A-111-4 Quad Precision VCO

Die Familie der A-111 – Oszillatoren umfasst mittlerweile stattliche 6 Varianten, die alle den Curtis-Chip CEM3340 (oder Nachbau) mit seinem Dreiecks-Kern nutzen und ein sehr genaues Tracking über 10 Oktaven und mehr erlauben.

Der A-111-4 ist – Nomen est Omen – vierfach ausgelegt und verfügt zudem über eine gemeinsame „Master“-Sektion, die alle 4 Oszillatoren gleichzeitig beeinflusst. Damit ist das Modul prädestiniert für den Einsatz in einem polyphon ausgelegten Modularsystem, aber keineswegs darauf beschränkt.

Bedienelemente

Eingänge:

Systembus: Der für polyphone Zwecke geeignete A-111-4 hat Zugang zum A-100-Systembus und dessen monophoner VCO-Steuerspannung, wie sie z.B. von den meisten Midi-CV-Interfaces an den Bus abgegeben wird. Warum? Es spricht nichts dagegen, den A-111-4 auch als sehr potenten Mehrfach-VCO im monophonen Einsatz zu verwenden. Außerdem bietet z.B. ein auf dem gleichen Bus installierter A-185-2 Precision Adder / Bus Access zusätzliche Möglichkeiten, alle 4 Oszillatoren auch im polyphonen Einsatz gleichzeitig zu transponieren.

Die Steuerspannung aus dem Systembus wird in der Master-Sektion des Moduls verwendet und wirkt dort (zusammen mit den Steuerspannungen aus den „1V“- und „XM“-Eingängen, sowie dem Master-Oktavschalter) auf alle Oszillatoren gemeinsam.

CTRL-A111-4-IN

Ausgänge:

CTRL-A111-4-OUT-3

Regler / Schalter:

CTRL-A111-4-SW-1

Überblick

Jeder der vier Oszillatoren hat einen „1V“-Eingang, um ihn tonal zu spielen. Wird die Schaltbuchse nicht benutzt, dann greift die Default-Verkabelung, die man auf der Platine vornehmen kann. Daneben gibt es noch einen „Mod“-Eingang mit Abschwächer, der wahlweise für herkömmliche exponentielle Frequenzmodulation, linearen Frequenzmodulation oder für die Pulsbreitenmodulation der Rechteckschwingung nutzen kann.

Jeder der vier Oszillatoren kann Dreieck, Rechteck (bzw. modulierten Puls) und Sägezahn ausgeben, zudem existiert für jeden VCO ein Sync-Eingang (wahlweise Softsync oder Hardsync). Es gibt pro VCO einen Tune-Regler und einen dreistufigen Oktavschalter.

Für alle vier VCOs gemeinsam gibt es einen gemeinsamen Tune-Regler und einen gemeinsamen dreistufigen Oktavschalter. Dazu gibt es einen gemeinsamen „1V“-Eingang, einen gemeinsamen Modulationseingang für exponentielle FM und (optional) einen gemeinsamen Zugriff auf die 1V/Oktave-Steuerspannung im A-100-Bus.

Für paraphone/monophone Anwendungen gibt es für Dreieck, Rechteck (bzw. modulierten Puls) und Sägezahn Audio-Summenausgänge, sowie einen CV-Summenausgang für die gemeinsamen Steuerspannungen (auf den die individuellen CV-Eingänge pro VCO keinen Einfluss haben).

Schwingungsformen

Hier gibt es keine Überraschungen. Die Schwingungsformen sind – wie bei allen A-111-Modulen auf CEM3340-Basis sehr exakt und ohne signifikante Verzerrungen.

Einstellmöglichkeiten über die Platine

Seit einigen Jahren bietet Doepfer vielfältige „customizing“-Optionen auf den Platinen der Module an. In der Regel sind das eher selten zu ändernde Einstellungen, für die man dann das Modul kurz ausbauen und die Position von Steckbrücken („Jumper“) ändern muss. Beim A-111-4 haben wir es – bedingt durch die Komplexität des Moduls – mit ganzen 14 Jumpern und vier Pins zur Vorbelegung der „1V“-Eingänge zu tun.

Jumper und CV-Eingangs-Pins auf den Platinen des A-111-4.

Verbindung mit den CV-Ausgängen des A-190-5

Über Jumper-Wires (sog. „Arduino-“ oder „Raspberry Pi – Kabel“) kann der A-111-4 direkt mit den Steuerspannungs-Ausgängen „CV Note“ des polyphonen A-190-5 Interfaces verbunden werden.

Die Pins für die CV-Eingänge liegen auf der unteren Platine B. Die Kabel steuern die Tonhöhen für VCOs 4 bis 1 von links (lila Kabel) nach rechts (schwarzes Kabel).

Synchronisation

JP7, JP9, JP11, JP13 – alle in Position „HSYN“.

Die vier Oszillatoren beherrschen sowohl die herkömmliche Soft-Synchronisation, als auch das spezielle „Curtis-Hardsync“. Über die Jumper JP7, JP9, JP11 und JP13 auf Platine A kann man pro Oszillator einstellen, ob dieser mit Softsync (Jumper in der oberen Position) oder mit Hardsync (Jumper in der unteren Position) synchronisiert werden kann.

Die Jumper befinden sich unmittelbar links von den Jumpern JP8-JP14 für das Modulationsziel (vgl. folgender Abschnitt).

Rechts neben den Jumper-Paaren sieht man übrigens die vier CEM3340-ICs, darunter Platine B mit weiteren Jumpern und den Pins für die Verbindung mit dem A-190-5 Interface.

Modulation: Lineare FM oder Pulsbreitenmodulation

JP8, JP10, JP12, JP14 – alle in Position „PMOD“.

In der unteren Position der 4 Schalter „Modulation Destination“ wird die Steuerspannung aus den „Mod.“-Eingängen entweder für lineare Frequenzmodulation oder für Pulsbreitenmodulation verwendet. Mit den Jumpern JP8, JP10, JP12 und JP14 auf Platine A kann man pro Oszillator festlegen, ob PWM (Jumper in der oberen Position) oder lineare FM (Jumper in der unteren Position) das Ziel ist.

Die Jumper befinden sich unmittelbar rechts von den Jumpern JP7-JP13 für die Synchronisation.

Zugriff auf die Steuerspannung im A-100-Bus

Mit der Bus-CV können – zusätzlich zu allen anderen Modulationsquellen – die vier Oszillatoren gemeinsam transponiert werden. Wenn man den A-111-4 nicht polyphon einsetzen will, kann man auch ein herkömmliches Midi-CV-Interface wie das A-190-3 verwenden und die Bus-Verbindung des Interfaces zum Spielen der Oszillatoren nutzen. Bei gesetztem Jumper JP15 erfolgt Bus-Zugriff, ohne Jumper wird die Bus-CV ignoriert.

JP15 für den Zugriff auf die Bus-CV.

Doepfer weist darauf hin, dass diese Option nur dann gesetzt werden sollte, wenn auch tatsächlich eine Spannungsquelle auf dem Bus (z.B. ein A-185-2) anliegt. Ein „unbenutzter“ CV-Bus kann ansonsten als Antenne wirken und unerwünschte Störspannungen an die mit ihm verbundenen VCOs abgeben.

Regelbereich der „Tune“-Regler

JP16-20 – untere Position.

Für jeden der 5 „Tune“-Regler kann mit den Jumpern JP16, JP17, JP18, JP19 (Oszillatoren 1-4 einzeln) und JP20 (Mastersektion) der Regelbereich eingestellt werden:

Jumper-Position:Regelbereich:
obenca. 5 Oktaven
untenca. 1 Oktave
ohne Jumperca. 2 Halbtöne

Softsync und Hardsync

Über die oben beschriebenen Jumper lässt sich für jeden VCO einzeln festlegen, ob dieser sich per „Softsync“ oder „Hardsync“ mit einem Rechtecksignal an den „SNC“-Eingängen synchronisiert.

Das genaue Verhalten von Softsync und Hardsync ist durchaus komplex und hängt auch vom Verhältnis der Frequenzen zwischen Sync-Master und -Slave ab, zum Teil gibt es auch Unterschiede, ob die steigende oder die fallende Flanke des Sync-Signals zu einem Reset des synchronisierten VCOs führt.

Das wird in einem „Special“ nochmal im Detail über alle VCOs im Vergleich beleuchtet werden. Der Hardsync bei den Curtis-basierten A-111-x VCOs reagiert jedenfalls etwas anders als der Hardsync bei den A-110-X VCOs.

Zum Vergleich zwischen Softsync und Hardsync beim A-111-4 gibt es ein kleines Audio-Beispiel weiter unten.

Alternativen

Mit seinen vier VCOs und der Möglichkeit, die Steuerspannungen der VCOs über Jumper-Kabel direkt auf der Platine – und damit ohne Patchkabel – von einem polyphonen A-190-5 Midi-CV-Interface zu beziehen, ist der A-111-4 schon relativ konkurrenzlos.

Der „andere“ Vierfach-VCO: A-143-4

Tatsächlich ist der A-143-4 ursprünglich als reiner vierfach-LFO und nicht als VCO konzipiert worden. Man hat ihm allerdings eine Tempco-Einheit (das ist eine kleine „Heizung“) zur Stabilisierung der Stimmung auch bei wechselnden Umgebungstemperaturen sowie Umschalter zwischen LFO und VCO-Modus spendiert, so dass er notfalls auch als vierfach-VCO eingesetzt werden kann.

Allerdings mit deutlichen Einschränkungen: Im Gegensatz zu den vier deutlich separaierten CEM3340-ICs für die VCOs im A-111-4 sind beim A-143-4 alle VCOs auf engstem Raum untergebracht und können sich bei sehr ähnlichen Frequenzen gegenseitig synchronisieren („oscillator lock“). Die Sync-Optionen haben im VCO-Betrieb ebenfalls Seiteneffekte und die 1V/Oktave-Steuerung ist deutlich weniger präzise. Und last but not least: Der A-143-4 hat keine Sägezahn-Ausgänge und keine Pulsbreitenmodulation.

Als Klangquelle nutze ich den A-143-4 gerne für Drones, da lassen sich die Oszillatoren schön in gegenseitige Abhängigkeit bringen, auch mal einzeln in den LFO-Modus umschalten und sogar der sonst wenig geliebte „oscillator lock“ hat bei Drones seinen Reiz.

Im polyphonen Kontext ist der A-143-4 eine tolle Modulationsquelle für die Pulsbreitenmodulation der A-111-4 Oszillatoren, wenn man die Geschwindigkeit der VCLFOs durch die „CV Note“-Ausgänge vom A-190-5 steuert: Höhere Töne klingen (für mich) besser mit schnellerer, tiefe Töne mit langsamer PWM.

Ist der A-111-4 ein Ersatz für mehrere A-111-2 VCOs?

Der „normale“ A-111-2 ist mit seinen 14TE schon ein ziemliches Trumm. Wenn man mit nur 4TE mehr beim A-111-4 gleich „vier davon“ bekommt, die im Vergleich weniger als die Hälfte von vier einzelnen A-111-2 kosten, kommt man schon ins Grübeln. Wo wurde also beim A-111-4 gespart?

  • Oktavumschalter: Der A-111-2 kann mit einem kleinen Dreh-Schalter über 6 Otaven transponiert werden, die Oszillatoren im A-111-4 mit einem Kippschalter einzeln nur über 3 Oktaven. Erst zusammen mit dem gemeinsamen Oktavwahlschalter in der „Master“-Sektion des A-111-4 sind 5 Oktaven möglich, wenn auch nicht unabhängig für alle 4 Oszillatoren.
  • Modulation: Der A-111-2 erlaubt gleichzeitig lineare und exponentielle Frequenzmodulation sowie Pulsbreitenmodulation, mit je einem Modulations-Eingang und Abschwächer. Beim A-111-4 haben wir nur einen einzigen Modulations-Eingang und CV-Abschwächer pro Oszillator. Damit kann nur alternativ exponentielle FM, lineare FM oder PWM genutzt werden. Zudem ist leider der Umschalter für die Art der Modulation nur zweistufig ausgelegt, so dass man per Jumper auf der Platine wählen muss, ob man mit der unteren Schalterposition lineare FM oder Pulsbreitenmodulation nutzen möchte.
  • Sync: Der A-111-2 hat dedizierte Eingänge für Softsync und die CEM3340-spezifische Hardsync. Beim A-111-4 stehen ebenfalls beide Synchronisationsarten zur Verfügung, man muss aber wieder per Jumper auf der Platine wählen, welche Option man nutzen möchte.
  • Schwingungsformen: Der A-111-2 hat einen sehr präzisen Sinus-Konverter und kann somit zusätzlich zu Sägezahn, Rechteck/Puls und Dreieck auch Sinus ausgeben, der A-111-4 ist beschränkt auf Sägezahn, Rechteck und Dreieck. Puls ist nur in Verbindung mit der eingeschalteten Pulsbreitenmodulation möglich (exponentielle oder lineare FM sind dann deaktiviert).

Etwas kompensiert werden diese Einschränklungen durch die Master-Sektion des A-111-4, über die man alle vier Oszillatoren zusätzlich +/- 1 Oktave transponieren und gemeinsam exponentiell modulieren kann. Außerdem lassen sich die oben genannten Jumper-Einstellungen für jeden der vier Oszillatoren separat festlegen.

Doch lieber vier A-111-3?

Wenn es ausschließlich um den Platzbedarf geht, sind evtl. vier A-111-3 mit jeweils 4TE eine attraktive Option: Der A-111-3 hat separate CV-Eingänge für exponentielle und lineare Frequenzmodulation, sowie für Pulsbreitenmodulation. Für die exponentielle FM gibt es einen Abschwächer beim A-111-3, für lineare FM und PWM nicht.

Die anderen Einschränkungen gegenüber dem großen A-111-2 gelten allerdings auch für den A-111-3:

  • Kein Oktavumschalter beim A-111-3, hier „punktet“ der A-111-4 mit 3 Oktaven (bzw. 5 Oktaven, wenn man den Schalter in der Master-Sektion mit dazu nimmt).
  • Die Sync-Variante ist ebenfalls nur über Jumper umschaltbar.
  • Auch der A-111-3 hat keinen Sinus-Ausgang an Bord. Hier muss man gegebenenfallls einen A-184-2 Sinuskonverter nutzen.
  • Im Rahmen eines polyphonen Setups hat der A-111-4 den großen Vorteil, dass die CV-Eingänge für die Tonhöhe der Oszillatoren über Pins und Jumper-Kabel auf der Platine vorbelegt werden können. Das bieten weder A-111-2 noch A-111-3.

Klangbeispiele

Mono-Synth mit Hardsync

Obwohl der Oszillator für Polyphonie prädestiniert ist, kann man ihn sehr schön auch monophon (oder „unisono“) einsetzen. Das A-190-5 ist daher auf „unisono“ eingestellt, gibt also alle eingehenden Midi-Noten gleichzeitig auf allen 4 Stimmen aus.

Beim A-111-4 nutze ich nur die Dreieck-Schwingungen aus dem ersten und dritten Oszillator als Klangquelle, die VCOs 2 und 4 sind nicht hörbar, sondern steuern mit ihren Rechteckschwingungen die Sync-Eingänge von VCO 1 und 3, beide sind auf Hardsync gestellt.

Zusätzlich werden VCO 1 und 3 durch die Hüllkurven vom A-141-4 exponentiell in der Frequenz moduliert und sind auf unterschiedliche Tonhöhen bzw. Oktaven eingestellt. Der Audioweg geht von den VCOs in den A-105-4 und dann in den A-132-8, beide werden ebenfalls von den A-141-4 – Hüllkurven gesteuert. Die beiden Ausgangssignale sind schließlich noch im Stereobild verteilt.

Hardsync.

Polyphon mit Pulsbreitenmodulation

Vom A-111-4 werden die Rechteck-Ausgänge verwendet, in der Pulsbreite moduliert durch die vier VCLFOs im A-143-4. Durch die Schwebungen der Pulsbreitenmodulation kann man auch mit einem einzelnen A-111-4 schon sehr voll und rund klingende Sequenzen erstellen. Die Frequenzen der LFOs werden ebenfalls von den „CV Note“-Ausgängen des A-190-5 Interface moduliert, so dass die Modulation bei tieferen Tönen langsamer ist als bei höheren. Das Interface ist im „Poly“-Modus.

Die Audiosignale gehen durch das polyphone A-105-4 Filter und den polyphonen A-132-8 VCA. Filter und VCAs werden vom A-141-4 ADSR gesteuert.

Ein A-143-9 Quadrature LFO moduliert mit seinen phasenverschobenen Sinusschwingungen Filter-FM und Resonanz vom A-105-4 und Attack und Decay-Zeiten vom A-141-4. Etwas Hall und Delay aus der DAW.

Pulsbreitenmodulation.

Verstimmen von Oszillatoren

Gerade bei monophonen Synthesizerstimmen ist es oft lohnend, die einzelnen VCOs ganz leicht gegeneinander zu verstimmen. Wenn man es dezent macht, klingt das nicht „verstimmt“, sondern sehr breit und „schwebend“. Jetzt kann man natürlich anfangen, an den vier „Tune“-Reglern herumzuspielen, aber wenn man dann schnell wieder auf die ursprüngliche Stimmung zurück möchte, dann braucht man trotzdem ein gutes Gehör und feinfühlige Finger.

Stattdessen verwende ich einen sehr langsam eingestellten A-143-9 VC Quadrature LFO als Modulationsquelle und vier VCAs in einem A-130-8 Octal VCA für die Steuerung dieser Modulation. Dazu eine manuelle Spannungsquelle – verteilt auf die vier CV-Eingänge des A-130-8 – um diese Modulation zu steuern. Die vier Ausgänge aus dem A-130-8 gehen in die vier „Mod“-Eingänge des A-111-4, die alle auf „XM“ eingestellt sind. Die vier „Mod. Level“ – Abschwächer im A-111-4 sind alle auf kleine Werte (z.B. 1) eingestellt.

Der Audio-Weg bei diesem Klangbeispiel sieht so aus: Die vier Sägezahn-Ausgänge vom A-111-4 (einer +1 Oktave, einer -1 Oktave transponiert) gehen in das A-105-4 Filer und dann in den A-132-8 VCA. Filter und VCA werden durch einen A-141-4 ADSR gesteuert.

CV und Trigger: Die ganze Sequenz wird vom A-190-5 im „unisono“-Modus übertragen, Midi-Quelle ist ein Arturia KeyStep37. Während der Sequenz drehe ich meinen „Detune-Regler“ langsam von 0 über sehr subtile Verstimmung bis hin zu ziemlich deutlichen „out of tune“-Werten und wieder zurück.

Detune.

Lineare FM

Die beiden A-111-4 Oszillatoren 1 und 2 arbeiten als „Carrier“, werden also moduliert und anschließend gefiltert. Die anderen beiden VCOs, Nr. 3 und 4, sind die Modulationsquellen und werden somit nicht in den Audioweg gepatcht. Damit die Frequenzmodulation dynamisch ist, verwende ich den A-132-8 auf den ersten beiden Kanälen als normalen Audio-VCA für die beiden gefilterten VCOs 1 und 2, auf den Kanälen 3 und 4 aber als Modulations-Verstärker für die beiden anderen VCOs.

Für diesen Einsatz machen unterschiedliche Hüllkurven für Audio und FM Sinn, es kommen also zwei A-140-2 zum Einsatz

Lineare Frequenzmodulation (und Softsync).

Softsync vs. Hardsync

Zwei der vier Oszillatoren aus dem A-111-4 werden als Klangquelle verwendet. Keine Filter, VCAs, Echo oder Reverb.

VCO1 ist mit seinem Dreiecks-Ausgang im Stereobild ganz links und wird über Hardsync synchronisiert, VCO2 analog dazu mit seinem Dreieck ganz rechts. Diese beiden VCOs werden mit den um 90 Grad phasenverschobenen Sinus- und Cosinus-Ausgängen aus einem A-110-6 sehr langsam in der Tonhöhe moduliert („1V“-Eingänge).

Als Sync-Master werden die Rechteck-(Puls-)Ausgänge der beiden verbleibenden VCOs eingesetzt, die man ansonsten im Klangbeispiel nicht direkt hört. Die Frequenz der beiden VCOs ist jeweils fest.

Wir hören also links Hardsync und rechts Softsync, die Modulation der Slave-VCOs setzt durch die Phasenverschiebung zuerst links und dann rechts ein.

Was fällt auf? Die Modulation über Hardsync (links) erzeugt so etwas wie Nebentöne / Harmonische, die sich während der Modulation des Slave-VCOs verändern. Bei Softsync (rechts) entstehen diese Nebentöne nicht, dafür ist das Ergebnis etwas „kratziger“, es entstehen also ganz andere Artefakte als beim Hardsync.

Links Hardsync, rechts Softsync.

Polyphon mit vier A-108

Die Sägezahn-Ausgänge des A-111-4 werden diesmal durch vier A-108 Ladder Filter bearbeitet, die 12dB-Ausgänge der Filter gehen in den A-132-8 VCA. Die A-108 mag ich persönlich sehr gerne, sie haben einen unnachahmlich „schmatzenden“ Sound, der gerade im 12dB-Modus sehr gut zu polyphonen Sequenzen passt, wie ich finde (das ist natürlich mal wieder eine sehr persönliche Sicht der Dinge…).

Modulationen: Der A-141-4 ADSR steuert VCAs und Filter, Anschlagstärke aus dem A-190-5 die VCAs, Tonhöhen-CV aus dem A-190-5 die Filter. Zusätzlich moduliert ein A-110-6 die Filterfrequenz, sowie Decay und Release im A-141-4 ADSR.

Vier A-108 als Filter im polyphonen Setup

Technische Daten

Breite18 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf120 mA (+12V) / -100 mA (-12V)

A-123-2 6/12/18/24 dB Highpass

Nachdem der Curtis-Chip CEM3320 nicht mehr lieferbar war, musste Doepfer die Produktion des A-123 24 dB Highpass Filters einstellen. Sehr schade, denn es gab auf dem Markt schlichtweg keine anderen 24 dB Hochpassfilter!

Mittlerweile ist allerdings mit dem AS3320 ein Nachbau verfügbar, so dass es nun wieder ein 24 dB, nein Verzeihung, ein 24 dB oder 18 dB oder 12 dB oder 6 dB Hochpassfilter bei Doepfer gibt. Abgesehen von den zusätzlichen Einzelausgängen für die verschiedenen Flankensteilheiten wurden die Möglichkeiten und Bedienelemente des A-123 1:1 in das neue Modul übernommen. Der Regler „CV2“ für den Steuerspannungseingang wurde außerdem jetzt bipolar ausgelegt, so dass man z.B. eine Hüllkurve gleich am Filter invertieren kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A123-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A123-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A123-2-SW-1

Einsatz

Es erscheint zunächst etwas paradox: Ein Hochpassfilter (mit Resonanz!) kann man natürlich zum „Ausdünnen“ eines Signals verwenden, aber gleichzeitig auch, um ein Signal gezielt über die Eigenschwingung des Filters „anzudicken“ – wenn sich die Eckfrequenz des Filters in einem dafür geeigneten Frequenzbereich befindet.

Dazu wird eine relativ hohe Resonanz eingestellt, die Eckfrequenz sollte nicht allzu hoch sein und auch die Modulation der Eckfrequenz sollte eher moderat bleiben.

Klangbeispiele

Vergleich mit dem Vorgänger

Nachdem der A-123-2 der Nachfolger des (selten zu bekommenen) A-123 ist, stellt sich die Frage, ob sich die beiden Module signifikant unterscheiden. Vorweg: Die Unterschiede scheinen mir eher marginal zu sein und stammen wahrscheinlich von unterschiedlicher Feinabstimmung der Module.

Als Eingangsmaterial verwende ich wieder 3 A-110-1 VCOs mit ihren Sägezahnschwingungen, eine davon ist 1 Oktave nach unten transponiert. Die Mischung geht gleichermaßen in das A-123 und das A-123-2 Filter. Die Selbstresonanz beider Filter wurde zuvor auf die gleiche Tonhöhe gestimmt. Beide Filter, sowie die nachgeschalteten A-132-3 VCAs werden vom gleichen A-140 ADSR moduliert.

Wir hören jeweils das A-123 Filter auf der linken Seite, das A-123-2 Filter auf der rechten Seite. Ich starte mit einem Eingangslevel von 5 (der noch nicht verzerren sollte) und einer Resonanz (bzw „Q“ beim A-123-2) von 0. Während ein einfaches Arpeggio spielt, fahre ich manuell die Filtereckfrequenz von unten nach oben und zurück – für beide Filter spannungsgesteuert, damit die Eckfrequenzen in etwa parallel verlaufen.

Im zweiten Durchgang ist das Eingangslevel wieder 5, die Resonanz aber auf 5 erhöht. Wieder der manuelle Filtersweep von unten nach oben und zurück.

Im dritten Durchgang ist das Eingangslevel noch immer bei 5, die resonanz ist aber auf 10 erhöht – gleicher Filtersweep wie zuvor.

Vierter Durchgang: Eingangslevel ist jetzt 10, Resonanz wieder auf 0 reduziert, gleicher Filtersweep wie zuvor.

Fünfter Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 5, Filtersweep.

Sechster Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 10, Filtersweep.

Zum Abschluss führe ich nochmal den Filtersweep mit Resonanz 10, aber ohne Eingangssignal (Level = 0) durch, um die pure Eigenresonanz zu demonstrieren.

Links: A-123, rechts: A-123-2. Zum Vergleich wird der 24 dB – Ausgang des A-123-2 verwendet.

Verschiedene Flankensteilheiten

Ein Hochpassfilter mit verschiedenen Flankensteilheiten (24 dB, 18 dB, 12 dB und 6 dB) bekommt man nicht alle Tage. Wie deutlich unterscheiden sich die denn tatsächlich?

Wieder werden die Sägezahnschwingungen unserer drei A-110-1 VCOs verwendet, ein VCO ist wieder 1 Oktave nach unten transponiert. Es wird jeweils nur ein einzelner Ton ausgelöst, mit einer langsamen ADSR-Hüllkurve, die die Filtereckfrequenz von unten nach oben und wieder zurück moduliert (und ebenso den A-132-3 VCA). Ein A-152 hilft mir beim manuellen Umschalten zwischen den vier Filterausgängen. In jedem Durchlauf hören wir zunächst den 24 dB, dann den 18 dB, den 12 dB und schließlich den 6 dB – Ausgang.

Eingangslevel 5, Q = 0.
Eingangslevel 5, Q = 5.
Eingangslevel 5, Q = 10.
Eingangslevel 10, Q = 0.
Eingangslevel 10, Q = 5.
Eingangslevel 10, Q = 10.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-123 24dB High Pass

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Von allen Modulen, die aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr produziert werden (meist war es die mangelnde Verfügbarkeit bestimmter Curtis-Chips, wie hier der CEM3320), war das A-123-Filter wahrscheinlich am schwierigsten zu ersetzen. Es gab schlichtweg keine anderen 24dB-Hochpassfilter, weder bei Doepfer noch bei anderen Herstellern.

Mittlerweile hat Doepfer mit dem A-123-2 allerdings einen Nachfolger auf den Markt gebracht, der auf einem Nachbau des CEM3320 basiert und im Funktionsumfang gegenüber dem ursprünglichen Modul deutlich erweitert wurde.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A123-IN

Ausgänge:

CTRL-A123-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A123-SW

Einsatz

Es erscheint zunächst etwas paradox: Ein Hochpassfilter (mit Resonanz!) kann man natürlich zum „Ausdünnen“ eines Signals verwenden, aber gleichzeitig auch, um ein Signal gezielt über die Eigenschwingung des Filters „anzudicken“ – wenn sich die Eckfrequenz des Filters in einem dafür geeigneten Frequenzbereich befindet.

Dazu wird eine relativ hohe Resonanz eingestellt, die Eckfrequenz sollte nicht allzu hoch sein und auch die Modulation der Eckfrequenz sollte eher moderat bleiben.

Klangbeispiele

Nachdem es mit dem A-123-2 einen gut ausgestatteten Nachfolger gibt, stellt sich die Frage, ob sich die beiden Module signifikant unterscheiden. Vorweg: Die Unterschiede scheinen mir eher marginal zu sein und stammen wahrscheinlich von unterschiedlicher Feinabstimmung der Module.

Als Eingangsmaterial verwende ich wieder 3 A-110-1 VCOs mit ihren Sägezahnschwingungen, eine davon ist 1 Oktave nach unten transponiert. Die Mischung geht gleichermaßen in das A-123 und das A-123-2 Filter. Die Selbstresonanz beider Filter wurde zuvor auf die gleiche Tonhöhe gestimmt. Beide Filter, sowie die nachgeschalteten A-132-3 VCAs werden vom gleichen A-140 ADSR moduliert.

Wir hören jeweils das A-123 Filter auf der linken Seite, das A-123-2 Filter auf der rechten Seite. Ich starte mit einem Eingangslevel von 5 (der noch nicht verzerren sollte) und einer Resonanz (bzw „Q“ beim A-123-2) von 0. Während ein einfaches Arpeggio spielt, fahre ich manuell die Filtereckfrequenz von unten nach oben und zurück – für beide Filter spannungsgesteuert, damit die Eckfrequenzen in etwa parallel verlaufen.

Im zweiten Durchgang ist das Eingangslevel wieder 5, die Resonanz aber auf 5 erhöht. Wieder der manuelle Filtersweep von unten nach oben und zurück.

Im dritten Durchgang ist das Eingangslevel noch immer bei 5, die resonanz ist aber auf 10 erhöht – gleicher Filtersweep wie zuvor.

Vierter Durchgang: Eingangslevel ist jetzt 10, Resonanz wieder auf 0 reduziert, gleicher Filtersweep wie zuvor.

Fünfter Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 5, Filtersweep.

Sechster Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 10, Filtersweep.

Zum Abschluss führe ich nochmal den Filtersweep mit Resonanz 10, aber ohne Eingangssignal (Level = 0) durch, um die pure Eigenresonanz zu demonstrieren.

Links: A-123, rechts: A-123-2. Zum Vergleich wird der 24 dB – Ausgang des A-123-2 verwendet.

Alternativen

Die naheliegendste Alternative ist der Nachfolger A-123-2, der zusätzliche Ausgänge für 18, 12 und 6 dB bietet.

Ansonsten wird man sich normalerweise mit einem 12dB-Hochpassfilter gut behelfen können, zumal es hier etwa mit dem A-121-2 auch Modelle mit der Möglichkeit der Selbstoszillation gibt, die das A-123 natürlich ebenso beherrscht hat. Um den klanglichen Unterschied zwischen 24dB und 12dB Hochpass zu verringern, kann man natürlich auch zwei A-121-2 in Reihe schalten, hat dann allerdings viel Material „im Rennen“ und muss die Eckfrequenzen und andere Parameter der beiden Filter sehr fein angleichen, ganz zu schweigen von Multiples für die parallele Ansteuerung per Steuerspannung.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-111-1 High End VCO

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-111-1 war das High End – Modell unter Doepfers Oszillatoren und ist nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich. Das Nachfolgemodell mit einigen Detailverbesserungen ist der A-111-2. Im Vergleich etwa zum A-110-1 oder A-110-2 bietet der A-111-1 erweiterte Möglichkeiten zur Synchronisation, einen zusätzlichen Eingang für lineare Frequenzmodulation, sowie einen umfangreicheren Frequenzbereich (12 Oktaven, im Vergleich zu 10 Oktaven beim A-110-1).

Darüber hinaus hat der A-111-1 einen geringfügig anderen Grundklang als der A-110-1 oder A-110-2, die Schwingungsformen (insbesondere Sinus, Dreieck) werden hier zum Teil exakter erzeugt. Der Sägezahn ist übrigens (entgegen der Beschriftung auf dem Panel) ein ansteigender Sägezahn und kein fallender wie beim A-110-1. Das ändert nichts am Klang per se, ist aber interessant bei synchronisierter Mischung mit einem A-110-1-Sägezahn, die dann etwas anders klingt als bei zwei A-110-1. Ansonsten ist auch hier das Sinussignal kein »mathematisch exakter Sinus«, sondern wird aus dem Dreieck-Kern über eine einfache Diodenschaltung gewonnen. Der Nachfolger A-111-2 hat eine überarbeitete Schaltung, die aus dem Dreieck ein deutlich exakteres Sinus-Signal gewinnt.

Wie sieht diese graue Schwingungstheorie nun auf dem Oszilloskop aus?

Sägezahn (aufsteigend)
Puls
Dreieck
Sinus
Rechteck

Ein wenig »sauberer« als der A-110-1 ist der A-111-1 durchaus, aber etwas weniger »exakt«, als man vielleicht erwartet hätte. Klingt er nun auch besser als der A-110-1? »Edler«? Teurer? Ein Bösendorfer-Flügel klingt anders als ein Steinway, aber welcher ist der Bessere? Wie immer ist das ganz klar Geschmackssache und Frage des Einsatzgebiets. Die klanglichen Unterschiede zwischen Oszillatoren sind ansonsten meist deutlich geringer als diejenigen zwischen verschiedenen Filtern.

Der integrierte Schaltkreis CEM3340 (von der Firma Curtis), auf dem der A-111-1 basiert, wurde übrigens bei einigen recht bekannten Synthesizern eingesetzt: Crumar Spirit, Moog Memorymoog, Oberheim OBXa, OBSX, OB8, Roland Jupiter-6, Roland SH-101, Roland MC-202, Roland MKS-80 (rev 4), Sequential Pro-One, Sequential Prophet-5 rev 3, Sequential Prophet-10, Sequential Prophet-600, Sequential T8, Synton Syrinx.

Leider wird dieser integrierte Schaltkreis nicht mehr hergestellt, so dass die Produktion des Moduls eingestellt werden musste.

Bedienelemente

Eingänge:

Systembus: Wie auch beim A-110 ist die Tonhöhe des A-111 über eine am Systembus anliegende Spannung steuerbar. Der Systembus lässt sich mit einem A-185-1 oder A-185-2 ansprechen.

CTRL-A111-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A111-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A111-1-SW

Sync und lineare FM sind die Stärken des A-111-1

Das Standardeinsatzgebiet des A-111-1 ist vergleichbar mit dem des A-110-1. Aufgrund des deutlich höheren Preises wird er aber sinnvoller für Aufgaben eingesetzt, bei denen er seine speziellen Stärken ausspielen kann: Andere Färbungen bei der Synchronisation, lineare Frequenzmodulation.

Hardsync mit A-111-1.
(Hard-) Sync mit A-110-1 (gleiche Einstellungen bei beiden VCOs).

An den Abbildungen ist gut zu erkennen, dass man bei den beiden Arten der Synchronisation nicht von »besser« oder »schlechter« sprechen kann: Der A-111-1 produziert hier klanglich weitgehend eine Dreieckschwingung mit höherer Frequenz, während der A-110-1 sich schon stark in Richtung »Sägezahn« bewegt, was deutlich mehr Obertöne bedeutet.

Softsync in Verbindung mit FM

Lineare Frequenzmodulation und Softsync.

Die Verbindung aus Softsync und linearer FM ermöglicht phasenstarre Schwingungen zwischen Carrier (dem modulierten VCO) und Modulator – das ist »beinahe« schon so, wie man es von digitalen FM-Synthesizern kennt.

Alle Tipps, die beim A-110-1 Standard VCO beschrieben sind, funktionieren natürlich auch mit dem A-111-1.

Probleme mit anderen Modulen

Bei manchen Modulen, wie z.B. den Frequenzteilern A-115 und A-160-1, sowie beim »EXT CLC«-Eingang im A-117 gibt es mit dem A-111-1 Probleme: Ein paar Sekunden lang wird ein Ausgangssignal aus den Frequenzteilern produziert, dann ist Schluss. Die Ursache liegt in einem technischen Detail (Wechselspannungskoppelung des A-111-1 Ausgangs), das in der aktuellen Produktion (etwa seit Frühjahr 2011) behoben ist.

Bei älteren Modulen kann man einfach einen passiven Abschwächer (der gar nichts abschwächen muss) oder ein fast beliebiges anderes Modul dazwischenschalten, dann ist das Problem behoben.

Alternativen

Die naheliegendste Alternative ist natürlich der direkte Nachfolger A-111-2. neben allen Features des A-111-1 bietet er zusätzlich einen Umschalter zwischen VCO- und LFO-Modus sowie eine verbesserte Schaltung zur Erzeugung der Sinusschwingung aus dem Dreiecks-Kern.

Daneben gibt es den A-111 noch in einer einfacher ausgestatteten Version A-111-3, die auf nur 4 TE erstaunlich viele der Features des A-111-2 mitbringt, lediglich auf den Sinus muss man verzichten (aber selbst den den kann man sich mit dem Sine Converter A-184-2 auf weiteren 4 TE ergänzen). Ganze vier dieser Mini-VCOs sind im Modul A-111-4 untergebracht, der z.B. für polyphone Anwendungen eine gute Basis liefert.

Technische Daten

Breite14 TE
Tiefe65 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-132-3 Dual linear/exponential Voltage Controlled Amplifier

Der A-132-3 Dual Lin. / Exp. VCA verfügt über zwei identische Teilmodule. Beide Verstärker können unabhängig voneinander zwischen linearer und exponentieller Charakteristik umgeschaltet werden.

Dazu kommt eine zwar nicht üppige, aber solide Ausstattung (CV-Eingang mit Abschwächer und manuellem „Gain“-Regler), so dass das Modul sehr vielseitig einsetzbar ist.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes der 2 Teilmodule):

CTRL-A132-3-IN

Ausgänge (für jedes der 2 Teilmodule):

CTRL-A132-3-OUT

Regler / Schalter (für jedes der 2 Teilmodule):

CTRL-A132-3-SW

Einer für alle(s)

Das Modul kann sehr gut sowohl für Audiosignale (dann oft mit exponentieller Charakteristik), als auch für die Verstärkung von Steuerspannungen (normalerweise mit linearer Charakteristik) eingesetzt werden.

Modulversionen – von Curtis zu SSM und zurück

In früheren Versionen wurde ein CEM3360 für den VCA eingesetzt, der ab 2010 nicht mehr lieferbar war. Ab Herbst 2010 wurde deshalb dafür ein SSM2164 verwendet.

Der „alte“ A-132-3 hat aufgrund einer Begrenzung des Verstärkungsfaktors auf 1 und einer sehr großzügig bemessenen „zulässigen“ Eingangsspannung von bis zu +/- 7,5V praktisch verzerrungsfrei gearbeitet, ein toller und völlig unkomplizierter VCA, wenn man den Klang nicht weiter durch den Verstärker „färben“ wollte. Bei fast allen meinen Klangbeispielen hier kommt deshalb ein A-132-2 aus der ursprünglichen Baureihe zum Einsatz.

Bei der auf den SSM-basierten Version kann ab Reglerposition „15 Uhr“ („Gain“-Regler) mit entsprechenden Eingangssignalen ein deutliches Clipping erzeugt werden (stärker als bei den A-130 / A-131 VCAs). Damit ist der A-132-3 gezielt zur „Färbung“ einsetzbar und kann zudem tatsächlich über einen Faktor 1 hinaus verstärken (ist also kein „spannungsgesteuerter Abschwächer“ wie die meisten anderen VCAs). Dafür ist er aber auch etwas schwieriger zu handhaben, wenn es stets ganz „clean“ bleiben soll.

Seit Anfang 2019 ist ein Nachbau des CEM3360 (als AS3360 von Alfa) nun wieder lieferbar, so dass die aktuellen A-132-3 wieder der ursprünglichen, „verfärbungsfreien“ Version entsprechen. Die CEM/AS-basierte Version erkennt man am Aufdruck des Verstärkerbausteins auf der Mitte der Platine:

Die ursprüngliche Version mit dem Curtis 3360 (heute ein baugleicher AS3360), bei der Modulversion mit einem SSM-Baustein sitzt dort ein SSM/V2164.

Eine „Slim Line“ Version des Moduls ist der A-130-2, der nur 4 TE Platz im Rack benötigt.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-121 Multimode Filter

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Das A-121 ist ein frühes, aber sehr gelungenes Filterdesign von Doepfer. Leider ist der verwendete Curtis-Baustein CEM 3320 nicht mehr lieferbar, so dass das Modul nicht mehr im Handel erhältlich ist. Schade, denn es hat einen eigenen Klangcharakter und einige interessante technische Eigenschaften.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A121-IN

Ausgänge:

CTRL-A121-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A121-SW

Hochpass mit Selbstoszillation

Eine klangliche Besonderheit: Das A-121 ist eines der wenigen Hochpass-Filter mit der Möglichkeit einer Selbstoszillation (das A-101-1 kann ebenfalls Selbstoszillation im Hochpass-Modus, ist aber ziemlich »empfindlich« bezüglich Einsatzpunkt und Clipping).

Genaues Tracking (1 V / Oktave)

Die Eckfrequenz und damit die Frequenz des Sinustones bei Selbstoszillation ist (zumindest bei meinem Exemplar) sehr genau steuerbar (1 V / Oktave). Damit lässt sich das Filter hervorragend als tonal spielbarer Sinus-Oszillator einsetzen.

Crossfading der Einzelausgänge

Wie alle Multimodefilter ist auch das A-121 sehr vielseitig einsetzbar. Ähnlich wie beim A-106-6 sind durch die 4 Einzelausgänge mit Hilfe eines spannungsgesteuerten Mixers oder Crossfaders auch fließende Übergänge zwischen verschiedenen Filtermodi realisierbar.

Das VCO-Signal wird gefiltert, über den A-134-1 Panner / Crossfader werden zwei Filtermodi überblendet.

Nachfolger

Für das Modul A-121 gibt es einen Nachfolger: Das Multimode-Filter A-121-2. Es ist mit 8 TE deutlich schmäler und bietet grundsätzlich fast die gleiche Funktionalität (einzige Einschränkung: nur ein Eingang zur Modulation der Resonanz). Allerdings klingt es deutlich anders als sein etwas „rauer“ Vorgänger.

Klangbeispiele

In diesem Beispiel werden die Sägezahn-Ausgänge von drei A-110-1 VCOs eingesetzt, ein VCO ist eine Oktave nach unten transponiert. Die VCOs werden von einem A-155 Sequencer gesteuert. Die Audio-Level für den Filtereingang sind vergleichsweise hoch, um die typische Anzerrung durch das Filter zu zeigen. Der Filterausgang geht noch in einen A-132-3 VCA, der von einem A-140 gesteuert wird.

Wir starten mit dem Notchfilter (0:00-1:22), danach Hochpass (1:22-2:53), Bandpass mode (2:53-4:30) und Tiefpass (4:30-6:17). In jedem der 4 Durchgänge beginne ich ohne Resonanz und einem sehr langsamen LFO, der die Filtereckfrequenz moduliert. Dann erhöhe ich langsam die Resonanz bis zum Maximum, füge ADSR-Modulation der Filtereckfrequenz hinzu, verringere die Resonanz wieder langsam bis auf Null und blende schließßlich aus.

Technische Daten

Breite12 TE
Tiefe55 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-111-5 Mini Synthesizer Voice

Der A-111-5 ist kein Oszillator im herkömmlichen Sinn, sondern ein kompletter Mini-Synthesizer mit VCO, VCF, VCA, ADSR und zwei LFOs. Ein »Dark Energy« (erste Generation) für das Modulsystem! Hier ist vieles patchbar, aber bei näherer Betrachtung wird man erkennen, dass einige Signalwege ausschließlich intern geschaltet sind. Es gibt beispielsweise keine Möglichkeit, den Ausgang des Oszillators vor dem Filter abzugreifen. Der A-111-5 ist also kein »Modularsystem im Modularsystem«.

Aber das will der A-111-5 auch gar nicht sein: Er ist eine praktische Lösung, wenn man auf sehr kompaktem Raum noch eine zusätzliche »Stimme« im Modularsystem benötigt, die auch ohne viele Patchkabel unmittelbar und schnell einsetzbar ist. Noch kompakter – allerdings unter Verlust der LFOs und mit vereinfachter Hüllkurve – geht das nur noch mit dem A-111-6. Der A-111-5 beinhaltet einen VCO, ein VCF (24dB Tiefpassfilter), einen VCA, zwei LFOs und einen ADSR-Generator, der Steuerspannungen z.B. für Lautstärkeverlauf oder Filterverlauf erzeugen kann.

Zudem ist das Filter einmalig: Es erlaubt lineare Frequenzmodulation seiner Eckfrequenz und ist – in Selbstoszillation – hervorragend tonal spielbar. Die Rechteck- und Pulsschwingungen des VCOs sind zwar etwas »abgerundet«, in Summe aber noch ziemlich exakt (auch im Vergleich zu A-110-1 oder A-111-1).

Nachdem der A-111-5 aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit von CEM3394 – Bausteinen nicht mehr produziert wurde, hat Doepfer das Modul mit dem AS3394 neu aufgelegt.

Stand: Herbst 2020

Wird auch ein externes Signal »abgerundet«?

Öffnet vielleicht das Filter nicht vollständig und sorgt auf diese Weise für die besondere Schwingungsform? Nein, externe Signale werden nicht abgerundet, obwohl sie ja ebenfalls das Filter im A-111-5 durchlaufen müssen. In der Abbildung z.B. ein Rechtecksignal aus einem A-110-1 VCO:

A-111-5: Rechteck – leicht abgerundet.
A-111-5: Puls – ebenfalls abgerundet.
Rechteck eines A-110-1 über den externen Eingang des A-111-5.

Dreieck und Sägezahn

Der Oszillator des A-111-5 hat noch eine weitere Besonderheit: Die Pulsschwingung ist grundsätzlich immer »eingeschaltet«, ein Dreieck oder ein Sägezahn kann per Schalter hinzugefügt werden. Um aber ein reines Dreieck oder einen reinen Sägezahn zu bekommen, muss die Pulsbreite auf 0% oder 100% (»PW«-Regler auf Anschlag links oder rechts) – und somit auf »unhörbar« gestellt werden:

A-111-5: Dreieck.
A-111-5: Sägezahn.

Mischung aus Puls und Dreieck oder Sägezahn

Bei anderen Pulsbreiten-Einstellungen erhält man interessante Mischklänge, die zwar mit jedem anderen VCO ebenfalls erzielbar sind, aber hier eben recht einfach und ohne zusätzliche Patchkabel, Mixer etc.:

A-111-5: Eine Mischung aus Rechteck und Dreieck.
A-111-5: Eine Mischung aus Puls und Sägezahn.

Bedienelemente

Eingänge:

Gate vom Systembus (ohne Abb.): Der ADSR-Generator lässt sich über ein am Systembus anliegendes Gatesignal auslösen. Bei Bedarf kann diese Verbindung intern über einen Jumper aufgetrennt werden. Um ein Gate in einen Systembus einzuspeisen, wird das Modul A-185-1 benötigt.

Mit Ausnahme des ADSR Gate-Eingangs, der die Leitung zu den Gatesignalen des Systembusses unterbricht, werden alle anderen Eingänge (Audio- wie Modulationseingänge) zusätzlich zu den internen Modulations- und Audioquellen addiert.

CTRL-A111-5-IN

Ausgänge:

CTRL-A111-5-OUT

Regler / Schalter (VCO):

CTRL-A111-5-VCO-SW

Regler / Schalter (VCF):

CTRL-A111-5-VCF-SW

Regler / Schalter (VCA, LFO1 und LFO2):

Beide LFOs sind identisch ausgelegt, die Bedienelemente werden daher nur einmal beschrieben.

CTRL-A111-5-VCA-LFO-SW

Regler / Schalter (ADSR):

CTRL-A111-5-ADSR-SW

Ein kompletter Mini-Synthesizer

Der A-111-5 ist die preisgünstigste Möglichkeit, eine komplette Synthesizerstimme in das Modularsystem zu bekommen. Oft kosten bereits VCO und VCF so viel wie dieses Modul, hier sind aber noch zwei einfache LFOs, ein ADSR, ein VCA und ein paar Audio- bzw. CV-Mischer eingebaut. Das ist durchaus praktisch, wenn man mit einem sehr kleinen Modularsystem anfangen möchte.

Bei größeren und großen Systemen kann es attraktiv sein, »mal so eben« eine weitere Stimme einzubauen, die z.B. im Livebetrieb schnell und ohne viel Verkabelung einsatzbereit ist. Und dank der Vor-Verschaltung und der sehr cleveren Konfiguration des Filters lassen sich ohne viel Aufwand erstaunlich komplexe Klänge erzielen.

Aber auch für Einsteiger-Modularsysteme ist der A-111-5 eine Überlegung wert: Man kann das Modul gut als Ausgangsbasis verwenden und dann mit weiteren Modulen (VCO, VCF, Waveshaper usw.) ergänzen.

Grundeinstellung für neue Sounds

Als Ausgangspunkt für neue Sounds können Sie folgende Grundeinstellung ausprobieren.

  • VCO: Tune = 5, Range-Schalter in der Mittelstellung, FM = 0, Source-Schalter daneben in der Mittelstellung (»off«), PW = 0 (damit ist die Pulswelle ausgeschaltet), Shape-Schalter daneben auf Sägezahn, PM = 0, Source-Schalter daneben auf Mittelstellung (»off«). Der VCO wird damit einen Sägezahn in mittlerer Oktavlage erzeugen.
  • VCF: Frq im oberen Drittel, Track-Schalter auf »off«, XM und LM auf 0, Source-Schalter auf Mittelstellung (»off«), Res = 0. Das Filter wird etwas an Höhen abschneiden, aber sonst keine auffälligen Verfärbungen des Klangs erzeugen.
  • VCA: A = 0, AM = 10, Source-Schalter auf ADSR. Der Verstärker wird damit ausschließlich vom Hüllkurvengenerator (ADSR) gesteuert.
  • LFO 1 & LFO 2: Beide Shape-Schalter auf Mittelstellung (»off«). Die LFOs sind damit erst einmal ausgeschaltet, die anderen LFO-Bedienelemente haben bei »off« keine Auswirkung.
  • ADSR: ADSR Range-Schalter auf »mid«, A = 0, D = 0, S = 10, R = 0. Die Hüllkurve ist damit eine einfache Orgel-Hüllkurve (Ton ist bei Tastendruck sofort da und verstummt beim Loslassen der Taste sofort wieder). Der Ausgang des Moduls ist mit der Audio-Anlage verbunden, VCO F Eingang und ADSR Gateeingang werden von einer Tastatur o.Ä. angesteuert.

Jetzt wird geschraubt!

Was Sie jetzt versuchen können:

Bewegen Sie per Hand den Regler »Frq« des Filters: Der Klang wird unterschiedlich dumpf oder brillant werden.

Wählen Sie eine mittlere Eckfrequenz und spielen Sie über einen größeren Tastaturbereich: Die höheren Töne werden dumpfer als die tiefen. Schalten Sie jetzt den Schalter »Track« des Filters auf »half« oder »full«: Die Eckfrequenz wird nun an die gespielte Tonhöhe zum Teil (half) oder ganz (full) angepasst.

Wie verändern sich die Klänge, wenn Sie die Resonanz des Filters erhöhen? Was passiert mit den tiefen Frequenzanteilen? Achten Sie auf den Klang bei sehr hoher Resonanz (Selbstoszillation des Filters).?Probieren Sie andere Hüllkurven: Mehr Attack lässt den Ton langsam lauter werden, Release lässt ihn nach dem Loslassen der Taste ausklingen. Attack = 0, Decay und Sustain auf mittlerem Wert lassen den Ton perkussiver werden, die Lautstärke bleibt bei länger gehaltener Taste auf der mit Sustain eingestellten Lautstärke.

Schalten Sie den ADSR-Generator als XM-Modulationsquelle des Filters ein und variieren Sie mit dem Regler »XM« die Intensität der Modulation.

Schalten Sie einen oder beide LFOs ein und setzen Sie sie als Modulationsquellen für VCO, VCF oder VCA (oder einer Kombination davon) ein.

Mischen Sie die Pulsschwingung des Oszillators (mit PW im mittleren Bereich) dazu. Schalten Sie den Sägezahn aus.

Ein alter Trick geht auch hier

Der Audioausgang der A-111-5 Mini Synthesizer Voice wird mit dem A-180-1 Multiple aufgesplittet und über einen A-183-1 Attenuator wieder in den eigenen »External Audio«-Eingang zurückgeführt.

Versuchen Sie ruhig auch einmal einen alten »Minimoog-Trick«: Der Audioausgang wird über ein Multiple aufgesplittet. Ein Teil geht in die Abhöranlage, ein anderer Teil über einen Abschwächer wieder zurück in den eigenen Audioeingang. Fangen Sie mit stark abgeschwächten Signalen an.

Das Filter als zweiter Oszillator

Die lineare Filter-FM ist ein ungewöhnliches Feature. Zudem ist die Kennlinie zur Steuerung der Eckfrequenz sehr exakt 1 V / Oktave (deutlich genauer als bei vielen anderen Filtern). Aufgrund der beiden unabhängigen externen Steuereingänge für VCO und VCF können Sie das Modul sogar zweistimmig spielen – hier mit einem Sequencer:

Ein A-155 Sequencer steuert sowohl die Frequenz des VCOs, als auch die Frequenz des VCFs im A-111-5 Mini Synthesizer. Der A-156 Quantizer erleichtert dabei die Einstellung auf exakte Tonhöhen.

Im folgenden Klangbeispiel wird dieses Setup demonstriert: Zu Beginn hört man den reinen Sinus des selbstoszillierenden Filters, dann kommt der VCO mit einer Pulswelle dazu, später folgen Modulationen von VCO und VCF. Zum Ende wird die Resonanz immer weiter reduziert, bis schließlich nur noch der VCO zu hören ist.

Schnelle LFOs

Die beiden LFOs reichen ein gutes Stück in den Audiobereich: Eingesetzt zur Frequenzmodulation von VCO (LFO1) und / oder VCF (LFO2), erhalten Sie ein breites Spektrum an metallischen und disharmonischen Klängen für die Abteilung »Special Effects«.

»Live«-Eingriffe erwünscht

Die große Zahl an Umschaltmöglichkeiten (das Modul verfügt immerhin über 12 3fach-Schalter!) ist eine schöne Einladung, um schnell und drastisch in den Klang einzugreifen – das ist etwas, das Sie möglicherweise nicht gerade mit einem Modularsystem verbinden, oder?

Technische Daten

Breite24 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf80 mA (+12V) / -50 mA (-12V)