A-133-2 Dual VC Polarizer

Der A-133-2 ist ein zweifacher spannungsgesteuerter Polarisierer, d.h. seine Eingangssignale (Audio oder Steuerspannungen) können wie bei einem herkömmlichen VCA verstärkt werden, bei negativer Steuerspannung oder entsprechender manueller Einstellung werden die Eingangssignale zusätzlich invertiert.

Dafür stehen pro Teilmodul ein Eingang, ein Steuerspannungseingang, ein Ausgang, sowie ein manueller Regler für Verstärkung / invertierte Verstärkung und ein Abschwächer für die Steuerspannung zur Verfügung.

Das ist zunächst einmal auch genau das, was auch der A-133 bietet, allerdings ist der mit 8TE genau doppelt so breit wie der „Slim Line“ A-133-2 (was ihn einerseits viel bequemer im Handling macht, aber auch mehr vom stets raren Platz im Case verbraucht).

Zusätzlich besitzt der A-133-2 aber noch einen weiteren Steuerspannungseingang pro Teilmodul: Hier kann die Steuerspannung selbst noch einal moduliert werden, diesmal allerdings nur konventionell über einen VCA und nicht noch einen weiteren Polarisierer.

Ein weiterer, nicht unwichtiger Unterschied besteht im Verstärkungsfaktor: Während der ursprüngliche A-133 bis zum Faktor 2,5 positiv oder invertiert verstärken kann, ist beim A-133-2 lediglich eine positive oder invertierte Verstärkung bis zum Faktor 1 möglich (wie bei den meisten gängigen VCAs). „Echte Verstärker“ sind rar, obwohl sie durchaus ihre Berechtigung haben, aber bei zu sehr verstärkten Spannungen (z.B. durch mehrere „echte Verstärker“ hintereinander in einem komplexen Patch) landet man auch mal bei Spannungen, die das eine oder andere Modul überfordern oder auch zu Schäden führen könnten.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A133-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A133-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A133-2-SW

Unterschiede zum A-133

Auch wenn alle Einstellungen gleich sind, gibt es trotzdem klangliche Unterschiede zwischen dem A-133 und dem A-133-2, besonders beim Einsatz als Ringmodulator. Für eine Ringmodulation sind sowohl das Eingangssignal, als auch die Steuerspannung für die Polarisierung in Audio-Frequenz.

Der Grund liegt hauptsächlich im deutlich höheren Verstärkungsfaktor des älteren Moduls. Wenn sowohl Eingangssignal, als auch Steuerspannung einen vergleichsweise hohen Pegel aufweisen, kommt es beim A-133 zu hartem Clipping, beim A-133-2 nicht:

Eingangssignal und Steuerspannung von je einem A-110-1 VCO (Sinus-Ausgänge), die einen vergleichsweise hohen Pegel aufweisen, führen zu Clipping beim A-133.
Die gleichen A-110-1 VCOs mit gleichem Frequenzverhältnis (wieder Sinus) führen beim A-133-2 nicht zu Clipping. Der Rest ist vergleichbar mit dem klanglichen Ergebnis beim A-133.

Klangbeispiele

Im ersten Klangbeispiel werden zwei A-143-9 VCLFO/VCOs als Eingangssignal bzw. Modulationsquelle verwendet. Für einen „klassischen“ Ringmodulator-Einsatz ist der „Man.“-Regler in Mittelstellung und der Abschwächer „CV“ für den Steuerspannungseingang auf Maximum. Die Frequenzen der VCOs werden gleichzeitig über einen A-174-1 Joystick gesteuert.

Ringmodulator mit zwei A-143-9 als Eingangssignalen.

Beim nächsten Beispiel kommen wieder die beiden A-143-9 zum Einsatz, diesmal wird der „Man.“-Regler während der Aufnahme verändert und damit Pegel bzw. Polarität eines der beiden Signale zusätzlich manipuliert. Die Frequenzen der beiden VCOs bleiben konstant.

Ringmodulator mit zwei A-143-9 als Eingangssignalen, diesmal mit Veränderung des „Man.“-Reglers.

Beim nächsten Beispiel wird lediglich ein Eingangssignal von einem A-143-9 ohne Modulation verwendet. Der „Man.“-Regler wird vom Maximum zur Mitte (d.h. weitestgehendes Ausblenden des Signals) und dann zum Minimum (d.h. invertierte Ausgabe des Signals) und zurück zur Mitte bewegt. Man hört, dass das Eingangssignal beinahe vollständig ausgeblendet wird, wie auch die Schwingungsform-Bilder der Aufnahme zeigen.

Nur Eingangssignal ohne Modulation, Ausblenden und Invertieren, am Ende wieder Ausblenden.
Manuelle Steuerung von Amplitude und Polarisierung über den „Man.“-Regler – Gesamtsicht über die Aufnahme.
Herangezoomt an den Punkt des Übergangs zwischen positiver und invertierter Verstärkung des Eingangssignals: Das Signal wird fast vollständig ausgeblendet.

Im nächsten Beispiel werden zwei A-110-1 VCOs mit ihren Sägezahn-Ausgängen als Eingangssignal und Steuerspannung für die Polarisierung verwendet. Die obertonreichen Spektren führen im Vergleich zu den Sinus-Signalen der vorigen Beispiele zu deutlich komplexeren Klangveränderungen. Nachdem nach einer Weile die beiden VCOs auf fast gleiche Frequenzen gestimmt wurden, wird etwa ab 0:22 zusätzlich der Modulationseingang mit einem A-110-6 (Sägezahn-Ausgang) zur Modulation der Ringmodulation eingesetzt.

Modulierte Ringmodulation: Zwei A-110-1 als Eingangssignal und Steuerapannung, ein A-110-6 als Modulator für die Steuerspannung.

Beim nächsten Beispiel kommt keine Ringmodulation (mit ihrer Invertierung des Signals bei negativer Steuerspannung), sondern einfache Frequenzmodulation zum Einsatz. Dazu wird wieder ein A-110-1 VCO (Sägezahn-Ausgang) als Eingangssignal verwendet, es gibt keine externe Steuerspannung, aber ein A-110-6 VCO (ebenfalls Sägezahn-Ausgang) moduliert die „Man.“-Reglerstellung über den „Mod“-Eingang. Die Stärke der Modulation wird über einen dazwischen geschalteten A-183-1 geregelt. Dabei wird gezielt die „Thru Zero“-Fähigkeit des A-110-6 verwendet, um von fallendem zu ansteigendem Sägezahn zu wechseln.

Amplitudenmodulation mit einem A-110-6.

Im letzten Beispiel werden beide Teil-Module des A-133-2 für eine Stereo-Anwendung eingesetzt. Als Eingangssignale bzw. Steuerspannungen für die Polarisierung dienen wieder zwei A-143-9 VCLFO/VCOs. Der „Cosinus“-Ausgang ist jeweils das Eingangssignal, der Sinus-Ausgang des anderen A-143-9 ist die Modulationsquelle für die Polarisierung.

Stereo-Ringmodulator mit den Sinus-/Cosinus-Ausgängen von zwei A-143-9.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138o Performance Mixer Out

Das Modul A-138o wurde ursprünglich als Ausgangssektion für ein oder mehrere A-138p Performance Mixer auf den Markt gebracht. Mittlerweile gibt es neben dem rein manuellen A-138p mit dem A- 135-4 auch einen komplett spannungssteuerbaren Performance Mixer, der ebenfalls den A-138o als Ausgangssektion nutzt und zudem beliebig mit dem A-138p kombinierbar ist.

Ohne das Ausgangs-Modul A-138o sind weder A-138p noch A-135-4 alleine einsetzbar (und umgekehrt).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138o-IN

Ausgänge:

CTRL-A138o-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138o-SW

Einsatz

Das Modul dient als Ausgangssektion für die (kaskadierbaren) Mixer A-138p und A-135-4. Zusätzlich können die „Send“- und „Return“-Lautstärken für den Aux-Weg zentral geregelt werden. Einen solchen Aux-Weg wird man meist für das Einschleifen von Effekten wie Hall, Echo usw. verwenden oder aber für die Erstellung einer zweiten, von den Level-Reglern des Mixers unabhängigen Mischung der Eingangssignale. Das kann ein „Monitor-Mix“ sein, aber auch eine separate Mischung für ein weiteres Filter-Modul usw.

Der Aux Send Regler ist dabei sinnvoll, um den Pegel der gesammelten Aux-Signale an das an „Aux Send“ angeschlossene Modul anzupassen und z.B. Übersteuerungen zu vermeiden oder aber – beim „Monitor-Mix“ die Lautstärke dieser Mischung in Summe zu regeln. Der Aux Return Regler bleibt bei einem reinen „Monitor-Mix“ natürlich (ebenso wie die „Aux Return“ – Buchse) unbenutzt. Beim Einsatz des Aux-Weges für Effekte regelt er die Lautstärke des darüber eingesetzten Effektes im Gesamtmix.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138p 4-in-2 Performance Mixer

Der Performance Mixer besteht aus (mindestens) zwei Modulen: Dem eigentlichen Mixer A-138p und der gemeinsamen Ausgangs-Sektion A-138o. Ohne Ausgangs-Modul A-138o ist das Mixer-Modul A-138p alleine nicht einsetzbar (und umgekehrt).

Die Module sind bei Doepfer aus der eigenen Praxis entstanden. Doepfer hat bei Präsentationen des A-100-Systems auf Messen oder bei Workshops immer kleine externe Mixer eingesetzt, um mehrere A-100-Signale an einen Stereoverstärker auszugeben. Der Performance-Mixer integriert diese Mixer in das Eurorack-System und bietet einige interessante modulare Erweiterungen.

Über Flachbandkabel auf der Platine lassen sich mehrere A-138p-Module zu einem umfangreicheren Mixer mit mehr als 4 Eingangskanälen verbinden, die dann alle das Modul A-138o als gemeinsamen Stereo-Ausgang nutzen. Eine spannungsgesteuerte Version des Mixers ist der A-135-4. Ein gemischtes Setup von A-138p und A-135-4 mit gemeinsamem Ausgangsmodul A-138o ist ebenfalls möglich.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138p-IN

Regler / Schalter:

CTRL-A138p-SW

Was kann der Mixer?

Vier Eingänge haben ja praktisch alle Doepfer-Mixer, aber hier kann man die Eingangssignale auf zwei Ausgänge verteilen. Das wird meistens ein Stereobetrieb sein, für den man das Panorama jedes Signals festlegt, es sind aber natürlich auch zwei unterschiedliche Filter nach den Ausgängen denkbar, die dann jeweils eine unterschiedliche Mischung der Eingangssignale bekommen.

Zusätzlich gibt es einen (monophonen) Aux-Weg, über den sich ein Effekt-Modul (Hallspirale, BBD oder auch ein weiteres Filter) einschleifen lässt.

Zum Abgleich unterschiedlich lauter Eingangssignale gibt es pro Eingangssignal einen Gain-Regler, so dass man die Mischung mit in etwa gleich lauten Signalen vornehmen kann. Das ist besonders dann interessant, wenn man als Eingangssignale komplette Synthesizerstimmen mit deutlichen Lautstärkeunterschieden verwendet. Vier einzelne VCOs werden sich nicht so sehr im Grundpegel unterscheiden, dass eine Anpassung über die Gain-Regler erforderlich ist.

Ähnlich wie beim Interrupting Mixer A-138i gibt es pro Eingang einen Schalter zum Stummschalten des Signals. Das geht schneller, als den Level-Regler zurückzudrehen und man hat beim späteren erneuten Einschalten des Kanals wieder den ursprünglich eingestellten Level.

Konfiguration auf der Platine

Die Jumper für die 4 Pre/Post-Optionen des Auxweges pro Eingangskanal. Links = Abzweigung vor dem Level-Regler, rechts = nach dem Level-Regler. Das Anschlusskabel dient zum Verbinden mit dem Ausgangs-Modul A-138o oder zum Kaskadieren mit weiteren Mixern. Auf der rechten Seite ist ein entsprechender Eingang vorgesehen.

Für den Aux-Weg kann pro Eingangskanal über Steckbrücken (Jumper) konfiguriert werden, ob die Abzweigung vor oder nach dem Level-Regler erfolgt. Wer schon einmal ein Mischpult in den Händen hatte, kennt, diese Pre/Post-Fader Optionen: Für die meisten Fälle ist es sinnvoll, z.B. für ein Effektgerät das Signal erst nach dem Regler für den Pegel abzuzweigen. Auf diese Weise erhöht und erniedrigt sich der Effekt-Anteil mit der Lautstärke des betreffenden Kanals.

Manchmal möchte man aber auch das Gegenteil: Ein Kanal wird ausgeblendet, aber der Hall für das entsprechende Signal bleibt „geisterhaft“ bestehen. Für diese Zwecke würde man den Aux-Weg schon vor dem Regler für den Pegel abzweigen.

Ein anderer „klassischer“ Einsatz für die Abzweigung des Aux-Weges vor dem Lautstärkeregler ist die Erstellung eines unabhängigen Monitor-Mixes. Die Aux-Regler stellen damit einen komplett unabhängigen „zweiten Mixer“ im Mixer dar.

Alternativen

Wenn die Mischung nicht in Stereo sein muss, dann gibt es tatsächlich eine Vielzahl anderer Mixer, wie etwa die A-138a und A-138b Mixer. Beide lassen sich allerdings nicht in der Anzahl Eingänge erweitern (der A-138x Mix Expander wird schon lange nicht mehr hergestellt und war zudem eher etwas für DIY-Projekte).

Die naheliegendste Alternative (oder Ergänzung!) für eine Stereo-Mischung ist der A-135-4 Voltage Controlled Performance Mixer. Neben allen Features des A-138p lässt sich jeder Parameter (Aux-Weg, Level, Panorama und Mute) über Steuerspannungen kontrollieren. Beide Mixer lassen sich auch beliebig miteinander kombinieren und an ein einzelnes Ausgangs-Modul A-138o anschließen.

Der A-135-3 ist ebenfalls ein Stereo-Mixer, sogar mit Spannungssteuerung, verfügt aber nicht über Auxweg, Mute oder Panorama (jeder der 4 Eingänge muss bereits in Stereo vorliegen).

Wer nur vier Eingänge manuell auf ein Stereo-Signal mischen möchte und auf Erweiterbarkeit, Auxwege und Mute verzichten kann, wird vielleicht beim A-138s Mini Stereo Mixer fündig. Wer eigentlich nur einen Mono-Vierfach-Mixer mit Mute-Möglichkeit sucht, sollte sich den A-138i Interrupting Mixer ansehen.

Technische Daten

Breite16 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-150-8 Octal Manual/Voltage Controlled Programmable Switches

Der A-150-8 ist ein sehr umfangreich ausgestattetes Modul, das insgesamt 8 programmierbare 1:2 bzw. 2:1 – Umschalter zur Verfügung stellt.

Was ist dabei programmierbar?

  1. Für jeden Umschalter kann programmiert werden, ob er nach Betätigen des Tasters bzw. Anlegen einer Steuerspannung dauerhaft seinen Zustand ändert oder nur solange, wie die Taste gedrückt wird bzw. wie die Steuerspannung anliegt.
  2. Man kann die Umschalter in Gruppen einteilen. Dann ist der jeweils oberste Umschalter einer Gruppe der „Master“ und die darunter liegenden Umschalter „Slaves“. Ein Umschalten des „Masters“ führt dann sofort auch zum Umschalten der darunter liegenden „Slaves“.

Zwei LEDs pro Umschalter zeigen an, welcher der beiden „I/O“-Buchsen auf der linken Seite mit der „O/I“-Buchse rechts verbunden ist. Wir können also jeweils entweder zwischen zwei Eingangssignalen an den „I/O“-Buchsen für den Ausgang an der „O/I“-Buchse umschalten oder aber für ein Eingangssignal an der „I/O“-Buchse zwischen zwei möglichen Ausgängen an den „O/I“-Buchsen umschalten.

Bedienelemente

Eingänge / Ausgänge:

CTRL-A150-8-INOUT

Regler / Schalter:

CTRL-A150-8-SW

Programmieren

Zum Programmieren des Moduls hält man einfach einen der beiden „Program“-Taster gedrückt und wählt pro Umschalter die gewünschte Betriebsart mit dem jeweiligen „Man.“-Taster.

„Program“-Taster:LED-Anzeige:Funktion während des Betriebs:
Toggle / Level„T“ für ToggleDauerhaftes Umschalten nach Tastendruck auf „Man.“ oder Steuerspannung (Trigger).
„L“ für LevelOhne gedrückten „Man.“-Taster (Steuerspannung unterhalb 1,5V) ist „I/O1“ mit „O/I“ verbunden. Während der „Man.“-Taster gedrückt wird (Steuerspannung über 3,5V) ist „I/O2“ mit „O/I“ verbunden.
Master / Slave„M“ für MasterDer Umschalter agiert als „Master“: Direkt darunter befindliche „Slave“-Umschalter werden mit ihm zusammen umgeschaltet, der Master selbst ist stets unabhängig von anderen Umschaltern.
„S“ für SlaveDer Umschalter agiert als „Slave“ und wird immer mit dem über ihm befindlichen „Master“ zusammen umgeschaltet.

Per Default sind alle 8 Umschalter als „Master“ im „Toggle“-Betrieb eingestellt. Für den obersten Umschalter ist zwar der „Slave“-Modus einstellbar, der Schalter bleibt aber trotzdem unabhängig, das sich natürlich kein weiterer Umschalter über ihm befindet.

Jeder „Slave“-Umschalter kann weiterhin separat über seinen „Man.“-Taster oder eine Steuerspannung geschaltet werden, er wird lediglich beim nächsten Schaltvorgang seines „Masters“ wieder gemeinsam mit diesem umgeschaltet.

Wenn für „Master“- und „Slave“-Umschalter unterschiedliche Toggle und Level Betriebsarten eingestellt sind, gilt das Gleiche: Der Slave behält seine Betriebsart, wenn man ihn individuell schaltet, das Umschalten über seinen „Master“ erfolgt aber immer in der Toggle oder Level Betriebsart des Masters.

Einsatz für VCO-Steuerspannungen

Nachdem hier im Gegensatz zu rein mechanischen Schaltern wie etwa beim A-182-2 eine programmierbare Steuerelektronik eingesetzt wird, besteht bei kleinen „Patch-Fehlern“ theoretisch das Risiko der Schädigung des Moduls – etwa beim Verbinden zweier Ausgänge miteinander. Aus diesem Grund sind in jedem Umschalter Schutzwiderstände eingebaut, die einen Kurzschluss des Moduls verhindern.

Das führt bei Nutzung des Moduls für die Steuerung der Tonhöhe von VCOs (z.B. zum Umschalten zwischen Sequencer und Tastatur) allerdings zu hörbaren Spannungsverlusten. Hier muss zur Kompensation eines der Buffered Multiples (A-180-3 oder A-180-4) oder ein anderer Pufferverstärker (A-185-1 oder A-185-2) zwischen dem A-150-8 und dem VCO eingesetzt werden (ein Einsatz VOR dem A-150-8 bringt keine Verbesserung).

Alternativen

Eine große Zahl an Modulen bietet Umschalt-Funktionen an, die einfachste Variante ist der 4 TE schmale A-150-1, bei dem lediglich durch Anlegen einer dauerhaften Spannung (Gate) auf den zweiten Eingang (bzw. Ausgang) umgeschaltet werden kann. Der A-151 schaltet zyklisch mit einem kurzen Triggersignal bis zu vier I/O-Buchsen durch, beim A-152 kann sowohl per Trigger zyklisch weitergeschaltet werden, aber auch mit einer Steuerspannung gezielt eine bestimmte I/O-Buchse ausgewählt werden. Der A-155 Sequencer hat für jeden seiner 8 Steps eine Eingangsbuchse, die sowohl Audiosignale, als auch Steuerspannungen verarbeiten und am Ausgang ausgeben kann. Das Switched Multiple A-182-1 ist kein „echter“ Umschalter, aber sehr flexibel beim Zuordnen von bis zu 6 Ausgängen auf 2 Eingänge, die je einen der beiden Schaltstränge des (rein passiven) Multiples nutzen. Beim Einsatz mit mehr als 2 Eingangssignale muss man darauf achten, den 3., 4. usw. Eingang jeweils auf die „Aus“-Stellung zu schalten, um keinen Kurzschluss zu erzeugen. Auch der A-182-2 ist ein stromloses Modul, das vier manuell schaltbare 1:2 / 2:1 Schalter bietet.

Modul:Schalter:I/O:Steuerung:Besonderheiten:
A-150-121:2 bzw. 2:1Gate
A-150-881:2 bzw. 2:1manuell, GateToggle, Master/Slave-Konfiguration der Umschalter
A-15111:2 – 1:4 bzw. 2:1 – 4:1Trigger (zyklisch)Reset-Eingang
A-15211:8 bzw. 8:1manuell, CV, Trigger (zyklisch)direkte Adressierung per CV, Reset-Eingang, T&H, Gate-Ausgänge
A-15518:1 (nicht 1:8!)Trigger (zyklisch)„eigentlich“ ein Sequencer, Reset-Eingang, erweiterte Steuerung mit dem A-154 möglich
A-182-122:6 bzw. 6:2nur manuellumschaltbares Multiple mit zwei Schaltsträngen, stromloses Modul
A-182-241:2 bzw. 2:1nur manuellstromloses Modul

Technische Daten

Breite12 TE
Tiefe55 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -5 mA (-12V)

A-184-2 Voltage Controlled Crossfader / Triangle-to-Sine Waveshaper

Das Modul A-184-2 beherbergt eine zunächst ungewöhnlich wirkende Kombination von Teilmodulen: Einen sehr spezialisierten Waveshaper, der aus einem Dreieck- ein Sinus-Signal formen kann (Sinus-Konverter) und dazu noch einen spannungsgesteuerten Crossfader.

Dabei ist der Crossfader intern mit dem Eingang und dem Ausgang des Sinus-Konverters vorverbunden, so dass man das Dreieck und den Sinus überblenden kann.

Die neuen A-111-2 VCOs von Doepfer haben eine vergleichbare Schaltung bereits an Bord, aber ältere VCOs wie der A-110-1 oder der A-111-1 arbeiten noch mit einer einfacheren und ungenaueren Sinus-Konversion, viele andere (A-110-2, A-111-3, A-111-4) verzichten ganz auf den Sinus und können mit dem kleinen Modul „nachgerüstet“ werden.

Sowohl Sinus-Konverter als auch Crossfader können nicht nur mit Signalen im Audiobereich eingesetzt werden, sondern sind durch ihre Gleichspannungskoppelung auch für LFOs usw. geeignet: Auch hier überwiegt die Zahl der Module, die kein Sinus-Signal zur Verfügung stellen (A-143-3, A-143-4, A-145-4, A-146 oder die beiden LFOs im A-111-5).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A184-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A184-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A184-2-SW

Anpassung erforderlich!

Die beiden Trimmpotis für DC Offset und Sinus-Form.

Ohne weitere Anpassung liefert der Sinus-Konverter bei vielen VCOs eher „abenteuerliche“ Ergebnisse aus dem Dreiecks-Signal, die nur entfernt nach einem sauberen Sinus aussehen und klingen. Das muss freilich kein Nachteil sein und kann auch ganz gezielt zur Klangveränderung eingesetzt werden.

Um das Modul auf einen VCO oder LFO einzustellen, stehen auf der Oberseite der Platine zwei Trimmpotis zur Verfügung. Mit dem linken Trimmpoti kann man einen DC-Offset des Eingangssignals ausgleichen, wenn das Signal durch einen Gleichspannungsanteil asymmetrisch verschoben ist. Mit dem rechten lässt sich die Form der Sinuskonvertierung anpassen: Bei Rechtsanschlag ist das Dreieck fast unverändert, bei Linksanschlag nähert sich der Sinus einem abgerundeten Rechteck-Signal an.

Bei meinem A-143-3 LFO hatte der Konverter eigentlich schon „out of the box“ sehr gute Ergebnisse geliefert:

Dreieck aus dem A-143-3.
Der Sinus-Konverter erzeugt ein recht sauberes Signal, das noch leichte „Anspitzungen“ zeigt.

Auch beim Blick auf die Spektren der beiden Signale sieht man, dass der Sinus nur noch geringe Obertonanteile hat, allerdings noch kein ganz reiner Sinus ist:

Spektrum des Dreiecks aus dem A-143-3.
Spektrum des Sinus-Signals. Noch nicht 100% „sauber“.

Bei einem A-110-1 dagegen gab es bei der unteren Teilschwingung ganz merkwürdige Verzerrungen, die Schwingungsform war auch etwas „breitschultriger“, als ein normaler Sinus. Offensichtlich war das Eingangssignal zu hoch gepegelt und lieferte Verzerrungen, die durch einen Abschwächer und Feineinstellung am Trimmpoti für die Form der Sinus-Konvertierung deutlich verringert werden konnten.

Man kann aber auch den Weg anders herum gehen und gezielt mit zu hohem Eingangspegel und übertriebener Einstellung der Trimmpotis den Klang verändern.

Erster Versuch: Verzerrungen am unteren Rand der Schwingung und noch zu breite Schwingungsform.
Im Analyzer sieht man deutlich die Obertöne aus der Verzerrung.
Die Verzerrung ist mit einem vorgeschalteten Abschwächer reduziert, die Schwingungsform angepasst.
Schon ganz gut, wenn auch nicht 100% optimal.
Erhöhter Eingangspegel, Trimmpoti für DC-Offset verstellt, Trimmpoti für die Sinus-Form in Richtung „Rechteck“ verstellt.
Stark angereichertes Obertonspektrum.

Der Crossfader

Der Crossfader ist vorbelegt mit dem konvertierten Sinus (Eingang „A) und dem ursprünglichen Dreieck (Eingang „B“). Allzu massiv ist der hörbare Unterschied zwischen den beiden Schwingungsformen allerdings nicht gerade (das Dreieck hat aufgrund der ungeraden Obertöne einen leicht hohlen Klangcharakter), aber z.B. im Kontext von Frequenzmodulationen zwischen VCOs dann durchaus signifikant.

Der Sinus-Konverter invertiert übrigens die Schwingung, so dass man evtl. den ursprünglichen Dreiecks-Ausgang des VCOs / LFOs abzweigen und erst nach einem Invertierer in den Crossfader-Eingang „B“ einspeisen sollte, um einen gleichmäßigen Übergang zwischen Dreieck und Sinus zu erhalten. Ansonsten wird man im mittleren Bereich des Crossfaders einen deutlichen Einbruch des Signals aufgrund der Phasenauslöschungen hören (im Prinzip wird der Grundton dabei ausgelöscht und man hört nur noch die unterschiedlichen Obertöne aus Dreieck und Sinus).

Der Sinus-Konverter invertiert das Eingangssignal.

Die folgenden Klangbeispiele zeigen eine manuelle Überblendung von einem Dreieck aus dem A-110-1 mit dem erzeugten Sinus. Ich starte jeweils mit Rechtsanschlag des Crossfader-Reglers, also mit dem ursprünglichen Eingangssignal.

Aufgrund von Phasenauslöschungen durch den invertierten Sinus ist ein Lautstärkeeinbruch beim Überblenden zu hören.
Wird stattdessen ein invertiertes Dreieck-Signal dem Crossfader zugeführt, hört man einen weichen Übergang vom Dreieck zum Sinus.

Der Sinus-Konverter als Waveshaper

Sägezahnsignal nach der Bearbeitung durch den Sinus-Konverter. Aus dem fallenden Sägezahn des A-110-1 wird ein stark abgerundeter steigender Sägezahn.

Da die für den eher „experimentellen“ Einsatz nützlichen Parameter leider nur als Trimmpotis ausgelegt sind, ist die Nutzung des Moduls als Waveshaper eingeschränkt. Man muss halt jedes Mal das Modul aus dem Rahmen schrauben und mit einem kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher die Potis bedienen.

Wir haben oben bereits die Klangbearbeitung eines Dreiecks gesehen, aber auch mit einem Sägezahn als Eingangssignal lassen sich hörbare Veränderungen im Obertonspektrum generieren. Rechteck-Signale verändern sich nicht durch den A-184-2.

Für die Klangbeispiele wurden ein Dreieck bzw. ein Sägezahn aus einem A-110-1 verwendet. DC-Offset und Shape-Trimmpotis sind deutlich „verstellt“. Wir hören zunächst jeweils das Original-Signal, das dann manuell zum bearbeiteten Signal aus dem A-184-2 übergeblendet wird. Der Effekt ist allerdings eher subtil als „massiv“.

Dreieck-Signal.
Sägezahn-Signal.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-182-2 Quad Switch

Das Modul stellt vier unabhängige 2:1. bzw. 1:2-Schalter zur Verfügung. Mit jedem dieser Schalter lassen sich entweder zwei verschiedene Eingänge auf einen Ausgang oder ein Eingang auf zwei verschiedene Ausgänge umschalten.

Das „Nachbarmodul“ A-182-1 stellt dagegen 8 Umschalter zur Verfügung, die allerdings nicht unabhängige Schaltwege bedienen, sondern jede der 8 Buchsen einem von 2 Ein-/Ausgangs-„Schienen“ zuweisen.

Das Modul benötigt keine Stromversorgung, im Inneren werden also tatsächlich nur „Drähte umgeschaltet“.

Bedienelemente

Eingänge / Ausgänge (für jeden der 4 Schalter):

CTRL-A182-2-INOUT

Regler / Schalter (für jeden der 4 Schalter):

CTRL-A182-2-SW

Alternativen

Nach der gleichen 2:1- bzw. 1:2-Logik arbeitet auch der A-150-1 Dual VC Switch, der das Umschalten zwischen 2 Eingängen auf einen Ausgang (oder einem Eingang auf 2 Ausgänge) über eine Steuerspannung ermöglicht. Dafür hat der A-150-1 aber keine Möglichkeit, die Ein- und Ausgänge komplett voneinander zu trennen.

Noch eine deutliche Schippe obendrauf legt der recht neue A-150-8 Octal Manual/VC Programmable Switch, der 8 unabhängige (aber auch koppelbare!) 2:1/1:2 Schalter zur Verfügung stellt, die entweder manuell oder per Steuerspannung umgeschaltet werden können.

Eine 4:1 bzw. 1:4-Schaltung bietet der A-151 Sequential Switch. Das Umschalten auf den nächsten der bis zu vier Ein-/Ausgängen erfolgt hier mit einem Triggersignal.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-139-2 Headphone Amplifier

Nach dem mangels Nachfrage eingestellten A-139 nun eine neue Version? Offensichtlich ändern sich die Zeiten und das Modularsystem hat sich vom reinen Studiogerät gewandelt in ein Instrument, das man auch live mitnimmt oder an dem man auch mal ohne DAW einfach „schrauben“ möchte.

Der neue Headphone Amp hat nahezu die gleichen Features wie sein Vorgänger: getrennte und getrennt pegelbare Eingänge für den linken und rechten Kanal, ein Master-Volume-Regler und ein Kopfhörer Ausgang (Vorgänger: zwei Ausgänge) mit 2×2 Watt Leistung (Vorgänger: 2×1,5 Watt). Im Vergleich zum 8 TE breiten Vorgänger ist der A-139-2 nun sparsamere 6 TE breit – Platz im Rack ist halt doch ein kostbares Gut.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A139-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A139-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A139-2-SW

Einsatz

Einen Kopfhörerverstärker wird man immer dann einsetzen, wenn man ein Modulsystem (oder auch nur Teile davon) ohne Mischpult, Audiointerface zum Rechner oder ähnliche Peripherie betreiben möchte. Einfach nur die „Kiste“ anwerfen, ein paar Dinge ausprobieren und das Ergebnis gleich auf dem Kopfhörer kontrollieren.

So manche Inspiration verpufft leider im Nirwana, weil es einfach zu viel Mühe macht, erst einmal das komplette Studio mit DAW, Mischpult, Audio- und Midi-Interface usw. in Betrieb zu nehmen. Mit einem Kopfhörerverstärker genügt der Ein/Aus-Schalter vom A-100.

Wie manch andere Verstärker (bei Endstufen ist das Thema leidlich bekannt), benötigt das Modul beim Einschalten einen deutlich erhöhten Einschaltstrom, um die Kondensatoren zu laden. Das Modul liefert zwar nur überschaubare 2 Watt pro Kanal, der gleichzeitige Einsatz von vielen Headphone-Modulen kann aber dennoch die Leistungsfähigkeit des A-100 – Netzteils überfordern.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf60 bis 120 mA (+12V) / -60 bis -120 mA (-12V)
Einschaltstrom200 mA (+12V) / -200 mA (-12V)

A-151 Quad Sequential Switch

Der A-151-1 Sequential Switch ist wie der A-150-1 Dual VC Switch bidirektional aufgebaut, die Ein- und Ausgänge können also vertauscht werden.

Im Fall des A-151-1 steht ein Umschalter / Verteiler bis zu 4:1 bzw. 1:4 zur Verfügung. Im Gegensatz zum A-150-1 erfolgt das Umschalten aber nicht über eine Steuerspannung, sondern mittels Trigger, der zwischen den bis zu 4 Ein- / Ausgängen zyklisch weiterschaltet.

Die Anzahl I/O-Buchsen kann mit einem Schalter von 4 auf 3 oder 2 reduziert werden, daneben steht auch ein Eingang für einen Reset-Trigger zur Verfügung.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A151-IN

Die hier gewählten Zuordnungen von »I/O1« bis »I/O4« zu Eingängen sind völlig willkürlich. Genauso gut kann man die Buchsen als Ausgänge verwenden (und »O/I« als Eingang).

Ausgänge:

CTRL-A151-OUT

Die hier gewählte Zuordnung von »O/I« als Ausgang ist völlig willkürlich. Genauso gut kann man die Buchse als Eingang verwenden (und »I/O1« bis »I/O4« als Ausgänge).

Regler / Schalter:

CTRL-A151-SW

Umschalter für VCO-Ausgänge

Ein manueller Umschalter zwischen vier Schwingungsformen.

Die Ausgänge der verschiedenen Schwingungsformen eines Oszillators werden mit den »I/O«-Buchsen des A-151-1 verbunden, mit einem A-164-1 (oder einer beliebigen anderen Trigger-Quelle) kann nun bequem zyklisch zwischen den Schwingungsformen umgeschaltet werden.

Frequenzteiler

Der Einsatz als Frequenzteiler für Clocksignale hat den Vorteil, dass das nächste Clocksignal immer »auf die 1« ausgegeben wird: Trigger / Gate in Eingang 1 und gleichzeitig in den »Trig. In« Eingang. Die Frequenzteilung ist über den Schalter »Steps« von 1/2 bis 1/4 einstellbar.

Aktuelle Version bis +/-12 V

Ältere Versionen des Moduls (vor Mai 2004) können nur Signale zwischen -8 V und +8 V verarbeiten. Die aktuellen A-151-1 (Platinenaufdruck »A-151 DUAL VC SWITCH VERSION 2«) erlauben zwischen -12 V und +12 V (z.B. Gate / Trigger).

Einsatz für VCO-Steuerspannungen

Nachdem hier im Gegensatz zu rein mechanischen Schaltern wie etwa beim A-182-2 eine programmierbare Steuerelektronik eingesetzt wird, besteht bei kleinen „Patch-Fehlern“ theoretisch das Risiko der Schädigung des Moduls etwa beim Verbinden zweier Ausgänge miteinander. Aus diesem Grund sind in jedem Umschalter Schutzwiderstände eingebaut, die einen Kurzschluss des Moduls verhindern.

Das führt bei Nutzung des Moduls für die Steuerung der Tonhöhe von VCOs (z.B. zum Umschalten zwischen Sequencer und Tastatur) allerdings zu hörbaren Spannungsverlusten. Hier muss zur Kompensation eines der Buffered Multiples (A-180-3 oder A-180-4) oder ein anderer Pufferverstärker (A-185-1 oder A-185-2) zwischen dem A-151 und dem VCO eingesetzt werden (ein Einsatz VOR dem A-151 bringt keine Verbesserung).

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-135-2 Quad VCA / Voltage Controlled Mixer

Der A-135-2 ist ein spannungsgesteuerter Vierfach-Mixer, der mit linearen VCAs arbeitet. Damit bietet er sich als platzsparende Alternative zum älteren A-135-1 an, der auch in der aktuellen Version 3 noch 10 TE zusätzlich zum A-135-2 benötigt.

Die Featureliste ist weitgehend vergleichbar: 4 regelbare CV-Eingänge, 4 Eingänge für Audio oder Steuerspannungen, ein Summen- und 4 Einzelausgänge, die VCAs können auch manuell geregelt werden. Der A-135-1 hat lediglich noch 4 Abschwächer für die zu verstärkenden Eingänge. Die geringe Größe des neuen Moduls ist natürlich praktisch, wenn der Platz im Case begrenzt ist, aber die kleineren Regler der neuen „Slim Line“ Module sind natürlich auch etwas weniger bequem zu handhaben.

Eine Besonderheit ist der „Selected“ Ausgang: Hier werden nur diejenigen Eingangssignale zusammengemischt, die nicht zuvor über die Einzelausgänge abgegriffen wurden. Die individuellen „Out“ Buchsen sind also als Schaltbuchsen ausgelegt – ein Feature, mit dem der ursprüngliche A-135-1 nicht aufwarten kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A135-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A135-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A135-2-SW

Betriebsarten

Wie bei fast allen neuen Modulen von Doepfer sind über Steckbrücken („Jumper“) auf der Platine zum Teil gravierende Anpassungen der grundsätzlichen Betriebsart des Moduls möglich. Die werkseitige Konfiguration ist ein 4-in-1 Mixer mit zusätzlichen Einzelausgängen.

Für einen 4-in-2 Stereomixer, der ohne Panoramaregelung usw. einfach zwei Stereosignale zu einem einzigen Stereosignal mischen soll, werden die Eingänge 1 und 3 nur von der ersten Steuerspannung beeinflusst, die Eingänge 2 und 4 nur von der zweiten. Somit kann man zwei Stereosignale spannungsgesteuert mischen.

Stereo-Mixer über Multiples realisiert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Steuerung aller vier VCAs gleichzeitig über den Eingang „CV 1“, was etwa bei polyphonen Anwendungen (gemeinsame Volumenregelung, gemeinsame Regelung von vier Modulationsquellen usw.) sinnvoll sein kann. Das ist exakt die Funktion des mittlerweile nicht mehr lieferbaren A-132-2 (der allerdings über zwei CV-Eingänge verfügt).

Beide Varianten lassen sich allerdings auch ganz einfach über Multiples lösen, über die man die Steuerspannungen entsprechend auf die CV-Eingänge verteilt.

Die Jumper für die Normalisierung der Eingänge sitzen an der Unterseite des Moduls auf der Platine nahe der Frontplatte.

Interessanter ist die Möglichkeit, die Eingangssignale „In 2“ bis „In 4“ mit dem jeweils vorhergehenden Eingangssignal vorzubelegen („Normalisierung“ der Eingänge). Damit lässt sich ein einziges Signal spannungsgesteuert auf vier unterschiedliche Filter usw. weiterleiten. Das ist beim „großen Bruder“ A-135-1 ab Werk so eingestellt und für den A-135-2 durchaus als Standard-Konfiguration sinnvoll: Man kann die Vorbelegungen ja jederzeit durch Einstecken eines Patchkabels umgehen. Die Normalisierung erfolgt individuell pro Eingang („In 2“ bis „In 4“) durch einen aufgesteckten Jumper.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -40 mA (-12V)

A-135-1 Voltage Controlled Mixer / Quad Voltage Controlled Amplifier

Der A-135-1 Voltage Controlled Mixer ist eine praktische Kombination aus vier VCAs und einem Mischer. Nach der überbreiten ersten Version hat Doepfer im Mai 2013 einen schmäleren Nachfolger vorgestellt, der zudem neben dem Summenausgang über vier Einzelausgänge verfügt. „Schmäler“ ist allerdings nach heutigen Doepfer-Standards relativ: Das Modul benötigt immer noch 18 TE. Wem das zu „barock“ für das kleine Modularsystem ist, wird sich eher an die neue „Slim Line“ – Version A-135-2 mit nur 8 TE halten, die zwar über keine Abschwächer für die Eingänge verfügt, dafür aber auch nur 8 TE Platz benötigt.

Die Verstärker arbeiten linear. Bei jedem der vier Kanäle kann das Eingangssignal mit einem Abschwächer angepasst werden, eine konstante Verstärkung (»Gain«-Regler), sowie das Ausmaß der Amplitudenmodulation durch externe Steuerspannungen eingestellt werden.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A135-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A135-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A135-1-SW

Morphing

Morphing mit dem A-144 und dem A-135-1 (hier noch in der ersten Version ohne Einzelausgänge).

Die Verbindung des VC Mixers mit dem A-144 Morphing Controller ist eine naheliegende Kombination: Vier verschiedene Audiosignale können damit sehr einfach überblendet werden.

Mit dem A-144 Morphing Controller kann der A-135 VC Mixer vier Audioquellen der Reihe nach ineinander überblenden. Das können vier Schwingungsformen eines VCOs sein, verschiedene Geräusche und Töne aus unterschiedlichen Rauschgeneratoren und Oszillatoren, aber auch komplette »Synthesizerstimmen«.

Negative Steuerspannungen

Der »Gain«-Regler kann auch zum Ausgleich verwendet werden, wenn negative Steuerspannungen (z.B. von LFOs) als Modulationssignale eingesetzt werden, die sonst bei Unterschreiten von 0 V keine weitere Modulation der Amplitude bewirken würden.

Versionsunterschiede

Vom A-135-1 existieren mittlerweile drei verschiedene Versionen, die Modulnummer und -bezeichnung wurde beibehalten.

Ursprüngliche Version1 ohne Einzelausgänge.
  • Version 1: 22 TE breit, 55 mm tief, Strombedarf +30/-20 mA. Keine Einzelausgänge, das Modul ist nicht zur Verstärkung von Steuerspannungen, sondern ausschließlich für Audiosignale geeignet.
  • Version 2 ab Mai 2013: 18 TE breit, 50 mm tief, Strombedarf +60/-50 mA. Vier Einzelausgänge, das Modul ist gleichspannungsgekoppelt und verarbeitet sowohl Audio- als auch Steuerspannungen.
  • Version 3 ab Januar 2014: Wie Version 2, zusätzlich sind sämtliche Eingänge normalisiert, d.h. ohne zusätzliche Stecker in den Eingangsbuchsen 2-4 liegt das Signal von Eingang 1 auf allen vier Audiowegen (analog für die vier Steuerspannungseingänge). Per Jumper auf der Platine kann der Summenausghang so konfiguriert werden, dass er bereits aus Einzelausgängen abgegriffene Signale aus der Summe herausnimmt.

Technische Daten

VersionVersion 2 & 3Version 1
Breite18 TE22 TE
Tiefe50 mm55 mm
Strombedarf60 mA (+12V) / -50 mA (-12V)30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)