A-152 Voltage Addressed Track&Hold / Switch

Das Modul A-152 Voltage Addressed Track & Hold / Switch ist das mit Abstand flexibelste hier vorgestellte Schalt-Modul.

Es bietet einen bidirektionalen 8:1 bzw. 1:8 Schalter, der sich sowohl über Steuerspannung adressieren, als auch über Triggersig­nale weiterschalten lässt (bzw. mit einem Reset-Trigger auf die erste Stufe zurückschalten kann).

Zusätzlich steht eine Track & Hold (T&H) Schaltung mit acht Ausgängen zur Verfügung, sowie für jede der 8 »Stufen« ein eigener Gateausgang (»Dig. Out«), der bei aktiver Stufe ein Gatesignal ausgibt.

Das A-152 riecht förmlich nach Komplexität der möglichen Anwendungen und ist nebenbei mit 29 Buchsen ein ordentlicher »Kabelfresser«.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A152-IN1

CTRL-A152-IN2

Ausgänge:

CTRL-A152-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A152-SW

Zufällige Gates

Hier werden 8 zufällige Gatesignale erzeugt, gesteuert durch den »Random Out« des A-118 Noise / Random Moduls.

Als Alternative zur Erzeugung zufälliger Gates mit dem A-149-1 / A-149-2 kann man den A-152 mit einer Zufallsspannung steuern. Es wird dabei im Gegensatz zum A-149-2 aber immer nur ein einzelner Gate­ausgang aktiv werden. Die Schaltung bietet sich an, mehrere Hüllkurven unabhängig voneinander (aber nie gleichzeitig) per Zufall zu starten.

Weiterschalten der Ausgänge eines XP-Filters

Umschalten der acht Audioausgänge des A-106-6 XP Filters. Der Schaltvorgang erfolgt hier beliebig (»wahlfrei«) durch eine angelegte Steuerspannung.

Der Switch kann – ähnlich wie der A-155 Sequencer – zum rhythmisch synchronisierten Weiterschalten der Ausgänge des A-106-6 XP Filters verwendet werden. Im Gegensatz zum A-155 benötigt der A-152 dafür deutlich weniger Platz im Rack und ist zudem auch noch spürbar günstiger.

Interne Standardverbindungen

Die beiden Buchsen »Common Switches In / Out« und »Common T&H Input« lassen sich über Jumper auf den Platinen miteinander verbinden.

  • Variante 1 (Default): Signale an »Common Switches In / Out« werden an »Common T&H Input« weitergeleitet. Die Verbindung kann unterbrochen werden, wenn ein Stecker in die T&H-Eingangsbuchse (Schaltbuchse) gesteckt wird. Das erlaubt die Verwendung von 8 unterschiedlichen Eingangssignalen (über die Buchsen »SW I/O«) für die 8 T&H-Ausgangsbuchsen. Dazu muss der Jumper JP7 auf den Stiften von der Buchse weg gesteckt sein, der Jumper JP8 auf den Stiften entgegen dem unteren Rand der Platine (wie auf der Abbildung).
  • Variante 2: Signale an »Common T&H Input« werden an »Common Switches In / Out« weitergeleitet (sie dient dabei als Eingangsbuchse). Die Verbindung kann unterbrochen werden, wenn ein Stecker in die Switch-Eingangsbuchse (Schaltbuchse) gesteckt wird. Somit steht das T&H-Eingangssignal immer auch am jeweils geschalteten Switch-Ausgang zur Verfügung. Dazu muss der Jumper JP7 auf den Stiften zur Buchse hin gesteckt sein, der Jumper JP8 auf den Stiften am unteren Rand der Platine.

Werden beide Jumper entfernt, bekommt keine der beiden Buchsen mehr das Signal der anderen.

Die Jumper JP7 und JP8 auf den Platinen des Moduls A-152.

Ein sehr musikalischer Clock-Teiler

Der Frequenzteiler ist besonders für Clocksignale nützlich, weil er sein Gatesignal immer »auf die 1« erzeugt (im Gegensatz z.B. zum A-160).

Das Clocksignal steuert den A-152, als Clock-Ausgang wird »Dig Out 1« verwendet. Die Teilung selbst wird dadurch bestimmt, dass einer der anderen »Dig Out« Ausgänge mit »Reset In« verbunden wird.

Polyphone Sequenzen

Das Modul A-152 Voltage Addressed Track & Hold / Switch kann neben seiner bereits vorgestellten Schaltfunktionen auch als komplexes Track & Hold Modul eingesetzt werden. Die Besonderheit besteht darin, dass nicht nur ein einzelner T&H-Ausgang wie beim A-148, sondern gleich 8 davon vorliegen.

Wenn man eine Sequenz aus einem A-155 so einstellt und quantisiert, dass auch bei gleichzeitigem Erklingen der Töne wenig Dissonanzen entstehen, kann man diese Sequenz »in Teilabschnitten« auf mehrere VCOs (hier im Beispiel 4) verteilen. Ein VCO spielt jeweils eine Note der Sequenz (»Track«-Phase), bis auf den nächsten umgeschaltet wird.

Dann spielt dieser weiter und der erste VCO hält den zuletzt gespielten Ton (»Hold«-Phase).

Optional kann man ein längeres Gatesignal für das Weiterschalten des A-152 ableiten, indem man einen geeigneten Frequenzteiler für das Clocksignal des Sequencers wählt. Dann werden z.B. 2-3 Töne vom gleichen VCO gespielt, bevor weitergeschaltet wird. Die Länge von Schaltsignal und »Pause« kann mit einem A-162 Dual Trigger Delay angepasst werden.

Der A-152 Switch verteilt die Steuerspannungen eines Sequencers der Reihe nach auf verschiedene Oszillatoren.

Ein Switch als Eimerkettenspeicher

Das Modul A-152 ist (unter anderem) ein Track & Hold. Der Unterschied zu einem Sample & Hold besteht darin, dass zwar auch eine einzelne Spannung festgehalten wird (»Hold«), dazwischen aber das Ausgangssignal 1:1 durchgelassen wird.

Sehr geräuschhaftes Ergebnis aus der schnellen Weiterschaltung im T&H.

Das A-152 hat 8 einzelne T&H-Ausgänge, die per CV oder Trigger nacheinander aktiviert werden können (und dann jeweils das Eingangssignal ausgeben). Nicht aktive Ausgänge geben konstant die zuletzt festgehaltene Spannung aus. Bei ausreichend hoher Trigger-Geschwindigkeit werden auch diese konstanten Spannungen wieder zu einer interessanten Geräuschquelle, die sich dann in sehr schneller Folge mit dem Eingangssignal abwechselt.

Der LFO (links) für die Weiterschaltung des A-152 ist schneller als der LFO (rechts) für dessen Reset. Dadurch lässt sich das Verhältnis zwischen Eingangssignal und »Hold«-Phase einstellen.

Wir beginnen mit einer sehr hohen Reset-Frequenz aus dem rechten LFO, die manuell langsam reduziert wird. Die Frequenz des VCOs bleibt dabei konstant. Ausgesprochen „musikalisch“ ist dieses Beispiel zugegebenermaßen nicht, aber man benötigt ja auch nicht immer „Schönklang pur“…

Modulation eines selbstoszillierenden Filters

Übergang von einem mit konstanter Spannung modulierten Filter-Sinus zu einer Filter-FM aus dem VCO.

Alternativ kann man auch das Ausgangssignal nutzen, um ein selbstoszillierendes Filter zu modulieren – das ist bei langsamerer Trigger-Geschwindigkeit interessant, da hier auch längere konstante Spannungen des T&H (als Sinus mit konstanter Tonhöhe) im selbstoszillierenden Filter »hörbar« werden.

Hier ist das Filter der Klangerzeuger: Die Frequenzmodulation vom A-110 wird über das A-152 und zwei LFOs gesteuert. Gleichzeitig wird die VCO-Frequenz über den zweiten T&H-Ausgang moduliert.

Im folgenden Klangbeispiel werden die Ausgänge des A-152 nur als Steuerspannungen verwendet. Primär, um das selbstoszillierende A-102 Filter zu modulieren, aber auch um die Frequenz des VCOs zu beeinflussen. Die spezielle Resonanz-Charakteristik des A-102 Filters trägt das ihre zum eigenwilligen Klang bei.

Die Frequenz der beiden LFOs wird manuell verändert.

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-184-2 Voltage Controlled Crossfader / Triangle-to-Sine Waveshaper

Das Modul A-184-2 beherbergt eine zunächst ungewöhnlich wirkende Kombination von Teilmodulen: Einen sehr spezialisierten Waveshaper, der aus einem Dreieck- ein Sinus-Signal formen kann (Sinus-Konverter) und dazu noch einen spannungsgesteuerten Crossfader.

Dabei ist der Crossfader intern mit dem Eingang und dem Ausgang des Sinus-Konverters vorverbunden, so dass man das Dreieck und den Sinus überblenden kann.

Die neuen A-111-2 VCOs von Doepfer haben eine vergleichbare Schaltung bereits an Bord, aber ältere VCOs wie der A-110-1 oder der A-111-1 arbeiten noch mit einer einfacheren und ungenaueren Sinus-Konversion, viele andere (A-110-2, A-111-3, A-111-4) verzichten ganz auf den Sinus und können mit dem kleinen Modul „nachgerüstet“ werden.

Sowohl Sinus-Konverter als auch Crossfader können nicht nur mit Signalen im Audiobereich eingesetzt werden, sondern sind durch ihre Gleichspannungskoppelung auch für LFOs usw. geeignet: Auch hier überwiegt die Zahl der Module, die kein Sinus-Signal zur Verfügung stellen (A-143-3, A-143-4, A-145-4, A-146 oder die LFOs im A-111-5).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A184-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A184-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A184-2-SW

Anpassung erforderlich!

Die beiden Trimmpotis für DC Offset und Sinus-Form.

Ohne weitere Anpassung liefert der Sinus-Konverter bei vielen VCOs eher „abenteuerliche“ Ergebnisse aus dem Dreiecks-Signal, die nur entfernt nach einem sauberen Sinus aussehen und klingen. Das muss freilich kein Nachteil sein und kann auch ganz gezielt zur Klangveränderung eingesetzt werden.

Um das Modul auf einen VCO oder LFO einzustellen, stehen auf der Oberseite der Platine zwei Trimmpotis zur Verfügung. Mit dem linken Trimmpoti kann man einen DC-Offset des Eingangssignals ausgleichen, wenn das Signal durch einen Gleichspannungsanteil asymmetrisch verschoben ist. Mit dem rechten lässt sich die Form der Sinuskonvertierung anpassen: Bei Rechtsanschlag ist das Dreieck fast unverändert, bei Linksanschlag nähert sich der Sinus einem abgerundeten Rechteck-Signal an.

Bei meinem A-143-3 LFO hatte der Konverter eigentlich schon „out of the box“ sehr gute Ergebnisse geliefert:

Dreieck aus dem A-143-3.
Der Sinus-Konverter erzeugt ein recht sauberes Signal, das noch leichte „Anspitzungen“ zeigt.

Auch beim Blick auf die Spektren der beiden Signale sieht man, dass der Sinus nur noch geringe Obertonanteile hat, allerdings noch kein ganz reiner Sinus ist:

Spektrum des Dreiecks aus dem A-143-3.
Spektrum des Sinus-Signals. Noch nicht 100% „sauber“.

Bei einem A-110-1 dagegen gab es bei der unteren Teilschwingung ganz merkwürdige Verzerrungen, die Schwingungsform war auch etwas „breitschultriger“, als ein normaler Sinus. Offensichtlich war das Eingangssignal zu hoch gepegelt und lieferte Verzerrungen, die durch einen Abschwächer und Feineinstellung am Trimmpoti für die Form der Sinus-Konvertierung deutlich verringert werden konnten.

Man kann aber auch den Weg anders herum gehen und gezielt mit zu hohem Eingangspegel und übertriebener Einstellung der Trimmpotis den Klang verändern.

Erster Versuch: Verzerrungen am unteren Rand der Schwingung und noch zu breite Schwingungsform.
Im Analyzer sieht man deutlich die Obertöne aus der Verzerrung.
Die Verzerrung ist mit einem vorgeschalteten Abschwächer reduziert, die Schwingungsform angepasst.
Schon ganz gut, wenn auch nicht 100% optimal.
Erhöhter Eingangspegel, Trimmpoti für DC-Offset verstellt, Trimmpoti für die Sinus-Form in Richtung „Rechteck“ verstellt.
Stark angereichertes Obertonspektrum.

Der Crossfader

Der Crossfader ist vorbelegt mit dem konvertierten Sinus (Eingang „A) und dem ursprünglichen Dreieck (Eingang „B“). Allzu massiv ist der hörbare Unterschied zwischen den beiden Schwingungsformen allerdings nicht gerade (das Dreieck hat aufgrund der ungeraden Obertöne einen leicht hohlen Klangcharakter), aber z.B. im Kontext von Frequenzmodulationen zwischen VCOs dann durchaus signifikant.

Der Sinus-Konverter invertiert übrigens die Schwingung, so dass man evtl. den ursprünglichen Dreiecks-Ausgang des VCOs / LFOs abzweigen und erst nach einem Invertierer in den Crossfader-Eingang „B“ einspeisen sollte, um einen gleichmäßigen Übergang zwischen Dreieck und Sinus zu erhalten. Ansonsten wird es im mittleren Bereich des Crossfaders einen deutlichen Einbruch des Signals aufgrund der Phasenauslöschungen hören (im Prinzip wird der Grundton dabei ausgelöscht und man hört nur noch die unterschiedlichen Obertöne aus Dreieck und Sinus).

Die folgenden Klangbeispiele zeigen eine manuelle Überblendung von einem Dreieck aus dem A-110-1 mit dem erzeugten Sinus. Ich starte jeweils mit Rechtsanschlag des Crossfader-Reglers, also mit dem ursprünglichen Eingangssignal.

Aufgrund von Phasenauslöschungen durch den invertierten Sinus ist ein Lautstärkeeinbruch beim Überblenden zu hören.
Wird stattdessen ein invertiertes Dreieck-Signal dem Crossfader zugeführt, hört man einen weichen Übergang vom Dreieck zum Sinus.

Der Sinus-Konverter als Waveshaper

Sägezahnsignal nach der Bearbeitung durch den Sinus-Konverter. Aus dem fallenden Sägezahn des A-110-1 wird ein stark abgerundeter steigender Sägezahn.

Da die für den eher „experimentellen“ Einsatz nützlichen Parameter leider nur als Trimmpotis ausgelegt sind, ist die Nutzung des Moduls als Waveshaper eingeschränkt. Man muss halt jedes Mal das Modul aus dem Rahmen schrauben und mit einem kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher die Potis bedienen.

Wir haben oben bereits die Klangbearbeitung eines Dreiecks gesehen, aber auch mit einem Sägezahn als Eingangssignal lassen sich hörbare Veränderungen im Obertonspektrum generieren. Rechteck-Signale verändern sich nicht durch den A-184-2.

Für die Klangbeispiele wurden ein Dreieck bzw. ein Sägezahn aus einem A-110-1 verwendet. DC-Offset und Shape-Trimmpotis sind deutlich „verstellt“. Wir hören zunächst jeweils das Original-Signal, das dann manuell zum bearbeiteten Signal aus dem A-184-2 übergeblendet wird. Der Effekt ist allerdings eher subtil als „massiv“.

Dreieck-Signal.
Sägezahn-Signal.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-187-1 Voltage Controlled DSP Effects

Das DSP-Modul bietet einfache Digital-Effekte wie Delay, Chorus, Hall, Equalizer und Pitch Shifter an. Im Gegensatz zum A-112 liegen hier jedoch Wandler mit 20 Bit Auflösung vor. Die Samplingfrequenz beträgt 32 kHz, damit ist ein Frequenzgang bis ca. 16 kHz erreichbar.

Zentrales Element des Moduls ist ein zweizeiliges Display, das in der oberen Zeile den ausgewählten Effekt anzeigt, darunter vier manuell und per Steuerspannung veränderbare Parameter (z.B. Verzögerungszeit, Ausgangslautstärke usw.), sowie als Säulengrafik die aktuellen Ausprägungen dieser Parameter. Für jeden der vier Parameter gibt es einen Regler zur manuellen Einstellung, einen Abschwächer für eine Steuerspannung und einen Steuerspannungs­eingang.

Das Modul ist nicht mehr lieferbar.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A187-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A187-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A187-1-SW

Standardeinsatz

Das Modul lässt sich gut am Ende der Signalkette einsetzen, um z.B. eine Synthesizerstimme zu »würzen«. Die folgenden Effekte stehen dafür zur Verfügung:

Name:Parameter 1:Parameter 2:Parameter 3:Parameter 4:
Equalizer 1Amplitude für das Frequenzband um 31 Hz (-24 dB bis +12 dB für alle Equalizer)Amplitude für das Frequenzband um 62 HzAmplitude für das Frequenzband um 125 HzAmplitude für das Frequenzband um 250 Hz
Equalizer 2Amplitude für das Frequenzband um 250 HzAmplitude für das Frequenzband um 500 HzAmplitude für das Frequenzband um 1 kHzAmplitude für das Frequenzband um 2 kHz
Equalizer 3Amplitude für das Frequenzband um 2 kHzAmplitude für das Frequenzband um 4 kHzAmplitude für das Frequenzband um 8 kHzAmplitude für das Frequenzband um 12 kHz
DistortionInput LevelResonance des FiltersVCF EckfrequenzDepth – Intensität der Verzerrung
Pitch ShifterShift – Umfang der Verschiebung (+/-12 Halbtöne)Resonance des FiltersVCF EckfrequenzBalance zwischen Original und Effektsignal
ReverbPredelay – Verzögerung vor dem Hall (ca. 0-50ms)Reverb Time – Nachhallzeit (ca. 40 – 500 ms)High Damp – Ausmaß der Dämpfung höherer FrequenzenVolume des Effekt-Signals
EchoTime – Verzögerungszeit (ca. 1 – 165 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungHigh Damp – Ausmaß der Dämpfung höherer FrequenzenVolume des Effekt-Signals
Chorus / Flanger / Echo 1Delay – Verzögerungszeit (ca. 1 – 41 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungRate – Geschwindigkeit der Modulation der Verzögerungszeit (ca. 0,025 Hz – 12,5 Hz)Depth – Intensität der Modulation der Verzögerungszeit
Chorus / Flanger / Echo 2Delay – Verzögerungszeit (ca. 1– 41 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungRate – Geschwindigkeit der Modulation der Verzögerungszeit (ca. 0,025 Hz – 12,5 Hz)Volume des Effekt-Signals
Delay & Reverb 1Delay – Verzögerungszeit des Delays (ca. 1 – 165 ms)Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysTime – Nachhallzeit des Reverbs (ca. 40 – 500 ms)Volume des Effekt-Signals
Delay & Reverb 2Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysVolume des Effekt-Signals (Delay)Time – Nachhallzeit des Reverbs (ca. 40 – 500 ms)Volume des Effekt-Signals (Reverb)
Chorus & DelayFeedback – Ausmaß der Rückkopplung des ChorusVolume des Effekt-Signals (Chorus)Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysVolume des Effekt-Signals (Delay)

Interne Audiowege

Bei den Equalizern 1-3, Distortion und Pitch Shifter bleiben sowohl Eingangssignal als auch Effektsignal jeweils separat auf Kanal 1 oder 2 (d.h. hier haben wir im Grunde 2 x Mono mit gemeinsamer Steuerung).

Bei Reverb, Echo, Chorus / Flanger / Echo1+2, Delay & Reverb 1+2, sowie Chorus & Delay bleibt zwar das Eingangssignal jeweils an den Ausgängen auf seinem ursprünglichen Kanal (1 oder 2). Der Effektanteil wird dagegen bei diesen Effekten immer auf beide Ausgänge verteilt, teils ist das über »Volume«-Regler einstellbar.

Für Echo und Hall fast zu schade

Die LFOs eines A-143-3 modulieren das A-187-1 DSP Modul (z.B. Equalizer), in das weißes Rauschen geleitet wird.

Der Einsatz als simples Echo- oder Hallgerät wäre fast zu schade – immerhin lassen sich ja mehrere Parameter über Steuerspannungen beeinflussen. Die Equalizer können z.B. sehr gut eingesetzt werden, um Rauschen dynamisch zu formen – der Einsatz mit einem langsam eingestellten A-143-3 Quad LFO bietet sich hier an:

Klangbeispiele

Wir verwenden hier ein Stereo Setup, das bewusst von der Idee „leiten wir einfach eine Synthesizerstimme in das Modul“ abweicht, um die Möglichkeiten des A-187-1 zu zeigen, mit zwei unabhängigen Audioquellen zu arbeiten. Je 3 A-110 VCOs für den linken und den rechten Kanal (Sägezahn-Ausgänge, je einer der 3 VCOs ist 1 Oktave nach unten transponiert) werden von zwei A-155/A156 Sequencern gesteuert, die im Takt synchronisiert sind. Die beiden VCO-Mischungen gehen zunächst in je einen A-132-3 VCAs, die beide von je einem A-140 ADSR gesteuert werden. Die Ausgangssignale der beiden VCAs werden in Audio In 1 und Audio In 2 des A-187-1 gespeist.

Die vier Parameter des Moduls werden durch vier unabhängige Dreiecks-LFOs aus einem A-143-3 moduliert. Die beiden Audioausgänge sind schließlich wieder mit zwei A-132-3 VCAs verbunden, die von weiteren 2 A-140 ADSRs gesteuert werden, hier allerdings mit etwas längerer Ausklingzeit, um z.B. Delays und Reverb deutlicher zu hören. Alle ADSR-Generatoren werden durch die beiden A-155 Sequencer getriggert. Ein Filter kommt hier bewusst nicht zum Einsatz.

Equalizer 1.
Equalizer 2.
Equalizer 3.
Distortion.
Pitchshifter.
Reverb.
Echo.
Chorus / Flanger / Echo 1.
Chorus / Flanger / Echo 2.
Delay / Reverb 1.
Delay / Reverb 2.
Chorus / Delay.

Technische Daten

Breite18 TE
Tiefe60 mm
Strombedarf200 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-103 18dB Low Pass Filter

Das 18dB Filter ist nach dem Vorbild eines recht bekannten und beliebten kleinen Bass-Synthesizers entstanden: Im Prinzip wird auch hier eine Transistorkaskade wie beim 24 dB Moog-Filter eingesetzt, aber nur mit drei Polen, und somit mit einer etwas geringeren Flankensteilheit. Das Design entstammte möglicherweise einem kostenseitigen Rotstift Anfang der achtziger Jahre – heute sind die kleinen Silberkisten längst Kult und auf dem Gebrauchtmarkt sehr teuer.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A103-IN

Ausgänge:

CTRL-A103-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A103-SW

Standardfilter? Acid?

Auch ein A-103 kann problemlos als Standardfilter eingesetzt werden, der Klangcharakter ist allerdings anders als z.B. beim A-102 oder A-120 (schon aufgrund der 18dB Flanken­steilheit beim A-103).

Ob das Modul ein »amtlicher« Ersatz für die Silberkiste ist, soll hier nicht Thema sein. Eine klangliche Verwandtschaft ist schon da, aber Unterschiede in Details sind wie immer Geschmacksfrage. Im Vergleich zu anderen Filtern ist die Eigenresonanz etwas verhalten und auch die mögliche Übersteuerung ist etwas zurückhaltender als z.B. bei den aktuellen A-120 Filtern.

Klangbeispiele

Unser übliches Setup: Die Sägezahn-Ausgänge von drei A-110 VCOs werden gemischt, ein VCO ist eine Oktave nach unten transponiert. Ein A-142 VC Decay steuert das Filter und einen A-132-3 VCA. Tonhöhe und Trigger stammen von einem einfachen Arpeggiator.

Während jeder Audioaufnahme wird die Filtereckfrequenz manuell von 0 auf 10 und wieder zurück gedreht, der CV2-Regler für die Steuerung durch die A-142-Hüllkurve steht auf etwa 2 (was bereits dazu führt, dass das Filter nicht mehr vollständig schließt).

Eingangslevel: 5, Resonance: 0.
Eingangslevel: 5, Resonance: 5.
Eingangslevel: 5, Resonance: 10.
Eingangslevel: 10, Resonance: 0.
Eingangslevel: 10, Resonance: 5.
Eingangslevel: 10, Resonance: 10.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe55 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-123-2 6/12/18/24 dB Highpass

Nachdem der Curtis-Chip CEM3320 nicht mehr lieferbar war, musste Doepfer die Produktion des A-123 24 dB Highpass Filters einstellen. Sehr schade, denn es gab auf dem Markt schlichtweg keine anderen 24 dB Hochpassfilter!

Mittlerweile ist allerdings mit dem AS3320 ein Nachbau verfügbar, so dass es nun wieder ein 24 dB, nein Verzeihung, ein 24 dB oder 18 dB oder 12 dB oder 6 dB Hochpassfilter bei Doepfer gibt. Abgesehen von den zusätzlichen Einzelausgängen für die verschiedenen Flankensteilheiten wurden die Möglichkeiten und Bedienelemente des A-123 1:1 in das neue Modul übernommen. Der Regler „CV2“ für den Steuerspannungseingang wurde außerdem jetzt bipolar ausgelegt, so dass man z.B. eine Hüllkurve gleich am Filter invertieren kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A123-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A123-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A123-2-SW-1

Einsatz

Es erscheint zunächst etwas paradox: Ein Hochpassfilter (mit Resonanz!) kann man natürlich zum „Ausdünnen“ eines Signals verwenden, aber gleichzeitig auch, um ein Signal gezielt über die Eigenschwingung des Filters „anzudicken“ – wenn sich die Eckfrequenz des Filters in einem dafür geeigneten Frequenzbereich befindet.

Dazu wird eine relativ hohe Resonanz eingestellt, die Eckfrequenz sollte nicht allzu hoch sein und auch die Modulation der Eckfrequenz sollte eher moderat bleiben.

Klangbeispiele

Vergleich mit dem Vorgänger

Nachdem der A-123-2 der Nachfolger des (selten zu bekommenen) A-123 ist, stellt sich die Frage, ob sich die beiden Module signifikant unterscheiden. Vorweg: Die Unterschiede scheinen mir eher marginal zu sein und stammen wahrscheinlich von unterschiedlicher Feinabstimmung der Module.

Als Eingangsmaterial verwende ich wieder 3 A-110 VCOs mit ihren Sägezahnschwingungen, eine davon ist 1 Oktave nach unten transponiert. Die Mischung geht gleichermaßen in das A-123 und das A-123-2 Filter. Die Selbstresonanz beider Filter wurde zuvor auf die gleiche Tonhöhe gestimmt. Beide Filter, sowie die nachgeschalteten A-132-3 VCAs werden vom gleichen A-140 ADSR moduliert.

Wir hören jeweils das A-123 Filter auf der linken Seite, das A-123-2 Filter auf der rechten Seite. Ich starte mit einem Eingangslevel von 5 (der noch nicht verzerren sollte) und einer Resonanz (bzw „Q“ beim A-123-2) von 0. Während ein einfaches Arpeggio spielt, fahre ich manuell die Filtereckfrequenz von unten nach oben und zurück – für beide Filter spannungsgesteuert, damit die Eckfrequenzen in etwa parallel verlaufen.

Im zweiten Durchgang ist das Eingangslevel wieder 5, die Resonanz aber auf 5 erhöht. Wieder der manuelle Filtersweep von unten nach oben und zurück.

Im dritten Durchgang ist das Eingangslevel noch immer bei 5, die resonanz ist aber auf 10 erhöht – gleicher Filtersweep wie zuvor.

Vierter Durchgang: Eingangslevel ist jetzt 10, Resonanz wieder auf 0 reduziert, gleicher Filtersweep wie zuvor.

Fünfter Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 5, Filtersweep.

Sechster Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 10, Filtersweep.

Zum Abschluss führe ich nochmal den Filtersweep mit Resonanz 10, aber ohne Eingangssignal (Level = 0) durch, um die pure Eigenresonanz zu demonstrieren.

Links: A-123, rechts: A-123-2. Zum Vergleich wird der 24 dB – Ausgang des A-123-2 verwendet.

Verschiedene Flankensteilheiten

Ein Hochpassfilter mit verschiedenen Flankensteilheiten (24 dB, 18 dB, 12 dB und 6 dB) bekommt man nicht alle Tage. Wie deutlich unterscheiden sich die denn tatsächlich?

Wieder werden die Sägezahnschwingungen unserer drei A-110 VCOs verwendet, ein VCO ist wieder 1 Oktave nach unten transponiert. Es wird jeweils nur ein einzelner Ton ausgelöst, mit einer langsamen ADSR-Hüllkurve, die die Filtereckfrequenz von unten nach oben und wieder zurück moduliert (und ebenso den A-132-3 VCA). Ein A-152 hilft mir beim manuellen Umschalten zwischen den vier Filterausgängen. In jedem Durchlauf hören wir zunächst den 24 dB, dann den 18 dB, den 12 dB und schließlich den 6 dB – Ausgang.

Eingangslevel 5, Q = 0.
Eingangslevel 5, Q = 5.
Eingangslevel 5, Q = 10.
Eingangslevel 10, Q = 0.
Eingangslevel 10, Q = 5.
Eingangslevel 10, Q = 10.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-123 24dB High Pass

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Von allen Modulen, die aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr produziert werden (meist war es die mangelnde Verfügbarkeit bestimmter Curtis-Chips, wie hier der CEM3320), war das A-123-Filter wahrscheinlich am schwierigsten zu ersetzen. Es gab schlichtweg keine anderen 24dB-Hochpassfilter, weder bei Doepfer noch bei anderen Herstellern.

Mittlerweile hat Doepfer mit dem A-123-2 allerdings einen Nachfolger auf den Markt gebracht, der auf einem Nachbau des CEM3320 basiert und im Funktionsumfang gegenüber dem ursprünglichen Modul deutlich erweitert wurde.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A123-IN

Ausgänge:

CTRL-A123-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A123-SW

Einsatz

Es erscheint zunächst etwas paradox: Ein Hochpassfilter (mit Resonanz!) kann man natürlich zum „Ausdünnen“ eines Signals verwenden, aber gleichzeitig auch, um ein Signal gezielt über die Eigenschwingung des Filters „anzudicken“ – wenn sich die Eckfrequenz des Filters in einem dafür geeigneten Frequenzbereich befindet.

Dazu wird eine relativ hohe Resonanz eingestellt, die Eckfrequenz sollte nicht allzu hoch sein und auch die Modulation der Eckfrequenz sollte eher moderat bleiben.

Klangbeispiele

Nachdem es mit dem A-123-2 einen gut ausgestatteten Nachfolger gibt, stellt sich die Frage, ob sich die beiden Module signifikant unterscheiden. Vorweg: Die Unterschiede scheinen mir eher marginal zu sein und stammen wahrscheinlich von unterschiedlicher Feinabstimmung der Module.

Als Eingangsmaterial verwende ich wieder 3 A-110 VCOs mit ihren Sägezahnschwingungen, eine davon ist 1 Oktave nach unten transponiert. Die Mischung geht gleichermaßen in das A-123 und das A-123-2 Filter. Die Selbstresonanz beider Filter wurde zuvor auf die gleiche Tonhöhe gestimmt. Beide Filter, sowie die nachgeschalteten A-132-3 VCAs werden vom gleichen A-140 ADSR moduliert.

Wir hören jeweils das A-123 Filter auf der linken Seite, das A-123-2 Filter auf der rechten Seite. Ich starte mit einem Eingangslevel von 5 (der noch nicht verzerren sollte) und einer Resonanz (bzw „Q“ beim A-123-2) von 0. Während ein einfaches Arpeggio spielt, fahre ich manuell die Filtereckfrequenz von unten nach oben und zurück – für beide Filter spannungsgesteuert, damit die Eckfrequenzen in etwa parallel verlaufen.

Im zweiten Durchgang ist das Eingangslevel wieder 5, die Resonanz aber auf 5 erhöht. Wieder der manuelle Filtersweep von unten nach oben und zurück.

Im dritten Durchgang ist das Eingangslevel noch immer bei 5, die resonanz ist aber auf 10 erhöht – gleicher Filtersweep wie zuvor.

Vierter Durchgang: Eingangslevel ist jetzt 10, Resonanz wieder auf 0 reduziert, gleicher Filtersweep wie zuvor.

Fünfter Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 5, Filtersweep.

Sechster Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 10, Filtersweep.

Zum Abschluss führe ich nochmal den Filtersweep mit Resonanz 10, aber ohne Eingangssignal (Level = 0) durch, um die pure Eigenresonanz zu demonstrieren.

Links: A-123, rechts: A-123-2. Zum Vergleich wird der 24 dB – Ausgang des A-123-2 verwendet.

Alternativen

Die naheliegendste Alternative ist der Nachfolger A-123-2, der zusätzliche Ausgänge für 18, 12 und 6 dB bietet.

Ansonsten wird man sich normalerweise mit einem 12dB-Hochpassfilter gut behelfen können, zumal es hier etwa mit dem A-121-2 auch Modelle mit der Möglichkeit der Selbstoszillation gibt, die das A-123 natürlich ebenso beherrscht hat. Um den klanglichen Unterschied zwischen 24dB und 12dB Hochpass zu verringern, kann man natürlich auch zwei A-121-2 in Reihe schalten, hat dann allerdings viel Material „im Rennen“ und muss die Eckfrequenzen und andere Parameter der beiden Filter sehr fein angleichen, ganz zu schweigen von Multiples für die parallele Ansteuerung per Steuerspannung.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-163 Voltage Controlled Frequency Divider

Der A-163 ist ein Auslaufmodell und wird künftig nicht mehr hergestellt werden.

Stand: März 2021

Einen Frequenzteiler spannungsgesteuert zu konstruieren, scheint zunächst keine besonders naheliegende Idee. Aber es lassen sich damit sowohl beim Einsatz als Audiofrequenzteiler, als auch bei der Teilung von Clocksignalen sehr lohnende Effekte erzielen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A163-IN

Ausgänge:

CTRL-A163-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A163-SW

Noch ein Suboszillator

Der A-163 VC Frequency Divider kann natürlich auch ganz banal als einfacher Suboszillator eingesetzt werden:

Der Sägezahnausgang des A-110 VCOs wird mit dem Frequenzteilerausgang des A-163 gemischt und in einem A-102 Filter weiter bearbeitet.

Modulation des Teilerfaktors

Interessanter wird es, wenn das Modul seine Stärken ausspielen kann und der Teilerfaktor durch einen ADSR-Generator oder LFO moduliert wird. Dadurch kann sehr lebendig in das Klangspektrum eingegriffen werden.

Ein A-140 Hüllkurvengenerator moduliert sowohl die Eckfrequenz, als auch den Teilerfaktor des A-163 Suboszillators, der dann (je nach Polarität der Modulationsspannung) zu den nächst höheren / niedrigen »Subharmonischen« weiterschaltet.

Klangbeispiele

Das Setup ist wie oben beschrieben: Das Rechtecksignal eines (relativ hoch gestimmten) A-110 VCOs wird in den A-163 geleitet, dessen Ausgangssignal und das Sägezanhsignal des VCOs werden gemischt und in ein A-102 Filter geleitet. Ein ADSR moduliert das Filter, die Frequenzteilung und einen nachgeschalteten A-132-3 VCA.

Der „Manual“ Regler des Frequenzteilers steht etwa auf 2,5, ich starte mit CV etwa 5 (d.h. keine Modulation in der Mittelstellung), dann erhöhe ich den Einfluss des ADRSs auf den A-163, reduziere wieder und gehe in den negativen Bereich unter 5. Dann folgt noch etwas Anpassung des ADSRs (längere Attack-Zeit) und weitere Veränderungen der CV-Intensität beim Frequenzteiler. Alles zusammen wird von einem einfachen Arpeggio (Arturia KeyStep) gesteuert.

Manche Ergebnisse aus dem modulierten Frequenzteiler erinnern doch stark an Spielekonsolen aus den Achziger Jahren…

Anpassung an Clock- oder Audiosignale

Gesetzter Jumper auf der Platine des A-163 VC Frequency Dividers.

Das Modul ist werkseitig auf die Frequenzteilung von Audiomaterial ausgelegt. Wie immer bei frequenzteilern ist auch hier der Einsatz für Clocksignale in interessantes Einsatzgebiet. Damit der A-163 auch sehr langsam getaktete Eingangssignale verarbeiten kann, muss auf der Platine eine Steckbrücke („Jumper“) aufgesteckt werden.

Alternativen

Der A-115 Audio Divider ist ein vergleichbares Modul, das jedoch nicht spannungsgesteuert arbeitet und lediglich bestimmmte, feste Teiler anbietet. Der A-113 Trautonium Subharmonic Generator ist vergleichbar flexibel – wenn auch nicht spannungsgesteuert, aber doch programmierbar und mit vier parallel arbeitenden Frequenzteilern ausgestattet.

Eher für Clocksignale ausgelegt sind die beiden Clock-Divider A-160-1 und A-160-2 (beide sind jedoch ebenfalls nicht über Steuerspannungen kontrollierbar).

Einen 1:1 Ersatz für den spannnungsgesteuerten A-163 gibt es leider noch nicht, daher ist es schade, dass das Modul künftig nicht mehr hergestellt werden wird.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-160-1 Clock/Trigger Divider

Der A-160-1 Clock Divider kann aus einem regelmäßigen Triggersignal (einem „Clocksignal“) langsamere Varianten (z.B. halb so schnell, 1/4 so schnell usw.) erzeugen. Oft wird der A-160-1 auch mit dem A-161 Clock Sequencer ergänzt, der ihn als notwendiges Basismodul benötigt.

Aber der A-160-1 ist natürlich ebenso als Audiofrequenzteiler einsetzbar und bietet Suboszillatorsignale bis 6 Oktaven unter dem Eingangssignal. Im Gegensatz z.B. zum A-115 Audio Divider muss man beim A-160-1 die Suboktaven aber noch mit einem Mixer in der Lautstärke aufeinander abstimmen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A160-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A160-1-OUT

Teilung von Clocksignalen

Das ist eigentlich der „Standard“ für den A-160-1: Wir verwenden ein gleichmäßig getaktetes Rechtecksignal, das dann auf die Hälfte der Geschwindigkeit, ein Viertel usw. geteilt werden kann. Damit lässt sich dann z.B. ein zweiter A-155 takten, der z.B. nur jeden vierten Schritt weiter schalten soll.

Die Teilung des eingehenden Clocksignals erfolgt immer beim letzten Trigger.

Und genau da ist ein kleines Problem verborgen, das auf der speziellen Art der Frequenzteilung beruht. Nehmen wir als Beispiel die 1/4-Teilung. der A-160-1 „zählt“ die Trigger am Eingang und sobald der vierte Trigger registriert wird, sendet er selbst einen Trigger. Danach geht es wieder bei „1“ weiter.

Das funktioniert absolut exakt, ist aber leider nicht das, was wir „musikalisch“ gewohnt sind. Da müsste der geteilte Trigger nämlich immer „auf der 1“ liegen, und nicht z.B. auf dem letzten Viertel eines Taktes. Interessante Musik lässt sich trotzdem damit machen, sie wird nur etwas anders ausfallen, als wir das vielleicht erwarten würden.

Suboszillator

Neben seinem »eigentlichen« Einsatz als Clock-Teiler für Sequencer-Patches kann der A-160-1 sehr gut als Audio-Suboszillator eingesetzt werden. Aufgrund seiner schmalen Bauweise von nur 4 TE ist das besonders bei kleineren (oder schon recht vollen) Systemen interessant.

Durch den Reset-Eingang lassen sich mit Hilfe eines zweiten Oszillators ungewöhnliche Sync-ähnliche Klänge erzeugen.

Ein zweiter VCO (etwa 3,5 Oktaven tiefer gestimmt) setzt den Frequenzteiler zurück.
Patch-Beispiel zum Oszilloskop-Bild links: Zwei A-110 VCOs steuern den A-160 Clock-Divider im Audiobereich.

Klangbeispiele

Das Klangbeispiel entspricht dem eben beschriebenen Patch: Das Rechtecksignal eines A-110 VCOs wird als Eingangssignal verwendet, das Rechtecksignal eines zweiten – 2 Oktaven tiefer transponierten A-110 als Reset-Trigger. Aus dem A-160 wird der „/4“-Ausgang (2. Suboktave) verwendet. Wir starten mit einem deutlich nach unten verstimmten Reset-VCO (Tune =0), ich erhöhe den Tune Regler langsam bis 10 und dann deutlich schneller wieder zurück zu 0.

Man hört deutlich, wie sich die Interferenzen zwischen den beiden Oszillatoren im Klang auswirken, bis hin zu einem Punkt bei etwa 0:57“, wo der Frequenzteiler Schwierigkeiten hat, überhaupt eine geteilte Frequenz auszugeben.

Alternativen

Als Frequenzteiler kommen neben dem sehr handlichen A-160-1 im Audiobereich natürlich noch der A-115 mit seinen parallel erzeugten vier Suboktaven, der spannungsgesteuerte A-163 sowie der programmierbare A-113 Trautonium Subharmonic Generator in Frage.

Eher auf Clocksignale spezialisiert ist dagegen der A-160-2 Clock/Trigger Divider II, der neben einer Fülle an Ausgangs- und Teileroptionen auch das oben beschriebene Problem der Clock-Teilung anders löst: Hier wird tatsächlich immer „auf der 1“ geteilt.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-116 VC Waveform Processor

Mit »Processor« ist hier kein Prozessor im Computer gemeint, sondern einfach eine (analoge) Schaltung, die Schwingungsformen verändern kann.

Hier wird das Eingangssignal durch zwei parallele Schaltkreise bearbeitet, deren Ergebnisse anschließend zusammengenmischt werden: Ein Clipper, der das Eingangssignal oberhalb einer Schwelle hart abschneidet und ein Polarisierer / Abschwächer, der das Signal sowohl abschwächen, als auch invertieren kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A116-IN

Ausgänge:

CTRL-A116-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A116-SW-1

Wie arbeitet das Clipping?

Zu Beginn meines „Lebens mit dem A-116“ war ich davon ausgegangen, dass das Clipping im A-116 wie bei einem Verstärker arbeitet. Also einfach die Spitzen abschneidet, die – im positiven wie im negativen Bereich – einen bestimmten Schwellert überschreiten. Etwa so:

Das Clipping beeinflusst sowohl positive wie negative „Spitzen“.
Und führt damit zu einer symmetrischen Veränderung der Schwingungsform, die sich immer mehr in Richtung „Rechteck“ verändert.

Aber das Clipping arbeitet hier nicht symmetrisch, sondern schneidet nur den Teil der Schwingung ab, der tatsächlich „größer“ als der Schwellwert ist:

Das Clipping schneidet nur oberhalb des Schwellwertes ab.
Und führt damit zu asymmetrischen Schwinungsformen.
Bis hin zum Extremfall, dass sich der Schwellwert unter der Null-Linie befindet.

Diese Form des Clippings sorgt übrigens dafür, dass die anfängliche Verstärkung des Eingangssignals nicht unbedingt zu einer stärkeren Verzerrung führt. Sobald sich der Clipping-Level unterhalb der Nulllinie befindet, wird gerade bei geringer Verstärkung ein größerer Anteil der Schwingungsform abgeschnitten als bei großer Verstärkung.

Das Eingangssignal wird weniger sark verstärkt als im Beispiel oben.
Das führt dazu, dass das Clipping deutlich mehr abschneidet als zuvor.

Einfacher Verzerrer

Ein Dreieck aus einem A-111-1 wird verzerrt.

Der A-116 ist recht einfach gebaut: Das eben beschriebene Clipping wird mit einem Polarizer, der hier als „Symmetry“ bezeichnet wird.

Dazu wird parallel zum Clipping das Originalsignal mit einem Polarizer im Bereich von -1 bis +1 verstärkt (bzw. eigentlich abgeschwächt). Beide so vorbearbeiteten Signale werden schließlich zusammengemischt, bei Bedarf alles auch spannungsgesteuert. Das macht ihn gut einsetzbar, wenn man »auf die Schnelle« ein Signal verzerren möchte. Aufgrund der speziellen Clipping-Charakteristik sind die Ergebnisse allerdings oft etwas schwer vorhersagbar, das Modul lässt sich damit einfacher durch »intuitives Schrauben« als durch genaue vorherige Planung bedienen.

Clipping für Modulationssignale

Ein LFO moduliert das Clipping eines zweiten LFOs und erzeugt so eine dynamisch sich ändernde Spannungsquelle (z.B. für die Modulation einer Eckfrequenz).

Waveshaper eignen sich auch gut, um die Komplexität von Modulationssignalen zu erhöhen.

Klangbeispiele und wie das Clipping „tatsächlich“ funktioniert

Trotz aller Theorie fand ich den A-116 immer reichlich unvorhersehbar, die Ergebnisse klangen meistens anders – und sahen auf dem Oszilloskop anders aus – als ich mir das so gedacht hatte.

Also mal ganz stur und „unmusikalisch“ an die Sache rangehen. Ein A-111-1 liefert eine Dreiecksschwingung, die direkt in den A-116 geht. Bei mittlerem Level noch ganz unverzerrt, ab einem bestimmten Pegel werden symmetrisch die Spitzen „abgeschnitten“.

Eine Dreiecksschwingung aus einem A-111-1, noch unverzerrt.
Die gleiche Schwingung wird bei erhöhtem „Lev.“-Regler symmetrisch abgeschnitten.

„Sym“ ist auf mittlerem Level, d.h. das Originalsignal wird hier noch nicht – positiv oder negativ – erneut dazugemischt und das Clipping-Level ist noch auf Maximum.

Die ursprüngliche Dreiecksschwingung, unverzerrt.
Langsame Erhöhung des „Lev.“-Reglers führt zu symmetrischer Verzerrung.

Wir gehen wieder zurück zu einem unverzerrten Eingangssignal und setzen den Regler „Clipping Lev.“ ein. Dieser beschneidet das Signal asymmetrisch, d.h. nur eine Seite der Schwingungsforn verändert sich. Da das Modul ein invertiertes Signal ausgibt, sehen wir den Effekt auf dem Oszilloskop an der unteren Seite der Schwingung. Hörbar ist diese Invertierung freilich nicht.

Das Clipping ist asymmetrisch.
Bei weiterem Absenken des Levels wird das Ergebnis zunehmend „merkwürdiger“…
… bis wir schließlich bei einer fast reinen Sinusschwingung ankommen.
Zunehmendes (asymmetrisches) Clipping unserer Dreiecksschwingung.

Nun mischen wir unserem Clipping-Signal noch die ursprüngliche Schwingungsform – normal oder invertiert – hinzu. Bei entspprechendem Gesamtpegel kommmt es dabei zusätzlich wieder zu symmetrischem Clipping.

Asymmetrisch abgeschnittenes Signal mit leichtem Anteil des ursprünglichen Signals (nicht invertiert).
Asymmetrisch abgeschnittenes Signal mit leichtem Anteil des ursprünglichen Signals (invertiert).
Asymmetrisch abgeschnittenes Signal mit deutlichem Anteil des ursprünglichen Signals (invertiert).
Dem Clipping-Signal wird das ursprüngliche Signal (positiv und später invertiert) hinzugefügt.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-137-2 Wave Multiplier II

Noch so einer! Äußerlich sehr ähnlich dem A-137-1, arbeitet dieser Wave Multiplier allerdings nach einem ganz anderen Grundprinzip.

Dazu müssen wir ein wenig vorgreifen und uns Komparatoren etwas näher ansehen. Ein Komparator vergleicht zwei Spannungen, im einfachsten Fall eine variable Spannung mit einer voreingestellten Schwelle. Wird diese Schwelle unterschritten, dann erzeugt der Komparator eine konstante Spannung, wird sie überschritten, fällt die Spannung auf null zurück.

Das Interessante dabei: Wenn man diese Komparatorspannungen in geeignetem Verhältnis dem ursprünglichen Signal zumischt, dann erhält man so etwas wie eine phasenverschobene Kopie des ursprünglichen Signals. Der Wave Multiplier II hat nun vier solcher Komparatoren eingebaut, deren Schwellwerte alle manuell und über Steuerspannung kontrollierbar sind.

Das Ergebnis klingt bereits bei einem einzelnen Dreieck sehr »fett«, als ob mehr als ein Oszillator beteiligt wäre (»Supersaw« lässt schön grüßen).

Ein Dreieck mit einer »Shift-Unit«.
Das gleiche Signal mit allen 4 »Shift Units«.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A137-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A137-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A137-2-SW

Wir schweben

Modulation aller 4 Shift Units des A-137-2 Wave Multipliers durch einen A-143-9 Quadrature LFO.

Der Wave Multiplier II kann schöne schwebende Sounds mit einem einzigen VCO erzeugen. Dazu moduliert man die vier »Shift Units« z.B. mit einem langsam eingestellten A-143-9 VC Quadrature LFO. Die Modulation erfolgt damit gleich schnell für alle Shift Units, aber jeweils phasenverschoben.

Schnelle Modulation

Neben dem »Verbreitern« von einzelnen Dreieck- oder Sinussignalen lassen sich auch sehr interessante Ergebnisse mit schnellen Modulationsfrequenzen (bis in den Audiobereich) erzielen. Der Klang wird dabei zunehmend geräuschhaft und verzerrt – bis hin zu metallischen Klängen, die einem Ringmodulator ähneln.

Klangbeispiele

Der Dreiecks-Ausgang eines A-111-1 VCOs wird mit dem Eingang des A-137-2 verbunden. Der Wave Multiplier wird von 4 LFOs aus einem A-143-3 Quad LFOs moduliert (jeweils Dreiecks-Ausgänge der LFOs).

Das Beispiel beginnt mit leichter Modulation durch einen einzelnen langsamen LFO, dann werden die weiteren LFOs dazugeregelt. Im Folgenden werden die Modulationstiefen (CV-Regler am A-137-2) und die Geschwindigkeiten der LFOs erhöht. Schließlich schalte ich die Geschwindigkeit aller LFOs auf „high“ um, mit maximaler Modulationstiefe beim A-137-2.

Technische Daten

Breite14 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)