A-135-2 Quad VCA / Voltage Controlled Mixer

Der A-135-2 ist ein spannungsgesteuerter Vierfach-Mixer, der mit linearen VCAs arbeitet. Damit bietet er sich als platzsparende Alternative zum älteren A-135-1 an, der auch in der aktuellen Version 3 noch 10 TE zusätzlich zum A-135-2 benötigt.

Die Featureliste ist weitgehend vergleichbar: 4 regelbare CV-Eingänge, 4 Eingänge für Audio oder Steuerspannungen, ein Summen- und 4 Einzelausgänge, die VCAs können auch manuell geregelt werden. Der A-135-1 hat lediglich noch 4 Abschwächer für die zu verstärkenden Eingänge. Die geringe Größe des neuen Moduls ist natürlich praktisch, wenn der Platz im Case begrenzt ist, aber die kleineren Regler der neuen „Slim Line“ Module sind natürlich auch etwas weniger bequem zu handhaben.

Eine Besonderheit ist der „Selected“ Ausgang: Hier werden nur diejenigen Eingangssignale zusammengemischt, die nicht zuvor über die Einzelausgänge abgegriffen wurden. Die individuellen „Out“ Buchsen sind also als Schaltbuchsen ausgelegt – ein Feature, mit dem der ursprüngliche A-135-1 nicht aufwarten kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A135-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A135-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A135-2-SW

Betriebsarten

Wie bei fast allen neuen Modulen von Doepfer sind über Steckbrücken („Jumper“) auf der Platine zum Teil gravierende Anpassungen der grundsätzlichen Betriebsart des Moduls möglich. Die werkseitige Konfiguration ist ein 4-in-1 Mixer mit zusätzlichen Einzelausgängen.

Für einen 4-in-2 Stereomixer, der ohne Panoramaregelung usw. einfach zwei Stereosignale zu einem einzigen Stereosignal mischen soll, werden die Eingänge 1 und 3 nur von der ersten Steuerspannung beeinflusst, die Eingänge 2 und 4 nur von der zweiten. Somit kann man zwei Stereosignale spannungsgesteuert mischen.

Stereo-Mixer über Multiples realisiert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Steuerung aller vier VCAs gleichzeitig über den Eingang „CV 1“, was etwa bei polyphonen Anwendungen (gemeinsame Volumenregelung, gemeinsame Regelung von vier Modulationsquellen usw.) sinnvoll sein kann. Das ist exakt die Funktion des mittlerweile nicht mehr lieferbaren A-132-2 (der allerdings über zwei CV-Eingänge verfügt).

Beide Varianten lassen sich allerdings auch ganz einfach über Multiples lösen, über die man die Steuerspannungen entsprechend auf die CV-Eingänge verteilt.

Die Jumper für die Normalisierung der Eingänge sitzen an der Unterseite des Moduls auf der Platine nahe der Frontplatte.

Interessanter ist die Möglichkeit, die Eingangssignale „In 2“ bis „In 4“ mit dem jeweils vorhergehenden Eingangssignal vorzubelegen („Normalisierung“ der Eingänge). Damit lässt sich ein einziges Signal spannungsgesteuert auf vier unterschiedliche Filter usw. weiterleiten. Das ist beim „großen Bruder“ A-135-1 ab Werk so eingestellt und für den A-135-2 durchaus als Standard-Konfiguration sinnvoll: Man kann die Vorbelegungen ja jederzeit durch Einstecken eines Patchkabels umgehen. Die Normalisierung erfolgt individuell pro Eingang („In 2“ bis „In 4“) durch einen aufgesteckten Jumper.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -40 mA (-12V)

A-135-1 Voltage Controlled Mixer / Quad Voltage Controlled Amplifier

Der A-135-1 Voltage Controlled Mixer ist eine praktische Kombination aus vier VCAs und einem Mischer. Nach der überbreiten ersten Version hat Doepfer im Mai 2013 einen schmäleren Nachfolger vorgestellt, der zudem neben dem Summenausgang über vier Einzelausgänge verfügt. „Schmäler“ ist allerdings nach heutigen Doepfer-Standards relativ: Das Modul benötigt immer noch 18 TE. Wem das zu „barock“ für das kleine Modularsystem ist, wird sich eher an die neue „Slim Line“ – Version A-135-2 mit nur 8 TE halten, die zwar über keine Abschwächer für die Eingänge verfügt, dafür aber auch nur 8 TE Platz benötigt.

Die Verstärker arbeiten linear. Bei jedem der vier Kanäle kann das Eingangssignal mit einem Abschwächer angepasst werden, eine konstante Verstärkung (»Gain«-Regler), sowie das Ausmaß der Amplitudenmodulation durch externe Steuerspannungen eingestellt werden.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A135-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A135-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A135-1-SW

Morphing

Morphing mit dem A-144 und dem A-135-1 (hier noch in der ersten Version ohne Einzelausgänge).

Die Verbindung des VC Mixers mit dem A-144 Morphing Controller ist eine naheliegende Kombination: Vier verschiedene Audiosignale können damit sehr einfach überblendet werden.

Mit dem A-144 Morphing Controller kann der A-135 VC Mixer vier Audioquellen der Reihe nach ineinander überblenden. Das können vier Schwingungsformen eines VCOs sein, verschiedene Geräusche und Töne aus unterschiedlichen Rauschgeneratoren und Oszillatoren, aber auch komplette »Synthesizerstimmen«.

Negative Steuerspannungen

Der »Gain«-Regler kann auch zum Ausgleich verwendet werden, wenn negative Steuerspannungen (z.B. von LFOs) als Modulationssignale eingesetzt werden, die sonst bei Unterschreiten von 0 V keine weitere Modulation der Amplitude bewirken würden.

Versionsunterschiede

Vom A-135-1 existieren mittlerweile drei verschiedene Versionen, die Modulnummer und -bezeichnung wurde beibehalten.

Ursprüngliche Version1 ohne Einzelausgänge.
  • Version 1: 22 TE breit, 55 mm tief, Strombedarf +30/-20 mA. Keine Einzelausgänge, das Modul ist nicht zur Verstärkung von Steuerspannungen, sondern ausschließlich für Audiosignale geeignet.
  • Version 2 ab Mai 2013: 18 TE breit, 50 mm tief, Strombedarf +60/-50 mA. Vier Einzelausgänge, das Modul ist gleichspannungsgekoppelt und verarbeitet sowohl Audio- als auch Steuerspannungen.
  • Version 3 ab Januar 2014: Wie Version 2, zusätzlich sind sämtliche Eingänge normalisiert, d.h. ohne zusätzliche Stecker in den Eingangsbuchsen 2-4 liegt das Signal von Eingang 1 auf allen vier Audiowegen (analog für die vier Steuerspannungseingänge). Per Jumper auf der Platine kann der Summenausghang so konfiguriert werden, dass er bereits aus Einzelausgängen abgegriffene Signale aus der Summe herausnimmt.

Technische Daten

Version 2 & 3Version 1
Breite18 TE22 TE
Tiefe50 mm55 mm
Strombedarf60 mA (+12V) / -50 mA (-12V)30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-132-4 Quad exponential Voltage Controlled Amplifier / Mixer

Der A-132-4 Quad exponential VCA besteht aus vier Teilmodulen, die separat, aber auch mit einer gemeinsamen Steuerspannung kontrolliert werden können.

Wie der A-132-1 scheint auch der Quad exponential VCA eher spartanisch ausgestattet zu sein: Eingang – Ausgang – zwei Steuerspannungseingänge ohne weitere Regler. Allerdings bietet er auch vier recht hochwertige Verstärker inkl. Summenausgang auf sehr kleinem Raum und wird in Sachen „VCAs pro TE“ wohl nur noch vom neuen A-130-8 übertroffen, der es auf ganze acht (lineare) VCAs bei ebenfalls nur 6 TE bringt. Wir werden aber etwas weiter unten sehen, dass trotz der sparsam ausgestatteten Frontplatte eine ganze Menge an Konfigurationsmöglichkeiten in dem kleinen Modul stecken.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes der 4 Teilmodule):

CTRL-A132-4-IN

Ausgänge (für jedes der 4 Teilmodule):

CTRL-A132-4-OUT

Konfigurationsmöglichkeiten

Eine der großen Stärken des Quad VCAs ist seine recht umfangreiche Konfigurierbarkeit über Jumper auf den Platinen des Moduls:

  • Festlegung, welche(s) der Teilmodule im Summenausgang gemischt wird (werkseitig eingestellter Standard: alle).
  • Nutzung der Buchse ganz links unten für den Summenausgang oder als zweiter Steuerspannungs-Eingang (Standard: Summenausgang) für das unterste Teilmodul (VCA4).
  • „Normalisierung“ der Steuerspannungsbuchsen C2, C3 und C4 mit der Spannung an C1 – damit können alle vier Teilmodule gleichzeitig mit einer einzigen Spannung gesteuert werden. Sobald man ein Patchkabel in eine der Schaltbuchsen C2-C4 steckt, wird die Vorbelegung für dieses Teilmodul unterbrochen (Standard: Normalisierung aller 3 Buchsen).
  • Vorbelegung der Steuerspannungsbuchse C1 mit einer geringen negativen Spannung. Damit schließen mit C1 alle verbundenen Teilmodule vollständig, auch wenn an C1 kein Patchkabel angeschlossen ist (Standard: Buchse ist vorbelegt).
  • „Normalisierung“ der Eingänge „In2“, „In3“ und „In4“ mit dem Eingang (oder jeweils wahlweise auch dem Ausgang) des obersten Teilmoduls 1 (Standard: jeweils „In1“). Auch die Eingänge 2-4 sind natürlich als Schalltbuchsen ausgelegt, die diese Vorbelegungen jeweils unterbrechen.
  • Zusätzlich zu den Jumpern existieren vier Trimmpotentiometer um für jeden der VCAs die Empfindlichkeit anzupassen.
BOARD-A132-4A-2

BOARD-A132-4B

Audio gut, Morphing leider nicht

Mit der exponentiellen Charakteristik der Verstärkung ist das Modul besser für die Verstärkung von Audiosignalen als von Steuerspannungen geeignet.

Leider erzeugt es aufgrund dieser Charakteristik gemeinsam mit dem A-144 Morphing Controller keine fließenden Übergänge, so dass es nicht als (platzsparender) Ersatz für den A-135-1 VC Mixer eingesetzt werden kann. Der A-144 liefert linear steigende und fallende Steuerspannungen und benötigt daher auch linear arbeitende Verstärker. Aber vielleicht bringt Doepfer ja mal einen Nachfolger des leider nicht mehr lieferbaren A-144 mit zwischen zwischen linear und exponentiell umschaltbaren Ausgängen?

Bis dahin sind die neuen Module A-130-8 oder auch A-135-2 sehr gute mehrfach-VCAs für Morphing, wenn der A-135-1 zu sperrig ist. Oder auch zwei -132-1, die seit 2013 mit sehr hochwertigen Verstärkerbausteinen ausgestattet sind.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe60 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138c Polarizing Mixer

Der A-138c Polarizing Mixer ist zum flexiblen Mischen von Steuerspannungen geeignet, kann aber auch für spezielle Audioanwendungen eingesetzt werden.

Die Eingangssignale werden entweder positiv (Reglerpositionen rechts von der »12 Uhr«-Position) oder invertiert, d.h. mit umgekehrtem Vorzeichen (Reglerposition links von »12 Uhr«) zur Summe hinzugefügt.

Die Nullposition (kein Signal wird durchgelassen) liegt in der Mittelstellung der Regler (»12 Uhr«).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138c-IN

Ausgänge:

CTRL-A138c-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138c-SW

Mischen und Invertieren von Steuerspannungen

Für das Mischen von Steuerspannungen ist der A-138c eine Alternative zum A-138a, weil hier zusätzlich mit den invertierten Signalen gearbeitet werden kann – man spart sich ggf. einen Invertierer. Andererseits wird dieser Komfort durch einen halbierten Reglerweg erkauft – die andere Hälfte deckt ja jeweils den Pegel des gleichen Signals, nur mit anderem Vorzeichen ab.

Mischen und Invertieren von Audiosignalen

Bei Audiosignalen ist der Einsatz von zueinander synchronen Eingangssignalen interessant (wenn auch ganz bestimmt nicht zwingend erforderlich), weil man dabei gezielt mit Auslöschungen / Additionen auf der Ebene von einzelnen Schwingungen arbeiten kann.

Zwei synchronisierte VCOs, der Sinus wird vom Sägezahn subtrahiert.

A-138c: Die Signale zweier A-110 VCOs werden gemischt: ein Signal »normal« (+5), das andere invertiert (-3). Die dabei entstehenden Auslöschungen klingen anders als bei gleich gepolten Signalen: Das Ergebnis erinnert eher an eine Pulsschwingung.

Synchrone Schwingungen erhält man z.B. beim Mischen der Einzelausgänge eines einzelnen Oszillators oder über eine Synchronisation (Sync-Buchse) von Oszillatoren.

Regelbare Spannungsquelle -5V bis +5V

Wie bei den A-183a / b Mixern oder dem A-138m Matrix Mixer kann auch beim A-138c der erste Kanal als Offsetgenerator eingesetzt werden, in diesem Fall für eine Spannung von -5V bis +5V.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138e Quad Three-Way Crossfader / Mixer / Polarizer

Der A-138e Quad Crossfader / Mixer / Polarizer besteht aus vier identischen Sub-Modulen, die auf kleinem Raum wieder eine Reihe von recht unterschiedlichen Funktionen bereitstellen. Das Ganze auf noch moderaten 16 TE ist ein nettes »Schweizer Taschenmesser« zum Mischen und Überblenden von Audiosignalen oder Steuerspannungen.

Doepfer nennt nicht weniger als 5 unterschiedliche Funktionen für das Modul. Welche davon genutzt wird, hängt von der Stellung des Schalters, sowie davon ab, welche der Eingangsbuchsen verwendet werden. Die Vielseitigkeit bedeutet hier eine gewisse Einarbeitungszeit, bis man das Modul intuitiv und schnell einsetzen kann.

Bedienelemente (4-fach identisch vorhanden)

Eingänge:

CTRL-A138e-IN

Ausgänge:

CTRL-A138e-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138e-SW

Einsatz als dreifacher Crossfader:

Dreifacher Crossfader.

Bei Nutzung aller 3 Eingangsbuchsen kann der Ausgang zwischen den 3 Signalen von »A« über »B« nach »C« weich überblendet werden: Reglerposition ganz links gibt nur »A« aus, zwischen links und der Mitte eine Mischung von »A« und »B«, ganz in der Mitte nur »B«, weiter rechts dann eine Mischung aus »B« und »C« und bei ganz rechter Position nur Signal »C«. Der Schalter für den Eingang B befindet sich auf der rechten Position.

Einsatz als zweifacher Crossfader:

Zweifacher Crossfader.

Wenn man nun den Stecker aus der Buchse »B« zieht, bleibt ein Crossfader für »A« und »B« übrig (der Schalter unter der Buchse »B« befindet sich auf der linken Position – damit ist der Schaltkontakt der Buchse »B« offen). Der Regler bestimmt wie bei einem klassischen Crossfader das Mischungsverhältnis von »A« und »C«: Ganz links liegt nur »A« am Ausgang an, in der Mitte beide Signale mit gleichem Pegel, ganz rechts nur Signal »C«.

Einsatz als zweifacher Abschwächer:

Zweifacher Abschwächer.

Ähnlich dem Crossfader, nur ist diesmal der Schalter unter der Buchse »B« auf der rechten Position, der Schaltkontakt der Buchse »B« wird damit geerdet. Das hat zur Folge, dass in der Mittelposition des Reglers kein Signal zu hören ist. Ansonsten kann das Signal »A« mit der linken Hälfte des Reglerwegs eingeblendet werden (Maximum bei Reglerposition ganz links), Signal »C« mit der rechten Hälfte der Reglerposition.

Einsatz als einfacher Polarisierer:

Einfacher Polarisierer.

Das Eingangssignal liegt nur an Buchse »A« an, »B« und »C« bleiben ungenutzt. Intern ist aber »C« eine Schaltbuchse, an der ohne Stecker das invertierte Signal von »A« anliegt. Somit wird zwischen »A« und einem invertierten Signal »A« überblendet. Der Regler bestimmt jetzt Pegel und Polarisierung des Eingangssignals: Ganz links wird das Eingangssignal von »A« ausgegeben, in Mittelstellung kein Signal und ganz rechts das invertierte Eingangssignal »A«.

Kombination aus Crossfader und Polarisierer (2 Eingangssignale):

Kombination aus Crossfader und Polarisierer.

Eingangssignale liegen diesmal an den Buchsen »A« und »B« an – und somit das invertierte Signal von »A« an der Schaltbuchse »C«: Damit haben wir wieder einen dreifachen Crossfader, diesmal aber zwischen »A« und »B« auf der linken Hälfte des Reglerwegs und zwischen »B« und dem invertierten »A« auf der rechten Seite des Reglerwegs.

Eigentlich haben wir also immer einen dreifachen Crossfader vor uns, aber bei unbenutzter Buchse »B« kann diese entweder »ignoriert« (Schalter links) oder als »leeres Signal« (Schalter rechts) eingesetzt werden, bei ungenutzter Buchse »C« liegt dort das invertierte Signal von »A« an und ermöglicht den Einsatz als Polarisierer.

Notfalls auch als einfacher Inverter

Das Modul kann auch als einfacher Invertierer genutzt werden, da das invertierte Signal der Eingangsbuchse »A« an einer separaten Ausgangsbuchse anliegt.

Mischung der drei oberen Sektionen

Bei Bedarf können die obersten drei Sektionen in der untersten Sektion gemischt werden – damit lassen sich auch vergleichsweise komplexe Crossfades 7 Mischungen realisieren.

Über das Setzen eines internen Jumpers kann das unterste Sub-Modul als Mischer für die oberen drei Sub-Module genutzt werden. Werkseitig ist dieser nicht gesetzt und nur auf einen der beiden Pins aufgesteckt.

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-138m Matrix Mixer

Der A-138m Matrix Mixer ist ein höchst vielseitiges Werkzeug zum Mischen und Verteilen von Signalen. Wie der A-138c Polarizing Mixer spielt er seine Stärken bei Steuerspannungen aus, ist aber ebenfalls für Audiosignale geeignet.

Jeder der vier Eingangskanäle hat nicht nur einen einzelnen Regler, der den Anteil des Eingangs an einem Summensignal regelt, sondern gleich vier Regler für vier unabhängige Summensignale.

Jedes Summensignal liegt an einer eigenen Ausgangsbuchse an. Zusätzlich kann pro Ausgangskanal zwischen »normalem« Mischen und einer Mischung wie bei einem Polarisierer (d.h. positives oder invertiertes Signal ist möglich) umgeschaltet werden.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138m-IN

Ausgänge:

CTRL-A138m-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138m-SW

Vom Tiefpass- zum Hochpassfilter

Ein A-108 als Hochpassfilter. Wichtig ist die richtige Abstimmung der Amplituden von Original- und gefiltertem Signal. Stellen Sie zunächst am A-138m den Regler »B1« auf Rechtsanschlag und den Regler »B2« auf Linksanschlag, sowie am A-108 den Regler »Freq.« auf Maximum. Jetzt können Sie am A-108 mit dem Regler »Audio Level« einen Eingangspegel einstellen, mit dem Sie fast nur noch hochfrequente Anteile des Originalsignals hören: Fertig ist das Hochpassfilter!

Mit dem Matrix Mixer lässt sich sehr einfach ein Tiefpassfilter in ein Hochpassfilter umwandeln. Achtung: Das funktioniert nicht bei allen Filtern, beim A-105 konnte ich z.B. keine überzeugenden Resultate erzielen. Das Patch mischt einfach gefiltertes und ungefiltertes Signal, und zwar eines davon invertiert. Durch die entstehenden Aus­löschungen werden die Signale »voneinander abgezogen«.

Die Selbstresonanz des Filters funktioniert bei diesem »getricksten« Hochpassfilter meist nicht besonders gut, sie macht das Hochpassfilter eher durchlässiger – ausprobieren!

Schaltzentrale für Modulationen

Sehr praktisch ist auch die Verwendung als »Schaltzentrale« für die wichtigsten Modulationsquellen eines Synthesizers: Verschiedene LFOs und Hüllkurven als Eingangssignale und markante Modulationsziele (Eckfrequenz, VCA-Verstärkung, ggf. Tonhöhe usw.) an den vier Ausgängen dieser »Modulationsmatrix«.

Der A-138m als Modulationsmatrix für verschiedene Steuerspannungen und Steuerspannungsziele.

Offset-Generator

Der Matrix-Mixer kann auch als vierfacher Offset-Generator eingesetzt werden: Input 1 ist als Schaltbuchse ausgelegt, ohne ein gestecktes Patchkabel in diesem Eingang erzeugen die obersten vier Regler eine konstante Spannung – jeweils an den Ausgängen A bis D. Die Regelung der Offsetspannung kann über die Schalter jeweils als unipolar oder bipolar eingestellt werden, allerdings ist im bipolaren Modus der 0 V – Punkt nicht ganz leicht zu treffen, da die Regler keine Mittenrasterung aufweisen.

Ab Werk kann die oberste Reihe der Regler für Offsetspannungen verwendet werden. Um dieses Feature auszuschalten, muss der abgebildete Jumper auf der Platine entfernt werden (was man aber kaum jemals benötigen wird).

Technische Daten

Breite20 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-183-2 Offset-Generator/Attenuator/Polarizer

Der A-183-2 Offset / Polarizer ist ein übersichtliches Modul, das trotzdem eine ganze Menge kann:

Es erzeugt eine manuell einstellbare konstante Spannung, zu der eine weitere externe Steuerspannung dazu gemischt werden kann – wahlweise auch invertiert. Und der Ausgang ist auch noch als Mini-Multiple ausgelegt. Das ist so eines der Module ohne viel „Blingbling“, die aber in keinem System fehlen sollten.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A183-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A183-2-SW

Manuelle Steuerung der VCO-Frequenz

Die Steuerspannung des LFOs und die konstante Offsetspannung aus dem A-183-2 werden addiert.

Konstante Spannungen wie sie ein Offsetgenerator liefert sind gut für eine manuelle (und nicht-tonale) Steuerung der VCO-Frequenz einsetzbar. Freilich könnte man die Tonhöhe auch über den Tune-Regler des VCOs verändern, die Rückkehr zum ursprünglichen – gestimmten – Zustand ist allerdings über den Offset-Regler deutlich einfacher. Zudem lassen sich mit dem A-183-2 viel größere Bereiche der Verstimmung erzielen (beim abgebildeten A-110-1 ist über den Tune-Regler lediglich eine Verstimmung um +/- 1/2 Oktave möglich).

In Kombination mit einem LFO, der über den Attenuator / Polarizer dazu gemischt wird, lassen sich schöne Effekt-Klänge erstellen.

Gemeinsam mit dem Max / Min

Einsatz als Abschwächer vor einem A-172 Max / Min.

Das Modul lässt sich auch schön in Verbindung mit einem A-172 Max / Min und einem Oszillator zur Steuerung des Clippings einsetzen.

Reizvoll ist dabei die Möglichkeit, über den Polarisierer des A-183-2 eine invertierte Version einer anderen Schwingungsform des VCOs mit dazu zu mischen bzw. mit der konstanten Offset-Spannung zu ergänzen, die sich ebenfalls direkt auf die Ergebnisse des Max / Min auswirkt.

Regelbereich für die Offsetspannung anpassen

Werkseitig wird das Modul so ausgeliefert, dass mit dem Offset-Regler eine Gleichspannung zwischen 0 und +5 V eingestellt werden kann. Mit Hilfe einer Steckbrücke („Jumper“) auf der Platine kann dieser Regelbereich stattdessen auch auf -5v bis +5 V eingestellt werden. Der Offset-Regler arbeitet dann bipolar, mit 0 V in der mittleren Position.

Zum Wechseln des Offset-Bereichs von 0 V – 5 v auf -5 V – +5 V wird der im Bild markierte Jumper auf die untere Position (bzw. in unserer Abbildung linke Position) gesetzt.

Einen Nachteil hat diese Modifikation allerdings: Der Offset-Regler verfügt nicht über eine Mittenrasterung, so dass das Auffinden der „0 Volt – Position“ nie ganz exakt erfolgen kann.

Der »Joker«

Oft ist es praktisch »mal eben« noch einen Abschwächer zur Verfügung zu haben, einen Polarisierer oder einen Offsetgenerator. Das Modul kann sehr gut als »Joker« eingesetzt werden, mit 4 TE ist der Platz dafür auch gut zu verschmerzen.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-183-1 Dual Attenuator

Der A-183-1 Dual Attenuator benötigt keine Stromversorgung. Die beiden identischen Teilmodule dienen dazu, Audiosignale oder Steuerspannungen abzuschwächen.

Im Grunde haben wir es mit einfachen Drehpotentiometern zu tun, die überall dort eingesetzt werden können, wo der Eingang eines Moduls über keinen Abschwächer verfügt, also beim Haupt-CV-Eingang aller VCOs und der meisten Filter. Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist die Regelung des Ausgangs eines Moduls, das anschließend über Multiples verteilt wird: So kann man mit einem Regler den Einfluss eines LFOs auf eine ganze Reihe anderer Module einstellen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A183-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A183-1-SW

Wenn der »Empfänger« eines Signals mal keinen Abschwächer hat

A-124 VCF mit mehreren Modulationssignalen, eines davon wird über den A-183-1 Abschwächer geregelt.

Das Modul kann z.B. bei Audiosignalen die Übersteuerung eines Moduls verhindern, das über keinen Eingangsabschwächer verfügt.

Bei Steuerspannungen gilt Ähnliches: Manche der einfacheren Filter haben nur bei einem CV-Eingang einen Abschwächer – mit dem A-183-1 kann man auch den zweiten Eingang mit einem Abschwächer »nachrüsten«, etwa wenn man mit zwei unabhängigen LFOs dezent modulieren möchte.

Regelung einer verteilten Steuerspannung

Manchmal soll eine einzige Modulationsquelle gleichzeitig mehrere Ziele beeinflussen. Dafür wird man normalerweise Multiples einsetzen, die zum Beispiel ein LFO-Signal auf mehrere andere Module verteilt. Die Stärke der Modulation wird dann bei den Ziel-Modulen mit ihren jeweiligen Abschwächern geregelt.

Nun kann man vor den Multiples einen A-183-1 einbauen, um auch noch für alle Ziel-Module gemeinsam zu regeln, wie stark die Modulation sein soll.

Das Sinus-Signal eines LFOs wird über einen A-183-1 Attenuator geregelt und dann mit A-180 Multiples auf einen VCO (Vibrato), ein Filter („Wahwah“) und einen VCA (Tremolo) verteilt.

Module in der Zigarrenkiste?

Passive Module wie den A-183-1 kann man bei Platzmangel im Rack auch in ein einfaches Holzkästchen ohne Stromversorgung »auslagern«.

Etwas Bastlergeschick ist erforderlich, damit die Maße für die Module passen.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-183-3 Amplifier

Der A-183-3 Amplifier ist ein nicht-spannungsgesteuerter Verstärker, der Audiosignale oder Steuerspannungen bis zum Faktor 4 verstärken kann.

Ja wie, verstärken, macht das nicht jeder Verstärker? Tatsächlich erlauben die meisten VCAs lediglich eine „Verstärkung“ bis zum Faktor 1, sind also tatsächlich nur Abschwächer und keine echten Verstärker. In einem Modularsystem ist das durchaus sinnvoll, wenn man nicht durch unachtsames Kombinieren mehrerer echter Verstärker bei Spannungen landen möchte, die irgendwann die Eingangsstufen anderer Module zum Durchschmoren bringen.

Wozu braucht man dann einen solchen „echten“ Verstärker? Einmal, um z.B. die Spannung von Triggersignalen an Module oder Synthseizer anderer Hersteller anzupassen, die statt der verfügbaren 5V einen Trigger von 10V oder mehr erfordern und auf die geringere Spannung einfach nicht reagieren.

Da das Modul nicht nur Steuerspannungen, sondern auch Audio verstärken kann, ist ein zweites Einsatzgebiet das gezielte Übersteuern von Modulen wie Filtern o. Ä., die bei normalem Einganspegel zu sauber klingen und denen man etwas „Schmutz“ spendieren möchte. Hier sollte man freilich mit Vorsicht heranngehen, um dieses Modul dann nicht doch zu „braten“…

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-3-IN

Ausgänge:

CTRL-A185-1-OUT-1

Regler / Schalter:

CTRL-A183-3-SW

Anpassung bei verschiedenen Herstellern

Der A-183-3 als Verstärker, um das Rechtecksignal eines A-146 LFOs auf ein geeignetes Niveau zur Auslösung z.B. von Hüllkurvengeneratoren anderer Hersteller zu bringen.

Das Modul kann zur Anpassung von Steuerspannungen oder Audiopegeln von Modulen verschiedener Hersteller recht nützlich sein. Wenn Triggersignale Hüllkurvengeneratoren nicht auslösen, liegt z.B. oft eine zu geringe Spannung der Triggersignale zugrunde.

Eine Alternative für die Anpassung von Trigger/Gate-Signalen ist das neue „Slim Line“ Modul A-183-4, das auf nur 2 TE immerhin vier unabhängige Trigger auf die gewünschten Pegel anheben kann. Das Modul A-183-4 ist allerdings nicht für Audiosignale geeignet, da es aus einer steigenden Flanke (z.B. eines Sinussignals) immer eine sehr steile Flanke (Rechteck) erzeugt, wie sie für Trigger benötigt wird.

Im Vergleich ist das A-183-3 zudem flexibler in der Handhabung, unterschiedliche Ziel-Level können bequem per Schalter und Regler eingestellt werden (beim A-183-5 muss man dafür Jumper setzen). Zudem lässt es sich bei Bedarf auch als ganz „gewöhnlicher“ manueller Abschwächer einsetzen, wenn der „max. Amp“ Schalter auf 1 steht.

Ein „echter“ VCA

Dei Amplitudes eines Sägezahn-Signals aus einem A-110 VCO wird zunächst von einem A-132-3 VCA geregelt und dann mit dem A-183-3 auf einen höheren Pegel angehoben.

Leider ist der A-183-3 nur ein rein manuell zu bedienendes Modul, das über keinen eigenen Steuerspannungseingang verfügt. Vielleicht möchte man aber die Verzerrung z.B. eines Filters über eine Modulationsquelle (LFO, Sequencer, ADSR usw.) steuern. Dann bietet es sich an, dem A-183-3 einfach einen konventionellen VCA vorzuschalten. Der reicht zwar normalerweise nur bis zu einem Verstärkungsfaktor von 1, aber dafür kann der A-183-3 den Rest bei Bedarf aufholen. Wenn der VCA komplett „schließt“, wird auch kein Signal vom A-183-3 verstärkt. Bei voller Verstärkung auf Faktor 1 durch den VCA kann das Ausgangssignal aus dem A-183-3 dagegen deutlich lauter sein, je nach Grundeinstellung von Level und Verstärkungsfaktor.

Alternativen

Für den Spezialfall der Verstärkung (und „Kantenschärfung“) von Triggersignalen wurde das Modul A-183-4 bereits genannt. Ein weiterer „echter“ Verstärker, sogar mit Spannungssteuerung ist der A-133 Dual Voltage Controlled Polarizer, der immerhin bis Faktor 2,5 verstärken und zudem noch bei Bedarf ein invertiertes Signal ausgeben kann.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-185-2 Precision CV Adder

Das Modul A-185-2 Precision Adder / Bus Access Module ist leider noch immer etwas »unterschätzt«, sollte aber in keinem System fehlen, das mit mehr als einem VCO arbeitet.

Ein Aufholverstärker sorgt dafür, dass mehrere VCOs von derselben Spannungsquelle gesteuert werden können, ohne dass diese durch die »Verbraucher« verändert wird. Die Steuerspannung wird in die CV-Leitung des A-100 Busses geleitet.

Zusätzlich können aber noch mehrere solcher Steuerspannungen addiert werden, es gibt einen Abschwächer, Invertierer, eine präzise 1,0 V – Vorbelegung, sowie mehrere Ausgänge (für VCOs auf anderen A-100 Bussen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A185-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A185-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A185-2-SW

»Oscillator Driver«?

Bei den klassischen Moog-Modularsystemen wurden mehrere 921B-Oszillatoren normalerweise durch einen 921A Oszillator Driver angesteuert. Ähnlich kann der A-185-2 stabil die Frequenz mehrerer VCOs steuern und liefert dabei gleich noch einen Oktav-Umschalter mit, der alle angeschlossenen VCOs gleichzeitig steuert.

Spannungs-„Presets“

Auch wenn an keinem der Eingänge des A-185-2 eine Spannung anliegt, kann man über die „+1“ und „-1“ Schalter eine konstante Spannung von jeweils 1 Volt (plus oder minus) erzeugen, die die angeschlossenen VCOs um genau eine Oktave nach oben oder unten transponieren.

Schaltbuchse beim A-110

Der Einsatz mit mehreren VCOs ist mit den A-110 etwas flexibler, da die Bus-Verbindung über deren Schaltbuchse »CV1« aufgetrennt werden kann. Bei mehreren A-111-1 (oder A-111-5) ist das leider nicht möglich. Will man mehrere A-111-1 dennoch getrennt betreiben, kann man versuchen, die Bus-Spannung über den invertierten A-185-2 Ausgang zu »neutralisieren«.

Wenn drei A-111-1 VCOs am gleichen Bus durch einen A-185-2 versorgt werden, aber einer unabhängig gesteuert werden soll, kann man die Bus-Leitung durch die invertierte Spannung »neutralisieren«.

Wichtig: Buszugriff!

Wie bei allen Modulen, die »schreibend« auf den A-100 Bus zugreifen gilt auch hier:

Maximal 1 solches Modul pro Bus, sonst wird ein Kurzschluss der CV-Leitung erzeugt.

Die Bus-Verbindung kann aber über einen Jumper aufgetrennt werden.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)