A-184-2 Voltage Controlled Crossfader / Triangle-to-Sine Waveshaper

Das Modul A-184-2 beherbergt eine zunächst ungewöhnlich wirkende Kombination von Teilmodulen: Einen sehr spezialisierten Waveshaper, der aus einem Dreieck- ein Sinus-Signal formen kann (Sinus-Konverter) und dazu noch einen spannungsgesteuerten Crossfader.

Dabei ist der Crossfader intern mit dem Eingang und dem Ausgang des Sinus-Konverters vorverbunden, so dass man das Dreieck und den Sinus überblenden kann.

Die neuen A-111-2 VCOs von Doepfer haben eine vergleichbare Schaltung bereits an Bord, aber ältere VCOs wie der A-110-1 oder der A-111-1 arbeiten noch mit einer einfacheren und ungenaueren Sinus-Konversion, viele andere (A-110-2, A-111-3, A-111-4) verzichten ganz auf den Sinus und können mit dem kleinen Modul „nachgerüstet“ werden.

Sowohl Sinus-Konverter als auch Crossfader können nicht nur mit Signalen im Audiobereich eingesetzt werden, sondern sind durch ihre Gleichspannungskoppelung auch für LFOs usw. geeignet: Auch hier überwiegt die Zahl der Module, die kein Sinus-Signal zur Verfügung stellen (A-143-3, A-143-4, A-145-4, A-146 oder die LFOs im A-111-5).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A184-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A184-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A184-2-SW

Anpassung erforderlich!

Die beiden Trimmpotis für DC Offset und Sinus-Form.

Ohne weitere Anpassung liefert der Sinus-Konverter bei vielen VCOs eher „abenteuerliche“ Ergebnisse aus dem Dreiecks-Signal, die nur entfernt nach einem sauberen Sinus aussehen und klingen. Das muss freilich kein Nachteil sein und kann auch ganz gezielt zur Klangveränderung eingesetzt werden.

Um das Modul auf einen VCO oder LFO einzustellen, stehen auf der Oberseite der Platine zwei Trimmpotis zur Verfügung. Mit dem linken Trimmpoti kann man einen DC-Offset des Eingangssignals ausgleichen, wenn das Signal durch einen Gleichspannungsanteil asymmetrisch verschoben ist. Mit dem rechten lässt sich die Form der Sinuskonvertierung anpassen: Bei Rechtsanschlag ist das Dreieck fast unverändert, bei Linksanschlag nähert sich der Sinus einem abgerundeten Rechteck-Signal an.

Bei meinem A-143-3 LFO hatte der Konverter eigentlich schon „out of the box“ sehr gute Ergebnisse geliefert:

Dreieck aus dem A-143-3.
Der Sinus-Konverter erzeugt ein recht sauberes Signal, das noch leichte „Anspitzungen“ zeigt.

Auch beim Blick auf die Spektren der beiden Signale sieht man, dass der Sinus nur noch geringe Obertonanteile hat, allerdings noch kein ganz reiner Sinus ist:

Spektrum des Dreiecks aus dem A-143-3.
Spektrum des Sinus-Signals. Noch nicht 100% „sauber“.

Bei einem A-110-1 dagegen gab es bei der unteren Teilschwingung ganz merkwürdige Verzerrungen, die Schwingungsform war auch etwas „breitschultriger“, als ein normaler Sinus. Offensichtlich war das Eingangssignal zu hoch gepegelt und lieferte Verzerrungen, die durch einen Abschwächer und Feineinstellung am Trimmpoti für die Form der Sinus-Konvertierung deutlich verringert werden konnten.

Man kann aber auch den Weg anders herum gehen und gezielt mit zu hohem Eingangspegel und übertriebener Einstellung der Trimmpotis den Klang verändern.

Erster Versuch: Verzerrungen am unteren Rand der Schwingung und noch zu breite Schwingungsform.
Im Analyzer sieht man deutlich die Obertöne aus der Verzerrung.
Die Verzerrung ist mit einem vorgeschalteten Abschwächer reduziert, die Schwingungsform angepasst.
Schon ganz gut, wenn auch nicht 100% optimal.
Erhöhter Eingangspegel, Trimmpoti für DC-Offset verstellt, Trimmpoti für die Sinus-Form in Richtung „Rechteck“ verstellt.
Stark angereichertes Obertonspektrum.

Der Crossfader

Der Crossfader ist vorbelegt mit dem konvertierten Sinus (Eingang „A) und dem ursprünglichen Dreieck (Eingang „B“). Allzu massiv ist der hörbare Unterschied zwischen den beiden Schwingungsformen allerdings nicht gerade (das Dreieck hat aufgrund der ungeraden Obertöne einen leicht hohlen Klangcharakter), aber z.B. im Kontext von Frequenzmodulationen zwischen VCOs dann durchaus signifikant.

Der Sinus-Konverter invertiert übrigens die Schwingung, so dass man evtl. den ursprünglichen Dreiecks-Ausgang des VCOs / LFOs abzweigen und erst nach einem Invertierer in den Crossfader-Eingang „B“ einspeisen sollte, um einen gleichmäßigen Übergang zwischen Dreieck und Sinus zu erhalten. Ansonsten wird es im mittleren Bereich des Crossfaders einen deutlichen Einbruch des Signals aufgrund der Phasenauslöschungen hören (im Prinzip wird der Grundton dabei ausgelöscht und man hört nur noch die unterschiedlichen Obertöne aus Dreieck und Sinus).

Die folgenden Klangbeispiele zeigen eine manuelle Überblendung von einem Dreieck aus dem A-110-1 mit dem erzeugten Sinus. Ich starte jeweils mit Rechtsanschlag des Crossfader-Reglers, also mit dem ursprünglichen Eingangssignal.

Aufgrund von Phasenauslöschungen durch den invertierten Sinus ist ein Lautstärkeeinbruch beim Überblenden zu hören.
Wird stattdessen ein invertiertes Dreieck-Signal dem Crossfader zugeführt, hört man einen weichen Übergang vom Dreieck zum Sinus.

Der Sinus-Konverter als Waveshaper

Sägezahnsignal nach der Bearbeitung durch den Sinus-Konverter. Aus dem fallenden Sägezahn des A-110-1 wird ein stark abgerundeter steigender Sägezahn.

Da die für den eher „experimentellen“ Einsatz nützlichen Parameter leider nur als Trimmpotis ausgelegt sind, ist die Nutzung des Moduls als Waveshaper eingeschränkt. Man muss halt jedes Mal das Modul aus dem Rahmen schrauben und mit einem kleinen Kreuzschlitz-Schraubendreher die Potis bedienen.

Wir haben oben bereits die Klangbearbeitung eines Dreiecks gesehen, aber auch mit einem Sägezahn als Eingangssignal lassen sich hörbare Veränderungen im Obertonspektrum generieren. Rechteck-Signale verändern sich nicht durch den A-184-2.

Für die Klangbeispiele wurden ein Dreieck bzw. ein Sägezahn aus einem A-110-1 verwendet. DC-Offset und Shape-Trimmpotis sind deutlich „verstellt“. Wir hören zunächst jeweils das Original-Signal, das dann manuell zum bearbeiteten Signal aus dem A-184-2 übergeblendet wird. Der Effekt ist allerdings eher subtil als „massiv“.

Dreieck-Signal.
Sägezahn-Signal.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-182-2 Quad Switch

Das Modul stellt vier unabhängige 2:1. bzw. 1:2-Schalter zur Verfügung. Mit jedem dieser Schalter lassen sich entweder zwei verschiedene Eingänge auf einen Ausgang oder ein Eingang auf zwei verschiedene Ausgänge umschalten.

Das „Nachbarmodul“ A-182-1 stellt dagegen 8 Umschalter zur Verfügung, die allerdings nicht unabhängige Schaltwege bedienen, sondern jede der 8 Buchsen einem von 2 Ein-/Ausgangs-„Schienen“ zuweisen.

Das Modul benötigt keine Stromversorgung, im Inneren werden also tatsächlich nur „Drähte umgeschaltet“.

Bedienelemente

Eingänge / Ausgänge (für jeden der 4 Schalter):

CTRL-A182-2-INOUT

Regler / Schalter (für jeden der 4 Schalter):

CTRL-A182-2-SW

Alternativen

Nach der gleichen 2:1- bzw. 1:2-Logik arbeitet auch der A-150 Dual VC Switch, der das Umschalten zwischen 2 Eingängen auf einen Ausgang (oder einem Eingang auf 2 Ausgänge) über eine Steuerspannung ermöglicht. Dafür hat der A-150 aber keine Möglichkeit, die Ein- und Ausgänge komplett voneinander zu trennen.

Noch eine deutliche Schippe obendrauf legt der recht neue A-150-8 Octal Manual/VC Programmable Switch, der 8 unabhängige (aber auch koppelbare!) 2:1/1:2 Schalter zur Verfügung stellt, die entweder manuell oder per Steuerspannung umgeschaltet werden können.

Eine 4:1 bzw. 1:4-Schaltung bietet der A-151 Sequential Switch. Das Umschalten auf den nächsten der bis zu vier Ein-/Ausgängen erfolgt hier mit einem Triggersignal.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-139-2 Headphone Amplifier

Nach dem mangels Nachfrage eingestellten A-139 nun eine neue Version? Offensichtlich ändern sich die Zeiten und das Modularsystem hat sich vom reinen Studiogerät gewandelt in ein Instrument, das man auch live mitnimmt oder an dem man auch mal ohne DAW einfach „schrauben“ möchte.

Der neue Headphone Amp hat nahezu die gleichen Features wie sein Vorgänger: getrennte und getrennt pegelbare Eingänge für den linken und rechten Kanal, ein Master-Volume-Regler und ein Kopfhörer Ausgang (Vorgänger: zwei Ausgänge) mit 2×2 Watt Leistung (Vorgänger: 2×1,5 Watt). Im Vergleich zum 8 TE breiten Vorgänger ist der A-139-2 nun sparsamere 6TE breit – Platz im Rack ist halt doch ein kostbares Gut.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A139-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A139-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A139-2-SW

Einsatz

Einen Kopfhörerverstärker wird man immer dann einsetzen, wenn man ein Modulsystem (oder auch nur Teile davon) ohne Mischpult, Audiointerface zum Rechner oder ähnliche Peripherie betreiben möchte. Einfach nur die „Kiste“ anwerfen, ein paar Dinge ausprobieren und das Ergebnis gleich auf dem Kopfhörer kontrollieren.

So manche Inspiration verpufft leider im Nirwana, weil es einfach zu viel Mühe macht, erst einmal das komplette Studio mit DAW, Mischpult, Audio- und Midi-Interface usw. in Betrieb zu nehmen. Mit einem Kopfhörerverstärker genügt der Ein/Aus-Schalter vom A-100.

Wie manch andere Verstärker (bei Endstufen ist das Thema leidlich bekannt), benötigt das Modul beim Einschalten einen deutlich erhöhten Einschaltstrom, um die Kondensatoren zu laden. Das Modul liefert zwar nur überschaubare 2 Watt pro Kanal, der gleichzeitige Einsatz von vielen Headphone-Modulen kann aber dennoch die Leistungsfähigkeit des A-100 – Netzteils überfordern.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf60 bis 120 mA (+12V) / -60 bis -120 mA (-12V)
Einschaltstrom200 mA (+12V) / -200 mA (-12V)

A-151 Quad Sequential Switch

Der A-151-1 Sequential Switch ist wie der A-150 Dual VC Switch bidirektional aufgebaut, die Ein- und Ausgänge können also vertauscht werden.

Im Fall des A-151-1 steht ein Umschalter / Verteiler bis zu 4:1 bzw. 1:4 zur Verfügung. Im Gegensatz zum A-150 erfolgt das Umschalten aber nicht über eine Steuerspannung, sondern mittels Trigger, der zwischen den bis zu 4 Ein- / Ausgängen zyklisch weiterschaltet.

Die Anzahl I/O-Buchsen kann mit einem Schalter von 4 auf 3 oder 2 reduziert werden, daneben steht auch ein Eingang für einen Reset-Trigger zur Verfügung.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A151-IN

Die hier gewählten Zuordnungen von »I/O1« bis »I/O4« zu Eingängen sind völlig willkürlich. Genauso gut kann man die Buchsen als Ausgänge verwenden (und »O/I« als Eingang).

Ausgänge:

CTRL-A151-OUT

Die hier gewählte Zuordnung von »O/I« als Ausgang ist völlig willkürlich. Genauso gut kann man die Buchse als Eingang verwenden (und »I/O1« bis »I/O4« als Ausgänge).

Regler / Schalter:

CTRL-A151-SW

Umschalter für VCO-Ausgänge

Ein manueller Umschalter zwischen vier Schwingungsformen.

Die Ausgänge der verschiedenen Schwingungsformen eines Oszillators werden mit den »I/O«-Buchsen des A-151-1 verbunden, mit einem A-164-1 (oder einer beliebigen anderen Trigger-Quelle) kann nun bequem zyklisch zwischen den Schwingungsformen umgeschaltet werden.

Frequenzteiler

Der Einsatz als Frequenzteiler für Clocksignale hat den Vorteil, dass das nächste Clocksignal immer »auf die 1« ausgegeben wird: Trigger / Gate in Eingang 1 und gleichzeitig in den »Trig. In« Eingang. Die Frequenzteilung ist über den Schalter »Steps« von 1/2 bis 1/4 einstellbar.

Aktuelle Version bis +/-12 V

Ältere Versionen des Moduls (vor Mai 2004) können nur Signale zwischen -8 V und +8 V verarbeiten. Die aktuellen A-151-1 (Platinenaufdruck »A-150 DUAL VC SWITCH VERSION 2«) erlauben zwischen -12 V und +12 V (z.B. Gate / Trigger).

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-135-2 Quad VCA / Voltage Controlled Mixer

Der A-135-2 ist ein spannungsgesteuerter Vierfach-Mixer, der mit linearen VCAs arbeitet. Damit bietet er sich als platzsparende Alternative zum älteren A-135-1 an, der auch in der aktuellen Version 3 noch 10 TE zusätzlich zum A-135-2 benötigt.

Die Featureliste ist weitgehend vergleichbar: 4 regelbare CV-Eingänge, 4 Eingänge für Audio oder Steuerspannungen, ein Summen- und 4 Einzelausgänge, die VCAs können auch manuell geregelt werden. Der A-135-1 hat lediglich noch 4 Abschwächer für die zu verstärkenden Eingänge. Die geringe Größe des neuen Moduls ist natürlich praktisch, wenn der Platz im Case begrenzt ist, aber die kleineren Regler der neuen „Slim Line“ Module sind natürlich auch etwas weniger bequem zu handhaben.

Eine Besonderheit ist der „Selected“ Ausgang: Hier werden nur diejenigen Eingangssignale zusammengemischt, die nicht zuvor über die Einzelausgänge abgegriffen wurden. Die individuellen „Out“ Buchsen sind also als Schaltbuchsen ausgelegt – ein Feature, mit dem der ursprüngliche A-135-1 nicht aufwarten kann.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A135-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A135-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A135-2-SW

Betriebsarten

Wie bei fast allen neuen Modulen von Doepfer sind über Steckbrücken („Jumper“) auf der Platine zum Teil gravierende Anpassungen der grundsätzlichen Betriebsart des Moduls möglich. Die werkseitige Konfiguration ist ein 4-in-1 Mixer mit zusätzlichen Einzelausgängen.

Für einen 4-in-2 Stereomixer, der ohne Panoramaregelung usw. einfach zwei Stereosignale zu einem einzigen Stereosignal mischen soll, werden die Eingänge 1 und 3 nur von der ersten Steuerspannung beeinflusst, die Eingänge 2 und 4 nur von der zweiten. Somit kann man zwei Stereosignale spannungsgesteuert mischen.

Stereo-Mixer über Multiples realisiert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Steuerung aller vier VCAs gleichzeitig über den Eingang „CV 1“, was etwa bei polyphonen Anwendungen (gemeinsame Volumenregelung, gemeinsame Regelung von vier Modulationsquellen usw.) sinnvoll sein kann. Das ist exakt die Funktion des mittlerweile nicht mehr lieferbaren A-132-2 (der allerdings über zwei CV-Eingänge verfügt).

Beide Varianten lassen sich allerdings auch ganz einfach über Multiples lösen, über die man die Steuerspannungen entsprechend auf die CV-Eingänge verteilt.

Die Jumper für die Normalisierung der Eingänge sitzen an der Unterseite des Moduls auf der Platine nahe der Frontplatte.

Interessanter ist die Möglichkeit, die Eingangssignale „In 2“ bis „In 4“ mit dem jeweils vorhergehenden Eingangssignal vorzubelegen („Normalisierung“ der Eingänge). Damit lässt sich ein einziges Signal spannungsgesteuert auf vier unterschiedliche Filter usw. weiterleiten. Das ist beim „großen Bruder“ A-135-1 ab Werk so eingestellt und für den A-135-2 durchaus als Standard-Konfiguration sinnvoll: Man kann die Vorbelegungen ja jederzeit durch Einstecken eines Patchkabels umgehen. Die Normalisierung erfolgt individuell pro Eingang („In 2“ bis „In 4“) durch einen aufgesteckten Jumper.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -40 mA (-12V)

A-135-1 Voltage Controlled Mixer / Quad Voltage Controlled Amplifier

Der A-135-1 Voltage Controlled Mixer ist eine praktische Kombination aus vier VCAs und einem Mischer. Nach der überbreiten ersten Version hat Doepfer im Mai 2013 einen schmäleren Nachfolger vorgestellt, der zudem neben dem Summenausgang über vier Einzelausgänge verfügt. „Schmäler“ ist allerdings nach heutigen Doepfer-Standards relativ: Das Modul benötigt immer noch 18 TE. Wem das zu „barock“ für das kleine Modularsystem ist, wird sich eher an die neue „Slim Line“ – Version A-135-2 mit nur 8 TE halten, die zwar über keine Abschwächer für die Eingänge verfügt, dafür aber auch nur 8 TE Platz benötigt.

Die Verstärker arbeiten linear. Bei jedem der vier Kanäle kann das Eingangssignal mit einem Abschwächer angepasst werden, eine konstante Verstärkung (»Gain«-Regler), sowie das Ausmaß der Amplitudenmodulation durch externe Steuerspannungen eingestellt werden.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A135-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A135-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A135-1-SW

Morphing

Morphing mit dem A-144 und dem A-135-1 (hier noch in der ersten Version ohne Einzelausgänge).

Die Verbindung des VC Mixers mit dem A-144 Morphing Controller ist eine naheliegende Kombination: Vier verschiedene Audiosignale können damit sehr einfach überblendet werden.

Mit dem A-144 Morphing Controller kann der A-135 VC Mixer vier Audioquellen der Reihe nach ineinander überblenden. Das können vier Schwingungsformen eines VCOs sein, verschiedene Geräusche und Töne aus unterschiedlichen Rauschgeneratoren und Oszillatoren, aber auch komplette »Synthesizerstimmen«.

Negative Steuerspannungen

Der »Gain«-Regler kann auch zum Ausgleich verwendet werden, wenn negative Steuerspannungen (z.B. von LFOs) als Modulationssignale eingesetzt werden, die sonst bei Unterschreiten von 0 V keine weitere Modulation der Amplitude bewirken würden.

Versionsunterschiede

Vom A-135-1 existieren mittlerweile drei verschiedene Versionen, die Modulnummer und -bezeichnung wurde beibehalten.

Ursprüngliche Version1 ohne Einzelausgänge.
  • Version 1: 22 TE breit, 55 mm tief, Strombedarf +30/-20 mA. Keine Einzelausgänge, das Modul ist nicht zur Verstärkung von Steuerspannungen, sondern ausschließlich für Audiosignale geeignet.
  • Version 2 ab Mai 2013: 18 TE breit, 50 mm tief, Strombedarf +60/-50 mA. Vier Einzelausgänge, das Modul ist gleichspannungsgekoppelt und verarbeitet sowohl Audio- als auch Steuerspannungen.
  • Version 3 ab Januar 2014: Wie Version 2, zusätzlich sind sämtliche Eingänge normalisiert, d.h. ohne zusätzliche Stecker in den Eingangsbuchsen 2-4 liegt das Signal von Eingang 1 auf allen vier Audiowegen (analog für die vier Steuerspannungseingänge). Per Jumper auf der Platine kann der Summenausghang so konfiguriert werden, dass er bereits aus Einzelausgängen abgegriffene Signale aus der Summe herausnimmt.

Technische Daten

Version 2 & 3Version 1
Breite18 TE22 TE
Tiefe50 mm55 mm
Strombedarf60 mA (+12V) / -50 mA (-12V)30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-132-4 Quad exponential Voltage Controlled Amplifier / Mixer

Der A-132-4 Quad exponential VCA besteht aus vier Teilmodulen, die separat, aber auch mit einer gemeinsamen Steuerspannung kontrolliert werden können.

Wie der A-132-1 scheint auch der Quad exponential VCA eher spartanisch ausgestattet zu sein: Eingang – Ausgang – zwei Steuerspannungseingänge ohne weitere Regler. Allerdings bietet er auch vier recht hochwertige Verstärker inkl. Summenausgang auf sehr kleinem Raum und wird in Sachen „VCAs pro TE“ wohl nur noch vom neuen A-130-8 übertroffen, der es auf ganze acht (lineare) VCAs bei ebenfalls nur 6 TE bringt. Wir werden aber etwas weiter unten sehen, dass trotz der sparsam ausgestatteten Frontplatte eine ganze Menge an Konfigurationsmöglichkeiten in dem kleinen Modul stecken.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes der 4 Teilmodule):

CTRL-A132-4-IN

Ausgänge (für jedes der 4 Teilmodule):

CTRL-A132-4-OUT

Konfigurationsmöglichkeiten

Eine der großen Stärken des Quad VCAs ist seine recht umfangreiche Konfigurierbarkeit über Jumper auf den Platinen des Moduls:

  • Festlegung, welche(s) der Teilmodule im Summenausgang gemischt wird (werkseitig eingestellter Standard: alle).
  • Nutzung der Buchse ganz links unten für den Summenausgang oder als zweiter Steuerspannungs-Eingang (Standard: Summenausgang) für das unterste Teilmodul (VCA4).
  • „Normalisierung“ der Steuerspannungsbuchsen C2, C3 und C4 mit der Spannung an C1 – damit können alle vier Teilmodule gleichzeitig mit einer einzigen Spannung gesteuert werden. Sobald man ein Patchkabel in eine der Schaltbuchsen C2-C4 steckt, wird die Vorbelegung für dieses Teilmodul unterbrochen (Standard: Normalisierung aller 3 Buchsen).
  • Vorbelegung der Steuerspannungsbuchse C1 mit einer geringen negativen Spannung. Damit schließen mit C1 alle verbundenen Teilmodule vollständig, auch wenn an C1 kein Patchkabel angeschlossen ist (Standard: Buchse ist vorbelegt).
  • „Normalisierung“ der Eingänge „In2“, „In3“ und „In4“ mit dem Eingang (oder jeweils wahlweise auch dem Ausgang) des obersten Teilmoduls 1 (Standard: jeweils „In1“). Auch die Eingänge 2-4 sind natürlich als Schalltbuchsen ausgelegt, die diese Vorbelegungen jeweils unterbrechen.
  • Zusätzlich zu den Jumpern existieren vier Trimmpotentiometer um für jeden der VCAs die Empfindlichkeit anzupassen.
BOARD-A132-4A-2

BOARD-A132-4B

Audio gut, Morphing leider nicht

Mit der exponentiellen Charakteristik der Verstärkung ist das Modul besser für die Verstärkung von Audiosignalen als von Steuerspannungen geeignet.

Leider erzeugt es aufgrund dieser Charakteristik gemeinsam mit dem A-144 Morphing Controller keine fließenden Übergänge, so dass es nicht als (platzsparender) Ersatz für den A-135-1 VC Mixer eingesetzt werden kann. Der A-144 liefert linear steigende und fallende Steuerspannungen und benötigt daher auch linear arbeitende Verstärker. Aber vielleicht bringt Doepfer ja mal einen Nachfolger des leider nicht mehr lieferbaren A-144 mit zwischen zwischen linear und exponentiell umschaltbaren Ausgängen?

Bis dahin sind die neuen Module A-130-8 oder auch A-135-2 sehr gute mehrfach-VCAs für Morphing, wenn der A-135-1 zu sperrig ist. Oder auch zwei -132-1, die seit 2013 mit sehr hochwertigen Verstärkerbausteinen ausgestattet sind.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe60 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-132-1 Dual Voltage Controlled Amplifier

Der A-132-1 Dual VCA wurde früher auf der Webseite von Doepfer als »Lowcost« bezeichnet. Damals wurden noch vergleichsweise einfache CA3080 verwendet, deren Qualität gar nicht so »Lowcost« war, wie man das vielleicht vermuten würde. Seit Mitte 2013 wird das überarbeitete Modul mit SSM2164/V2164 betrieben, die nochmal deutlich rauschärmer und verzerrungsfreier arbeiten. „Lowcost“ ist also endgültig Geschichte? Ja, klanglich auf jeden Fall, nur der Preis ist noch immer ziemlich günstig…

Das Modul spart allerdings an der Ausstattung: Keine Abschwächer für Eingangssignal oder Steuerspannung, kein Gain-Regler für die Einstellung einer konstanten Verstärkung. Wer damit leben kann, erhält zwei sehr praktische Verstärker auf kleinem 4 TE-Raum.

Bedienelemente

Eingänge (für jedes der beiden Teilmodule):

CTRL-A132-1-OUT

Ausgänge (für jedes der beiden Teilmodule):

CTRL-A132-1-OUT

Für Steuerspannungen sowieso

Ein A-140 ADSR steuert sowohl die Frequenz des LFOs, als auch dessen Amplitude, d.h. Intensität der Modulation des LFOs auf ein beliebiges Ziel.

Verstärkung / Abschwächung von Steuerspannungen ist eine typische Anwendung für die linear arbeitenden VCAs im A-132-1. Sie können beispielsweise die Intensität der Modulation eines LFOs auf ein Filter mit einem ADSR-Generator steuern, z.B. um ein langsam automatisch abklingendes „Wahwah“ zu realisieren.

Morphing mit Steuerspannungen

Zwei A-132-1 können gut gemeinsam mit einem A-144 Morphing Controller eingesetzt werden, um zwischen vier Signalen überzublenden. Da der A-144 lineare VCAs benötigt, ist der A-132-2 (genauer gesagt zwei davon) dafür perfekt geeignet.

Im Gegensatz zum A-135 VC Mixer (der nur Audio mag) können die A-132-1 VCAs auch sehr gut für die Verstärkung (bzw. in Verbindung mit dem A-144 für das »Morphing«) von Steuerspannungen eingesetzt werden.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe35 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-133 Dual Voltage Controlled Polarizer

Der A-133 VC Polarizer ist ein Auslaufmodell und wird künftig nicht mehr produziert werden.

Stand: März 2021

Der A-133 Dual Voltage Controlled Polarizer verfügt über zwei identische Sub-Module. Beide Polarisierer können sowohl manuell, als auch über Steuerspannungen kontrolliert werden.

Der maximale Bereich der Verstärkung reicht von etwa -2,5 bis +2,5. Damit kann das Modul auch gut als Aufholverstärker eingesetzt werden (z.B. um Trigger-/Gate­signale anzupassen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A133-IN

Ausgänge:

CTRL-A133-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A133-SW

Automatisierung

Alles, wofür Sie einen manuell regelbaren Polarisierer einsetzen würden, kann mit dem A-133 ebenfalls erledigt werden, nur eben mit der Option, das durch Hüllkurven, LFOs usw. automatisch zu steuern. Ein Effekt-Klang könnte z.B. auf einem VCO aufbauen, dessen Frequenz von einem LFO mit einer Sägezahnschwingung moduliert wird. Wenn hier zwischen LFO und VCO der A-133 eingebaut wird (selbst durch einen langsamen LFO moduliert), dann schwankt die Frequenzmodulation des VCOs zwischen aufsteigendem und absteigendem Sägezahn.

Auch hier gemeinsam mit dem Max / Min

Zusammen mit einem (oder zwei in Reihe geschalteten) A-172 Max / Min lässt sich ein ungewöhnlicher modulierbarer »Waveshaper« bauen:

Zwei Ausgänge (z.B. Sägezahn und Sinus) eines VCOs werden beide durch einen A-133 bearbeitet und dann in den Max / Min eingespeist. Die Polarisierer können z.B. durch LFOs oder einen A-155 Sequencer moduliert werden.

Einsatz als »Ringmodulator«

Ein VCO als Steuerspannungsquelle und ein zweiter VCO als Audioeingang ergeben mit dem A-133 eine sehr flexible Ringmodulation.

Der Polarizer lässt sich in Prinzip sehr ähnlich wie ein Ringmodulator einsetzen, klingt aber etwas anders. Das Modul bietet dabei die Möglichkeit, über den »Man.«-Regler eines der Signale mit einer Offsetspannung zu versehen und das andere Signal mit dem »CV«-Regler abzuschwächen / zu verstärken. Die erzielbare Modulationstiefe / Verstärkung ist dabei mit einem Faktor von ca. +/- 2,5 deutlich größer als beim Ringmodulator.

Über eine Kombination von hohem »Man.« Offsetwert und starker Modulation (Regler »CV«) ist dabei auch ein Clipping des Eingangssignals möglich, was die Klangmöglichkeiten noch einmal erweitert.

»Ringmodulation« mit dem VC Polarizer und Clipping des Eingangssignals.

Wie der Ringmodulator lässt sich der VC Polarizer natürlich auch für die Erzeugung von komplexen Steuerspannungen (z.B. aus zwei LFOs) einsetzen.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-138d Crossfader / Effect Insert Module

Der A-138d FX Insert / Crossfader ist ein praktischer Helfer, wenn es darum geht, externe Effektgeräte (Gitarrenfußpedale) in ein Modularsystem zu integrieren.

Dazu sind Anschlussbuchsen für die großen 6,35 mm Klinkenstecker vorhanden, das A-100 System verwendet sonst fast ausschließlich 3,5 mm Miniklinkenstecker.

Zudem kann das Audiosignal abgeschwächt werden, um nicht im »Bodentreter« zu Verzerrungen zu führen. Anschließend wird es wieder auf A-100-Niveau verstärkt.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A138d-IN

Ausgänge:

CTRL-A138d-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A138d-SW

Integration von Effektgeräten

Das Modul wird nützlich, wenn ein Effektgerät irgendwo innerhalb des Signalwegs integriert werden soll – z.B. ein dezenter Overdrive-Effekt zwischen VCOs und Filter.

Ein externer Effekt wird zwischen VCO und VCF eingebaut.

Auch für interne Module

Das Modul kann natürlich auch als »Dry / Wet«-Regler für Effekte aus A-100-Modulen, wie z.B. dem A-189-1 VC Bit Modifier oder der A-128 Fixed Filter Bank verwendet werden.

Für interne Module: Das Eingangssignal wird in die »In 1«-Buchse geführt, die zweite »In 1«-Buchse wird dabei als »Mini-Multiple« verwendet: Das Eingangssignal wird hier abgezweigt und in den Bit Modifier weitergeleitet. Der Ausgang des A-189-1 wird mit der (oberen!) »In 2« Buchse verbunden, so dass schließlich zwischen dem Originalsignal und dem Ausgangssignal des A-189-1 überblendet werden kann.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)