A-115 Audio Divider

Der A-115 Audio-Divider ist ein einfacher Frequenzteiler, der Rechtecksignale von 1/2, 1/4, 1/8 und 1/16 der Frequenz des Eingangssignals ausgibt. Das entspricht einem Ton von 1, 2, 3 und 4 Oktaven unter dem Eingangssignal.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A115-IN

Ausgänge:

CTRL-A115-OUT

Regler / Schalter:

CTRL-A115-SW

Alternative: A-160

Eine sehr ähnliche Funktionalität bietet das »Clock Divider« Modul A-160 an. Es verfügt zwar nicht über einen Mischer wie das Modul A-115, ist aber mit 4 TE auch nur halb so breit.

Beide Frequenzteiler können Probleme mit älteren Versionen des A-111-1 VCO haben: Aufgrund einer technischen Kleinigkeit (Wechselspannungskopplung) muss bei älteren A-111-1 ein passiver Abschwächer o.Ä. zwischengeschaltet werden. Es ist dabei nicht nötig, das Signal tatsächlich abzuschwächen – lediglich die Schaltung dazwischen ist erforderlich. Das Problem liegt nicht bei den Frequenzteilern, sondern bei den (älteren) A-111-1.

Suboszillator

Der A-115 Audio Divider lässt sich sehr gut als »Suboszillator« zur Ergänzung eines VCOs einsetzen. Dabei wird er idealerweise vom Rechtecksignal des VCOs angesteuert. Sein Ausgangssignal kann dann in den weiteren Audioweg eingespeist werden, z.B. in ein Filter bei einer »Standard«-Synthesizerstimme.

Eine einfache Synthesizerstimme mit Suboszillator. VCF und VCA werden durch ADSR-Generatoren etc. moduliert. Bei Bedarf kann man vor dem Filter noch einen Mixer einfügen, um Sägezahn, Dreieck oder Sinus aus dem A-110 VCO beizumischen.

Einsatz bei LFOs oder als Clockteiler

Miit seinen Mischreglern für die geteilten Frequenzen ist der A-115 prädestiniert, um als Suboszillator im Audiobereich verwendet zu werden. Dafür ist er als „Audio Divider“ auch werkseitig optimiert, der Ausgang ist wechselspannungsgekoppelt.

JP2 gesetzt für Gleichspannungskoppelung.

Trotzdem mag es spannend sein, auch Modulationssignale wie von einem LFO mit Rechteck-Ausgang zu teilen und sich somit ein regelmäßig gestuftes Modulationssignal zu erzeugen. Dafür sollte der Ausgang allerdings darauf ausgerichtet sein, die so entstehenden Gleichspannungen auszugeben (was bei Audiosignalen eher unerwünscht ist). Für eine solche Gleichspannungskoppelung muss auf der Platine der Jumper JP2 gesetzt (aufgesteckt) werden.

Damit kann das Modul im Prinzip auch als Clockdivider eingesetzt werden, die Mischregler machen dabei allerdings nur sehr begrenzt Sinn: Man wird immer nur einen Regler voll aufdrehen, während alle anderen auf 0 stehen.

Was ist das „Originalsignal“?

Vor der Erzeugung der geteilten Frequenzen wird im Modul intern ein Rechtecksignal in der ursprünglichen Frequenz abgeleitet. Das kann – je nach Eingangssignal – deutlich vom ursprünglichen Audiomaterial abweichen.

Das ursprüngliche Eingangssignal: Eine Dreiecksschwingung aus einem A-111-1.
Der A-115 leitet daraus ein Rechtecksignal ab, das wahlweise über den „Orig.“ Regler zur Verfügung steht.

Ab der Produktion des Jahres 2008 existiert ein weiterer Jumper auf dem Board, mit dem man bestimmen kann, ob mit dem „Orig.“ Regler das ursprüngliche Eingangssignal dem gemeinsamen Ausgangssignal zugemischt werden soll, oder ob es stattdessen dieses abgeleitete Signal sein soll. Dafür sitzt der Jumper JP3 auf einer Leiste mit 3 Pins:

Position JP3:Über „Orig.“ gemischtes Signal:
linke 2 Pins (in Richtung Frontplatte)ursprüngliches Eingangssignal
rechte 2 Pinsabgeleitetes Signal
JP3 ist für die Verwendung des abgeleiteten Signals am „Orig.“ Regler gesetzt.

Technische Daten

Breite8 TE
Tiefe40 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -10 mA (-12V)