A-183-2 Offset-Generator/Attenuator/Polarizer

Der A-183-2 Offset / Polarizer ist ein übersichtliches Modul, das trotzdem eine ganze Menge kann:

Es erzeugt eine manuell einstellbare konstante Spannung, zu der eine weitere externe Steuerspannung dazu gemischt werden kann – wahlweise auch invertiert. Und der Ausgang ist auch noch als Mini-Multiple ausgelegt. Das ist so eines der Module ohne viel „Blingbling“, die aber in keinem System fehlen sollten.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-2-IN

Ausgänge:

CTRL-A183-2-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A183-2-SW

Manuelle Steuerung der VCO-Frequenz

Die Steuerspannung des LFOs und die konstante Offsetspannung aus dem A-183-2 werden addiert.

Konstante Spannungen wie sie ein Offsetgenerator liefert sind gut für eine manuelle (und nicht-tonale) Steuerung der VCO-Frequenz einsetzbar. Freilich könnte man die Tonhöhe auch über den Tune-Regler des VCOs verändern, die Rückkehr zum ursprünglichen – gestimmten – Zustand ist allerdings über den Offset-Regler deutlich einfacher. Zudem lassen sich mit dem A-183-2 viel größere Bereiche der Verstimmung erzielen (beim abgebildeten A-110-1 ist über den Tune-Regler lediglich eine Verstimmung um +/- 1/2 Oktave möglich).

In Kombination mit einem LFO, der über den Attenuator / Polarizer dazu gemischt wird, lassen sich schöne Effekt-Klänge erstellen.

Gemeinsam mit dem Max / Min

Einsatz als Abschwächer vor einem A-172 Max / Min.

Das Modul lässt sich auch gut in Verbindung mit einem A-172 Max / Min und einem Oszillator zur Steuerung des Clippings einsetzen.

Reizvoll ist dabei die Möglichkeit, über den Polarisierer des A-183-2 eine invertierte Version einer anderen Schwingungsform des VCOs mit dazu zu mischen bzw. mit der konstanten Offset-Spannung zu ergänzen, die sich ebenfalls direkt auf die Ergebnisse des Max / Min auswirkt.

Regelbereich für die Offsetspannung anpassen

Werkseitig wird das Modul so ausgeliefert, dass mit dem Offset-Regler eine Gleichspannung zwischen 0 und +5 V eingestellt werden kann. Mit Hilfe einer Steckbrücke („Jumper“) auf der Platine kann dieser Regelbereich stattdessen auch auf -5v bis +5 V eingestellt werden. Der Offset-Regler arbeitet dann bipolar, mit 0 V in der mittleren Position.

Zum Wechseln des Offset-Bereichs von 0 V – 5 v auf -5 V – +5 V wird der im Bild markierte Jumper auf die untere Position (bzw. in unserer Abbildung linke Position) gesetzt.

Einen Nachteil hat diese Modifikation allerdings: Der Offset-Regler verfügt nicht über eine Mittenrasterung, so dass das Auffinden der „0 Volt – Position“ nie ganz exakt erfolgen kann.

Der »Joker«

Oft ist es praktisch »mal eben« noch einen Abschwächer zur Verfügung zu haben, einen Polarisierer oder einen Offsetgenerator. Das Modul kann sehr gut als »Joker« eingesetzt werden, mit 4 TE ist der Platz dafür auch gut zu verschmerzen.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf10 mA (+12V) / -10 mA (-12V)

A-183-1 Dual Attenuator

Der A-183-1 Dual Attenuator benötigt keine Stromversorgung. Die beiden identischen Teilmodule dienen dazu, Audiosignale oder Steuerspannungen abzuschwächen.

Im Grunde haben wir es mit einfachen Drehpotentiometern zu tun, die überall dort eingesetzt werden können, wo der Eingang eines Moduls über keinen Abschwächer verfügt, also beim Haupt-CV-Eingang aller VCOs und den meisten Filtern. Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist die Regelung des Ausgangs eines Moduls, das anschließend über Multiples verteilt wird: So kann man mit einem Regler den Einfluss eines LFOs auf eine ganze Reihe anderer Module einstellen.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-1-IN

Ausgänge:

CTRL-A183-1-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A183-1-SW

Wenn der »Empfänger« eines Signals mal keinen Abschwächer hat

A-124 VCF mit mehreren Modulationssignalen, eines davon wird über den A-183-1 Abschwächer geregelt.

Das Modul kann z.B. bei Audiosignalen die Übersteuerung eines Moduls verhindern, das über keinen Eingangsabschwächer verfügt.

Bei Steuerspannungen gilt Ähnliches: Manche der einfacheren Filter haben nur bei einem CV-Eingang einen Abschwächer – mit dem A-183-1 kann man auch den zweiten Eingang mit einem Abschwächer »nachrüsten«, etwa wenn man mit zwei unabhängigen LFOs dezent modulieren möchte.

Regelung einer verteilten Steuerspannung

Manchmal soll eine einzige Modulationsquelle gleichzeitig mehrere Ziele beeinflussen. Dafür wird man normalerweise Multiples einsetzen, die zum Beispiel ein LFO-Signal auf mehrere andere Module verteilt. Die Stärke der Modulation wird dann bei den Ziel-Modulen mit ihren jeweiligen Abschwächern geregelt.

Nun kann man vor den Multiples einen A-183-1 einbauen, um auch noch für alle Ziel-Module gemeinsam zu regeln, wie stark die Modulation sein soll.

Das Sinus-Signal eines LFOs wird über einen A-183-1 Attenuator geregelt und dann mit A-180-1 Multiples auf einen VCO (Vibrato), ein Filter („Wahwah“) und einen VCA (Tremolo) verteilt.

Module in der Zigarrenkiste?

Passive Module wie den A-183-1 kann man bei Platzmangel im Rack auch in ein einfaches Holzkästchen ohne Stromversorgung »auslagern«.

Etwas Bastlergeschick ist erforderlich, damit die Maße für die Module passen.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf0 mA (+12V) / -0 mA (-12V)

A-183-3 Amplifier

Der A-183-3 Amplifier ist ein nicht-spannungsgesteuerter Verstärker, der Audiosignale oder Steuerspannungen bis zum Faktor 4 verstärken kann.

Ja wie, verstärken, macht das nicht jeder Verstärker? Tatsächlich erlauben die meisten VCAs lediglich eine „Verstärkung“ bis zum Faktor 1, sind also tatsächlich nur Abschwächer und keine echten Verstärker. In einem Modularsystem ist das durchaus sinnvoll, wenn man nicht durch unachtsames Kombinieren mehrerer echter Verstärker bei Spannungen landen möchte, die irgendwann die Eingangsstufen anderer Module zum Durchschmoren bringen.

Wozu braucht man dann einen solchen „echten“ Verstärker? Einmal, um z.B. die Spannung von Triggersignalen an Module oder Synthseizer anderer Hersteller anzupassen, die statt der verfügbaren 5V einen Trigger von 10V oder mehr erfordern und auf die geringere Spannung einfach nicht reagieren.

Da das Modul nicht nur Steuerspannungen, sondern auch Audio verstärken kann, ist ein zweites Einsatzgebiet das gezielte Übersteuern von Modulen wie Filtern o. Ä., die bei normalem Einganspegel zu sauber klingen und denen man etwas „Schmutz“ spendieren möchte. Hier sollte man freilich mit Vorsicht herangehen, um dieses Modul dann nicht doch zu „braten“…

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A183-3-IN

Ausgänge:

CTRL-A185-1-OUT-1

Regler / Schalter:

CTRL-A183-3-SW

Anpassung bei verschiedenen Herstellern

Der A-183-3 als Verstärker, um das Rechtecksignal eines A-146 LFOs auf ein geeignetes Niveau zur Auslösung z.B. von Hüllkurvengeneratoren anderer Hersteller zu bringen.

Das Modul kann zur Anpassung von Steuerspannungen oder Audiopegeln von Modulen verschiedener Hersteller recht nützlich sein. Wenn Triggersignale Hüllkurvengeneratoren nicht auslösen, liegt z.B. oft eine zu geringe Spannung der Triggersignale zugrunde.

Eine Alternative für die Anpassung von Trigger/Gate-Signalen ist das neue „Slim Line“ Modul A-183-4, das auf nur 2 TE immerhin vier unabhängige Trigger auf die gewünschten Pegel anheben kann. Das Modul A-183-4 ist allerdings nicht für Audiosignale geeignet, da es aus einer steigenden Flanke (z.B. eines Sinussignals) immer eine sehr steile Flanke (Rechteck) erzeugt, wie sie für Trigger benötigt wird.

Im Vergleich ist das A-183-3 zudem flexibler in der Handhabung, unterschiedliche Ziel-Level können bequem per Schalter und Regler eingestellt werden (beim A-183-4 muss man dafür Jumper setzen). Zudem lässt es sich bei Bedarf auch als ganz „gewöhnlicher“ manueller Abschwächer einsetzen, wenn der „max. Amp“ Schalter auf 1 steht.

Ein „echter“ VCA

Dei Amplitude eines Sägezahn-Signals aus einem A-110-1 VCO wird zunächst von einem A-132-3 VCA geregelt und dann mit dem A-183-3 auf einen höheren Pegel angehoben.

Leider ist der A-183-3 nur ein rein manuell zu bedienendes Modul, das über keinen eigenen Steuerspannungseingang verfügt. Vielleicht möchte man aber die Verzerrung z.B. eines Filters über eine Modulationsquelle (LFO, Sequencer, ADSR usw.) steuern. Dann bietet es sich an, dem A-183-3 einfach einen konventionellen VCA vorzuschalten. Der reicht zwar normalerweise nur bis zu einem Verstärkungsfaktor von 1, aber dafür kann der A-183-3 den Rest bei Bedarf aufholen. Wenn der VCA komplett „schließt“, wird auch kein Signal vom A-183-3 verstärkt. Bei voller Verstärkung auf Faktor 1 durch den VCA kann das Ausgangssignal aus dem A-183-3 dagegen deutlich lauter sein, je nach Grundeinstellung von Level und Verstärkungsfaktor.

Alternativen

Für den Spezialfall der Verstärkung (und „Kantenschärfung“) von Triggersignalen wurde das Modul A-183-4 bereits genannt. Ein weiterer „echter“ Verstärker, sogar mit Spannungssteuerung ist der A-133 Dual Voltage Controlled Polarizer, der immerhin bis Faktor 2,5 verstärken und zudem noch bei Bedarf ein invertiertes Signal ausgeben kann.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe20 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)