A-148 Dual Sample&Hold / Track&Hold

Das A-148 Dual Sample & Hold / Track & Hold beherrscht mit seinen beiden identischen Teilmodulen verschiedene Arten des »Festhaltens« von Eingangs-Spannungen. Ein kleines, aber eigentlich unverzichtbares Hilfsmittel.

Beim Sample & Hold wird die Spannung am Eingang zum Zeitpunkt eines Triggersignals festgehalten und permanent am Ausgang wiedergegeben – bis mit einem nächsten Triggersignal erneut das Eingangssignal gemessen und ab da als neue Spannung neu ausgegeben wird.

Track & Hold arbeitet ähnlich, reicht aber das Eingangssignal während der Dauer des Trigger- / Gatesignals 1:1 an den Ausgang durch. Erst danach arbeitet es wie ein S&H, gibt also die zuletzt gemessene Spannung konstant am Ausgang aus. Beide Teilmodule können mit Jumpern zwischen S&H und T&H umgestellt werden, werkseitig ist das obere Teilmodul als S&H, das untere als T&H konfiguriert.

Bedienelemente

Eingänge:

CTRL-A148-IN

Ausgänge:

CTRL-A148-OUT

Pseudo-Zufall

Zufallsspannungen aus einem Rauschsignal.

Das S&H ist ein beliebtes Werkzeug zur Erzeugung von Zufallsspannungen (oder auch von Pseudozufallsspannungen): Ein Rauschsignal (z.B. vom A-118) wird in größeren Abständen abgetastet und die gemessene Spannung bis zum nächsten Messzeitpunkt ausgegeben. Ein »echter« Zufall liegt vor, wenn man die Spannung nicht vorausberechnen könnte. Das ist beim Einsatz von analogen Rauschgeneratoren sicher nicht mehr möglich, bei einem schnellen LFO als Ausgangsmaterial wäre das aber noch theoretisch denkbar.

Glissandos

Wenn der linke LFO eine deutlich schnellere Frequenz als der rechte LFO aufweist, erhält man ein auf- und absteigendes »Glissando« (d.h. gerasterte Steuerspannung).

Interessant sind aber auch Glissandos, die man mit langsam laufenden LFOs oder Hüllkurven gewinnen kann. Wenn die Abtastfrequenz deutlich größer ist als die Frequenz des Eingangssignals erhält man einen treppenförmigen Verlauf des Ausgangssignals:

Das lässt sich mit der T&H-Betriebsart noch verfeinern: hier kann man zwischen dem ursprünglichen Verlauf (Gate mit positiver Spannung in »Trig. In«) und dem treppenförmigen Verlauf (Gate = 0 V) umschalten.

A-148 Sample & Hold als „Eimerkettenspeicher“

Ein A-110-1 VCO (links) steuert mit dem A-148 S&H-Modul die »Samplingfrequenz« für einen zweiten A-110-1 VCO (rechts).

Der A-148 kann Audiosignale nicht nur in gemächlichem Tempo abtasten und den momentanen Wert der Eingangsspannung festhalten, sondern auch mit einer Taktung im Audiobereich. Nichts anderes machen BBDs, allerdings nicht nur mit einem einzelnen „Speicherelement“ (das natürlich analog arbeitet), sondern oft mit mehreren hundert hintereinander. Echos werden wir also nicht mit dem S&H erzeugen können, aber etwas, das sehr ähnlich wie eine Digitalisierung mit niedrigen Samplerate klingt.

Analoge »Bit-Reduktion« mit dem A-148 Sample & Hold. Die Frequenz des Trigger-VCOs ist dabei deutlich als Nebengeräusch zu hören.

Senden Sie dazu das Audiosignal in den Eingang »Smp. In«, einen zusätzlichen Rechteck-VCO als Trigger in »Trig In« (der zweite VCO sollte mehrere Oktaven über dem Eingangssignal gestimmt sein) und variieren Sie die Frequenz des Triggers. Das bearbeitete Signal bekommt eine „Treppchenstruktur“, die den einzelnen Abtastzyklen des A-148 entspricht.

Technische Daten

Breite4 TE
Tiefe30 mm
Strombedarf20 mA (+12V) / -20 mA (-12V)