A-144 Morphing Controller

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-144 Morphing Controller erzeugt Steuerspannungen, mit denen z.B. vier lineare VCAs eines spanungsgesteuerten Mixers so geregelt werden, dass die vier Eingangssignale des Mixers der Reihe nach überblendet werden. Geeignet sind dafür der A-135-1 bzw. A-135-2 Voltage Controlled Mixer und der A-135-4 Voltage Controlled Performance Mixer, aber auch Mehrfach-VCAs mit Summenausgang wie der A-130-8 oder der A-132-8 (hier nur die linearen VCAs).

Dabei produziert der A-144 bei stetig steigender Eingangsspannung nacheinander vier einander überlappende Dreieck-Signale – sobald das erste Dreieck wieder fällt, setzt das zweite Dreieck mit steigender Flanke ein, die Summe der Ausgangsspannungen aus dem A-144 ist immer konstant – außer am Anfang und am Ende der Eingangs-Steuerspannung. Da wird das erste Signal (gesteuert durch „Out 1“) einfach eingeblendet bzw. das vierte Signal (gesteuert durch „Out 4“) ausgeblendet. Zusamen mit den linearen VCAs der Mixer ergibt das eine „nahtlose“ Überblendung der Mixer-Eingangssignale.

Auf der Frontplatte des Moduls ist übrigens sehr schön der Zusammenhang zwischen Eingangsspannung und den vier Ausgangsspannungen aufgedruckt.

Wir werden weiter unten sehen, dass „Morphing“ nicht die einzige interessante Einsatzmmöglichkeit des A-144 Morphing Controllers ist.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A144-IN

Ausgänge:

CTRL-A144-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A144-SW

Morphen

Das Prinzip des Morphing Controllers ist einfach: Abhängig vom Regler »Man. Morph« oder einer Steuerspannung erzeugen die vier Ausgänge ansteigende und dann fallende Steuerspannungen. Zuerst steigt die Spannung an »Out 1« an, um dann wieder auf 0 V zurückzufallen. Während der fallenden Flanke steigt die Spannung an »Out 2« an – sie erreicht ihr Maximum, wenn »Out 1« bei 0 V angekommen ist.

Analog geht es mit den restlichen Ausgängen weiter, bis am Ende wieder alle vier Ausgänge auf 0 V stehen. Damit lassen sich vier lineare VCAs steuern, so dass sie in Summe gemischt zuerst das erste Eingangssignal einblenden, dann zum zweiten Audiosignal überblenden, zum dritten und schließlich vierten, das am Ende wieder ausgeblendet wird. Der A-135-1 VC Mixer verfügt über 4 solche VCAs, einen Mischer, Abschwächer usw. was die Angelegenheit sehr komfortabel – aber mit 18 TE leider im Rack wenig »platzsparend« macht. Etwas „gedrängter“ sind die Bedienelemente beim neuen A-135-2 angebracht, bei dem man auf die vier Eingangs-Abschwächer verzichten muss, der dafür aber auch nur 8 TE Platz benötigt.

„Material“ zum Morphen können natürlich vier grundsätzlich unterschiedliche Audioquellen sein, z.B. vier verschiedene Synthesizerstimmen, aber auch die Ausgänge eines VCOs zur Überblendung der Schwingungsformen, Ausgänge von Multimode-Filtern wie der A-106-6 oder auch Filter mit mehreren Ausgängen für die Flankensteilheit wie der A-108 6/12/24/48dB Lowpass oder der A-123-2 6/12/18/24dB Highpass für spannungsgesteuerte Flankensteilheit.

Klangbeispiel – Morphing

Der A-144 wird von einem AD-Generator (Loop-Modus) eines A-143-1 Complex Envelope Generator gesteuert. Die Ausgänge des A-144 kontrollieren die Lautstärken eines A-135-2 VC Mixers, in den die Audio-Signale eines A-117 Digital Noise, A-110-6 Trapezoid Quadrature Thru Zero VCOs, A-118 Noise Generators („Colored“ Out) und eines A-143-9 VC Quadrature LFOs geleitet werden. Der A-110-6 und der A-143-9 werden von einem weiteren A-143-9 in der Frequenz moduliert.

Morphing von vier unterschiedlichen Klangquellen mit Hilfe eines A-143-1 Complex Envelope Generators.

Klangbeispiel – Morphen von Filterausgängen

Drei A-111-1 Oszillatoren (Sägezahn, ein VCO ist eine Oktave nach unten transponiert) werden von einem A-155 Sequencer gesteuert, der Trigger-Ausgang des Sequencers taktet zugleich einen A-148 Sample & Hold (mit Rauschen als Eingangssignal), der den A-144 kontrolliert. Die vier Eingangssignale des A-135-2 VC Mixers sind die vier Filter-Ausgänge eines A-121-2 Multimode-Filters. Damit wird pro Sequencer-Step ein Filterausgang bzw. die Mischung eines Filterausgangs mit einem weiteren per Zufall ausgewählt.

Steuerung durch einen Sequencer

Das Morphing muss ja nicht unbedingt nur ein weicher Übergang »A-B-C-D« sein, sondern kann auch sprunghaft angesteuert werden. Hier kann z.B. ein A-155 Sequencer die Steuer­spannung liefern.

Ein A-155 Sequencer steuert über den A-144 Morph Controller das Mischungsverhältnis der vier Audiosignale.

Klangbeispiel – Sequenziertes Morphing

Der A-144 wird diesmal von einem A-155 Sequencer gesteuert. Die Ausgänge des A-144 kontrollieren die Lautstärken eines A-135-2 VC Mixers, in den die Audio-Signale eines A-117 Digital Noise, A-110-6 Trapezoid Quadrature Thru Zero VCOs, A-118 Noise Generators („Colored“ Out) und eines A-143-9 VC Quadrature LFOs geleitet werden. Der A-110-6 und der A-143-9 werden von einem weiteren A-143-9 in der Frequenz moduliert.

Morphing mit Hilfe eines A-155 Sequencers.

Panning / Quadrophonie

An Stelle von vier Eingangssignalen ist beim Einsatz von vier linearen VCAs auch ein Panning für ein Quadrophonie-Setup denkbar: ein Audiosignal wird über einen Verteiler an alle 4 VCAs gesendet, die vier Lautsprecher versorgen. Nachteil dabei: Es sind nur immer je 2 Lautsprecher gleichzeitig ansteuerbar (das Signal ist nie »in der Mitte«), es gibt zudem keine Mischung zwischen dem letzten und dem ersten Lautsprecher. Da ist dann ein Setup z.B. mit dem, A-134-2 Dual VC Crossfader sinnvoller.

Vier VCAs (A-132-3) mit vier separaten Audioausgängen werden durch den A-144 Morphing Controller gesteuert. Alle VCAs verstärken dasselbe Eingangssignal (hier über A-182-1 Switched Multiples verteilt).

Der Morph Controller als »Obertongenerator«

Wenn man die Dreieck-, Sinus- oder Sägezahnschwingung eines VCOs als Steuer­spannung einsetzt, erhält man einen interessanten »Obertongenerator«, der Dreieckschwingungen (bzw. Varianten davon) erzeugt.

Der A-144 als ungewöhnlicher »Waveshaper«. An Stelle des A-138b kann natürlich auch ein A-138c Polarizing Mixer eingesetzt werden, der dann über die invertierten Schwingungsformen noch zusätzliche Variationsmöglichkeiten bietet.

Wenn man einen A-111-1 VCO mit seiner steigenden Sägezahnschwingung als Steuersignal des A-144 verwendet, erhält man aus der Mischung der vier Ausgangssignale eine überraschend komplexe Schwingungsform:

Entgegen der Erwartung bekommmen wir nicht einfach „vier Dreieckschwingungen“, sondern ein einigermaßen komplexes Gebilde.

Alternativen

Derzeit gibt es für das leider nicht mehr lieferbare Modul keinen wirklichen Ersatz. Laut Doepfer ist aber ein erweitertes Nachfolgemodul „A-144-4“ bereits in Planung. Ich werde berichten und vergleichen, sobald es erhältlich ist!

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf30 mA (+12V) / -30 mA (-12V)

A-176 Control Voltage Source

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Das Modul A-176 Manual CV Source stellt drei manuell einstellbare Spannungsquellen zur Verfügung. Die beiden oberen Spannungsquellen verfügen über je zwei Regler zur Grob- und Feinabstimmung, sind also sehr gut zur Einstellung sehr empfindlicher Module wie VCAs geeignet.

Der Regelbereich jeder Spannungsquelle beträgt 5V, wobei man über Jumper jeweils einstellen kann, ob eine Spannung zwischen 0 und +5V oder zwischen -2,5V und +2,5V ausgegeben wird.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A176-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A176-SW

Feineinstellung von VCOs

Die beiden Spannungsausgänge, die über eine Feinabstimmung verfügen, können gut für eine feine Einstellung der A-110-1 oder A-110-2 VCOs eingesetzt werden. Genaues Stimmen dieser VCOs ist ansonsten manchmal eine etwas „fummelige“ Angelegenheit – einmal den „Tune“-Regler berührt und schon ist der VCO ein paar Cent verstimmt. Zusätzlich kann der VCO dann auch auf größere Intervalle verstimmt werden, als das mit »Bordmitteln« möglich ist: Beim A-110-1 sind das nur etwa +/- 1/2 Oktave, beim A-110-2 über Jumper wahlweise auch bis zu 4 Oktaven, wobei dann eine Feinstimmug ohne Hilfsmittel wie den A-176 sehr schwer wird.

Einstellbarer Arbeitsbereich

Für jeden der drei Ausgänge kann über Jumper festgelegt werden, ob sie zwischen 0 V und + 5 V, oder zwischen -2,5 V und +2,5 V arbeiten.

Über die Jumper JP1 bis JP3 lassen sich für jede Spannungsquelle die Arbeitsbereiche zwischen 0 bis +5V (linke Position des Jumpers) und -2,5 bis +2,5V (rechte Position des Jumpers) einstellen.

Alternativen

Sofern die Feinjustierung nicht benötigt wird, gibt es eine Reihe weiterer manuell regelbarer Steuerspannungsquellen, die alternativ zum A-176 eingesetzt werden können:

  • Die Mischer A-138a, A-138b, A-138c und A-138m. Bei den Mischern (außer dem A-138m) kann man für eine Feinjustierung den „Out“-Regler auf einen kleinen Wert einstellen und dann die genaue Justierung über den „In 1“-Regler vornehmen.
  • A-183-2 Offset / Polarizer.
  • A-185-2 Precision Adder / Bus Access.

Ganz so praktisch wie das Original sind diese Alternativen freilich nicht. Aber vielleicht bringt Doepfer ja mal ein „Slim Line“-Modul mit 4 Spannungsquellen und je 2 Reglern auf den Markt…

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe240 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-198 Trautonium Manual / Ribbon Controller

Der A-198 Trautonium / Ribbon Controller stammt aus dem Trautonium-Projekt von Doepfer, bei dem versucht wurde, die Komponenten eines Trautoniums mit modernen A-100 Modulen nachzubauen.

Im Vergleich zur Spielkonsole des Originals ist der Ribbon Controller deutlich weniger nuanciert spielbar: das Original war eine feine Metallsaite mit mehreren Zentimetern Andruck-Weg. Damit kann ein Folien-Sensor natürlich nicht mithalten, ist dafür aber erheblich haltbarer, praktisch wartungsfrei und kostengünstiger herstellbar.

Das Modul enthält die Steuer-Elektronik, an die der eigentliche Controller über ein USB-Kabel angeschlossen wird.

Auch wenn der Anschluss mechanisch einem USB-Port entspricht: Das ist – von der Belegung des Anschlusses her – KEIN USB-Port und es sollten auch keine USB-Geräte daran angeschlossen werden!

Das Manual, das an das Modul A-198 angeschlossen wird.

Der Controller liefert getrennte Signale für Position und Andruckstärke – entsprechend gibt es zwei Sektionen »Position« und »Pressure« auf dem Modul selbst.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A198-IN

Ausgänge:

CTRL-A198-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A198-SW

Nicht nur für das Trautonium

Der A-198 Ribbon Controller steuert gleichzeitig Frequenz und Feedback des A-188-1 BBDs.

Mit dem Controller lässt sich natürlich ein Trautonium steuern, aber auch fast beliebige andere Module im A-100. Durch die Länge des Sensors (etwa 50 cm) kann die Steuerspannung manuell sehr feinfühlig dosiert werden.

Ein schönes »Instrument« verwendet ein A-188-1 BBD, dessen Frequenz über die Positions-CV gesteuert wird. Das Feedback lässt sich mit der Andruck-CV über einen A-131 VCA regeln.

Tricks zur Quantisierung

Mit Hilfe von A-156 Quantizer und A-171-1 VC Slew Limiter können Töne zielgenau, aber trotzdem »Ribbon-charakteristisch« getroffen werden.

Um »sauber« zu spielen, kann man zwischen A-198 und VCO einen A-156 Quantizer einbauen. Leider ist damit das schöne Verschleifen der Töne weg und man hat immer ein Glissando zwischen den Tönen. Hier ist ein spannungsgesteuerter A-171-1 Slew Limiter praktisch, den man mit der (invertierten) Andruck-CV steuert: je leichter der Andruck, desto langsamer die Übergänge zwischen zwei Tönen.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-174-1 Joy Stick

Das Modul wird nicht mehr hergestellt.

Der A-174-1 Joystick ist ein sehr bequemes Hilfsmittel, um zwei Steuerspannungen zu erzeugen und gleichzeitig manuell zu steuern.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A174-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A174-1-SW

Standardeinsatz

Der A-174 Joystick steuert gleichzeitig Frequenz und Amplitude des A-147 VC LFOs.

Ein Beispiel für die gleichzeitige Steuerung von zwei Parametern: Frequenz und Amplitude eines VC LFOs, der über einen A-130 VCA verstärkt wird. Da der VCA nicht »negativ verstärken« kann, wird beim A-130 mit »Gain« eine Grundverstärkung eingestellt, die der Joystick mit negativer Spannung dann vermindern kann.

Überblenden oder verteilen

Mit einem Joystick, zwei A-134-1 Pannern / Crossfadern (oder einem A-134-2) können vier Klangquellen (z.B. VCO-Ausgänge für verschiedene Schwingungsformen) ineinander überblendet werden.

Umgekehrt kann mit einem Joystick, drei A-134-1 Pannern und einem Multiple ein Klang für quadrophone Verstärkung aufbereitet werden.

Rückstellfedern

Die Rückstellfedern des Joysticks können durchtrennt werden, wenn der Hebel nicht mehr automatisch an die Mittelposition zurückkehren soll. Dieser Eingriff ist allerdings nicht mehr rückgängig zu machen.

Technische Daten

Breite10 TE
Tiefe45 mm
Strombedarf40 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-177-2 External Foot Controller II

Das Modul A-177-2 Foot Controller ist ein Anschuss-Modul für einen Fußregler und einen Doppel-Fußtaster.

Dabei liegt nicht einfach ein Groß-auf-Klein-Multiple vor, sondern das Modul erzeugt aktiv Steuerspannungen bzw. Gatesignale, die von elektrisch passiven Fußschaltern / Fußreglern gesteuert werden.

Ein Groß-auf-Klein-Multiple wäre dagegen das Modul A-181.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A177-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A177-2-OUT

Einsatzmöglichkeiten

Der Fußregler kann beliebig für VCA (Volumenpedal), Filter (»Wah-Wah«-Pedal) usw. eingesetzt werden.

Die beiden Gatesignale des Fußtasters können z.B. Hüllkurven auslösen, beim A-113 Subharmonic Oscillator die verschiedenen »Mixturen« umschalten oder beim A-101-2 Lowpass Gate zwischen Lowpass, LP+VCA und VCA umschalten.

Kompatible Pedale

Das Modul ist auf den Fußregler FP5 bzw. auf den Doppelfußtaster VFP2 von Doepfer ausgerichtet. Der FP5 besitzt einen 6,35 mm Stereo-Klinkenstecker mit dem Poti-Linksanschlag an der Masse, dem Poti-Rechtsanschlag an der Spitze (hier legt das Modul eine konstante Spannung an) sowie dem Poti-Schleifer am mittleren Kontakt (hier greift das Modul die vom Poti abgeschwächte Spannung ab). Der Regelweg des Potis ist halbiert, so dass bei +16 V an der Spitze maximal +8 V am mittleren Kontakt zur Verfügung stehen.

Einsatz eines Schließer-Fußschalters am A-177-2.

Auch der VFP2 besitzt einen 6,35 mm Stereo-Klinkenstecker mit Masse an Masse, Schalter 1 am Mittelkontakt und Schalter 2 an der Spitze. das Pedal ist ein Öffner, d.h. bei losgelassenem Pedal ist der Schaltkreis geschlossen und wird beim Drücken des Pedals jeweils geöffnet. Schließer-Pedale lassen sich notfalls über den Umweg des Inverters eines A-165 Trigger Modifiers einsetzen, der nach dem A-177-2 geschaltet werden muss.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-178 Theremin Control Voltage Source

Die A-178 Theremin controlled CV Source ist ein Modul, das – berührungsfrei – auf den Abstand Ihrer Hände zu einer Antenne reagiert.

Das Prinzip stammt vom Theremin, einem einfachen Vorläufer der Synthesizer (Robert Moog hat übrigens seine Karriere als Synthesizerbauer mit der Herstellung von Theremins begonnen). Ein Theremin hat zwei Antennen: eine für die Tonhöhe und eine zweite für die Lautstärke. Unser A-178 ist also eine Hälfte der „Bedienelemente“ eines Theremins.

Bedienelemente

Eingänge

CTRL-A178-IN

Ausgänge

CTRL-A178-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A178-SW

Quantisieren

Wie beim A-198 Ribbon Controller kann man natürlich auch hier einen Quantizer (ggf. mit Slew Limiter) einsetzen oder die Gate-Funktion für die Auslösung eines Hüllkurvengenerators nutzen.

Theremin – minimalistisch

Ein Theremin benötigt nicht viel: zwei A-178 zur Steuerung von Tonhöhe und Lautstärke, einen Oszillator und einen Verstärker.

Minimalausstattung für ein Theremin. Wichtig: die beiden Antennen der A-178 Module müssen mindestens 30 cm Abstand haben, damit sie sich nicht gegenseitig beeinflussen.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf60 mA (+12V) / -20 mA (-12V)

A-174-2 Wheels

Jeder ordentliche Symthesizer hat Modulationsräder, oder? Na ja, zumindest seit dem Minimoog haben sich die beiden Räder für die meisten Kompakt-Synthesizer durchgesetzt. Aber auch modulare Systeme profitieren von den praktischen Spielhilfen. Man kann freilich auch die Wheels eines Midi-Keyboards über ein Midi-Interface verwenden, aber hier haben wir eine komplett analoge Version: Die A-174-2 Wheels sind »klassische« Modulationsräder in Form eines A-100 Moduls. Der Einbau am linken unteren Rand z.B. einer Monster Base liegt damit nahe.

Bedienelemente

Ausgänge:

CTRL-A174-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A174-2-SW

Pitchbend- und Modulationsrad

Als Pitchbend- und Modulationsrad wird das linke Rad am Modulationseingang der VCOs (oder besser: am A-185-2 Precision Adder) angeschlossen, das rechte Rad steuert einen VCA, der einen LFO verstärkt.

»Klassischer« Einsatz der Modulationsräder: Das linke Rad ist ein »Pitch-Bending« Rad und steuert direkt die Frequenz der beiden A-110-1 VCOs. Das rechte Rad ist ein Modulationsrad, das (über einen A-132-1 Verstärker) den Umfang der Modulationsstärke des A-145 LFOs steuert.

Hinweis zum Einbau

Konstruktionsbedingt ragt das Potentiometer des linken Rades etwa 1 cm nach links über den Rand der Frontplatte hinaus. Auf der linken Seite muss also ein Modul mit entsprechend freiem Platz oder eine Blindplatte (2-4 TE) eingebaut werden, wenn das Modul nicht ganz links im Rahmen eingebaut werden soll.

Rückholfedern

Die Konfigurationen der beiden Räder (Rückholfedern usw.) können bei Bedarf im Werk geändert / getauscht werden.

Alternativen

Neben den Wheels bietet Doepfer eine Reihe weiterer „Spielhilfen“ an, die z.B. über Multiples verteilt, den Zugriff auf mehrere Parameter eines Modularsystems erlauben:

  • A-164 Manual Gate (nicht mehr lieferbar): Ausgabe von bis zu 3 Gatesignalen über Taster
  • A-174-1 Joystick (nicht mehr lieferbar): Ausgabe von zwei Steuerspannungen mit einem Joystick
  • A-174-4 3D Joystick: Ausgabe von drei Steuerspannungen plus Gatesignal mit einem drehbaren Joystick (und Gate-Taster)
  • A-176 Manual CV Source: Ausgabe von drei Steuerspannungen mit drei Drehreglern
  • A-173-1/2 Micro Keyboard / Manual Gates: Ausgabe definierter Steuerspannungen und Gatesignalen mit einem „Mini-Keyboard“
  • A-177 und A-177-2 Foot Controller: Ausgabe von Steuerspannungen und Gatesignalen über extern anzuschließende Fußpedale und Fußschalter
  • A-178 Theremin: Ausgabe von einer Steuerspannung und Gatesignal kontaktlos über eine Antenne
  • A-179 Light controlled CV (nicht mehr lieferbar): Ausgabe einer Steuerspannung über einen Lichtsensor
  • A-198 Trautonium Controller: Ausgabe von zwei Steuerspannungen und Gatesignal über einen flachen „Ribbon-Controller“

Technische Daten

Breite14 TE, zusätzlich 2 TE links des Moduls z.B. unter einer Blindplatte
Tiefe40 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-183-2 Offset-Generator/Attenuator/Polarizer

Der A-183-2 Offset / Polarizer ist ein übersichtliches Modul, das trotzdem eine ganze Menge kann:

Es erzeugt eine manuell einstellbare konstante Spannung, zu der eine weitere externe Steuerspannung dazu gemischt werden kann – wahlweise auch invertiert. Und der Ausgang ist auch noch als Mini-Multiple ausgelegt. Das ist so eines der Module ohne viel „Blingbling“, die aber in keinem System fehlen sollten.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A183-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A183-2-SW

Manuelle Steuerung der VCO-Frequenz

Die Steuerspannung des LFOs und die konstante Offsetspannung aus dem A-183-2 werden addiert.

Konstante Spannungen wie sie ein Offsetgenerator liefert sind gut für eine manuelle (und nicht-tonale) Steuerung der VCO-Frequenz einsetzbar. Freilich könnte man die Tonhöhe auch über den Tune-Regler des VCOs verändern, die Rückkehr zum ursprünglichen – gestimmten – Zustand ist allerdings über den Offset-Regler deutlich einfacher. Zudem lassen sich mit dem A-183-2 viel größere Bereiche der Verstimmung erzielen (beim abgebildeten A-110-1 ist über den Tune-Regler lediglich eine Verstimmung um +/- 1/2 Oktave möglich).

In Kombination mit einem LFO, der über den Attenuator / Polarizer dazu gemischt wird, lassen sich schöne Effekt-Klänge erstellen.

Gemeinsam mit dem Max / Min

Einsatz als Abschwächer vor einem A-172 Max / Min.

Das Modul lässt sich auch gut in Verbindung mit einem A-172 Max / Min und einem Oszillator zur Steuerung des Clippings einsetzen.

Reizvoll ist dabei die Möglichkeit, über den Polarisierer des A-183-2 eine invertierte Version einer anderen Schwingungsform des VCOs mit dazu zu mischen bzw. mit der konstanten Offset-Spannung zu ergänzen, die sich ebenfalls direkt auf die Ergebnisse des Max / Min auswirkt.

Regelbereich für die Offsetspannung anpassen

Werkseitig wird das Modul so ausgeliefert, dass mit dem Offset-Regler eine Gleichspannung zwischen 0 und +5 V eingestellt werden kann. Mit Hilfe einer Steckbrücke („Jumper“) auf der Platine kann dieser Regelbereich stattdessen auch auf -5v bis +5 V eingestellt werden. Der Offset-Regler arbeitet dann bipolar, mit 0 V in der mittleren Position.

Zum Wechseln des Offset-Bereichs von 0 V – 5 v auf -5 V – +5 V wird der im Bild markierte Jumper auf die untere Position (bzw. in unserer Abbildung linke Position) gesetzt.

Einen Nachteil hat diese Modifikation allerdings: Der Offset-Regler verfügt nicht über eine Mittenrasterung, so dass das Auffinden der „0 Volt – Position“ nie ganz exakt erfolgen kann.

Der »Joker«

Oft ist es praktisch »mal eben« noch einen Abschwächer zur Verfügung zu haben, einen Polarisierer oder einen Offsetgenerator. Das Modul kann sehr gut als »Joker« eingesetzt werden, mit 4 TE ist der Platz dafür auch gut zu verschmerzen.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-185-2 Precision CV Adder

Das Modul A-185-2 Precision Adder / Bus Access Module ist leider noch immer etwas »unterschätzt«, sollte aber in keinem System fehlen, das mit mehr als einem VCO arbeitet.

Ein Aufholverstärker sorgt dafür, dass mehrere VCOs von derselben Spannungsquelle gesteuert werden können, ohne dass diese durch die »Verbraucher« verändert wird. Die Steuerspannung wird in die CV-Leitung des A-100 Busses geleitet.

Zusätzlich können aber noch mehrere solcher Steuerspannungen addiert werden, es gibt einen Abschwächer, Invertierer, eine präzise 1,0 V – Vorbelegung, sowie mehrere Ausgänge (für VCOs auf anderen A-100 Bussen).

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A185-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A185-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A185-2-SW

»Oscillator Driver«?

Bei den klassischen Moog-Modularsystemen wurden mehrere 921B-Oszillatoren normalerweise durch einen 921A Oszillator Driver angesteuert. Ähnlich kann der A-185-2 stabil die Frequenz mehrerer VCOs steuern und liefert dabei gleich noch einen Oktav-Umschalter mit, der alle angeschlossenen VCOs gleichzeitig steuert.

Spannungs-„Presets“

Auch wenn an keinem der Eingänge des A-185-2 eine Spannung anliegt, kann man über die „+1“ und „-1“ Schalter eine konstante Spannung von jeweils 1 Volt (plus oder minus) erzeugen, die die angeschlossenen VCOs um genau eine Oktave nach oben oder unten transponieren.

Schaltbuchse beim A-110

Der Einsatz mit mehreren VCOs ist mit den A-110-1 etwas flexibler, da die Bus-Verbindung über deren Schaltbuchse »CV1« aufgetrennt werden kann. Bei mehreren A-111-1 (oder A-111-5) ist das leider nicht möglich. Will man mehrere A-111-1 dennoch getrennt betreiben, kann man versuchen, die Bus-Spannung über den invertierten A-185-2 Ausgang zu »neutralisieren«.

Wenn drei A-111-1 VCOs am gleichen Bus durch einen A-185-2 versorgt werden, aber einer unabhängig gesteuert werden soll, kann man die Bus-Leitung durch die invertierte Spannung »neutralisieren«.

Wichtig: Buszugriff!

Wie bei allen Modulen, die »schreibend« auf den A-100 Bus zugreifen gilt auch hier:

Maximal 1 solches Modul pro Bus, sonst wird ein Kurzschluss der CV-Leitung erzeugt.

Die Bus-Verbindung kann aber über einen Jumper aufgetrennt werden.

Technische Daten

Breite6 TE
Tiefe50 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)