Übergangs zwischen positiver und invertierter Verstärkung des Eingangssignals: Das Signal wird fast vollständig ausgeblendet.

Im nächsten Beispiel werden zwei A-110-1 VCOs mit ihren Sägezahn-Ausgängen als Eingangssignal und Steuerspannung für die Polarisierung verwendet. Die obertonreichen Spektren führen im Vergleich zu den Sinus-Signalen der vorigen Beispiele zu deutlich komplexeren Klangveränderungen. Nachdem nach einer Weile die beiden VCOs auf fast gleiche Frequenzen gestimmt wurden, wird etwa ab 0:22 zusätzlich der Modulationseingang mit einem A-110-6 (Sägezahn-Ausgang) zur Modulation der Ringmodulation eingesetzt.

Modulierte Ringmodulation: Zwei A-110-1 als Eingangssignal und Steuerapannung, ein A-110-6 als Modulator für die Steuerspannung.

Beim nächsten Beispiel kommt keine Ringmodulation (mit ihrer Invertierung des Signals bei negativer Steuerspannung), sondern einfache Amplitudenmodulation zum Einsatz. Dazu wird wieder ein A-110-1 VCO (Sägezahn-Ausgang) als Eingangssignal verwendet, es gibt keine externe Steuerspannung, aber ein A-110-6 VCO (ebenfalls Sägezahn-Ausgang) moduliert die „Man.“-Reglerstellung über den „Mod“-Eingang. Die Stärke der Modulation wird über einen dazwischen geschalteten A-183-1 geregelt. Dabei wird gezielt die „Thru Zero“-Fähigkeit des A-110-6 verwendet, um von fallendem zu ansteigendem Sägezahn zu wechseln.

Amplitudenmodulation mit einem A-110-6.

Im letzten Beispiel werden beide Teil-Module des A-133-2 für eine Stereo-Anwendung eingesetzt. Als Eingangssignale bzw. Steuerspannungen für die Polarisierung dienen wieder zwei A-143-9 VCLFO/VCOs. Der „Cosinus“-Ausgang ist jeweils das Eingangssignal, der Sinus-Ausgang des anderen A-143-9 ist die Modulationsquelle für die Polarisierung.

Stereo-Ringmodulator mit den Sinus-/Cosinus-Ausgängen von zwei A-143-9.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138p 4-in-2 Performance Mixer

Der Performance Mixer besteht aus (mindestens) zwei Modulen: Dem eigentlichen Mixer A-138p und der gemeinsamen Ausgangs-Sektion A-138o. Ohne Ausgangs-Modul A-138o ist das Mixer-Modul A-138p alleine nicht einsetzbar (und umgekehrt).

Die Module sind bei Doepfer aus der eigenen Praxis entstanden. Doepfer hat bei Präsentationen des A-100-Systems auf Messen oder bei Workshops immer kleine externe Mixer eingesetzt, um mehrere A-100-Signale an einen Stereoverstärker auszugeben. Der Performance-Mixer integriert diese Mixer in das Eurorack-System und bietet einige interessante modulare Erweiterungen.

Über Flachbandkabel auf der Platine lassen sich mehrere A-138p-Module zu einem umfangreicheren Mixer mit mehr als 4 Eingangskanälen verbinden, die dann alle das Modul A-138o als gemeinsamen Stereo-Ausgang nutzen. Eine spannungsgesteuerte Version des Mixers ist der A-135-4. Ein gemischtes Setup von A-138p und A-135-4 mit gemeinsamem Ausgangsmodul A-138o ist ebenfalls möglich.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138p-IN

Regler / Schalter:

CTRL-A138p-SW

Was kann der Mixer?

Vier Eingänge haben ja praktisch alle Doepfer-Mixer, aber hier kann man die Eingangssignale auf zwei Ausgänge verteilen. Das wird meistens ein Stereobetrieb sein, für den man das Panorama jedes Signals festlegt, es sind aber natürlich auch zwei unterschiedliche Filter nach den Ausgängen denkbar, die dann jeweils eine unterschiedliche Mischung der Eingangssignale bekommen.

Zusätzlich gibt es einen (monophonen) Aux-Weg, über den sich ein Effekt-Modul (Hallspirale, BBD oder auch ein weiteres Filter) einschleifen lässt.

Zum Abgleich unterschiedlich lauter Eingangssignale gibt es pro Eingangssignal einen Gain-Regler, so dass man die Mischung mit in etwa gleich lauten Signalen vornehmen kann. Das ist besonders dann interessant, wenn man als Eingangssignale komplette Synthesizerstimmen mit deutlichen Lautstärkeunterschieden verwendet. Vier einzelne VCOs werden sich nicht so sehr im Grundpegel unterscheiden, dass eine Anpassung über die Gain-Regler erforderlich ist.

Ähnlich wie beim Interrupting Mixer A-138i gibt es pro Eingang einen Schalter zum Stummschalten des Signals. Das geht schneller, als den Level-Regler zurückzudrehen und man hat beim späteren erneuten Einschalten des Kanals wieder den ursprünglich eingestellten Level.

Konfiguration auf der Platine

Die Jumper für die 4 Pre/Post-Optionen des Auxweges pro Eingangskanal. Links = Abzweigung vor dem Level-Regler, rechts = nach dem Level-Regler. Das Anschlusskabel dient zum Verbinden mit dem Ausgangs-Modul A-138o oder zum Kaskadieren mit weiteren Mixern. Auf der rechten Seite ist ein entsprechender Eingang vorgesehen.

Für den Aux-Weg kann pro Eingangskanal über Steckbrücken (Jumper) konfiguriert werden, ob die Abzweigung vor oder nach dem Level-Regler erfolgt. Wer schon einmal ein Mischpult in den Händen hatte, kennt, diese Pre/Post-Fader Optionen: Für die meisten Fälle ist es sinnvoll, z.B. für ein Effektgerät das Signal erst nach dem Regler für den Pegel abzuzweigen. Auf diese Weise erhöht und erniedrigt sich der Effekt-Anteil mit der Lautstärke des betreffenden Kanals.

Manchmal möchte man aber auch das Gegenteil: Ein Kanal wird ausgeblendet, aber der Hall für das entsprechende Signal bleibt „geisterhaft“ bestehen. Für diese Zwecke würde man den Aux-Weg schon vor dem Regler für den Pegel abzweigen.

Ein anderer „klassischer“ Einsatz für die Abzweigung des Aux-Weges vor dem Lautstärkeregler ist die Erstellung eines unabhängigen Monitor-Mixes. Die Aux-Regler stellen damit einen komplett unabhängigen „zweiten Mixer“ im Mixer dar.

Alternativen

Wenn die Mischung nicht in Stereo sein muss, dann gibt es tatsächlich eine Vielzahl anderer Mixer, wie etwa die A-138a und A-138b Mixer. Beide lassen sich allerdings nicht in der Anzahl Eingänge erweitern (der A-138x Mix Expander wird schon lange nicht mehr hergestellt und war zudem eher etwas für DIY-Projekte).

Die naheliegendste Alternative (oder Ergänzung!) für eine Stereo-Mischung ist der A-135-4 Voltage Controlled Performance Mixer. Neben allen Features des A-138p lässt sich jeder Parameter (Aux-Weg, Level, Panorama und Mute) über Steuerspannungen kontrollieren. Beide Mixer lassen sich auch beliebig miteinander kombinieren und an ein einzelnes Ausgangs-Modul A-138o anschließen.

Der A-135-3 ist ebenfalls ein Stereo-Mixer, sogar mit Spannungssteuerung, verfügt aber nicht über Auxweg, Mute oder Panorama (jeder der 4 Eingänge muss bereits in Stereo vorliegen).

Wer nur vier Eingänge manuell auf ein Stereo-Signal mischen möchte und auf Erweiterbarkeit, Auxwege und Mute verzichten kann, wird vielleicht beim A-138s Mini Stereo Mixer fündig. Wer eigentlich nur einen Mono-Vierfach-Mixer mit Mute-Möglichkeit sucht, sollte sich den A-138i Interrupting Mixer ansehen.

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-180-3 Dual Buffered Multiple

Das Modul A-180-3 ist ein Multiple, das zwei Eingangssignale auf je drei Ausgänge verteilen kann. Im Gegensatz zu den rein passiv geschalteten Multiples A-180-1, A-180-2, A-181 oder A-182-1 werden bei gepufferten Multiples spezielle Schaltungen (Spannungsfolger) eingesetzt, die dafür sorgen, dass die Eingangsspannung auch bei mehreren angeschlossenen „Verbrauchern“ konstant bleibt.

So etwas ist insbesondere bei der Spannungssteuerung der Oszillator-Frequenz nützlich: Ohne Puffer würde jeder zusätzlich angeschlossene Oszillator die Spannung etwas verringern und damit die Tonhöhe der VCOs verringern.

Der A-180-3 bietet zwei 1:3 Multiples an, wobei einer der Ausgänge des oberen Multiples intern mit dem Eingang des unteren Multiples vorverdrahtet ist, die untere Eingangsbuchse ist dafür als Schaltbuchse ausgelegt. Bei nicht benutzter unterer Eingangsbuchse hat man also ein gepuffertes 1:6 Multiple zur Verfügung.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A180-3-IN

Ausgänge:

CTRL-A180-3-OUT

Konfiguration über die Platine

Über eine Steckbrücke (Jumper) kann die Vorbelegung des unteren Eingangs geändert werden. Standard ist der unterste Ausgang des oberen Multiples, bei Bedarf lässt sich aber auch die Steuerspannung auf dem A-100-Bus abgreifen, die z.B. von einem Midi-Interface geliefert wird, das an die gleiche Busplatine angeschlossen ist. Dazu muss der Jumper JP3 vom mittleren und rechten der drei Pins auf den linken und mittleren Pin umgesteckt werden.

Umgekehrt kann auch der A-180-3 die gepufferte Steuerspannung des unteren Multiples an den A-100-Bus abgeben. Dazu muss ein Jumper JP2 auf die dafür vorgesehenen Pins gesteckt werden.

Die beiden Jumper JP2 und JP3 für lesenden oder schreibenden Buszugriff.

Achten Sie darauf, dass der A-180-3 in diesem Fall unbedingt das einzige auf den Bus »schreibende« Modul ist, da es sonst zu einem Kurzschluss kommt, der die Module beschädigen kann.

Der A-180-3 sollte auch keinesfalls gleichzeitig auf den Bus schreiben (JP2 gesetzt) und lesen (JP3 auf der linken Position).

Alternativen

Der „nächste Verwandte“ ist der A-180-4 Quad Buffer, der vier einzelne Puffer zur Verfügung stellt, die aber über interne Vorbelegung ebenfalls als gepuffertes 1:4 Multiple eingesetzt werden können.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe25 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-165 Dual Trigger Inverter / Modifier / Level Shifter

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-165 Dual Trigger Inverter / Modifier ist ein praktisches kleines Modul, mit dem man Trigger und Gates invertieren kann.

Dabei werden in zwei identischen Teilmodulen »An« und »Aus« einfach vertauscht, das invertierte Signal ist keine negative Spannung, sondern wieder ein »normales« Gatesignal.

Zusätzlich kann aus der steigenden und aus der fallenden Flanke eines Gates je ein Trigger gewonnen werden. Das funktioniert auch mit Audiomaterial und erzeugt sehr interessante Ergebnisse!

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A165-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A165-OUT

Verdoppelung des Clocksignals

Einen Patch für einen »swingenden« Sequencer mit dem A-165 und einem A-146 LFO finden Sie beim A-146 Low Frequency Oscillator LFO 2. Bei steigenden und fallenden Flanken der Gatesignale aus dem Sequencer werden jeweils Trigger erzeugt.

Über eine A-155 Sequenz, die bereits die 8 Schritte voll ausnutzt (z.B. Bassdrum auf 1, 5 und 8, Snare auf 3 usw.) soll eine doppelt so schnelle Hihat (Sechzehntel) gelegt werden. Eine Verdoppelung der Sequencer­geschwindigkeit würde den Takt halbieren, also wird mit Hilfe eines A-165 das Clocksignal des Sequencers verdoppelt und für die Hihat verwendet.

Töne beim Loslassen einer Taste

Mit dem invertierten Gate kann man zwei unterschiedliche »Stimmen« des Modularsystems bei gedrückter und bei losgelassener Taste starten (die Stimme bei losgelassener Taste z.B. 2 Oktaven tiefer und klanglich etwas anders).

Der A-165 Trigger Modifier erzeugt ein invertiertes Gatesignal beim Loslassen einer Taste (oder einer vergleichbaren Quelle für Gatesignale). Das invertierte Gate wird zur Steuerung einer zweiten A-111-5 Mini Synthesizer Voice verwendet.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-187-1 Voltage Controlled DSP Effects

Das Modul ist nicht mehr lieferbar.

Das DSP-Modul bietet einfache Digital-Effekte wie Delay, Chorus, Hall, Equalizer und Pitch Shifter an. Im Gegensatz zum A-112 liegen hier jedoch Wandler mit 20 Bit Auflösung vor. Die Samplingfrequenz beträgt 32 kHz, damit ist ein Frequenzgang bis ca. 16 kHz erreichbar.

Zentrales Element des Moduls ist ein zweizeiliges Display, das in der oberen Zeile den ausgewählten Effekt anzeigt, darunter vier manuell und per Steuerspannung veränderbare Parameter (z.B. Verzögerungszeit, Ausgangslautstärke usw.), sowie als Säulengrafik die aktuellen Ausprägungen dieser Parameter. Für jeden der vier Parameter gibt es einen Regler zur manuellen Einstellung, einen Abschwächer für eine Steuerspannung und einen Steuerspannungs­eingang.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A187-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A187-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A187-1-SW

Standardeinsatz

Das Modul lässt sich gut am Ende der Signalkette einsetzen, um z.B. eine Synthesizerstimme zu »würzen«. Die folgenden Effekte stehen dafür zur Verfügung:

Name:Parameter 1:Parameter 2:Parameter 3:Parameter 4:
Equalizer 1Amplitude für das Frequenzband um 31 Hz (-24 dB bis +12 dB für alle Equalizer)Amplitude für das Frequenzband um 62 HzAmplitude für das Frequenzband um 125 HzAmplitude für das Frequenzband um 250 Hz
Equalizer 2Amplitude für das Frequenzband um 250 HzAmplitude für das Frequenzband um 500 HzAmplitude für das Frequenzband um 1 kHzAmplitude für das Frequenzband um 2 kHz
Equalizer 3Amplitude für das Frequenzband um 2 kHzAmplitude für das Frequenzband um 4 kHzAmplitude für das Frequenzband um 8 kHzAmplitude für das Frequenzband um 12 kHz
DistortionInput LevelResonance des FiltersVCF EckfrequenzDepth – Intensität der Verzerrung
Pitch ShifterShift – Umfang der Verschiebung (+/-12 Halbtöne)Resonance des FiltersVCF EckfrequenzBalance zwischen Original und Effektsignal
ReverbPredelay – Verzögerung vor dem Hall (ca. 0-50ms)Reverb Time – Nachhallzeit (ca. 40 – 500 ms)High Damp – Ausmaß der Dämpfung höherer FrequenzenVolume des Effekt-Signals
EchoTime – Verzögerungszeit (ca. 1 – 165 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungHigh Damp – Ausmaß der Dämpfung höherer FrequenzenVolume des Effekt-Signals
Chorus / Flanger / Echo 1Delay – Verzögerungszeit (ca. 1 – 41 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungRate – Geschwindigkeit der Modulation der Verzögerungszeit (ca. 0,025 Hz – 12,5 Hz)Depth – Intensität der Modulation der Verzögerungszeit
Chorus / Flanger / Echo 2Delay – Verzögerungszeit (ca. 1– 41 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungRate – Geschwindigkeit der Modulation der Verzögerungszeit (ca. 0,025 Hz – 12,5 Hz)Volume des Effekt-Signals
Delay & Reverb 1Delay – Verzögerungszeit des Delays (ca. 1 – 165 ms)Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysTime – Nachhallzeit des Reverbs (ca. 40 – 500 ms)Volume des Effekt-Signals
Delay & Reverb 2Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysVolume des Effekt-Signals (Delay)Time – Nachhallzeit des Reverbs (ca. 40 – 500 ms)Volume des Effekt-Signals (Reverb)
Chorus & DelayFeedback – Ausmaß der Rückkopplung des ChorusVolume des Effekt-Signals (Chorus)Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysVolume des Effekt-Signals (Delay)

Interne Audiowege

Bei den Equalizern 1-3, Distortion und Pitch Shifter bleiben sowohl Eingangssignal als auch Effektsignal jeweils separat auf Kanal 1 oder 2 (d.h. hier haben wir im Grunde 2 x Mono mit gemeinsamer Steuerung).

Bei Reverb, Echo, Chorus / Flanger / Echo1+2, Delay & Reverb 1+2, sowie Chorus & Delay bleibt zwar das Eingangssignal jeweils an den Ausgängen auf seinem ursprünglichen Kanal (1 oder 2). Der Effektanteil wird dagegen bei diesen Effekten immer auf beide Ausgänge verteilt, teils ist das über »Volume«-Regler einstellbar.

Für Echo und Hall fast zu schade

Die LFOs eines A-143-3 modulieren das A-187-1 DSP Modul (z.B. Equalizer), in das weißes Rauschen geleitet wird.

Der Einsatz als simples Echo- oder Hallgerät wäre fast zu schade – immerhin lassen sich ja mehrere Parameter über Steuerspannungen beeinflussen. Die Equalizer können z.B. sehr gut eingesetzt werden, um Rauschen dynamisch zu formen – der Einsatz mit einem langsam eingestellten A-143-3 Quad LFO bietet sich hier an:

Klangbeispiele

Wir verwenden hier ein Stereo Setup, das bewusst von der Idee „leiten wir einfach eine Synthesizerstimme in das Modul“ abweicht, um die Möglichkeiten des A-187-1 zu zeigen, mit zwei unabhängigen Audioquellen zu arbeiten. Je 3 A-110-1 VCOs für den linken und den rechten Kanal (Sägezahn-Ausgänge, je einer der 3 VCOs ist 1 Oktave nach unten transponiert) werden von zwei A-155 / A-156 Sequencern gesteuert, die im Takt synchronisiert sind. Die beiden VCO-Mischungen gehen zunächst in je einen A-132-3 VCAs, die beide von je einem A-140 ADSR gesteuert werden. Die Ausgangssignale der beiden VCAs werden in Audio In 1 und Audio In 2 des A-187-1 gespeist.

Die vier Parameter des Moduls werden durch vier unabhängige Dreiecks-LFOs aus einem A-143-3 moduliert. Die beiden Audioausgänge sind schließlich wieder mit zwei A-132-3 VCAs verbunden, die von weiteren 2 A-140 ADSRs gesteuert werden, hier allerdings mit etwas längerer Ausklingzeit, um z.B. Delays und Reverb deutlicher zu hören. Alle ADSR-Generatoren werden durch die beiden A-155 Sequencer getriggert. Ein Filter kommt hier bewusst nicht zum Einsatz.

Equalizer 1.
Equalizer 2.
Equalizer 3.
Distortion.
Pitchshifter.
Reverb.
Echo.
Chorus / Flanger / Echo 1.
Chorus / Flanger / Echo 2.
Delay / Reverb 1.
Delay / Reverb 2.
Chorus / Delay.

Technische Daten

Breite18 TE
Tiefe60 mm
Strombedarf200 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-170 Dual Slew Limiter

Der A-170 Dual Slew Limiter glättet Steuerspannungen – sprunghafte Änderungen werden dabei „verschmiert“.

Vor die Frequenzsteuerung eines Oszillators geschaltet, bewirkt diese Funktion das bekannte „Portamento“, das einen Sprung auf der Tastatur in einen Schleifer verwandelt.

Die beiden Teilmodule unterscheiden sich, der obere Slew Limiter erlaubt lediglich eine einfache Einstellung der Anstiegs- / Abfallzeit und ist für die Steuerung von VCOs geeignet, der untere bietet komplexere Optionen, ist aber nicht für eine exakte Steuerung von VCOs geeignet (ein leichter Spannungsabfall durch die spezielle Schaltung führt zu „schiefen“ Tönen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A170-IN

Ausgänge:

CTRL-A170-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A170-SW

Amplitudenmodulation

Doepfer selbst schlägt einen sehr interessanten Patch vor, der einen zweiten VCO zur Amplitudenmodulation des ersten benutzt. Bei Verschiebung der beiden VCO-Frequenzen (nur ein VCO wird über den Slew Limiter gesteuert) erhält man im Grunde einen Waveshaper:

Der Slew Limiter sorgt dafür, dass einer der beiden VCOs verzögert auf Tonhöhenmodulation reagiert. Während dieser Zeit verändert sich das klangliche Ergebnis der Amplitudenmodulation!

Hardsync

Ähnlich aufgebaut, aber klanglich ganz anders: Hardsync zwischen den beiden VCOs, auch hier wird wieder nur ein VCO per Slew Limiter angesteuert:

Auch hier verzögert der Slew Limiter die Reaktion eines der beiden VCOs auf die Tonhöhenmodulation.

Mehrere Slew Limiter, unterschiedlich eingestellt

Einen „bombastischen“ Klang bekommt man, wenn man über mehrere A-170 mit leicht unterschiedlichen Einstellungen mehrere VCOs steuert:

Zwei A-110-1 VCOs werden über zwei verschiedene A-170 Slew Limiter gesteuert – bei unterschiedlichen Einstellungen der Slew Limiter „driftet“ der Klang auseinander, um am Ende wieder einen gemeinsamen Ton zu finden.

AR-Generator

Der A-170 Slew Limiter erzeugt hier eine (periodische, weil durch den LFO gesteuerte) AR-Hüllkurve.

Wenn Sie mal zu wenig Hüllkurvengeneratoren haben, erzeugen Sie mit Hilfe des Gate­signals (z.B. von einer Tastatur, einem Sequencer oder auch von einem LFO) und dem unteren Teilmodul eine einfache, aber brauchbare Attack-Release-Hüllkurve.

Pufferverstärker für ältere Baureihen

Ältere Module vor Mai 2009 sollten auch beim oberen Slew Limiter einen Pufferverstärker (A-180-3, A-180-4, A-185-1 oder A-185-2) zwischen A-170 und VCO schalten. Die neueren Baureihen (Aufdruck „Version 2“ auf der Platine) haben einen integrierten Pufferverstärker.

Klangbeispiele

Amplitudenmodulation wie oben beschrieben, der modulierende VCO bekommt noch einen eigenen VCA spendiert. Beide VCAs werden durch den gleichen A-140 ADSR moduliert. Damit kommt es auch nicht zu Dauertönen, wenn der „CV2“-Regler im A-131 weit geöffnet wird. Die Sequenz wird von einem A-155 gesteuert, die Intensität der Amplitudenmodulation wird manuell geregelt (Start ab ca. 20s), ebenso wie etwas später die Verzögerungszeit des Slew Limiters:

Hardsync, ebenfalls beinahe wie oben beschrieben, ich verwende einen A-111-1 als Hardsync-Slave, wieder steuert ein A-155 mit einem A-140 die Sequenz. Die Verzögerungszeit des A-170 wird wieder manuell erhöht und zurückgefahren:

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-175 Dual Voltage Inverter

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Dieses extrem einfache Modul gehört zur obligatorischen Ausstattung der meisten Modulsysteme.

Die beiden Teilmodule sind identisch aufgebaut und verfügen neben Ein- und Ausgang über keine weiteren Bedienelemente.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A175-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A175-OUT

Invertierter Sägezahn (LFO)

Das Sägezahnsignal aus dem A-143-3 LFO wird mit dem A-175 invertiert, so dass nun auch eine fallende Flanke zur Verfügung steht.

Viele LFOs bieten keinen invertierten Sägezahn an. Während die Polung des Sägezahns bei VCOs nur in Ausnahmefällen relevant – d.h. hörbar – ist, klingen Modulationen durch steigende oder fallende Sägezahnschwingungen praktisch immer deutlich unterschiedlich.

Hier kann leicht mit einem A-175 Abhilfe geschaffen werden.

Invertierte Tastatur

Joe Zawinul hatte manchmal die Tastatur für seinen ARP 2600 umgekehrt gepolt, so dass die tiefen Töne auf der Tastatur oben lagen und die hohen Töne unten. Das lässt sich mit einem A-175 schön nachempfinden.

Die Steuerspannung aus einer Tastatur lässt sich mit einem A-175 invertieren. Zwischen Inverter und VCO ist noch ein Offsetgenerator (A-183-2) erforderlich: Er fügt eine konstante Spannung hinzu, so dass auch »hohe Tasten« nicht negative Spannungen verursachen (mit denen der VCO nicht viel anfangen kann), sondern mindestens 0 Volt.

Alternativen

Nachdem das Modul leider künftig nicht mehr gebaut wird, stellt sich die Frage nach den Alternativen besonders deutlich.

Zunächst kann man natürlich jeden polarisierenden Mixer (A-138c oder A-138m) oder auch den komplex aufgebauten A-138e Crossfader einsetzen. Eine andere Möglichkeit wären die A-133 oder A-133-2 Dual VC Polarizer, die zudem spannungsgesteuert sind (wer auf die Spannungssteuerung verzichten kann, ist stattdessen mit dem 4 TE schmalen A-183-2 Offset/Attenuator/Polarizer gut versorgt).

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-162 Dual Trigger Delay

Das A-162 Dual Trigger Delay kann Triggersignale verzögern und mit einstellbarer Dauer als Gatesignal wieder ausgeben.

Das Modul verfügt über zwei identische Teilmodule mit dieser Funktionalität.

Worin unterscheiden sich nun »Trigger« und »Gate«? Das ist eigentlich nur eine Frage, welche Teile eines Rechtecksignals verwendet werden: Die aufsteigende Flanke beim Trigger oder sowohl aufsteigende, als auch absteigende Flanke (und damit die Dauer des Signals) beim Gate.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-OUT

Regler / Schalter (für jedes Teilmodul):

CTRL-A162-SW

Delay für Hüllkurven (DADSR)

Ein DADSR-Hüllkurvengenerator (ADSR mit Delay) kann mit einem A-162 Trigger Delay und einem A-140 ADSR erzeugt werden.

Manche Hüllkurvengeneratoren haben noch einen »Delay«-Parameter (z.B. die »Envelope 1« beim Korg MS-20), der die Hüllkurve verzögert einschwingen lässt. Das lässt sich mit dem A-162 gut realisieren.

Allerdings geht dabei die ursprüngliche Länge des Gates verloren und muss manuell am Trigger Delay eingestellt werden.

Rhythmische Variationen mit einem Sequencer

Komplexere Rhythmen aus dem Sequencer.

Für ungewöhnliche rhythmische Abläufe kann man einen langsam getakteten A-155 Sequencer mit beiden Trigger Delays verbinden und die produzierten Gatesignale mit einem A-186-1 OR-Combiner verbinden.

Wie immer ist beim Einsatz des A-186-1 zu berücksichtigen, dass einander überlappende Gatesignale als ein einziges Gate ausgegeben werden

Umwandeln von Triggern in Gates

Die sehr kurzen Triggersignale aus dem A-165 Trigger Modifier werden mit dem A-162 Trigger Delay in »brauchbare« Gatesignale umgewandelt.

Manchmal benötigt man aber auch ganz schlicht ein Hilfsmittel, um einen extrem kurzen Trigger (beispielsweise aus dem Ausgang »+/- Out« eines A-165 Trigger Modifiers) zu einem »normalen« Gate umzuwandeln, das auch in der Lage ist, die Attack-Phase eines ADSR-Generators zu halten.

Alternativen

Obwohl er eigentlich ein einfacher (Decay-)Hüllkurvengenerator ist, lassen sich auch mit dem A-142-1 Voltage Controlled Decay Gatesignale aus kurzen Triggerimpulsen erzeugen. Die Möglichkeit des Delays fehlt freilich, dafür kann die Länge des Gates über eine Steuerspannung geregelt werden.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-132-1 Dual Voltage Controlled Amplifier

Das Modul A-132-1 ist ein Auslaufmodell und wird künftig leider nicht mehr hergestellt werden.

Stand: Dezember 2022.

Der A-132-1 Dual VCA wurde früher auf der Webseite von Doepfer als »Lowcost« bezeichnet. Damals wurden noch vergleichsweise einfache CA3080 verwendet, deren Qualität allerdings gar nicht so extrem »Lowcost« war, wie man das vielleicht vermuten würde. Seit Mitte 2013 wird das überarbeitete Modul mit SSM2164/V2164 betrieben, die nochmal deutlich rauschärmer und verzerrungsfreier arbeiten. „Lowcost“ ist also endgültig Geschichte? Ja, klanglich auf jeden Fall, nur der Preis ist noch immer ziemlich günstig…

Das Modul spart allerdings an der Ausstattung: Keine Abschwächer für Eingangssignal oder Steuerspannung, kein Gain-Regler für die Einstellung einer konstanten Verstärkung. Wer damit leben kann, erhält zwei sehr praktische Verstärker auf kleinem 4 TE-Raum.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes der beiden Teilmodule):

CTRL-A132-1-OUT

Ausgänge (für jedes der beiden Teilmodule):

CTRL-A132-1-OUT

Für Steuerspannungen sowieso

Ein A-140 ADSR steuert sowohl die Frequenz des LFOs, als auch dessen Amplitude, d.h. Intensität der Modulation des LFOs auf ein beliebiges Ziel.

Verstärkung / Abschwächung von Steuerspannungen ist eine typische Anwendung für die linear arbeitenden VCAs im A-132-1. Sie können beispielsweise die Intensität der Modulation eines LFOs auf ein Filter mit einem ADSR-Generator steuern, z.B. um ein langsam automatisch abklingendes „Wahwah“ zu realisieren.

Morphing mit Steuerspannungen

Zwei A-132-1 können gut gemeinsam mit einem A-144 Morphing Controller eingesetzt werden, um zwischen vier Signalen überzublenden. Da der A-144 lineare VCAs benötigt, ist der A-132-2 (genauer gesagt zwei davon) dafür perfekt geeignet.

Im Gegensatz zum A-135-1 VC Mixer (der nur Audio mag) können die A-132-1 VCAs auch sehr gut für die Verstärkung (bzw. in Verbindung mit dem A-144 für das »Morphing«) von Steuerspannungen eingesetzt werden.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-133 Dual Voltage Controlled Polarizer

Der A-133 VC Polarizer ist ein Auslaufmodell und wird künftig nicht mehr produziert werden.

Stand: Dezember 2022

Der A-133 Dual Voltage Controlled Polarizer verfügt über zwei identische Sub-Module. Beide Polarisierer können sowohl manuell, als auch über Steuerspannungen kontrolliert werden.

Der maximale Bereich der Verstärkung reicht von etwa -2,5 bis +2,5. Damit kann das Modul auch gut als Aufholverstärker eingesetzt werden (z.B. um Trigger-/Gate­signale anzupassen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A133-IN

Ausgänge:

CTRL-A133-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A133-SW

Automatisierung

Alles, wofür Sie einen manuell regelbaren Polarisierer einsetzen würden, kann mit dem A-133 ebenfalls erledigt werden, nur eben mit der Option, das durch Hüllkurven, LFOs usw. automatisch zu steuern. Ein Effekt-Klang könnte z.B. auf einem VCO aufbauen, dessen Frequenz von einem LFO mit einer Sägezahnschwingung moduliert wird. Wenn hier zwischen LFO und VCO der A-133 eingebaut wird (selbst durch einen langsamen LFO moduliert), dann schwankt die Frequenzmodulation des VCOs zwischen aufsteigendem und absteigendem Sägezahn.

Auch hier gemeinsam mit dem Max / Min

Zusammen mit einem (oder zwei in Reihe geschalteten) A-172 Max / Min lässt sich ein ungewöhnlicher modulierbarer »Waveshaper« bauen:

Zwei Ausgänge (z.B. Sägezahn und Sinus) eines VCOs werden beide durch einen A-133 bearbeitet und dann in den Max / Min eingespeist. Die Polarisierer können z.B. durch LFOs oder einen A-155 Sequencer moduliert werden.

Einsatz als »Ringmodulator«

Ein VCO als Steuerspannungsquelle und ein zweiter VCO als Audioeingang ergeben mit dem A-133 eine sehr flexible Ringmodulation.

Der Polarizer lässt sich in Prinzip sehr ähnlich wie ein Ringmodulator einsetzen, klingt aber etwas anders. Das Modul bietet dabei die Möglichkeit, über den »Man.«-Regler eines der Signale mit einer Offsetspannung zu versehen und das andere Signal mit dem »CV«-Regler abzuschwächen / zu verstärken. Die erzielbare Modulationstiefe / Verstärkung ist dabei mit einem Faktor von ca. +/- 2,5 deutlich größer als beim Ringmodulator.

Über eine Kombination von hohem »Man.« Offsetwert und starker Modulation (Regler »CV«) ist dabei auch ein Clipping des Eingangssignals möglich, was die Klangmöglichkeiten noch einmal erweitert.

»Ringmodulation« mit dem VC Polarizer und Clipping des Eingangssignals.

Wie der Ringmodulator lässt sich der VC Polarizer natürlich auch für die Erzeugung von komplexen Steuerspannungen (z.B. aus zwei LFOs) einsetzen.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)