Das Modul wird nicht mehr hergestellt.
Das A-190-1 MIDI-to-CV / Gate / Sync Interface stellt eine recht umfangreiche Midi-Anbindung für A-100 Systeme zur Verfügung.
Über »Clock« und »Reset« lässt sich eine Synchronisierung von A-155 Sequencern etc. mit Midi- oder Softwaresequencern realisieren.
Das Interface hat einen Gate- sowie zwei Steuerspannungs-Ausgänge. Pitchbend, Portamento und ein LFO sind per Software in dem Modul realisiert.
Bedienelemente
Eingänge:
CTRL-A190-1-INAusgänge:
CTRL-A190-1-OUTRegler / Schalter:
CTRL-A190-1-SWMenüstruktur
Im Folgenden werden alle Menüs, sowie die dort jeweils einstellbaren Parameter beschrieben. Wenn ein Menü mehr als einen Parameter hat, dann erfolgt die Einstellung über Midi-Befehle / Noten.
Im normalen Betrieb sind alle 6 LEDs auf der linken Seite des Moduls aus, nur die drei LEDs für Clock, Reset und Gate leuchten bei entsprechenden Ereignissen auf. Zum Programmieren des A-190-1 drückt man zunächst auf den „Menü“-Taster. Die oberste linke LED (mit „Channel“ bzw. „CV1“ beschriftet) blinkt nun rasch hintereinander.
Performance und Config
Die Programmiermöglichkeiten sind in 2 Gruppen aufgeteilt: „Performance“ für häufig anzupassende Parameter und „Config“ für eher allgemeine Grundeinstellungen. Die jeweils zu programmierende Funktion wird durch eine der 6 LEDs auf der linken Seite angezeigt: sie blinkt schnell bei Performance-Funktionen, langsam bei Config-Funktionen, die Beschriftungen befinden sich links der LED für Performance und rechts der LED für Config.
Zwischen diesen beiden Gruppen kann man durch Drücken des „Group“-Tasters wechseln. Die einzelnen Funktionen werden durch wiederholtes Drücken auf den „Menü“-Taster ausgewählt und können dann eingestellt werden. Die ausgewählte Funktion bewegt sich bei den Performance-Funktionen von oben („Channel“) nach unten („Bend W.“), bei den Config-Funktionen von unten („CV2“) nach oben („CV1“).
Je nach Funktion kann nun manuell über die „Inc“- und „Dec“-Taster oder über Midi programmiert werden. Nach wiederholtem Drücken des „Menü“-Tasters gelangt man wieder in den normalen Betriebsmodus und keine der 6 LEDs blinkt mehr.
Speichern
Um die vorgenommenen Einstellungen zu speichern, so dass sie beim nächsten Einschalten des A-100 wieder zur Verfügung stehen, muss man gleichzeitig die beiden Taster „Dec“ und „Inc“ drücken. Die 6 Menü-LEDs leuchten zunächst alle auf, bis Sie die beiden Taster loslassen, danach blinken alle 6 LEDs langsam und danach schnell. Fertig.
Das Performance-Menü im Detail
Funktion: | Beschreibung: |
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Channel | Midi-Kanal, den das A-190-1 empfängt und verarbeitet. Einstellung manuell über »Inc« / «Dec«-Taster. |
LFO Frq. | Frequenz des Software-LFOs (von ca. 0,2 bis 20 Hz). Einstellung manuell über »Inc« / «Dec«-Taster. |
Glide | Für ein Portamento der über Midi eingespielten Noten (Ausgabe an »CV1«). Einstellung per Midi: Prog Change – Nummer ist die Portamento-Zeit mal 20 ms (Prog Change 10 führt z.B. zu 200 ms Portamento-Zeit). |
Assign | Zuordnung der Noten, wenn mehrere Tasten gleichzeitig gedrückt werden. Einstellung per Midi: Prog Change 1 = Last Note Priority, Prog Change 2 = Highest Note Priority. |
Arpeg. | Die Funktion ist aktuell nicht implementiert. |
Bend W. | Maximaler Bereich für das Pitch Bending. Einstellung per Midi: zuerst wird ein Referenzton gespielt (z.B. C3), danach der Ton für das maximale Pitch Bending (z.B. G3 – das Bending verschiebt dann um +/- eine Quinte). |
Das Config-Menü im Detail
Funktion: | Beschreibung: |
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CV2 | Dem Ausgang »CV2« kann hier ein Midi-Parameter zur Wandlung in eine Steuerspannung zugewiesen werden. Manuelle Einstellung: 0 = Velocity (zusätzlich Midi Note On und Off erforderlich), 1 = Programm Change, 2 = Controller (gewünschten beliebigen Midi-Controller senden lassen), 3 = Pitch Bend, 4 = monophoner Aftertouch, 5 = polyphoner Aftertouch. |
Retrig. | Hier kann eine Zeit von 1 ms bis 127 ms eingestellt werden, um die das Gatesignal bei aktiviertem »Retrigger« und Legato-Spiel unterbrochen wird. Einstellung per Midi: Prog Change – mit der Nummer der Zeit in ms. Oder manuell über »Inc« / «Dec«-Taster. |
Scale | Damit kann eine von 1 V / Oktave abweichende Spreizung der Kennlinie eingestellt werden. Einstellung manuell über »Inc« / «Dec«-Taster. |
Offset | Hier können von 0 V abweichende Werte für die Spannung der Referenznote an »CV1« eingestellt werden. Einstellung manuell über »Inc« / «Dec«-Taster. |
Clock | Für die Clock können zwei Parameter (per Midi) eingestellt werden: Teiler: Das Verhältnis zwischen der Midi-Clock (die immer mit 96 Clock-Impulsen pro Takt arbeitet) und dem ausgegebenen Clocksignal kann hier genau eingestellt werden. Einstellung per Midi: Prog Change – mit der Nummer des gewünschten Teilers (1-64). Polarität: Analog zur Gate-Polarität. Einstellung per Midi: Prog Change 65 = positive Clock, Prog Change 66 = negative Clock. |
CV1 | Für den Steuerspannungs-Ausgang CV1 und den Gate-Ausgang können gleich mehrere Parameter (per Midi) programmiert werden: Channel & Referenznote: Midi-Kanal, auf dem das Modul empfängt, sowie die tiefste mögliche Note. Die Einstellung erfolgt am besten über eine Midi-Note (meist ein C2 bzw. Midi Note Nr. 36). Polarität des Gates: Für das A-100 System werden positive Gatesignale (»an« = +12 V, »aus« = 0 V) benötigt, das ist die Werkseinstellung. Für andere Systeme kann auf ein negatives Gate (»an« = 0 V, »aus« = +12 V) umgeschaltet werden. Einstellung über Midi: Prog Change 1 = positives Gate, Prog Change 2 = negatives Gate. CV Charakteristik: V / Oktave (Werkseinstellung) oder Hz / V (z.B. für alte Korg Synthesizer). Einstellung über Midi: Prog Change 3 = V / Oktave, Prog Change 4 = Hz / V. Retrigger: Der Retrigger fügt bei überlappenden Tönen (Legato-Spiel) kleine Pausen in das Gatesignal ein. Einstellung über Midi: Prog Change 5 = Retrigger aus, Prog Change 6 = Retrigger an. |
Wichtig: Buszugriff!
Das Modul leitet die Steuerspannung von »CV1« und das Gate auf die entsprechenden Leitungen im A-100 Bus. Bei Bedarf können die beiden entsprechend beschrifteten Jumper auf der Platine (»INT.CV« und »INT.GATE«) entfernt werden, um den Bus-Zugriff zu unterbinden.
Achten Sie darauf, dass das A-190-1 unbedingt das einzige auf den Bus »schreibende« Modul ist, da es sonst zu einem Kurzschluss kommt, der die Module beschädigen kann.
Zusätzlicher Strombedarf bei +5 V
Das Modul benötigt neben den üblichen +12 V noch eine Stromversorgung von 50 mA an +5 V. Ab dem neuen Netzteil PSU3 wird diese Versorgungsspannung standardmäßig über den Bus bereitgestellt. Ältere Netzteile erfordern z.B. den 5V Low Cost Adapter, der auf einen freien Steckplatz auf dem gleichen Bus wie das Modul aufgesteckt wird und der dann die +5V zur Verfügung stellt.
Achtung: Den 5V-Adapter keinesfalls bei einem neuen PSU3-Netzteil einsetzen! (Gefahr der Beschädigung von Netzteil bzw. Adapter.)
Alternativen
Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Midi-Interfaces bei Doepfer, eine modernisierte und deutlich bequemer zu programmierende Version ist der A-190-4. Wer auf einige der Features verzichten kann, mag zum 6 TE schmalen A-190-3 greifen.
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Vergleich Midi-Interfaces
Modul: Typ: USB: Tonumfang: CV-Ausgänge: Clock Out: Midi Thru: A-190-1 Einfaches Midi-CV-Interface mit Clock / 5 Oktaven 2 JA JA A-190-2 Schmales Midi-CV-Interface mit mehreren CV-Ausgängen / 5 Oktaven 4 / / A-190-3 Ähnlich A-190-2, aber mit USB JA 5 Oktaven 4 / / A-190-4 Ähnlich A-190-1, aber mit USB und großem Tonumfang JA 10 Oktaven 2 JA JA A-190-5 Polyphones Midi-CV-Interface mit großem Tonumfang JA 10 Oktaven 12 / JA A-190-8 Auf Midi-Clock spezialisiertes Interface JA kein CV Out nur Clock JA / A-191 Midi-CV-Interface mit vielen CV-Ausgängen, auch als Shepard-Generator einsetzbar / 5 Oktaven 16 / / A-192-1 CV-Midi-Interface mit 16 CV-Eingängen / 5 Oktaven nur CV-Eingänge / JA A-192-2 CV/Gate-Midi-Interface mit 6 CV und 2 Gate-Eingängen JA 10 Oktaven nur CV- & Gate-Eingänge / /
Technische Daten
Breite | 10 TE |
Tiefe | 95 mm |
Strombedarf | 10 mA (+12V) / -0 mA (-12V) |
Zusätzlicher Strombedarf | 50 mA (+5V) |