A-138o Performance Mixer Out

Das Modul A-138o wurde ursprünglich als Ausgangssektion für ein oder mehrere A-138p Performance Mixer auf den Markt gebracht. Mittlerweile gibt es neben dem rein manuellen A-138p mit dem A- 135-4 auch einen komplett spannungssteuerbaren Performance Mixer, der ebenfalls den A-138o als Ausgangssektion nutzt und zudem beliebig mit dem A-138p kombinierbar ist.

Ohne das Ausgangs-Modul A-138o sind weder A-138p noch A-135-4 alleine einsetzbar (und umgekehrt).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138o-IN

Ausgänge:

CTRL-A138o-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138o-SW

Einsatz

Das Modul dient als Ausgangssektion für die (kaskadierbaren) Mixer A-138p und A-135-4. Zusätzlich können die „Send“- und „Return“-Lautstärken für den Aux-Weg zentral geregelt werden. Einen solchen Aux-Weg wird man meist für das Einschleifen von Effekten wie Hall, Echo usw. verwenden oder aber für die Erstellung einer zweiten, von den Level-Reglern des Mixers unabhängigen Mischung der Eingangssignale. Das kann ein „Monitor-Mix“ sein, aber auch eine separate Mischung für ein weiteres Filter-Modul usw.

Der Aux Send Regler ist dabei sinnvoll, um den Pegel der gesammelten Aux-Signale an das an „Aux Send“ angeschlossene Modul anzupassen und z.B. Übersteuerungen zu vermeiden oder aber – beim „Monitor-Mix“ die Lautstärke dieser Mischung in Summe zu regeln. Der Aux Return Regler bleibt bei einem reinen „Monitor-Mix“ natürlich (ebenso wie die „Aux Return“ – Buchse) unbenutzt. Beim Einsatz des Aux-Weges für Effekte regelt er die Lautstärke des darüber eingesetzten Effektes im Gesamtmix.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138p 4-in-2 Performance Mixer

Der Performance Mixer besteht aus (mindestens) zwei Modulen: Dem eigentlichen Mixer A-138p und der gemeinsamen Ausgangs-Sektion A-138o. Ohne Ausgangs-Modul A-138o ist das Mixer-Modul A-138p alleine nicht einsetzbar (und umgekehrt).

Die Module sind bei Doepfer aus der eigenen Praxis entstanden. Doepfer hat bei Präsentationen des A-100-Systems auf Messen oder bei Workshops immer kleine externe Mixer eingesetzt, um mehrere A-100-Signale an einen Stereoverstärker auszugeben. Der Performance-Mixer integriert diese Mixer in das Eurorack-System und bietet einige interessante modulare Erweiterungen.

Über Flachbandkabel auf der Platine lassen sich mehrere A-138p-Module zu einem umfangreicheren Mixer mit mehr als 4 Eingangskanälen verbinden, die dann alle das Modul A-138o als gemeinsamen Stereo-Ausgang nutzen. Eine spannungsgesteuerte Version des Mixers ist der A-135-4. Ein gemischtes Setup von A-138p und A-135-4 mit gemeinsamem Ausgangsmodul A-138o ist ebenfalls möglich.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138p-IN

Regler / Schalter:

CTRL-A138p-SW

Was kann der Mixer?

Vier Eingänge haben ja praktisch alle Doepfer-Mixer, aber hier kann man die Eingangssignale auf zwei Ausgänge verteilen. Das wird meistens ein Stereobetrieb sein, für den man das Panorama jedes Signals festlegt, es sind aber natürlich auch zwei unterschiedliche Filter nach den Ausgängen denkbar, die dann jeweils eine unterschiedliche Mischung der Eingangssignale bekommen.

Zusätzlich gibt es einen (monophonen) Aux-Weg, über den sich ein Effekt-Modul (Hallspirale, BBD oder auch ein weiteres Filter) einschleifen lässt.

Zum Abgleich unterschiedlich lauter Eingangssignale gibt es pro Eingangssignal einen Gain-Regler, so dass man die Mischung mit in etwa gleich lauten Signalen vornehmen kann. Das ist besonders dann interessant, wenn man als Eingangssignale komplette Synthesizerstimmen mit deutlichen Lautstärkeunterschieden verwendet. Vier einzelne VCOs werden sich nicht so sehr im Grundpegel unterscheiden, dass eine Anpassung über die Gain-Regler erforderlich ist.

Ähnlich wie beim Interrupting Mixer A-138i gibt es pro Eingang einen Schalter zum Stummschalten des Signals. Das geht schneller, als den Level-Regler zurückzudrehen und man hat beim späteren erneuten Einschalten des Kanals wieder den ursprünglich eingestellten Level.

Konfiguration auf der Platine

Die Jumper für die 4 Pre/Post-Optionen des Auxweges pro Eingangskanal. Links = Abzweigung vor dem Level-Regler, rechts = nach dem Level-Regler. Das Anschlusskabel dient zum Verbinden mit dem Ausgangs-Modul A-138o oder zum Kaskadieren mit weiteren Mixern. Auf der rechten Seite ist ein entsprechender Eingang vorgesehen.

Für den Aux-Weg kann pro Eingangskanal über Steckbrücken (Jumper) konfiguriert werden, ob die Abzweigung vor oder nach dem Level-Regler erfolgt. Wer schon einmal ein Mischpult in den Händen hatte, kennt, diese Pre/Post-Fader Optionen: Für die meisten Fälle ist es sinnvoll, z.B. für ein Effektgerät das Signal erst nach dem Regler für den Pegel abzuzweigen. Auf diese Weise erhöht und erniedrigt sich der Effekt-Anteil mit der Lautstärke des betreffenden Kanals.

Manchmal möchte man aber auch das Gegenteil: Ein Kanal wird ausgeblendet, aber der Hall für das entsprechende Signal bleibt „geisterhaft“ bestehen. Für diese Zwecke würde man den Aux-Weg schon vor dem Regler für den Pegel abzweigen.

Ein anderer „klassischer“ Einsatz für die Abzweigung des Aux-Weges vor dem Lautstärkeregler ist die Erstellung eines unabhängigen Monitor-Mixes. Die Aux-Regler stellen damit einen komplett unabhängigen „zweiten Mixer“ im Mixer dar.

Alternativen

Wenn die Mischung nicht in Stereo sein muss, dann gibt es tatsächlich eine Vielzahl anderer Mixer, wie etwa die A-138a und A-138b Mixer. Beide lassen sich allerdings nicht in der Anzahl Eingänge erweitern (der A-138x Mix Expander wird schon lange nicht mehr hergestellt und war zudem eher etwas für DIY-Projekte).

Die naheliegendste Alternative (oder Ergänzung!) für eine Stereo-Mischung ist der A-135-4 Voltage Controlled Performance Mixer. Neben allen Features des A-138p lässt sich jeder Parameter (Aux-Weg, Level, Panorama und Mute) über Steuerspannungen kontrollieren. Beide Mixer lassen sich auch beliebig miteinander kombinieren und an ein einzelnes Ausgangs-Modul A-138o anschließen.

Der A-135-3 ist ebenfalls ein Stereo-Mixer, sogar mit Spannungssteuerung, verfügt aber nicht über Auxweg, Mute oder Panorama (jeder der 4 Eingänge muss bereits in Stereo vorliegen).

Wer nur vier Eingänge manuell auf ein Stereo-Signal mischen möchte und auf Erweiterbarkeit, Auxwege und Mute verzichten kann, wird vielleicht beim A-138s Mini Stereo Mixer fündig. Wer eigentlich nur einen Mono-Vierfach-Mixer mit Mute-Möglichkeit sucht, sollte sich den A-138i Interrupting Mixer ansehen.

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-135-2 Quad VCA / Voltage Controlled Mixer

Der A-135-2 ist ein spannungsgesteuerter Vierfach-Mixer, der mit linearen VCAs arbeitet. Damit bietet er sich als platzsparende Alternative zum älteren A-135-1 an, der auch in der aktuellen Version 3 noch 10 TE zusätzlich zum A-135-2 benötigt.

Die Featureliste ist weitgehend vergleichbar: 4 regelbare CV-Eingänge, 4 Eingänge für Audio oder Steuerspannungen, ein Summen- und 4 Einzelausgänge, die VCAs können auch manuell geregelt werden. Der A-135-1 hat lediglich noch 4 Abschwächer für die zu verstärkenden Eingänge. Die geringe Größe des neuen Moduls ist natürlich praktisch, wenn der Platz im Case begrenzt ist, aber die kleineren Regler der neuen „Slim Line“ Module sind natürlich auch etwas weniger bequem zu handhaben.

Eine Besonderheit ist der „Selected“ Ausgang: Hier werden nur diejenigen Eingangssignale zusammengemischt, die nicht zuvor über die Einzelausgänge abgegriffen wurden. Die individuellen „Out“ Buchsen sind also als Schaltbuchsen ausgelegt – ein Feature, mit dem der ursprüngliche A-135-1 nicht aufwarten kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A135-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A135-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A135-2-SW

Betriebsarten

Wie bei fast allen neuen Modulen von Doepfer sind über Steckbrücken („Jumper“) auf der Platine zum Teil gravierende Anpassungen der grundsätzlichen Betriebsart des Moduls möglich. Die werkseitige Konfiguration ist ein 4-in-1 Mixer mit zusätzlichen Einzelausgängen.

Für einen 4-in-2 Stereomixer, der ohne Panoramaregelung usw. einfach zwei Stereosignale zu einem einzigen Stereosignal mischen soll, werden die Eingänge 1 und 3 nur von der ersten Steuerspannung beeinflusst, die Eingänge 2 und 4 nur von der zweiten. Somit kann man zwei Stereosignale spannungsgesteuert mischen.

Stereo-Mixer über Multiples realisiert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Steuerung aller vier VCAs gleichzeitig über den Eingang „CV 1“, was etwa bei polyphonen Anwendungen (gemeinsame Volumenregelung, gemeinsame Regelung von vier Modulationsquellen usw.) sinnvoll sein kann. Das ist exakt die Funktion des mittlerweile nicht mehr lieferbaren A-132-2 (der allerdings über zwei CV-Eingänge verfügt).

Beide Varianten lassen sich allerdings auch ganz einfach über Multiples lösen, über die man die Steuerspannungen entsprechend auf die CV-Eingänge verteilt.

Die Jumper für die Normalisierung der Eingänge sitzen an der Unterseite des Moduls auf der Platine nahe der Frontplatte.

Interessanter ist die Möglichkeit, die Eingangssignale „In 2“ bis „In 4“ mit dem jeweils vorhergehenden Eingangssignal vorzubelegen („Normalisierung“ der Eingänge). Damit lässt sich ein einziges Signal spannungsgesteuert auf vier unterschiedliche Filter usw. weiterleiten. Das ist beim „großen Bruder“ A-135-1 ab Werk so eingestellt und für den A-135-2 durchaus als Standard-Konfiguration sinnvoll: Man kann die Vorbelegungen ja jederzeit durch Einstecken eines Patchkabels umgehen. Die Normalisierung erfolgt individuell pro Eingang („In 2“ bis „In 4“) durch einen aufgesteckten Jumper.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -40 mA (-12V)

A-135-1 Voltage Controlled Mixer / Quad Voltage Controlled Amplifier

Der A-135-1 Voltage Controlled Mixer ist eine praktische Kombination aus vier VCAs und einem Mischer. Nach der überbreiten ersten Version hat Doepfer im Mai 2013 einen schmäleren Nachfolger vorgestellt, der zudem neben dem Summenausgang über vier Einzelausgänge verfügt. „Schmäler“ ist allerdings nach heutigen Doepfer-Standards relativ: Das Modul benötigt immer noch 18 TE. Wem das zu „barock“ für das kleine Modularsystem ist, wird sich eher an die neue „Slim Line“ – Version A-135-2 mit nur 8 TE halten, die zwar über keine Abschwächer für die Eingänge verfügt, dafür aber auch nur 8 TE Platz benötigt.

Die Verstärker arbeiten linear. Bei jedem der vier Kanäle kann das Eingangssignal mit einem Abschwächer angepasst werden, eine konstante Verstärkung (»Gain«-Regler), sowie das Ausmaß der Amplitudenmodulation durch externe Steuerspannungen eingestellt werden.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A135-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A135-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A135-1-SW

Morphing

Morphing mit dem A-144 und dem A-135-1 (hier noch in der ersten Version ohne Einzelausgänge).

Die Verbindung des VC Mixers mit dem A-144 Morphing Controller ist eine naheliegende Kombination: Vier verschiedene Audiosignale können damit sehr einfach überblendet werden.

Mit dem A-144 Morphing Controller kann der A-135 VC Mixer vier Audioquellen der Reihe nach ineinander überblenden. Das können vier Schwingungsformen eines VCOs sein, verschiedene Geräusche und Töne aus unterschiedlichen Rauschgeneratoren und Oszillatoren, aber auch komplette »Synthesizerstimmen«.

Negative Steuerspannungen

Der »Gain«-Regler kann auch zum Ausgleich verwendet werden, wenn negative Steuerspannungen (z.B. von LFOs) als Modulationssignale eingesetzt werden, die sonst bei Unterschreiten von 0 V keine weitere Modulation der Amplitude bewirken würden.

Versionsunterschiede

Vom A-135-1 existieren mittlerweile drei verschiedene Versionen, die Modulnummer und -bezeichnung wurde beibehalten.

Ursprüngliche Version1 ohne Einzelausgänge.
  • Version 1: 22 TE breit, 55 mm tief, Strombedarf +30/-20 mA. Keine Einzelausgänge, das Modul ist nicht zur Verstärkung von Steuerspannungen, sondern ausschließlich für Audiosignale geeignet.
  • Version 2 ab Mai 2013: 18 TE breit, 50 mm tief, Strombedarf +60/-50 mA. Vier Einzelausgänge, das Modul ist gleichspannungsgekoppelt und verarbeitet sowohl Audio- als auch Steuerspannungen.
  • Version 3 ab Januar 2014: Wie Version 2, zusätzlich sind sämtliche Eingänge normalisiert, d.h. ohne zusätzliche Stecker in den Eingangsbuchsen 2-4 liegt das Signal von Eingang 1 auf allen vier Audiowegen (analog für die vier Steuerspannungseingänge). Per Jumper auf der Platine kann der Summenausghang so konfiguriert werden, dass er bereits aus Einzelausgängen abgegriffene Signale aus der Summe herausnimmt.

Technische Daten

VersionVersion 2 & 3Version 1
Breite18 TE22 TE
Tiefe50 mm55 mm
Strombedarf60 mA (+12V) / -50 mA (-12V)30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-132-4 Quad exponential Voltage Controlled Amplifier / Mixer

Der A-132-4 Quad exponential VCA besteht aus vier Teilmodulen, die separat, aber auch mit einer gemeinsamen Steuerspannung kontrolliert werden können.

Wie der A-132-1 scheint auch der Quad exponential VCA eher spartanisch ausgestattet zu sein: Eingang – Ausgang – zwei Steuerspannungseingänge ohne weitere Regler. Allerdings bietet er auch vier recht hochwertige Verstärker inkl. Summenausgang auf sehr kleinem Raum und wird in Sachen „VCAs pro TE“ wohl nur noch vom neuen A-130-8 übertroffen, der es auf ganze acht (lineare) VCAs bei ebenfalls nur 6 TE bringt. Wir werden aber etwas weiter unten sehen, dass trotz der sparsam ausgestatteten Frontplatte eine ganze Menge an Konfigurationsmöglichkeiten in dem kleinen Modul stecken.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes der 4 Teilmodule):

CTRL-A132-4-IN

Ausgänge (für jedes der 4 Teilmodule):

CTRL-A132-4-OUT

Konfiguration über die Platine

Eine der großen Stärken des Quad VCAs ist seine recht umfangreiche Konfigurierbarkeit über Jumper auf den Platinen des Moduls:

  • Festlegung, welche(s) der Teilmodule im Summenausgang gemischt wird (werkseitig eingestellter Standard: alle).
  • Nutzung der Buchse ganz links unten für den Summenausgang oder als zweiter Steuerspannungs-Eingang (Standard: Summenausgang) für das unterste Teilmodul (VCA4).
  • „Normalisierung“ der Steuerspannungsbuchsen C2, C3 und C4 mit der Spannung an C1 – damit können alle vier Teilmodule gleichzeitig mit einer einzigen Spannung gesteuert werden. Sobald man ein Patchkabel in eine der Schaltbuchsen C2-C4 steckt, wird die Vorbelegung für dieses Teilmodul unterbrochen (Standard: Normalisierung aller 3 Buchsen).
  • Vorbelegung der Steuerspannungsbuchse C1 mit einer geringen negativen Spannung. Damit schließen mit C1 alle verbundenen Teilmodule vollständig, auch wenn an C1 kein Patchkabel angeschlossen ist (Standard: Buchse ist vorbelegt).
  • „Normalisierung“ der Eingänge „In2“, „In3“ und „In4“ mit dem Eingang (oder jeweils wahlweise auch dem Ausgang) des obersten Teilmoduls 1 (Standard: jeweils „In1“). Auch die Eingänge 2-4 sind natürlich als Schalltbuchsen ausgelegt, die diese Vorbelegungen jeweils unterbrechen.
  • Zusätzlich zu den Jumpern existieren vier Trimmpotentiometer um für jeden der VCAs die Empfindlichkeit anzupassen.
BOARD-A132-4A-2

BOARD-A132-4B

Audio gut, Morphing leider nicht

Mit der exponentiellen Charakteristik der Verstärkung ist das Modul besser für die Verstärkung von Audiosignalen als von Steuerspannungen geeignet.

Leider erzeugt es aufgrund dieser Charakteristik gemeinsam mit dem A-144 Morphing Controller keine fließenden Übergänge, so dass es nicht als (platzsparender) Ersatz für den A-135-1 VC Mixer eingesetzt werden kann. Der A-144 liefert linear steigende und fallende Steuerspannungen und benötigt daher auch linear arbeitende Verstärker. Aber vielleicht bringt Doepfer ja mal einen Nachfolger des leider nicht mehr lieferbaren A-144 mit zwischen zwischen linear und exponentiell umschaltbaren Ausgängen?

Bis dahin sind die neuen Module A-130-8 oder auch A-135-2 sehr gute mehrfach-VCAs für Morphing, wenn der A-135-1 zu sperrig ist. Oder auch zwei A-132-1, die seit 2013 mit sehr hochwertigen Verstärkerbausteinen ausgestattet sind.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe60 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138c Polarizing Mixer

Das Modul ist ein Auslaufmodell und wird künftig nicht mehr hergestellt werden.

Stand: Juni 2021

Der A-138c Polarizing Mixer ist zum flexiblen Mischen von Steuerspannungen geeignet, kann aber auch für spezielle Audioanwendungen eingesetzt werden.

Die Eingangssignale werden entweder positiv (Reglerpositionen rechts von der »12 Uhr«-Position) oder invertiert, d.h. mit umgekehrtem Vorzeichen (Reglerposition links von »12 Uhr«) zur Summe hinzugefügt.

Die Nullposition (kein Signal wird durchgelassen) liegt in der Mittelstellung der Regler (»12 Uhr«).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138c-IN

Ausgänge:

CTRL-A138c-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138c-SW

Mischen und Invertieren von Steuerspannungen

Für das Mischen von Steuerspannungen ist der A-138c eine Alternative zum A-138a, weil hier zusätzlich mit den invertierten Signalen gearbeitet werden kann – man spart sich ggf. einen Invertierer. Andererseits wird dieser Komfort durch einen halbierten Reglerweg erkauft – die andere Hälfte deckt ja jeweils den Pegel des gleichen Signals, nur mit anderem Vorzeichen ab.

Mischen und Invertieren von Audiosignalen

Bei Audiosignalen ist der Einsatz von zueinander synchronen Eingangssignalen interessant (wenn auch ganz bestimmt nicht zwingend erforderlich), weil man dabei gezielt mit Auslöschungen / Additionen auf der Ebene von einzelnen Schwingungen arbeiten kann.

Zwei synchronisierte VCOs, der Sinus wird vom Sägezahn subtrahiert.

Die Signale zweier A-110-1 VCOs werden gemischt: ein Signal »normal« (+5), das andere invertiert (-3). Die dabei entstehenden Auslöschungen klingen anders als bei gleich gepolten Signalen: Das Ergebnis erinnert eher an eine Pulsschwingung.

Synchrone Schwingungen erhält man z.B. beim Mischen der Einzelausgänge eines einzelnen Oszillators oder über eine Synchronisation (Sync-Buchse) von Oszillatoren.

Regelbare Spannungsquelle -5V bis +5V

Wie bei den A-138a / A-138b Mixern oder dem A-138m Matrix Mixer kann auch beim A-138c der erste Kanal als Offsetgenerator eingesetzt werden, in diesem Fall für eine Spannung von -5V bis +5V.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138e Quad Three-Way Crossfader / Mixer / Polarizer

Der A-138e Quad Crossfader / Mixer / Polarizer besteht aus vier identischen Sub-Modulen, die auf kleinem Raum wieder eine Reihe von recht unterschiedlichen Funktionen bereitstellen. Das Ganze auf noch moderaten 16 TE ist ein nettes »Schweizer Taschenmesser« zum Mischen und Überblenden von Audiosignalen oder Steuerspannungen.

Doepfer nennt nicht weniger als 5 unterschiedliche Funktionen für das Modul. Welche davon genutzt wird, hängt von der Stellung des Schalters, sowie davon ab, welche der Eingangsbuchsen verwendet werden. Die Vielseitigkeit bedeutet hier eine gewisse Einarbeitungszeit, bis man das Modul intuitiv und schnell einsetzen kann.

Bedienelemente (4-fach identisch vorhanden)

Eingänge:

CTRL-A138e-IN

Ausgänge:

CTRL-A138e-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138e-SW

Einsatz als dreifacher Crossfader:

Dreifacher Crossfader.

Bei Nutzung aller 3 Eingangsbuchsen kann der Ausgang zwischen den 3 Signalen von »A« über »B« nach »C« weich überblendet werden: Reglerposition ganz links gibt nur »A« aus, zwischen links und der Mitte eine Mischung von »A« und »B«, ganz in der Mitte nur »B«, weiter rechts dann eine Mischung aus »B« und »C« und bei ganz rechter Position nur Signal »C«. Der Schalter für den Eingang B befindet sich auf der rechten Position.

Einsatz als zweifacher Crossfader:

Zweifacher Crossfader.

Wenn man nun den Stecker aus der Buchse »B« zieht, bleibt ein Crossfader für »A« und »B« übrig (der Schalter unter der Buchse »B« befindet sich auf der linken Position – damit ist der Schaltkontakt der Buchse »B« offen). Der Regler bestimmt wie bei einem klassischen Crossfader das Mischungsverhältnis von »A« und »C«: Ganz links liegt nur »A« am Ausgang an, in der Mitte beide Signale mit gleichem Pegel, ganz rechts nur Signal »C«.

Einsatz als zweifacher Abschwächer:

Zweifacher Abschwächer.

Ähnlich dem Crossfader, nur ist diesmal der Schalter unter der Buchse »B« auf der rechten Position, der Schaltkontakt der Buchse »B« wird damit geerdet. Das hat zur Folge, dass in der Mittelposition des Reglers kein Signal zu hören ist. Ansonsten kann das Signal »A« mit der linken Hälfte des Reglerwegs eingeblendet werden (Maximum bei Reglerposition ganz links), Signal »C« mit der rechten Hälfte der Reglerposition.

Einsatz als einfacher Polarisierer:

Einfacher Polarisierer.

Das Eingangssignal liegt nur an Buchse »A« an, »B« und »C« bleiben ungenutzt. Intern ist aber »C« eine Schaltbuchse, an der ohne Stecker das invertierte Signal von »A« anliegt. Somit wird zwischen »A« und einem invertierten Signal »A« überblendet. Der Regler bestimmt jetzt Pegel und Polarisierung des Eingangssignals: Ganz links wird das Eingangssignal von »A« ausgegeben, in Mittelstellung kein Signal und ganz rechts das invertierte Eingangssignal »A«.

Kombination aus Crossfader und Polarisierer (2 Eingangssignale):

Kombination aus Crossfader und Polarisierer.

Eingangssignale liegen diesmal an den Buchsen »A« und »B« an – und somit das invertierte Signal von »A« an der Schaltbuchse »C«: Damit haben wir wieder einen dreifachen Crossfader, diesmal aber zwischen »A« und »B« auf der linken Hälfte des Reglerwegs und zwischen »B« und dem invertierten »A« auf der rechten Seite des Reglerwegs.

Eigentlich haben wir also immer einen dreifachen Crossfader vor uns, aber bei unbenutzter Buchse »B« kann diese entweder »ignoriert« (Schalter links) oder als »leeres Signal« (Schalter rechts) eingesetzt werden, bei ungenutzter Buchse »C« liegt dort das invertierte Signal von »A« an und ermöglicht den Einsatz als Polarisierer.

Notfalls auch als einfacher Inverter

Das Modul kann auch als einfacher Invertierer genutzt werden, da das invertierte Signal der Eingangsbuchse »A« an einer separaten Ausgangsbuchse anliegt.

Mischung der drei oberen Sektionen

Bei Bedarf können die obersten drei Sektionen in der untersten Sektion gemischt werden – damit lassen sich auch vergleichsweise komplexe Crossfades 7 Mischungen realisieren.

Über das Setzen eines internen Jumpers kann das unterste Sub-Modul als Mischer für die oberen drei Sub-Module genutzt werden. Werkseitig ist dieser nicht gesetzt und nur auf einen der beiden Pins aufgesteckt.

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-138m Matrix Mixer

Der A-138m Matrix Mixer ist ein höchst vielseitiges Werkzeug zum Mischen und Verteilen von Signalen. Wie der A-138c Polarizing Mixer spielt er seine Stärken bei Steuerspannungen aus, ist aber ebenfalls für Audiosignale geeignet.

Jeder der vier Eingangskanäle hat nicht nur einen einzelnen Regler, der den Anteil des Eingangs an einem Summensignal regelt, sondern gleich vier Regler für vier unabhängige Summensignale.

Jedes Summensignal liegt an einer eigenen Ausgangsbuchse an. Zusätzlich kann pro Ausgangskanal zwischen »normalem« Mischen und einer Mischung wie bei einem Polarisierer (d.h. positives oder invertiertes Signal ist möglich) umgeschaltet werden.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138m-IN

Ausgänge:

CTRL-A138m-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138m-SW

Vom Tiefpass- zum Hochpassfilter

Ein A-108 als Hochpassfilter. Wichtig ist die richtige Abstimmung der Amplituden von Original- und gefiltertem Signal. Stellen Sie zunächst am A-138m den Regler »B1« auf Rechtsanschlag und den Regler »B2« auf Linksanschlag, sowie am A-108 den Regler »Freq.« auf Maximum. Jetzt können Sie am A-108 mit dem Regler »Audio Level« einen Eingangspegel einstellen, mit dem Sie fast nur noch hochfrequente Anteile des Originalsignals hören: Fertig ist das Hochpassfilter!

Mit dem Matrix Mixer lässt sich sehr einfach ein Tiefpassfilter in ein Hochpassfilter umwandeln. Achtung: Das funktioniert nicht bei allen Filtern, beim A-105 konnte ich z.B. keine überzeugenden Resultate erzielen. Das Patch mischt einfach gefiltertes und ungefiltertes Signal, und zwar eines davon invertiert. Durch die entstehenden Aus­löschungen werden die Signale »voneinander abgezogen«.

Die Selbstresonanz des Filters funktioniert bei diesem »getricksten« Hochpassfilter meist nicht besonders gut, sie macht das Hochpassfilter eher durchlässiger – ausprobieren!

Schaltzentrale für Modulationen

Sehr praktisch ist auch die Verwendung als »Schaltzentrale« für die wichtigsten Modulationsquellen eines Synthesizers: Verschiedene LFOs und Hüllkurven als Eingangssignale und markante Modulationsziele (Eckfrequenz, VCA-Verstärkung, ggf. Tonhöhe usw.) an den vier Ausgängen dieser »Modulationsmatrix«.

Der A-138m als Modulationsmatrix für verschiedene Steuerspannungen und Steuerspannungsziele.

Ein Klangbeispiel für eine solche Modulationsmatrix findet man im Beitrag über den A-137-1 Wave Multiplier I.

Offset-Generator

Der Matrix-Mixer kann auch als vierfacher Offset-Generator eingesetzt werden: Input 1 ist als Schaltbuchse ausgelegt, ohne ein gestecktes Patchkabel in diesem Eingang erzeugen die obersten vier Regler eine konstante Spannung – jeweils an den Ausgängen A bis D. Die Regelung der Offsetspannung kann über die Schalter jeweils als unipolar oder bipolar eingestellt werden, allerdings ist im bipolaren Modus der 0 V – Punkt nicht ganz leicht zu treffen, da die Regler keine Mittenrasterung aufweisen.

Ab Werk kann die oberste Reihe der Regler für Offsetspannungen verwendet werden. Um dieses Feature auszuschalten, muss der abgebildete Jumper auf der Platine entfernt werden (was man aber kaum jemals benötigen wird).

Technische Daten

Breite20 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-185-2 Precision CV Adder

Das Modul A-185-2 Precision Adder / Bus Access Module ist leider noch immer etwas »unterschätzt«, sollte aber in keinem System fehlen, das mit mehr als einem VCO arbeitet.

Ein Aufholverstärker sorgt dafür, dass mehrere VCOs von derselben Spannungsquelle gesteuert werden können, ohne dass diese durch die »Verbraucher« verändert wird. Die Steuerspannung wird in die CV-Leitung des A-100 Busses geleitet.

Zusätzlich können aber noch mehrere solcher Steuerspannungen addiert werden, es gibt einen Abschwächer, Invertierer, eine präzise 1,0 V – Vorbelegung, sowie mehrere Ausgänge (für VCOs auf anderen A-100 Bussen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A185-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A185-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A185-2-SW

»Oscillator Driver«?

Bei den klassischen Moog-Modularsystemen wurden mehrere 921B-Oszillatoren normalerweise durch einen 921A Oszillator Driver angesteuert. Ähnlich kann der A-185-2 stabil die Frequenz mehrerer VCOs steuern und liefert dabei gleich noch einen Oktav-Umschalter mit, der alle angeschlossenen VCOs gleichzeitig steuert.

Spannungs-„Presets“

Auch wenn an keinem der Eingänge des A-185-2 eine Spannung anliegt, kann man über die „+1“ und „-1“ Schalter eine konstante Spannung von jeweils 1 Volt (plus oder minus) erzeugen, die die angeschlossenen VCOs um genau eine Oktave nach oben oder unten transponieren.

Schaltbuchse beim A-110

Der Einsatz mit mehreren VCOs ist mit den A-110-1 etwas flexibler, da die Bus-Verbindung über deren Schaltbuchse »CV1« aufgetrennt werden kann. Bei mehreren A-111-1 (oder A-111-5) ist das leider nicht möglich. Will man mehrere A-111-1 dennoch getrennt betreiben, kann man versuchen, die Bus-Spannung über den invertierten A-185-2 Ausgang zu »neutralisieren«.

Wenn drei A-111-1 VCOs am gleichen Bus durch einen A-185-2 versorgt werden, aber einer unabhängig gesteuert werden soll, kann man die Bus-Leitung durch die invertierte Spannung »neutralisieren«.

Wichtig: Buszugriff!

Wie bei allen Modulen, die »schreibend« auf den A-100 Bus zugreifen gilt auch hier:

Maximal 1 solches Modul pro Bus, sonst wird ein Kurzschluss der CV-Leitung erzeugt.

Die Bus-Verbindung kann aber über einen Jumper aufgetrennt werden.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-138b Exponential Mixer

Die beiden Mischer A-138a und A-138b sind beinahe baugleich. Einziger Unterschied: der A-138a arbeitet mit linearer, der A-138b mit exponentieller Charakteristik.

Warum gibt es diese zwei Varianten für einen Mischer? Unser Gehör ist so »gebaut«, dass eine Vervielfachung der Lautstärke als lineare Zunahme empfunden wird (sog. »Weber-Fechner-Gesetz« der Psychophysik). Wenn Verstärker oder Mischer exponentiell arbeiten, bewirkt der gleiche Reglerweg im unteren Volumenbereich eine viel geringere physikalische Leistungsänderung als im oberen. Wir empfinden genau das aber als linear und »natürlich«.

Anders bei Steuersignalen für Filter usw.: Hier ist ein linearer Zusammenhang zwischen Reglerweg und Abschwächung des Eingangssignals praktischer.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138b-IN

Ausgänge:

CTRL-A138b-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138b-SW

Mischer für Audio

Zumindest ein Audio-Mischer (wie der A-138b) wird in jedem Modularsystem vorhanden sein, sobald man mehr als einen Oszillator für eine herkömmliche Synthesizerstimme einsetzen möchte.

Der A-138a dagegen ist erst für komplexere Modulationen oder größere Systeme nützlich, weil viele Module bereits über mindestens zwei Modulationseingänge verfügen.

Regelbare Spannungsquelle

Ein A-138 Mischer (hier die lineare Variante) als Spannungsquelle.

Ab Baujahr 2004 kann der Mischer auch als regelbare Spannungsquelle benutzt werden, solange die Eingangsbuchse »Input 1« (Schaltbuchse) unbenutzt ist.

Mit dem Regler »In 1« kann die Höhe der Spannung eingestellt werden (vergleichbar mit der Offset-Funktion des Moduls A-183-2 Offset / Attenuator). Spannungen an den anderen drei Eingängen werden zur Offsetspannung dazu gemischt.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)