A-146 Low Frequency Oscillator 2

Der A-146 Low Frequency Oscillator LFO 2 ist aufgrund seiner flexibel einstellbaren Schwingungsformen außergewöhnlich.

Man kann dabei stufenlos zwischen Sägezahn, Dreieck und invertiertem Sägezahn überblenden bzw. erhält ein Pulssignal mit einstellbarer Pulsbreite. Einen vergleichbaren LFO kennt man eigentlich nur aus dem legendären Korg MS-20 Synthesizer.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A146-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A146-SW

Erzeugung von Gates

Ein Clocksignal für einen A-155 Sequencer.

Neben sehr flexibler Modulation kann der A-146 auch zur Erzeugung von Gatesignalen eingesetzt werden, der untere Rechteck-Ausgang liefert eine Spannung zwischen 0 und 5 V (der obere lediglich zwischen -2,5 V und 2,5 V, was für viele Module nicht als Triggersignal ausreicht).

Variable Seitenbänder bei FM oder AM

Die veränderbare Schwingungsform wirkt sich auch beim Einsatz als Modulationsquelle im Audiobereich aus: Unterschiedliche Pulsbreiten bzw. Sägezahn und Dreieck bewirken auch unterschiedliche Seitenbänder bei Frequenz- oder Amplitudenmodulation.

»Swing« im Sequencer

Die Pulsbreite des Signals aus dem A-145 bestimmt, wie sehr der A-155 Sequencer »swingt«.

Mit Hilfe eines A-165 Dual Trigger Modifiers können Sie einen A-155 Sequencer »swingen« lassen. Verwenden Sie ein Pulssignal aus dem A-146, das im A-165 über den »+/-«-Ausgang in zwei Triggersignale umgewandelt wird: Eines bei steigender und eines bei fallender Flanke.

Diese Triggersignale kann man mit dem »Waveform«-Regler »triolisch« einstellen und damit den Sequencer steuern.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-106-1 Xtreme Filter

Das A-106-1 Xtreme Filter ist eine richtige Spaß-Kiste! Das technische Design ist inspiriert von den Filtern des Korg MS-20, geht aber sehr weit über diese hinaus: Sehr differenziert regelbares Clipping (Verzerrung) der Filterresonanz, getrennte Eingänge für Tiefpass- und Hochpass-Modus (vergleichbar mit dem A-101-1 Vactrol Filter), sowie einen auftrennbaren Feedbackweg (ähnlich wie beim A-108 48dB Filter).

Klanglich ist das Modul ziemlich speziell, die Resonanz verzerrt stark, die Filter (ein 12 dB Tiefpass und ein 6 dB Hochpass) schließen nicht ganz und tun auch sonst nicht unbedingt das, was man von einem »gut gebauten« Filter erwarten würde. Aber das möchte ja auch niemand bei einem Filter, das an den MS-20 angelehnt ist.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A106-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A106-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A106-1-SW1

CTRL-A106-1-SW2

Gemeinsame Eckfrequenz für HP und LP

Das Filter ist sicher kein »Brot und Butter«-Filter für Standardsounds. Aber wenn es etwas abgedreht oder trashig klingen soll, dann glänzt das Xtreme Filter. Der Hochpass- und der Tiefpass-Modus sind nicht zwei separate Filter, sondern teilen sich sowohl Eckfrequenz als auch Resonanz. Dennoch lässt gerade die Kombination interessante Klänge zu, z.B. kann über den bipolaren »HP Lev.«-Regler manuell zwischen Notch- und Bandpass-Filter überblendet werden. Man darf dabei aber nicht »herkömmliche« Notch- oder Bandpässe erwarten, die Durchlässigkeit / Übersprechen zwischen HP und LP ist groß. Wenn diese Überblendung nicht manuell, sondern spannungsgesteuert ablaufen soll, wird vor einen der beiden Eingänge ein VC Polarizer (A-133) geschaltet und beide Eingangs­abschwächer auf etwa gleich große positive Werte eingestellt:

Mit einem Polarizer lässt sich eine automatische Überblendung zwischen Notch (beide Eingänge mit positiver Polarisierung), Lowpass (»HP«-Eingang gleich Null) und Bandpass (»HP« Eingang mit negativer Polarisierung) realisieren. Als Ausgangsmaterial dient ein A-110 Signal, das mit einem A-180 Multiple aufgesplittet wird.

Clipping

Ein Sägezahn von einem A-110 VCO wird im A-106-1 (Eingang „LP In“) bearbeitet: Eckfrequenz ist maximal, der Clippingregler „Cl+“ für den oberen Teil der Schwingungsform ist auf „0“ gestellt (maximales Clipping), „Cl -“ ist auf „10“ (kein Clipping).

Das Clipping des Eingangssignals kann getrennt für den oberen und den unteren Anteil der Schwingungsform (jeweils im Gegenuhrzeigersinn) geregelt werden. Unter Clipping versteht man ein relativ hartes Abschneiden / Glätten der Schwingungsformen am positiven (Cl+) oder negativen (Cl-) Teil der Schwingungsform. Bei Extreneinstellungen nähert sich damit fast jedes Eingangssignal einer Rechteckschwingung an.

Damit können asymmetrische Schwingungsformen wie etwa beim A-116 erzeugt werden. Die beiden Clipping-Regler sind leider etwas kontraintuitiv ausgelegt: Bei Reglerposition „0“ erfolgt das maximale Clipping, bei „10“ gar kein Clipping.

Selbstoszillation und Clipping

Normalerweise erzeugen Filter bei der Selbstoszillation vergleichsweise reine Sinusschwingungen. Normalerweise. Unser A-106-1 geht auch hier ganz eigene Wege.

Die folgenden Oszilloskop-Bilder zeigen die entstehenden Schwingungsformen bei Selbstoszillation des Filters mit verschiedenen Einstellungen der beiden Clipping-Regler:

CL+ =0, CL- =0 (kein Clipping).
CL+ =10, CL- = 10.
CL+ =10, CL- =0.
Bei höheren Frequenzen ändert sich die Schwingungsform der Selbstresonanz noch einmal deutlich (wieder CL+ =10, CL- =10).

Offener Resonanzweg

Ein A-188-1 BBD Feedbackweg im des Xtreme Filters.

Eine Besonderheit (ähnlich wie beim A-108) ist der offene Resonanzweg: Hier lässt sich über einen VCA eine spannungsgesteuerte Resonanz realisieren oder auch einfach ein weiteres Modul einschleifen.

MS-20 Reloaded?

»Nachbau« der Filtersektion des MS-20 mit zwei in Serie geschalteten A-106-1. Das linke Filter wird im Hochpass-Modus genutzt, das rechte im Tiefpass-Modus. Um nicht manuell den Nullpunkt des Reglers »HP Level« am rechten A-106-1 suchen zu müssen, wird ein Blindstecker verwendet (Stecker ohne Kabel oder Patchkabel, das nicht an eine zweite Buchse angeschlossen ist).

Die Filtersektion des MS-20 lässt sich mit zwei A-106-1 Modulen nachbauen – das Ergebnis wird naturgemäß etwas anders als das Original klingen (der im Übrigen während seiner Produktionszeit mit zwei recht unterschiedlich gebauten und klingenden Filtersektionen hergestellt wurde).

Damit hat man freilich noch lange keinen MS-20, die Oszillatoren waren recht speziell, eine der Hüllkurven hatte ein Delay, der LFO eine variable Schwingungsform, die zwischen aufsteigendem Sägezahn, Dreieck, absteigendem Sägezahn und beliebigen Zwischenstufen verändert werden konnte usw.

Klangbeispiele

Wir beginnen wieder einmal mit 3 A-110 VCOs, verwenden bei allen die Sägezahn-Ausgänge, ein VCO ist 1 Oktave nach unten transponiert. Die Mischung der 3 VCOs geht in den ersten A-106-1 (im Hochpass-Modus) und danach in den zweiten A-106-1 (im Tiefpass-Modus). Tonhöhen der VCOs und Trigger für die ADSRs werden von einem A-155 Sequencer gesteuert. Verschiedene Clipping-Level der Filter werden manuell geregelelt.

Während der ersten 2 Minuten ist nur ein einzelner A-106-1 im Einsatz, danach schalten wir auf 2 Filter um – zuerst Hochpass, dann Tiefpass:

Technische Daten

Breite14 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)