A-161 Clock/Trigger Sequencer

Der A-161 Clock Sequencer ist ein nettes kleines Modul, das rudimentäre (Trigger-) Sequencer-Funktionalität zur Verfügung stellt.

Für seinen Betrieb muss es über ein Flachbandkabel zwischen den beiden Platinen mit einem A-160 Clock Divider verbunden werden. Ohne A-160 direkt neben dem A-161 ist das Modul nicht funktionsfähig.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A161-OUT

Steuern verschiedener Hüllkurven

Steuerung von Drums mit einem A-161 Clock Sequencer und einem A-142-4 Quad Decay.

Das Modul erzeugt Gatesignale im Takt des Signals am »Trig. In«-Eingang des benachbarten A-160. Wird der A-160 über »Res. In« zurückgesetzt, springt auch der A-161 auf den ersten Ausgang zurück. Der A-161 steuert über seine Ausgänge z.B. verschiedene Hüllkurven für perkussive Muster an.

Alternativen: A-152, A-149-2

Ähnliche Funktionalität bietet der A-152 Addressed T&H / Switch, allerdings mit dem zusätzlichen Luxus, dass die 8 Gate-Ausgänge nicht nur der Reihe nach, sondern über Spannungssteuerung ganz beliebig aktiviert werden können. Dazu kommt dann noch die Switch-, sowie die T&H-Funktionalität…

Die »ganz zufällige« Variante des Prinzips »8 Gate-Ausgänge« ist dann das Modul A-149-2 (nur in Verbindung mit einem A-149-1).

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-154 Sequencer Controller

Der A-154 Sequencer Controller kann einen oder zwei A-155 Sequencer steuern und erweitert deren Funktionsumfang beträchtlich.

Die Verbindung zwischen A-154 und A-155 erfolgt über Flachbandkabel direkt an den Platinen. Hier werden die Clocksignale des A-154, sowie alle Steuerungsfunktionen übertragen.

Eine synchronisierbare Clock, sowie die Unterstützung eines »16 Step«-Betriebs sind auch mit anderen Modulen realisierbar, nicht aber verschiedene Laufrichtungen des Sequencers (bis hin zu Zufallsbetrieb) mit Steuerung des ersten und letzten Schrittes der Sequenz. Das Modul ersetzt dabei die Steuerlogik der angeschlossenen A-155 Sequencer (inkl. Tipptaster für »Start«, »Stop« etc.) und erlaubt dabei für nahezu alle Parameter externe Spannungssteuerung!

Betriebsarten

Der A-154 Sequencer Controller erweitert den A-155 Sequencer, der seine Tonfolgen im Grunde nur „vorwärts“ abspielen kann, um einige interessante Betriebsarten.

ForwardWie beim A-155 ohne Controller – die Sequenz wird vorwärts gespielt.
BackwardDie Sequenz wird rückwärts gespielt.
PendulumDie Sequenz wird abwechselnd vorwärts und rückwärts gespielt. Dabei wird zu Beginn der Rückwärtsbewegung der letzte Schritt der Sequenz wiederholt.
RandomDie eingestellten Tonhöhen (oder generell Steuerspannungen) des Sequencers werden in zufälliger Reihenfolge abgespielt.
CV ControlledEine Steuerspannung am Eingang „First CV“ wählt den abzuspielenden Schritt aus. (Hinweis: „Last CV“ wird in dieser Betriebsart ignoriert.)
One Shot / ForwardDie Sequenz wird genau einmal vorwärts abgespielt und hält dann an.
One Shot / BackwardDie Sequenz wird genau einmal rückwärts abgespielt und hält dann an.
One Shot / PendulumDie Sequenz wird genau einmal vorwärts, danach einmal rückwärts abgespielt und hält dann an.
One Shot / RandomEine zufällige Anzahl von Schritten wird in zufälliger Reihenfolge abgespielt, dann hält der Sequencer an.
One Shot / CV ControlledKein Unterschied zu CV Controlled ohne „One Shot“ – die Sequenz wird in Endlosschleife abgespielt.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A154-IN1

CTRL-A154-IN2

Ausgänge:

CTRL-A154-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A154-SW1

CTRL-A154-SW2

Steuerung des Controllers durch den Sequencer oder durch LFOs

Die vielfältigen Steuereingänge laden dazu ein, eine der Sequencerspuren für die Steuerung des Controllers einzusetzen. Dabei bleiben alle Modulationen immer synchron zu den einzelnen Schritten der Sequenz. Interessant sind:

Frequenz des Clock-Generators: Damit kann die Länge jedes Schrittes eingestellt werden. Das erfordert dann etwas Fingerspitzengefühl, um »im Takt« zu bleiben.

Pulsbreite der Trigger wird durch den Sequencer gesteuert, also das Verhältnis von Notenlänge und Pause bis zum nächsten Schritt. Damit können z.B. Akzente gesetzt werden, während die Abfolge aller Schritte stets »im Takt« bleibt.

Sehr langsam eingestellte LFOs können höchst lebendige Sequenzen durch Modulation des ersten und letzten Schrittes erzeugen. Damit ändert sich immer wieder Anfang, Ende (und Länge) der Sequenz.

In diesem Patch werden erster und letzter Schritt der Sequenz durch zwei LFOs gesteuert, Geschwindigkeit und Pulsbreite des A-154 Sequencer Controllers steuert der A-155 Sequencer selbst.

Grafischer Oszillator

Falls der A-155 als grafischer Oszillator eingesetzt werden soll, ist der »Rnd«-Modus eine interessante Möglichkeit, Rauschen zu erzeugen. Für tonalen Einsatz sollte der A-154 aber eher abgekoppelt werden, da die Steuereinheit nur bis 1 kHz arbeitet, die interne Steuereinheit des A-155 aber höhere Frequenzen zulässt (hier kann dann ggf. ein A-111-1 als Clock-Generator eingesetzt werden).

»16 Step« mit zwei Sequencern

Der »16 Step«-Betrieb ist sowohl mit zwei angeschlossenen A-155, als auch mit einem einzigen A-155 möglich.

Zwei A-155 Sequencer werden im »16-Step-Modus« durch einen A-154 Sequencer Controller gesteuert. Über den A-150 Switch wird zwischen den Trigger- und Steuerspannungsspuren der beiden Sequencer umgeschaltet.

Technische Daten

Breite22 TE
Tiefe80 mm
Strombedarf60 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-155 Analog/Trigger Sequencer

Der A-155 Analog / Trigger Sequencer ist ein gut ausgestatteter Sequencer mit 2 x 8 Schritten, drei Trigger- und einer Gate-Spur, sowie zwei Spuren für Steuerspannungen.

Die Trigger 1 und 2 sind immer alternativ, ebenso Trigger 3 und das Gatesignal. Für die beiden Steuerspannungen lassen sich separate Einstellungen für »Glide« (Portamento) vornehmen.

Daneben ist das Modul über die „External CV/Audio Inputs“ auch als luxuriöser 8:1 Switch einsetzbar – sowohl für Steuerspannungen, als auch für Audiosignale.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A155-IN1

CTRL-A155-IN2

Ausgänge:

CTRL-A155-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A155-SW1

CTRL-A155-SW2

CTRL-A155-SW3

Umschalten zwischen den beiden Spuren (16 Schritte)

Wenn die 8 Schritte mal zu wenig werden, kann man – auch ohne A-154 – zwischen den beiden Steuerspannungs-Spuren umschalten. Dazu wird das Clocksignal aufgesplittet und in einen A-160 Frequenzteiler geleitet. Hier verwenden wir die »/8«-Teilung, um mit Hilfe eines A-150 Switches umzuschalten.

Achtung: da der Frequenzteiler »hochzählt«, d.h. beim 8. Schritt ein Gatesignal ausgibt, beim 16. dieses wieder ausschaltet usw. erhalten wir zunächst ein asynchrones Verhalten zum Sequencer, der ja eigentlich zum 9. Schritt, zum 17. usw. umgeschaltet werden sollte. Abhilfe kann hier ein manueller Reset des A-160 Frequenzteilers schaffen (der Reset sollte zum Schritt 2 des A-155 erfolgen).

Oszillator, Filter und Hüllkurven vom Sequencer gesteuert

Die obere Steuerspannungs-Spur eignet sich sehr gut für die Steuerung der Tonhöhe von VCOs, da bequem zwischen 1, 2 und 4 Oktaven Tonumfang umgeschaltet werden kann. Dazu kann man z.B. die Eckfrequenz mit der unteren Steuerspannungs-Spur modulieren.

»Trig 1« könnte einen A-140 steuern, für spezielle Akzente wird mit »Trig 2« ein zweiter A-140 (mit anderen Einstellungen) ausgelöst, der ebenfalls VCA und VCF steuert. Damit lassen sich Akzente erzeugen, die weit über bloßes „lauter werden“ von anderen Sequzencern hinausgehen. Um diese Akzente zu setzen, wird beim jeweiligen Schritt an Stelle von „Trig 1“ einfach „Trig 2“ mit dem Kippschalter dieses Schrittes ausgewählt.

Zwei A-140 werden durch den A-155 gesteuert. Der erste ist für »normale« Töne, der zweite ADSR-Generator kann mit einer anders eingestellten Hüllkurve für besondere Akzente eingesetzt werden.

Sinnvolle Ergänzungen

Obwohl der A-155 bereits in der Grundversion über eine große Palette an Möglichkeiten verfügt, lassen sich in Kombination mit dem A-154 Sequencer Controller weitaus komplexere Abläufe realisieren. Mit seiner Hilfe kann man beispielsweise zwei A-155 zu einem 4-spurigen Sequencer oder (mit einem zusätzlichen A-150 Switch) zu einem 16-stufigen Sequencer kombinieren.

Ein für tonale Sequencen weiteres sinnvolles Zusatzmodul ist der A-156 Dual Quantizer, der die Ausgangsspannungen des Sequencers auf Halbtonschritte oder auch Dur-/Molltonleitern begrenzen kann.

Technische Daten

Breite50 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf80 mA (+12V) / -20 mA (-12V)