A-183-4 Quad Level Shifter

Das Modul A-183-4 ist eines der Tools, die beim Einsatz von Modulen anderer Hersteller nützlich sein können: Während z.B. die Hüllkurvengeneratoren von Doepfer gut mit Trigger/Gate-Signalen von +5V zurecht kommen, benötigen manche andere Module +12V. Hier setzt der Level Shifter an und erzeugt aus Trigger/Gate-Signalen mit niedrigerer Spannung die erforderliche höhere Spannung.

Dabei wird das Eingangssignal nicht einfach verstärkt, sondern das neue Trigger/Gate-Signal wird durch einen Comparator erzeugt: Sobald das Eingangssignal einen Schwellwert von +3V überschreitet, wird eine konstante Ausgangsspannung ausgegeben, bis die Eingangsspannung wieder unter +0,8V sinkt.

Das hat zudem den Vorteil, dass die erzeugten Trigger/Gate-Signale sehr steile und präzise Flanken aufweisen. Besonders die neueren ADSR-Generatoren A-141-2 und A-141-4 scheinen etwas empfindlicher auf zu wenig steile Flanken von Gate-Signalen zu reagieren und lösen dann evtl. nicht korrekt aus. Hier kann ein zwischengeschalteter A-183-4 Abhilfe schaffen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-4-IN

Ausgänge:

CTRL-A183-4-OUT

Alternativen

Wenn lediglich eine Anpassung bzw. Erhöhung der Spannung eines Signals erforderlich ist, kann auch der A-183-3 Amplifier eingesetzt werden, der allerdings keine Verbesserung/Schärfung von Trigger-Flanken vornimmt. Dafür ist er aber auch zur Anhebung von anderen Steuerspannungen wie LFOs, Audiosignalen usw. geeignet, während der A-183-4 immer nur eine ganz bestimmte Spannung bei Überschreitung des Schwellwerts ausgibt.

Ein deutlich komplexer und vielseitiger arbeitender Comparator ist der (leider nicht mehr lieferbare) A-167, der nicht nur mit einem einstellbaren Schwellwert, sondern auch mit zwei Eingangssignalen arbeiten kann.

Technische Daten

Breite2 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-183-9 Quad USB Power Supply

„Und – wie klingt das Modul?“ ist im Fall des A-183-9 keine wirklich zielführende Frage. Das Modul ist eines jener kleinen Helferlein, die für manch einen extrem praktisch sind, für andere aber eher so etwas wie Platzverschwendung darstellen.

Was macht das Ding?

Es stellt für bis zu 4 externe Geräte wie Tablet-Rechner, Tastaturen, externe Sequencer usw. eine Stromversorgung über einen USB-Anschluss her. Dazu benötigt es intern eine Spannungsversorgung der +5V – Leitung auf dem A-100 Bus. Bei den aktuellen PSU3-Netzteilen ist die schon serienmäßig vorhanden, bei älteren PSU2-Netzteilen benötigt man den 5V-Adapter A-100AD5, der allerdings nicht mehr lieferbar ist und auch nur maximal etwa 100mA pro USB-Port zur Verfügung stellt.

Das ist schon eher etwas speziell. Und kaum ein gängiges, über USB mit Strom versorgtes Gerät benötigt tatsächlich die super-exakte Stromversorgung, die ein PSU2- oder PSU3-Netzteil zur Verfügung stellt. Andererseits: Man spart sich ein paar lästige und manchmal auch problembehaftete „Wandwarzen“ und Kabelsalat, die externe USB-Netzteile so mit sich bringen. Gerade im Live-Einsatz ist das schon ein wichtiger Punkt. Ansonsten sollte man sich unbedingt den gesamten Strombedarf eines A-100-Cases ansehen, wie im Beitrag Gehäuse und Stromversorgung beschrieben.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A183-9-OUT

Technische Daten

Breite2 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)
Zusätzlicher StrombedarfJe nach Verbraucher an den USB-Schnittstellen benötigt das Modul eine Stromversorgung an +5V.

A-183-3 Amplifier

Der A-183-3 Amplifier ist ein nicht-spannungsgesteuerter Verstärker, der Audiosignale oder Steuerspannungen bis zum Faktor 4 verstärken kann.

Ja wie, verstärken, macht das nicht jeder Verstärker? Tatsächlich erlauben die meisten VCAs lediglich eine „Verstärkung“ bis zum Faktor 1, sind also tatsächlich nur Abschwächer und keine echten Verstärker. In einem Modularsystem ist das durchaus sinnvoll, wenn man nicht durch unachtsames Kombinieren mehrerer echter Verstärker bei Spannungen landen möchte, die irgendwann die Eingangsstufen anderer Module zum Durchschmoren bringen.

Wozu braucht man dann einen solchen „echten“ Verstärker? Einmal, um z.B. die Spannung von Triggersignalen an Module oder Synthseizer anderer Hersteller anzupassen, die statt der verfügbaren 5V einen Trigger von 10V oder mehr erfordern und auf die geringere Spannung einfach nicht reagieren.

Da das Modul nicht nur Steuerspannungen, sondern auch Audio verstärken kann, ist ein zweites Einsatzgebiet das gezielte Übersteuern von Modulen wie Filtern o. Ä., die bei normalem Einganspegel zu sauber klingen und denen man etwas „Schmutz“ spendieren möchte. Hier sollte man freilich mit Vorsicht herangehen, um dieses Modul dann nicht doch zu „braten“…

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-3-IN

Ausgänge:

CTRL-A185-1-OUT-1

Regler / Schalter:

CTRL-A183-3-SW

Anpassung bei verschiedenen Herstellern

Der A-183-3 als Verstärker, um das Rechtecksignal eines A-146 LFOs auf ein geeignetes Niveau zur Auslösung z.B. von Hüllkurvengeneratoren anderer Hersteller zu bringen.

Das Modul kann zur Anpassung von Steuerspannungen oder Audiopegeln von Modulen verschiedener Hersteller recht nützlich sein. Wenn Triggersignale Hüllkurvengeneratoren nicht auslösen, liegt z.B. oft eine zu geringe Spannung der Triggersignale zugrunde.

Eine Alternative für die Anpassung von Trigger/Gate-Signalen ist das neue „Slim Line“ Modul A-183-4, das auf nur 2 TE immerhin vier unabhängige Trigger auf die gewünschten Pegel anheben kann. Das Modul A-183-4 ist allerdings nicht für Audiosignale geeignet, da es aus einer steigenden Flanke (z.B. eines Sinussignals) immer eine sehr steile Flanke (Rechteck) erzeugt, wie sie für Trigger benötigt wird.

Im Vergleich ist das A-183-3 zudem flexibler in der Handhabung, unterschiedliche Ziel-Level können bequem per Schalter und Regler eingestellt werden (beim A-183-4 muss man dafür Jumper setzen). Zudem lässt es sich bei Bedarf auch als ganz „gewöhnlicher“ manueller Abschwächer einsetzen, wenn der „max. Amp“ Schalter auf 1 steht.

Ein „echter“ VCA

Dei Amplitude eines Sägezahn-Signals aus einem A-110-1 VCO wird zunächst von einem A-132-3 VCA geregelt und dann mit dem A-183-3 auf einen höheren Pegel angehoben.

Leider ist der A-183-3 nur ein rein manuell zu bedienendes Modul, das über keinen eigenen Steuerspannungseingang verfügt. Vielleicht möchte man aber die Verzerrung z.B. eines Filters über eine Modulationsquelle (LFO, Sequencer, ADSR usw.) steuern. Dann bietet es sich an, dem A-183-3 einfach einen konventionellen VCA vorzuschalten. Der reicht zwar normalerweise nur bis zu einem Verstärkungsfaktor von 1, aber dafür kann der A-183-3 den Rest bei Bedarf aufholen. Wenn der VCA komplett „schließt“, wird auch kein Signal vom A-183-3 verstärkt. Bei voller Verstärkung auf Faktor 1 durch den VCA kann das Ausgangssignal aus dem A-183-3 dagegen deutlich lauter sein, je nach Grundeinstellung von Level und Verstärkungsfaktor.

Alternativen

Für den Spezialfall der Verstärkung (und „Kantenschärfung“) von Triggersignalen wurde das Modul A-183-4 bereits genannt. Ein weiterer „echter“ Verstärker, sogar mit Spannungssteuerung ist der A-133 Dual Voltage Controlled Polarizer, der immerhin bis Faktor 2,5 verstärken und zudem noch bei Bedarf ein invertiertes Signal ausgeben kann.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-185-1 Bus Access

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Mit dem A-185-1 Bus Access Module können sowohl Steuerspannungen für die Steuerung der VCO-Frequenz, als auch Gatesignale in den A-100 Bus geleitet werden.

Der „Bus“ in Doepfer-Modularsystemen ermöglicht es, mehrere VCOs mit Steuerspannungen oder mehrere A-140 ADSRs mit Gatesignalen zu versorgen, ohne dass dafür die Module separat verkabelt werden müssten. Alle VCOs bzw. A-140 ADSR-Generatoren auf dem gleichen Bus werden dann gemeinsam mit dieser Steuerspannung bzw. dem Gatesignal aus dem A-185-1 versorgt.

Im Falle der A-110-1 VCOs kann diese Steuerspannung aus dem Bus durch die Schaltbuchse „CV1“ überbrückt werden und hat dann keinen Einfluss mehr. Die A-111-1 VCOs verfügen über keine Schaltbuchse – bei ihnen werden die Spannung aus dem Bus und die zusätzliche Steuerspannung aus den CV-Eingangsbuchsen einfach addiert.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A185-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A185-1-OUT

Aufholverstärker für präzise Steuerung der VCOs

Über das Modul werden mehrere Oszillatoren mit Steuerspannung bzw. Hüllkurvengeneratoren mit einem gemeinsamem Gatesignal versorgt.

Insbesondere bei der Steuerung von VCOs ist dabei wichtig, dass das Modul mit einem Aufholverstärker ausgestattet ist, der einen Spannungsabfall vermeidet, wie er ansonsten durch mehrere »Verbraucher« zustande käme. Damit bleibt alles »in guter Stimmung«, was bei mehreren VCOs und Versorgung über ein passives Multiple nicht der Fall wäre. Der Effekt ist oft bereits bei 2 VCOs hörbar.

Die Ausgänge sind ebenfalls gepuffert (sie verwenden im Grunde die Spannung aus dem Bus) und können daher bei Bedarf für die Steuerung von VCOs verwendet werden, die sich auf einem anderen A-100 Bus befinden, z.B. in einem anderen Gehäuse, aber auch schon auf einer anderen »Etage« im gleichen Gehäuse.

Wichtig: Buszugriff!

Wie bei allen Modulen, die »schreibend« auf den A-100 Bus zugreifen gilt auch hier:

Maximal 1 solches Modul pro Bus, sonst wird ein Kurzschluss der Gate- / CV-Leitung erzeugt.

Jede der beiden Bus-Verbindungen (d.h. CV und Gate) kann über einen eigenen Jumper aufgetrennt werden: dann ist der entsprechende Eingang »stillgelegt«, die Ausgänge können aber weiterhin das Bus-Signal »lesen« und für andere Module bereitstellen.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe25 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-185-2 Precision CV Adder

Das Modul A-185-2 Precision Adder / Bus Access Module ist leider noch immer etwas »unterschätzt«, sollte aber in keinem System fehlen, das mit mehr als einem VCO arbeitet.

Ein Aufholverstärker sorgt dafür, dass mehrere VCOs von derselben Spannungsquelle gesteuert werden können, ohne dass diese durch die »Verbraucher« verändert wird. Die Steuerspannung wird in die CV-Leitung des A-100 Busses geleitet.

Zusätzlich können aber noch mehrere solcher Steuerspannungen addiert werden, es gibt einen Abschwächer, Invertierer, eine präzise 1,0 V – Vorbelegung, sowie mehrere Ausgänge (für VCOs auf anderen A-100 Bussen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A185-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A185-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A185-2-SW

»Oscillator Driver«?

Bei den klassischen Moog-Modularsystemen wurden mehrere 921B-Oszillatoren normalerweise durch einen 921A Oszillator Driver angesteuert. Ähnlich kann der A-185-2 stabil die Frequenz mehrerer VCOs steuern und liefert dabei gleich noch einen Oktav-Umschalter mit, der alle angeschlossenen VCOs gleichzeitig steuert.

Spannungs-„Presets“

Auch wenn an keinem der Eingänge des A-185-2 eine Spannung anliegt, kann man über die „+1“ und „-1“ Schalter eine konstante Spannung von jeweils 1 Volt (plus oder minus) erzeugen, die die angeschlossenen VCOs um genau eine Oktave nach oben oder unten transponieren.

Schaltbuchse beim A-110

Der Einsatz mit mehreren VCOs ist mit den A-110-1 etwas flexibler, da die Bus-Verbindung über deren Schaltbuchse »CV1« aufgetrennt werden kann. Bei mehreren A-111-1 (oder A-111-5) ist das leider nicht möglich. Will man mehrere A-111-1 dennoch getrennt betreiben, kann man versuchen, die Bus-Spannung über den invertierten A-185-2 Ausgang zu »neutralisieren«.

Wenn drei A-111-1 VCOs am gleichen Bus durch einen A-185-2 versorgt werden, aber einer unabhängig gesteuert werden soll, kann man die Bus-Leitung durch die invertierte Spannung »neutralisieren«.

Wichtig: Buszugriff!

Wie bei allen Modulen, die »schreibend« auf den A-100 Bus zugreifen gilt auch hier:

Maximal 1 solches Modul pro Bus, sonst wird ein Kurzschluss der CV-Leitung erzeugt.

Die Bus-Verbindung kann aber über einen Jumper aufgetrennt werden.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)