A-165 Dual Trigger Inverter / Modifier / Level Shifter

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-165 Dual Trigger Inverter / Modifier ist ein praktisches kleines Modul, mit dem man Trigger und Gates invertieren kann.

Dabei werden in zwei identischen Teilmodulen »An« und »Aus« einfach vertauscht, das invertierte Signal ist keine negative Spannung, sondern wieder ein »normales« Gatesignal.

Zusätzlich kann aus der steigenden und aus der fallenden Flanke eines Gates je ein Trigger gewonnen werden. Das funktioniert auch mit Audiomaterial und erzeugt sehr interessante Ergebnisse!

Bedienelemente

Eingänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A165-IN

Ausgänge (für jedes Teilmodul):

CTRL-A165-OUT

Verdoppelung des Clocksignals

Einen Patch für einen »swingenden« Sequencer mit dem A-165 und einem A-146 LFO finden Sie beim A-146 Low Frequency Oscillator LFO 2. Bei steigenden und fallenden Flanken der Gatesignale aus dem Sequencer werden jeweils Trigger erzeugt.

Über eine A-155 Sequenz, die bereits die 8 Schritte voll ausnutzt (z.B. Bassdrum auf 1, 5 und 8, Snare auf 3 usw.) soll eine doppelt so schnelle Hihat (Sechzehntel) gelegt werden. Eine Verdoppelung der Sequencer­geschwindigkeit würde den Takt halbieren, also wird mit Hilfe eines A-165 das Clocksignal des Sequencers verdoppelt und für die Hihat verwendet.

Töne beim Loslassen einer Taste

Mit dem invertierten Gate kann man zwei unterschiedliche »Stimmen« des Modularsystems bei gedrückter und bei losgelassener Taste starten (die Stimme bei losgelassener Taste z.B. 2 Oktaven tiefer und klanglich etwas anders).

Der A-165 Trigger Modifier erzeugt ein invertiertes Gatesignal beim Loslassen einer Taste (oder einer vergleichbaren Quelle für Gatesignale). Das invertierte Gate wird zur Steuerung einer zweiten A-111-5 Mini Synthesizer Voice verwendet.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-187-1 Voltage Controlled DSP Effects

Das DSP-Modul bietet einfache Digital-Effekte wie Delay, Chorus, Hall, Equalizer und Pitch Shifter an. Im Gegensatz zum A-112 liegen hier jedoch Wandler mit 20 Bit Auflösung vor. Die Samplingfrequenz beträgt 32 kHz, damit ist ein Frequenzgang bis ca. 16 kHz erreichbar.

Zentrales Element des Moduls ist ein zweizeiliges Display, das in der oberen Zeile den ausgewählten Effekt anzeigt, darunter vier manuell und per Steuerspannung veränderbare Parameter (z.B. Verzögerungszeit, Ausgangslautstärke usw.), sowie als Säulengrafik die aktuellen Ausprägungen dieser Parameter. Für jeden der vier Parameter gibt es einen Regler zur manuellen Einstellung, einen Abschwächer für eine Steuerspannung und einen Steuerspannungs­eingang.

Das Modul ist nicht mehr lieferbar.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A187-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A187-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A187-1-SW

Standardeinsatz

Das Modul lässt sich gut am Ende der Signalkette einsetzen, um z.B. eine Synthesizerstimme zu »würzen«. Die folgenden Effekte stehen dafür zur Verfügung:

Name:Parameter 1:Parameter 2:Parameter 3:Parameter 4:
Equalizer 1Amplitude für das Frequenzband um 31 Hz (-24 dB bis +12 dB für alle Equalizer)Amplitude für das Frequenzband um 62 HzAmplitude für das Frequenzband um 125 HzAmplitude für das Frequenzband um 250 Hz
Equalizer 2Amplitude für das Frequenzband um 250 HzAmplitude für das Frequenzband um 500 HzAmplitude für das Frequenzband um 1 kHzAmplitude für das Frequenzband um 2 kHz
Equalizer 3Amplitude für das Frequenzband um 2 kHzAmplitude für das Frequenzband um 4 kHzAmplitude für das Frequenzband um 8 kHzAmplitude für das Frequenzband um 12 kHz
DistortionInput LevelResonance des FiltersVCF EckfrequenzDepth – Intensität der Verzerrung
Pitch ShifterShift – Umfang der Verschiebung (+/-12 Halbtöne)Resonance des FiltersVCF EckfrequenzBalance zwischen Original und Effektsignal
ReverbPredelay – Verzögerung vor dem Hall (ca. 0-50ms)Reverb Time – Nachhallzeit (ca. 40 – 500 ms)High Damp – Ausmaß der Dämpfung höherer FrequenzenVolume des Effekt-Signals
EchoTime – Verzögerungszeit (ca. 1 – 165 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungHigh Damp – Ausmaß der Dämpfung höherer FrequenzenVolume des Effekt-Signals
Chorus / Flanger / Echo 1Delay – Verzögerungszeit (ca. 1 – 41 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungRate – Geschwindigkeit der Modulation der Verzögerungszeit (ca. 0,025 Hz – 12,5 Hz)Depth – Intensität der Modulation der Verzögerungszeit
Chorus / Flanger / Echo 2Delay – Verzögerungszeit (ca. 1– 41 ms)Feedback – Ausmaß der RückkopplungRate – Geschwindigkeit der Modulation der Verzögerungszeit (ca. 0,025 Hz – 12,5 Hz)Volume des Effekt-Signals
Delay & Reverb 1Delay – Verzögerungszeit des Delays (ca. 1 – 165 ms)Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysTime – Nachhallzeit des Reverbs (ca. 40 – 500 ms)Volume des Effekt-Signals
Delay & Reverb 2Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysVolume des Effekt-Signals (Delay)Time – Nachhallzeit des Reverbs (ca. 40 – 500 ms)Volume des Effekt-Signals (Reverb)
Chorus & DelayFeedback – Ausmaß der Rückkopplung des ChorusVolume des Effekt-Signals (Chorus)Feedback – Ausmaß der Rückkopplung des DelaysVolume des Effekt-Signals (Delay)

Interne Audiowege

Bei den Equalizern 1-3, Distortion und Pitch Shifter bleiben sowohl Eingangssignal als auch Effektsignal jeweils separat auf Kanal 1 oder 2 (d.h. hier haben wir im Grunde 2 x Mono mit gemeinsamer Steuerung).

Bei Reverb, Echo, Chorus / Flanger / Echo1+2, Delay & Reverb 1+2, sowie Chorus & Delay bleibt zwar das Eingangssignal jeweils an den Ausgängen auf seinem ursprünglichen Kanal (1 oder 2). Der Effektanteil wird dagegen bei diesen Effekten immer auf beide Ausgänge verteilt, teils ist das über »Volume«-Regler einstellbar.

Für Echo und Hall fast zu schade

Die LFOs eines A-143-3 modulieren das A-187-1 DSP Modul (z.B. Equalizer), in das weißes Rauschen geleitet wird.

Der Einsatz als simples Echo- oder Hallgerät wäre fast zu schade – immerhin lassen sich ja mehrere Parameter über Steuerspannungen beeinflussen. Die Equalizer können z.B. sehr gut eingesetzt werden, um Rauschen dynamisch zu formen – der Einsatz mit einem langsam eingestellten A-143-3 Quad LFO bietet sich hier an:

Klangbeispiele

Wir verwenden hier ein Stereo Setup, das bewusst von der Idee „leiten wir einfach eine Synthesizerstimme in das Modul“ abweicht, um die Möglichkeiten des A-187-1 zu zeigen, mit zwei unabhängigen Audioquellen zu arbeiten. Je 3 A-110 VCOs für den linken und den rechten Kanal (Sägezahn-Ausgänge, je einer der 3 VCOs ist 1 Oktave nach unten transponiert) werden von zwei A-155/A156 Sequencern gesteuert, die im Takt synchronisiert sind. Die beiden VCO-Mischungen gehen zunächst in je einen A-132-3 VCAs, die beide von je einem A-140 ADSR gesteuert werden. Die Ausgangssignale der beiden VCAs werden in Audio In 1 und Audio In 2 des A-187-1 gespeist.

Die vier Parameter des Moduls werden durch vier unabhängige Dreiecks-LFOs aus einem A-143-3 moduliert. Die beiden Audioausgänge sind schließlich wieder mit zwei A-132-3 VCAs verbunden, die von weiteren 2 A-140 ADSRs gesteuert werden, hier allerdings mit etwas längerer Ausklingzeit, um z.B. Delays und Reverb deutlicher zu hören. Alle ADSR-Generatoren werden durch die beiden A-155 Sequencer getriggert. Ein Filter kommt hier bewusst nicht zum Einsatz.

Equalizer 1.
Equalizer 2.
Equalizer 3.
Distortion.
Pitchshifter.
Reverb.
Echo.
Chorus / Flanger / Echo 1.
Chorus / Flanger / Echo 2.
Delay / Reverb 1.
Delay / Reverb 2.
Chorus / Delay.

Technische Daten

Breite18 TE
Tiefe60 mm
Strombedarf200 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-174-1 Joy Stick

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-174-1 Joystick ist ein sehr bequemes Hilfsmittel, um zwei Steuerspannungen zu erzeugen und gleichzeitig manuell zu steuern.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A174-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A174-1-SW

Standardeinsatz

Der A-174 Joystick steuert gleichzeitig Frequenz und Amplitude des A-147 VC LFOs.

Ein Beispiel für die gleichzeitige Steuerung von zwei Parametern: Frequenz und Amplitude eines VC LFOs, der über einen A-130 VCA verstärkt wird. Da der VCA nicht »negativ verstärken« kann, wird beim A-130 mit »Gain« eine Grundverstärkung eingestellt, die der Joystick mit negativer Spannung dann vermindern kann.

Überblenden oder verteilen

Mit einem Joystick, zwei A-134-1 Pannern / Crossfadern (oder einem A-134-2) können vier Klangquellen (z.B. VCO-Ausgänge für verschiedene Schwingungsformen) ineinander überblendet werden.

Umgekehrt kann mit einem Joystick, drei A-134-1 Pannern und einem Multiple ein Klang für quadrophone Verstärkung aufbereitet werden.

Rückstellfedern

Die Rückstellfedern des Joysticks können durchtrennt werden, wenn der Hebel nicht mehr automatisch an die Mittelposition zurückkehren soll. Dieser Eingriff ist allerdings nicht mehr rückgängig zu machen.

Technische Daten

Breite10 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-123 24dB High Pass

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Von allen Modulen, die aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr produziert werden (meist war es die mangelnde Verfügbarkeit bestimmter Curtis-Chips, wie hier der CEM3320), war das A-123-Filter wahrscheinlich am schwierigsten zu ersetzen. Es gab schlichtweg keine anderen 24dB-Hochpassfilter, weder bei Doepfer noch bei anderen Herstellern.

Mittlerweile hat Doepfer mit dem A-123-2 allerdings einen Nachfolger auf den Markt gebracht, der auf einem Nachbau des CEM3320 basiert und im Funktionsumfang gegenüber dem ursprünglichen Modul deutlich erweitert wurde.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A123-IN

Ausgänge:

CTRL-A123-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A123-SW

Einsatz

Es erscheint zunächst etwas paradox: Ein Hochpassfilter (mit Resonanz!) kann man natürlich zum „Ausdünnen“ eines Signals verwenden, aber gleichzeitig auch, um ein Signal gezielt über die Eigenschwingung des Filters „anzudicken“ – wenn sich die Eckfrequenz des Filters in einem dafür geeigneten Frequenzbereich befindet.

Dazu wird eine relativ hohe Resonanz eingestellt, die Eckfrequenz sollte nicht allzu hoch sein und auch die Modulation der Eckfrequenz sollte eher moderat bleiben.

Klangbeispiele

Nachdem es mit dem A-123-2 einen gut ausgestatteten Nachfolger gibt, stellt sich die Frage, ob sich die beiden Module signifikant unterscheiden. Vorweg: Die Unterschiede scheinen mir eher marginal zu sein und stammen wahrscheinlich von unterschiedlicher Feinabstimmung der Module.

Als Eingangsmaterial verwende ich wieder 3 A-110 VCOs mit ihren Sägezahnschwingungen, eine davon ist 1 Oktave nach unten transponiert. Die Mischung geht gleichermaßen in das A-123 und das A-123-2 Filter. Die Selbstresonanz beider Filter wurde zuvor auf die gleiche Tonhöhe gestimmt. Beide Filter, sowie die nachgeschalteten A-132-3 VCAs werden vom gleichen A-140 ADSR moduliert.

Wir hören jeweils das A-123 Filter auf der linken Seite, das A-123-2 Filter auf der rechten Seite. Ich starte mit einem Eingangslevel von 5 (der noch nicht verzerren sollte) und einer Resonanz (bzw „Q“ beim A-123-2) von 0. Während ein einfaches Arpeggio spielt, fahre ich manuell die Filtereckfrequenz von unten nach oben und zurück – für beide Filter spannungsgesteuert, damit die Eckfrequenzen in etwa parallel verlaufen.

Im zweiten Durchgang ist das Eingangslevel wieder 5, die Resonanz aber auf 5 erhöht. Wieder der manuelle Filtersweep von unten nach oben und zurück.

Im dritten Durchgang ist das Eingangslevel noch immer bei 5, die resonanz ist aber auf 10 erhöht – gleicher Filtersweep wie zuvor.

Vierter Durchgang: Eingangslevel ist jetzt 10, Resonanz wieder auf 0 reduziert, gleicher Filtersweep wie zuvor.

Fünfter Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 5, Filtersweep.

Sechster Durchgang: Eingangslevel 10, Resonanz 10, Filtersweep.

Zum Abschluss führe ich nochmal den Filtersweep mit Resonanz 10, aber ohne Eingangssignal (Level = 0) durch, um die pure Eigenresonanz zu demonstrieren.

Links: A-123, rechts: A-123-2. Zum Vergleich wird der 24 dB – Ausgang des A-123-2 verwendet.

Alternativen

Die naheliegendste Alternative ist der Nachfolger A-123-2, der zusätzliche Ausgänge für 18, 12 und 6 dB bietet.

Ansonsten wird man sich normalerweise mit einem 12dB-Hochpassfilter gut behelfen können, zumal es hier etwa mit dem A-121-2 auch Modelle mit der Möglichkeit der Selbstoszillation gibt, die das A-123 natürlich ebenso beherrscht hat. Um den klanglichen Unterschied zwischen 24dB und 12dB Hochpass zu verringern, kann man natürlich auch zwei A-121-2 in Reihe schalten, hat dann allerdings viel Material „im Rennen“ und muss die Eckfrequenzen und andere Parameter der beiden Filter sehr fein angleichen, ganz zu schweigen von Multiples für die parallele Ansteuerung per Steuerspannung.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-111-1 High End VCO

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-111-1 war das High End – Modell unter Doepfers Oszillatoren und ist nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich. Das Nachfolgemodell ist der A-111-2. Im Vergleich etwa zum A-110 bietet der A-111-1 erweiterte Möglichkeiten zur Synchronisation, einen zusätzlichen Eingang für lineare Frequenzmodulation, sowie einen umfangreicheren Frequenzbereich (12 Oktaven, im Vergleich zu 10 Oktaven beim A-110).

Darüber hinaus hat der A-111-1 einen geringfügig anderen Grundklang als der A-110, die Schwingungsformen (insbesondere Sinus, Dreieck) werden hier zum Teil exakter erzeugt. Der Sägezahn ist übrigens (entgegen der Beschriftung auf dem Panel) ein ansteigender Sägezahn und kein fallender wie beim A-110. Das ändert nichts am Klang per se, ist aber interessant bei synchronisierter Mischung mit einem A-110-Sägezahn, die dann etwas anders klingt als bei zwei A-110. Ansonsten ist auch hier das Sinussignal kein »mathematisch exakter Sinus«, sondern wird aus dem Dreieck-Kern über eine einfache Diodenschaltung gewonnen. Der Nachfolger A-111-2 hat eine überarbeitete Schaltung, die aus dem Dreieck ein deutlich exakteres Sinus-Signal gewinnt.

Wie sieht diese graue Schwingungstheorie nun auf dem Oszilloskop aus?

Sägezahn (aufsteigend)
Puls
Dreieck
Sinus
Rechteck

Ein wenig »sauberer« als der A-110 ist der A-111-1 durchaus, aber etwas weniger »exakt«, als man vielleicht erwartet hätte. Klingt er nun auch besser als der A-110? »Edler«? Teurer? Ein Bösendorfer-Flügel klingt anders als ein Steinway, aber welcher ist der Bessere? Wie immer ist das ganz klar Geschmackssache und Frage des Einsatzgebiets. Die klanglichen Unterschiede zwischen Oszillatoren sind ansonsten meist deutlich geringer als diejenigen zwischen verschiedenen Filtern.

Der integrierte Schaltkreis CEM3340 (von der Firma Curtis), auf dem der A-111-1 basiert, wurde übrigens bei einigen recht bekannten Synthesizern eingesetzt: Crumar Spirit, Moog Memorymoog, Oberheim OBXa, OBSX, OB8, Roland Jupiter-6, Roland SH-101, Roland MC-202, Roland MKS-80 (rev 4), Sequential Pro-One, Sequential Prophet-5 rev 3, Sequential Prophet-10, Sequential Prophet-600, Sequential T8, Synton Syrinx.

Leider wird dieser integrierte Schaltkreis nicht mehr hergestellt, so dass die Produktion des Moduls eingestellt werden musste.

Bedienelemente

Eingänge:

Systembus: Wie auch beim A-110 ist die Tonhöhe des A-111 über eine am Systembus anliegende Spannung steuerbar. Der Systembus lässt sich mit einem A-185-1 oder A-185-2 ansprechen.

CTRL-A111-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A111-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A111-1-SW

Sync und lineare FM sind die Stärken des A-111-1

Das Standardeinsatzgebiet des A-111-1 ist vergleichbar mit dem des A-110. Aufgrund des deutlich höheren Preises wird er aber sinnvoller für Aufgaben eingesetzt, bei denen er seine speziellen Stärken ausspielen kann: Andere Färbungen bei der Synchronisation, lineare Frequenzmodulation.

Hardsync mit A-111-1.
(Hard-) Sync mit A-110 (gleiche Einstellungen bei beiden VCOs).

An den Abbildungen ist gut zu erkennen, dass man bei den beiden Arten der Synchronisation nicht von »besser« oder »schlechter« sprechen kann: Der A-111-1 produziert hier klanglich weitgehend eine Dreieckschwingung mit höherer Frequenz, während der A-110 sich schon stark in Richtung »Sägezahn« bewegt, was deutlich mehr Obertöne bedeutet.

Softsync in Verbindung mit FM

Lineare Frequenzmodulation und Softsync.

Die Verbindung aus Softsync und linearer FM ermöglicht phasenstarre Schwingungen zwischen Carrier (dem modulierten VCO) und Modulator – das ist »beinahe« schon so, wie man es von digitalen FM-Synthesizern kennt.

Alle Tipps, die beim A-110 Standard VCO beschrieben sind, funktionieren natürlich auch mit dem A-111-1.

Probleme mit anderen Modulen

Bei manchen Modulen, wie z.B. den Frequenzteilern A-115 und A-160, sowie beim »EXT CLC«-Eingang im A-117 gibt es mit dem A-111-1 Probleme: Ein paar Sekunden lang wird ein Ausgangssignal aus den Frequenzteilern produziert, dann ist Schluss. Die Ursache liegt in einem technischen Detail (Wechselspannungskoppelung des A-111-1 Ausgangs), das in der aktuellen Produktion (etwa seit Frühjahr 2011) behoben ist.

Bei älteren Modulen kann man einfach einen passiven Abschwächer (der gar nichts abschwächen muss) oder ein fast beliebiges anderes Modul dazwischenschalten, dann ist das Problem behoben.

Alternativen

Die naheliegendste Alternative ist natürlich der direkte Nachfolger A-111-2. neben allen Features des A-111-1 bietet er zusätzlich einen Umschalter zwischen VCO- und LFO-Modus sowie eine verbesserte Schaltung zur Erzeugung der Sinusschwingung aus dem Dreiecks-Kern.

Daneben gibt es den A-111 noch in einer einfacher ausgestatteten Version A-111-3, die auf nur 4 TE erstaunlich viele der Features des A-111-2 mitbringt, lediglich auf den Sinus muss man verzichten (aber selbst den den kann man sich mit dem Sine Converter A-184-2 auf weiteren 4 TE ergänzen). Ganze vier dieser Mini-VCOs sind im Modul A-111-4 untergebracht, der z.B. für polyphone Anwendungen eine gute Basis liefert.

Technische Daten

Breite14 TE
Tiefe65 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-147 Voltage Controlled Low Frequency Oscillator

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-147 Voltage Controlled Low Frequency Oscillator ist ein LFO, dessen Frequenz nicht nur manuell, sondern zusätzlich auch über eine Steuerspannung kontrolliert werden kann.

Der Frequenzbereich reicht von unter 0,15 Hz bis in den unteren Audiobereich (etwa 150 Hz mit externer Steuerspannung). Die Ausstattung umfasst vier verschiedene Schwingungsformen, Steuerung der Frequenz über Regler und externe Spannung sowie einen Reset-Eingang.

Das ist für die meisten Fälle mehr als ausreichend, aber wenn man den extrem üppig bestückten Nachfolger A-147-2 daneben stellt, wirkt das beinahe etwas „übersichtlich“ (was übrigens nicht immer ein Nachteil ist).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A147-IN

Ausgänge:

CTRL-A147-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A147-SW

Die Frequenz wird variiert

Eine gemeinsame Steuerspannung kontrolliert Frequenz und Amplitude.

Im folgenden Beispiel könnte z.B. die Aftertouch-Funktion eines Midi-Keyboards gleichzeitig Intensität (über die Verstärkung durch den A-132) und Frequenz (über den CV-Eingan des A-147) einer Filtermodulation beeinflussen.

Einsatz im Audiobereich

Der Ribbon-Controller steuert die Frequenzen von LFO und VCO, die sich dann im Ringmodulator gegenseitig beeinflussen.

Da der LFO auch im unteren Audiobereich eingesetzt werden kann, sind Frequenzmodulation oder Ringmodulation sehr reizvoll. Im Beispiel hier wird die LFO-Frequenz durch einen Ribbon-Controller gesteuert.

Alternativen

Leider wird das Modul A-147 nicht mehr hergestellt. Eine Alternative ist der Nachfolger A-147-2, der im Vergleich zum alten A-147 mit einer großen Zahl von Zusatzfeatures ausgestattet wurde.

Wem der A-147-2 zu komplex geraten ist, könnte beim vierfachen VCLFO A-143-4 fündig werden. Die vier spannungsgesteuerten LFOs sind jeweils recht übersichtlich und sind sogar recht gut im Audiobereich einsetzbar. Und man hat bekanntlich nie genug LFOs…

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe55 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-164-1 Manual Gate

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Das A-164 Manual Gate Module kann drei unabhängige Gatesignale ausgeben, die jeweils manuell (Tastendruck) ausgelöst werden.

Eines der Gates (Nr. 3) ist mit der Gate-Leitung des A-100 Busses verbunden.

Zusätzlich verfügt ein weiteres Gate (Nr. 1) über einen externen Eingang, mit dem man das »normale« Gatesignal z.B. durch ein LFO-Signal ersetzen kann. Der Taster wirkt dann als manueller »Klingelknopf« für das externe Signal.

Das Modul fand ich für meinen persönlichen „Modular-Workflow“ immer reichlich praktisch, z.B. zum simultanen Starten mehrerer Sequencer oder ADSR-Generatoren. Ein möglicher Ersatz ist das neue Modul-Paar A-173-1 und A-173-2 (das freilich deutlich mehr Möglichkeiten bietet – aber auch auf auf doppelt so viel HP).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A164-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A164-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A164-1-SW

Manuelles Starten von Hüllkurven

Für den Livebetrieb kann man sehr komfortabel die Hüllkurvengeneratoren für Effekte durch die Taster starten.

Alternativen: A-198, A-178

Auch andere Module können auf manuellem Weg Gatesignale erzeugen: Beispiele dafür sind der A-198 Trautonium / Ribbon Controller oder die A-178 Theremin controlled CV Source.

Wichtig: Buszugriff!

Wie bei allen Modulen, die »schreibend« auf den A-100 Bus zugreifen gilt auch hier: Maximal 1 solches Modul pro Bus, sonst wird ein Kurzschluss der Gate-Leitung erzeugt. Zur Unterbrechung der Bus-Verbindung muss der Jumper JP2 auf der Platine des Moduls A-164-1 entfernt werden.

Bei Bedarf kann an Stelle von »Out 3« auch »Out 1« mit dem A-100 Bus verbunden werden: der Jumper JP2 auf der Platine wird entfernt und stattdessen auf der Steckbrücke für JP3 gesetzt – niemals beide Jumper gleichzeitig setzen!

Der Jumper JP2 (rechts im Bild) für die Verbindung von „Out 3“ mit dem A-100 Bus ist gesetzt, JP3 (links) ist frei.

Steuerung von zwei Sequencern

Sehr praktisch ist es, mehrere A-145 / A-155 Sequencer gleichzeitig zu starten, stoppen und zurückzusetzen.

Beide Sequencer können mit Hilfe eines A-164 Manual Gate gleichzeitig gestartet, gestoppt oder zurückgesetzt werden.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-129 / 5 Voiced/Unvoiced Detector

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Das Prinzip des Vocoders hat Probleme mit nicht-stimmhaften Modulatorsignalen: Etwa die Zisch- und Explosivlaute beim Sprechen (s, sch, t, p usw.) Werden sie wie Vokale verarbeitet, ist die Sprachverständlichkeit des Ergebnisses meist nicht besonders hoch. Daher gibt es bei Vocodern oft Module, die nicht-stimmhaftes Eingangsmaterial erkennen und dann unterschiedlich verarbeiten können.

Der A-129 / 5 Voiced / Unvoiced Detector erzeugt ein Gatesignal, solange ein »unvoiced«-Eingang anliegt. Zusätzlich ist ein 2 in 1 Switch eingebaut, der z.B. zwischen verschiedenen Vocoder-Trägersignalen umschalten kann (etwa ein Rauschgenerator als Träger für stimmlosen Sprach-Input und ein VCO als Träger für stimmhaften Sprach-Input).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A129-5-IN

Ausgänge:

CTRL-A129-5-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A129-5-SW

Verarbeitung von Sprache

Um unterschiedliche Verarbeitung von stimmhaften und stimmlosen Sprachanteilen im Vocoder zu realisieren, wird die Sprache zuerst in den Detector geleitet, bei Bedarf etwas in den Höhen angehoben, und gelangt von dort erst in das Modul A-129 / 1 Analysis Section. Das Trägersignal für den stimmhaften Sprachanteil wird an »Voiced Input« angeschlossen und eine passende Geräuschquelle (z.B. A-117) an den »Unvoiced Input« des A-129 / 5. Der »Voiced / Unvoiced Output« schließlich wird in der A-129 / 2 Synthesis Section gefiltert.

Variationen

Wenn die Umschaltung der verschiedenen Trägersignale zu hart ist, kann an Stelle des internen 2 in 1 Schalters über einen spannungsgesteuerten Crossfader und einen Slew Limiter (z.B. A-171) für das Gatesignal des A-129 / 5 ein sanfterer Übergang realisiert werden.

Manchmal ist es sinnvoll, den stimmlosen Sprachanteil direkt zu verwenden bzw. gezielt dem Vocoder beizumischen. Dazu wird das Sprach-Eingangssignal aufgesplittet und mit Hilfe des Gates und einem Verstärker dem Vocoder-Ausgang beigemischt.

Das Sprachsignal wird für stimmlose Anteile als Carrier eingesetzt.

Einsatz außerhalb des Vocoders

Der Voiced/Unvoiced Detector läßt sich auch außerhalb des doch recht aufwändigen Vocoder-Setups einsetzen. Zum Beispiel kann man Gesang/Sprache als Eingangssignal verwenden und den Gate Output zum Triggern von Clicks oder Drums verwenden. Oder – sozusagen „sprachgesteuert“ – zwischen zwei verschiedenen Klangquellen, wie einer Sequenz und einem geräuschhaften Klang umschalten.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-129 / 4 Slew Limiter Controller

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-129 / 4 ist ein reines Ergänzungsmodul für bis zu drei A-129 / 3 Vocoder Slew Limiter.

Damit kann die Geschwindigkeit gesteuert werden, mit der die Steuerspannungen von den Eingängen eines A-129 / 3 an die Ausgänge weitergegeben werden (Slew Limiter Funktion). Das geht bis hin zum völligen »einfrieren« der aktuell anliegenden Frequenzband-Steuerspannungen an den verbundenen A-129 / 3 Modulen.

Die Verzögerung (Slew Rate) der Steuerspannungen und die Freeze-Funktion lassen sich beide extern über eine Steuerspannung bzw. über ein Gatesignal regeln, z.B. von einem Sequencer usw.

Ein Einsatz des A-129 / 4 Slew Limiter Controllers ohne wenigstens ein damit verbundenes A-129 / 3 Modul ist nicht sinnvoll möglich. Umgekehrt kann die Slew Rate und Freeze Funktion im A-129 / 3 nicht ohne den Slew Limiter Controller eingesetzt werden, da beide Funktionen über eine einzige Kabelverbindung gesteuert werden.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A129-4-IN

Ausgänge:

CTRL-A129-4-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A129-4-SW

Einfrieren von Steuerspannungen

Insbesondere das Einfrieren (»freeze«) der Steuerspannungen ist recht nützlich: Im Vocoder kann man so z.B. die Steuerspannungen von einem eingesprochenen »aaaahh« (in der Analysis Section) festhalten und dauerhaft in der Synthese Section zum »Prägen« des Klangs eines Instruments verwenden.

Einsatz außerhalb des Vocoders

Nachdem das Modul A-129 / 3 bereits alleine sehr gut als »Tool« auch außerhalb von Vocodern einsetzbar ist, gilt das natürlich ebenso in Verbindung mit dem Controller A-129 / 4. So wird aus einem fünffachen Attenuator auch gleich ein fünffacher spannungsgesteuerter Slewlimiter oder ein fünffaches Track & Hold Modul.

Siehe dazu auch die Beschreibungen vom A-171 VC Slew Limiter und vom A-152 Voltage Addressed Track & Hold / Switch.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-129 / 3 Vocoder Slew Limiter

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der Attenuator / Slew Limiter kann zwischen die Analyseeinheit A-129/1 und die Syntheseeinheit A-129/2 geschaltet werden. Damit lassen sich gezielt einzelne Frequenzbänder abschwächen oder verstärken („Offset“-Regler) oder den Einfluss des Trägersignals (üblicherweise eine gesprochene Stimme) auf bestimmte Frequenzbänder begrenzen („Attenuator“-Regler).

Zudem lassen sich die Veränderungen der Frequenzbänder über das zusätzliche Modul A-129/4 Slew Limiter Controller verlangsamen oder sogar das gesamte Filterspektrum „einfrieren“.

Um sämtliche Frequenzbänder auf diese Weise zu kontrollieren, werden drei Attenuator / Slew Limiter benötigt. Und natürlich jede menge Patchkabel…

Bedienelemente:

Eingänge:

CTRL-A129-3-IN

Ausgänge:

CTRL-A129-3-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A129-3-SW

Feinregulierung des Vocoders

Mit Hilfe der Attenuator-Regler lässt sich das Vocoder-System sehr fein einstellen und der Einfluss einzelner Frequenzbänder reduzieren. Das müssen nicht unbedingt alle 15 Frequenzbänder sein, so dass man hier ggf. auch nur mit einem oder zwei A-129 / 3 arbeiten kann.

Festfilterbank

Mit drei A-129 / 3 lässt sich die Synthese-Einheit des Vocoders – unter vielem anderen – wie eine statische Festfilterbank benutzen: Die Offset-Regler bestimmen den Pegel der einzelnen Filter.

Einsatz außerhalb des Vocoders

Neben dem Einsatz im Vocoder ist ein fünffacher Abschwächer / Offsetgenerator ein sehr nützliches Werkzeug und kann mehrere einzelne Abschwächer / Offsetgeneratoren, wie etwa den A-183-2 zumindest zum Teil ersetzen (der A-183-2 verfügt allerdings noch zusätzlich über einen Polarisierer).

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe60 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)