A-170 Dual Slew Limiter

Der A-170 Dual Slew Limiter glättet Steuerspannungen – sprunghafte Änderungen werden dabei „verschmiert“.

Vor die Frequenzsteuerung eines Oszillators geschaltet, bewirkt diese Funktion das bekannte „Portamento“, das einen Sprung auf der Tastatur in einen Schleifer verwandelt.

Die beiden Teilmodule unterscheiden sich, der obere Slew Limiter erlaubt lediglich eine einfache Einstellung der Anstiegs- / Abfallzeit und ist für die Steuerung von VCOs geeignet, der untere bietet komplexere Optionen, ist aber nicht für eine exakte Steuerung von VCOs geeignet (ein leichter Spannungsabfall durch die spezielle Schaltung führt zu „schiefen“ Tönen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A170-IN

Ausgänge:

CTRL-A170-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A170-SW

Amplitudenmodulation

Doepfer selbst schlägt einen sehr interessanten Patch vor, der einen zweiten VCO zur Amplitudenmodulation des ersten benutzt. Bei Verschiebung der beiden VCO-Frequenzen (nur ein VCO wird über den Slew Limiter gesteuert) erhält man im Grunde einen Waveshaper:

Der Slew Limiter sorgt dafür, dass einer der beiden VCOs verzögert auf Tonhöhenmodulation reagiert. Während dieser Zeit verändert sich das klangliche Ergebnis der Amplitudenmodulation!

Hardsync

Ähnlich aufgebaut, aber klanglich ganz anders: Hardsync zwischen den beiden VCOs, auch hier wird wieder nur ein VCO per Slew Limiter angesteuert:

Auch hier verzögert der Slew Limiter die Reaktion eines der beiden VCOs auf die Tonhöhenmodulation.

Mehrere Slew Limiter, unterschiedlich eingestellt

Einen „bombastischen“ Klang bekommt man, wenn man über mehrere A-170 mit leicht unterschiedlichen Einstellungen mehrere VCOs steuert:

Zwei A-110-1 VCOs werden über zwei verschiedene A-170 Slew Limiter gesteuert – bei unterschiedlichen Einstellungen der Slew Limiter „driftet“ der Klang auseinander, um am Ende wieder einen gemeinsamen Ton zu finden.

AR-Generator

Der A-170 Slew Limiter erzeugt hier eine (periodische, weil durch den LFO gesteuerte) AR-Hüllkurve.

Wenn Sie mal zu wenig Hüllkurvengeneratoren haben, erzeugen Sie mit Hilfe des Gate­signals (z.B. von einer Tastatur, einem Sequencer oder auch von einem LFO) und dem unteren Teilmodul eine einfache, aber brauchbare Attack-Release-Hüllkurve.

Pufferverstärker für ältere Baureihen

Ältere Module vor Mai 2009 sollten auch beim oberen Slew Limiter einen Pufferverstärker (A-180-3, A-180-4, A-185-1 oder A-185-2) zwischen A-170 und VCO schalten. Die neueren Baureihen (Aufdruck „Version 2“ auf der Platine) haben einen integrierten Pufferverstärker.

Klangbeispiele

Amplitudenmodulation wie oben beschrieben, der modulierende VCO bekommt noch einen eigenen VCA spendiert. Beide VCAs werden durch den gleichen A-140 ADSR moduliert. Damit kommt es auch nicht zu Dauertönen, wenn der „CV2“-Regler im A-131 weit geöffnet wird. Die Sequenz wird von einem A-155 gesteuert, die Intensität der Amplitudenmodulation wird manuell geregelt (Start ab ca. 20s), ebenso wie etwas später die Verzögerungszeit des Slew Limiters:

Hardsync, ebenfalls beinahe wie oben beschrieben, ich verwende einen A-111-1 als Hardsync-Slave, wieder steuert ein A-155 mit einem A-140 die Sequenz. Die Verzögerungszeit des A-170 wird wieder manuell erhöht und zurückgefahren:

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)